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A Feast for Crows - Kapitel 14 - Brienne III

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Brienne braucht fast eine Stunde, um die Schenke zu finden. Sie hat kein Schild, und sie liegt unter dem Stall eines Abdeckers. Brienne stößt sich den Kopf, als sie eintritt, so niedrig ist die Decke. Ein paar Schemel stehen herum und alte Weinfässer, die als Tische dienen. Es stinkt erbärmlich nach Wein, Feuchtigkeit, Schimmel und Abtritt sowie Totenhof. In einer Ecke sitzen drei Seeleute aus [[Tyrosh]] und die teigige Eigentümerin steht hinter einer Planke. Brienne bestellt einen Becher Wein und fragt nach [[Dick Krabb]]. Die Wirtin antwortet, dass der jeden Abend in die Schenke käme, dass Brienne ihn aber woanders umbringen solle, wenn sie es vorhabe, denn sie wolle keinen Ärger mit Lord Tarly bekommen. Brienne gibt der Wirtin einen [[Kupferstern]], damit sie ihr zunickt, wenn er in die Schenke kommt, dann setzt sich Brienne in eine Ecke.
 
Brienne braucht fast eine Stunde, um die Schenke zu finden. Sie hat kein Schild, und sie liegt unter dem Stall eines Abdeckers. Brienne stößt sich den Kopf, als sie eintritt, so niedrig ist die Decke. Ein paar Schemel stehen herum und alte Weinfässer, die als Tische dienen. Es stinkt erbärmlich nach Wein, Feuchtigkeit, Schimmel und Abtritt sowie Totenhof. In einer Ecke sitzen drei Seeleute aus [[Tyrosh]] und die teigige Eigentümerin steht hinter einer Planke. Brienne bestellt einen Becher Wein und fragt nach [[Dick Krabb]]. Die Wirtin antwortet, dass der jeden Abend in die Schenke käme, dass Brienne ihn aber woanders umbringen solle, wenn sie es vorhabe, denn sie wolle keinen Ärger mit Lord Tarly bekommen. Brienne gibt der Wirtin einen [[Kupferstern]], damit sie ihr zunickt, wenn er in die Schenke kommt, dann setzt sich Brienne in eine Ecke.
   
In ihrem Wein schwimmt ein Haar und er schmeckt sehr ölig. Sie fragt sich wieder einmal, wo Sansa stecken könne: in [[Winterfell]] oder bei [[Tyrion Lennister]], wie Podrick vermutet? Vielleicht ist sie tatsächlich über die Meerenge geflohen, aber dorthin will ihr Brienne nicht folgen, denn wenn sie sich dort nicht verständlich machen kann, wird sie noch absonderlicher wirken. Als Renly zu den Waffen gerufen hatte, war Brienne durch die Weite geritten, um sich ihm anzuschließen. Renly hatte sie sogar persönlich begrüßt, seine Ritter und Lords allerdings hatten sie nicht nur mit Hohn und Spott empfangen, sondern einige hatten ihr einen furchtbaren Streich gespielt, indem sie ihr den Hof machten. Der Große Ben Buschig war der Erste gewesen. Er war einer der wenigen Männer in Renlys Lager, der Brienne an Körpergröße übertraf. Er schickte seinen Knappen, damit er Briennes Rüstung säubert und schenkte ihr ein silbernes Trinkhorn. Dann erschien Ser [[Edmund Ambros]], brachte ihr Blumen und wollte mit ihr ausreiten. Ser Hylo übertraf beide, indem er ihr ein Buch mit Rittergeschichten schenkte, Karotten und Äpfel für ihr Pferd brachte und einen Seidenbusch für ihren Helm. Er brachte sie sogar zum Lachen mit seinen Lagergeschichten und übte einmal den Schwertkampf mit ihr, was ihr am meisten bedeutete. Brienne hatte geglaubt, dass die anderen auch seinetwegen höflicher zu ihr waren: bei Tisch stritten sie, wer neben ihr sitzen dürfe, Ser Richard Ferkel spielte auf seiner Laute Liebeslieder vor ihrem Pavillon, Ser [[Hugo Biengraben]] brachte ihr einen Topf Honig, Ser Mark Mullendor erheiterte sie mit seinem Äffchen von den [[Sommerinseln]], und eine [[Heckenritter]] namens Will der Storch wollte ihr die Schultern massieren. Brienne stieß sie alle ab, doch eines Abends packte Ser [[Owen Zollfeld]] sie einfach und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen. Brienne stieß ihn fort und er stolperte in ein Kochfeuer.
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In ihrem Wein schwimmt ein Haar und er schmeckt sehr ölig. Sie fragt sich wieder einmal, wo Sansa stecken könne: in [[Winterfell]] oder bei [[Tyrion Lennister]], wie Podrick vermutet? Vielleicht ist sie tatsächlich über die Meerenge geflohen, aber dorthin will ihr Brienne nicht folgen, denn wenn sie sich dort nicht verständlich machen kann, wird sie noch absonderlicher wirken. Als Renly zu den Waffen gerufen, war Brienne durch die Weite geritten, um sich ihm anzuschließen. Renly hatte sie sogar persönlich begrüßt, seine Ritter und Lords allerdings hatten sie nicht nur mit Hohn und Spott empfangen, sondern einige hatten ihr einen furchtbaren Streich gespielt, indem sie ihr den Hof machten. Der Große Ben Buschig war der Erste gewesen. Er war einer der wenigen Männer in Renlys Lager, der Brienne an Körpergröße übertraf. Er schickte seinen Knappen, damit er Briennes Rüstung säubert und schenkte ihr ein silbernes Trinkhorn. Dann erschien Ser [[Edmund Ambros]], brachte ihr Blumen und wollte mit ihr ausreiten. Ser Hylo übertraf beide, indem er ihr ein Buch mit Rittergeschichten schenkte, Karotten und Äpfel für ihr Pferd brachte und einen Seidenbusch für ihren Helm. Er brachte sie sogar zum Lachen mit seinen Lagergeschichten und übte einmal den Schwertkampf mit ihr, was ihr am meisten bedeutete. Brienne hatte geglaubt, dass die anderen auch seinetwegen höflicher zu ihr waren: bei Tisch stritten sie, wer neben ihr sitzen dürfe, Ser Richard Ferkel spielte auf seiner Laute Liebeslieder vor ihrem Pavillon, Ser [[Hugo Biengraben]] brachte ihr einen Topf Honig, Ser Mark Mullendor erheiterte sie mit seinem Äffchen von den [[Sommerinseln]], und eine [[Heckenritter]] namens Will der Storch wollte ihr die Schultern massieren. Brienne stieß sie alle ab, doch eines Abends packte Ser [[Owen Zollfeld]] sie einfach und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen. Brienne stieß ihn fort und er stolperte in ein Kochfeuer.
   
 
Sie hatte sich gefragt, warum alle so freundlich zu ihr waren, denn es gab Marketenderinnen und hochgeborene Jungfrauen und Damen bei den hohen Lords. Dann wurde das Rätsel gelöst. [[Dickon Tarly]] hatte vier Ritter beim Satteln der Pferde belauscht und seinen Vater informiert, dass es um eine Wette ging: angefangen hatten wohl Ambros, Buschig und Hylo Hatz, aber es schlossen sich andere an. Jeder gab einen [[Golddrache]]n, und wer es schaffte, Briennes Jungfräulichkeit zu erobern, bekam den ganzen Pott. Lord Randyll hatte ihr erklärt, dass er dem Spaß ein Ende bereitet habe, denn bei der Größe des Gewinns sei es nur eine Frage der Zeit, bis sich einer der Herausforderer ihre Jungfräulichkeit mit Gewalt geholt hätte. Brienne hatte nicht verstanden, warum gesalbte Ritter zu so etwas in der Lage waren, aber Lord Randyll hatte ihr die Schuld daran gegeben, denn ihre bloße Anwesenheit habe die Ritter ermutigt. Er hatte sie aufgefordert, die Rüstung abzulegen und nach Tarth zurückzukehren, denn Frauen seien allein dazu geschaffen, Kinder zu gebären.
 
Sie hatte sich gefragt, warum alle so freundlich zu ihr waren, denn es gab Marketenderinnen und hochgeborene Jungfrauen und Damen bei den hohen Lords. Dann wurde das Rätsel gelöst. [[Dickon Tarly]] hatte vier Ritter beim Satteln der Pferde belauscht und seinen Vater informiert, dass es um eine Wette ging: angefangen hatten wohl Ambros, Buschig und Hylo Hatz, aber es schlossen sich andere an. Jeder gab einen [[Golddrache]]n, und wer es schaffte, Briennes Jungfräulichkeit zu erobern, bekam den ganzen Pott. Lord Randyll hatte ihr erklärt, dass er dem Spaß ein Ende bereitet habe, denn bei der Größe des Gewinns sei es nur eine Frage der Zeit, bis sich einer der Herausforderer ihre Jungfräulichkeit mit Gewalt geholt hätte. Brienne hatte nicht verstanden, warum gesalbte Ritter zu so etwas in der Lage waren, aber Lord Randyll hatte ihr die Schuld daran gegeben, denn ihre bloße Anwesenheit habe die Ritter ermutigt. Er hatte sie aufgefordert, die Rüstung abzulegen und nach Tarth zurückzukehren, denn Frauen seien allein dazu geschaffen, Kinder zu gebären.
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