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Arme Gefährten

Die Armen Gefährten (engl.: Poor Fellows) sind einer der beiden alten militärischen Orden, die dem Glauben an die Sieben verschworen sind. Ihr Wappen ist ein roter siebenzackiger Stern, den sie sich nach Tradition der Andalen in die Brust ritzen.[1] Deshalb werden sie auch die Sterne genannt. Ihr Gegenstück sind die Schwerter, die Söhne des Kriegers.

Über die Armen GefährtenBearbeiten

Die Armen Gefährten waren ärmlicher, dafür aber weitaus zahlreicher als die Söhne des Kriegers. Sie waren eine Art Bettelbrüder, die allerdings Äxte anstelle von Schüsseln trugen. Sie zogen über die Straßen und eskortierten Reisende von Septe zu Septe und Stadt zu Stadt. Ihr Zeichen war der Siebenzackige Stern, rot auf weiß, daher nannte das gemeine Volk sie die "Sterne".[2]

Die Armen Gefährten akzeptieren nur den Hohen Septon als ihre einzige Autorität, da sie davon ausgehen, dass er für ihren Gott spricht.

Anders als die Söhne des Kriegers akzeptieren die Armen Gefährten Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, und auch das Geschlecht spielt keine Rolle. Im Kampf werden sie allerdings von den Söhnen des Kriegers angeführt. Obwohl die Armen Gefährten nicht ausgebildet oder besonders diszipliniert sind, bilden sie doch das Rückgrat der Armee des Glaubens. Sie sind leicht bewaffnete Fußtruppen, die alles Mögliche als Waffe tragen, bspw. Äxte oder Knüppel. Einige von ihnen brennen oder ritzen sich nach Tradition der Andalen den Stern auf die Brust, andere tragen das Wappen als Aufnäher an ihrer Kleidung.

GeschichteBearbeiten

Die beiden militärischen Orden stammen noch aus den Zeiten vor Aegons Eroberung.[2]

Im Jahre 41 n. A. E. vermählte König Aenys I. Targaryen seine Kinder Aegon und Rhaena miteinander, wodurch er den Zorn des Glaubens auf sich zog, welcher Inzest als Sünde betrachtete. Als Aegon und Rhaena durch die Flusslande reisten, wurden sie von einigen Armen Gefährten mit Schlammklumpen beworfen. Wenig später überfiel eine Gruppe Armer Gefährten Septon Murmison, die Hand des Königs, welcher für die Trauung der Geschwister aus dem Glauben ausgeschlossen war. In einer Gasse von Königsmund hackten die Angreifer den Septon mit Äxten in Stücke, womit der Aufstand der militärischen Orden des Glaubens seinen Lauf nahm. Wenig später erklommen zwei Arme Gefährten, welche die königliche Familie ermorden wollten,[3] die Mauern der Villa von Aenys auf Visenyas Hügel und drangen ins Schlafgemach des Königs ein. Nur das rechtzeitige Eingreifen der Königsgarde rettete Aenys das Leben. Nachdem sich der König nach Drachenstein zurückgezogen hatte, zogen Tausende Armer Gefährten über die Straßen des Reichs und zwangen Reisende zu bekennen, ob sie es "mit den Göttern oder der Abscheulichkeit" hielten. Sie protestierten vor den Toren der Burgen, bis die Lords herauskamen und König Aenys abschworen. In den Westlanden belagerten Tausende Ordensmitglieder Rallenhall, wohin sich Aegon und Rhaena geflüchtet hatten.[4]

Nachdem Aenys im Jahre 42 n. A. E. gestorben war und sich sein jüngerer Bruder Maegor selbst zum König erklärt hatte, strömten Tausende Arme Gefährten in Richtung Königsmund. Diejenigen aus dem Westen folgten dem Heckenritter Ser Horys Hügel, die aus dem Süden Wat dem Hauer. Auch die Banden um Rallenhall zogen ostwärts und gaben somit die Belagerung auf. Wats Heer aus neuntausend Armen Gefährten wurde in der Schlacht von Steinbrück vollständig aufgerieben, Ser Horys unterlag trotz dreizehntausend Armen Gefährten und zusätzlichen Unterstützern in der Schlacht an der Großen Gabelung des Schwarzwassers.[4]

Danach stellten sich die Glaubenskrieger keiner offenen Schlacht mehr und schlossen sich nicht mehr in größerer Zahl zusammen. Die Armen Gefährten zogen jedoch immer noch zu Tausenden über die Straßen und hielten sich in entlegenen Orten der Weite, Flusslande und des Grünen Tals auf, überfielen Reisende, kleine Städte, Dörfer und schlecht verteidigte Burgen und erschlugen jeden Königstreuen, dessen sie habhaft werden konnten. Auch wenn Ser Horys der Schlacht lebend entkommen konnte, verlor er durch Niederlage und Flucht so sehr an Ansehen, dass ihm nur noch wenige folgten und neue Anführer wie der Zerlumpte Silas, Septon Mond und Dennis der Lahme hervortraten, die eher als Banditen betrachtet wurden. Die Räudige Jeyne Arm gehörte zu den grausamsten Hauptleuten und machte mit ihrer gewaltbereiten Truppe die Wälder zwischen Königsmund und Sturmkap für Reisende fast unpassierbar.[4]

Im Jahre 43 n. A. E. verkündete Maegor die Ächtung der Armen Gefährten sowie der Söhne des Kriegers und stellte die Mitgliedschaft in einem der militärischen Orden unter Todesstrafe. Im selben Jahr verstarb der Hohe Septon überraschend. Der neue Hohe Septon verkündete die Auflösung der militärischen Orden und befahl den verbliebenen Mitgliedern, ihre Waffen niederzulegen, da der Glauben von nun an vom König der Sieben Königslande beschützt würde. Maegor setzte den Kriegern des Glaubens eine Frist bis Jahresende, um ihren Widerstand aufzugeben, ab dem neuen Jahr galt ein Kopfgeld von einem Golddrachen für einen Sohn des Kriegers und einem Silberhirschen für den "verlausten Skalp" eines Armen Gefährten. Von Seiten des Hohen Septons oder den Ergebensten wurde kein Einspruch dagegen erhoben.[4]

Zum Zeitpunkt des Jahres 44 n. A. E. waren bereits Hunderte Armer Gefährten für das Kopfgeld erschlagen worden, dennoch verblieben Tausende mehr, die den Widerstand fortsetzten. Nach dem Tod des Hohen Septons und der Wahl eines Nachfolgers, der sich gegenüber den Targaryens ähnlich willfährig verhielt wie sein Vorgänger, krönte eine Bande Armer Gefährten mit Septon Mond einen eigenen Hohen Septon.[4]

Erst Maegors Nachfolger Jaehaerys I. Targaryen beendete die Rebellion, indem er jedem Krieger des Glaubens eine Begnadigung anbot, der seine Waffen niederlegte.[5]

Jüngste EreignisseBearbeiten

Band 7 - Zeit der Krähen Bearbeiten

Brienne von Tarth trifft zwischen Rosby und Dämmertal auf eine Gruppe Armer Gefährten, als sie auf der Suche nach Sansa Stark ist und einen Tag zuvor die beiden Heckenritter Ser Illifer und Ser Crehan Langzweig kennengelernt hat. Sie führen einen Karren mit Gebeinen und Schädeln mit sich und bieten den Heckenrittern an, sie zu begleiten, doch als Ser Illifer nach ihrem Lohn fragt, kommt es zum Streit, da die Armen Gefährten davon ausgehen, dass sie sie allein wegen des Glaubens beschützen. Sie erklären, dass sie Spatzen seien, und ihr Anführer ist der spätere Hohe Spatz.[1]

Band 8 - Die dunkle KöniginBearbeiten

Cersei Lennister hebt Maegors Verbot im Jahr 300 n. A. E. auf, und der Hohe Spatz macht die Spatzen zu Armen Gefährten und lässt die Söhne des Kriegers ebenfalls wieder aufleben.[2]

Band 10 - Ein Tanz mit DrachenBearbeiten

Ein Dutzend Söhne des Kriegers und eine Gruppe Armer Gefährten eskortieren Cersei Lennister auf ihrem Bußgang von der Großen Septe zum Roten Bergfried. Der Hauptmann der Gruppe ist Ser Theodan Brunnen.[6]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1,0 1,1 Zeit der Krähen, Kapitel 4, Brienne I
    A Feast for Crows, Kapitel 4, Brienne I
  2. 2,0 2,1 2,2 Die dunkle Königin, Kapitel 6, Cersei II
    A Feast for Crows, Kapitel 28, Cersei VI
  3. Die Welt von Eis und Feuer, Die Könige aus dem Hause Targaryen: Aenys I.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 Feuer und Blut - Erstes Buch, Die Söhne des Drachen
  5. Die dunkle Königin, Kapitel 11, Jaime III
    A Feast for Crows, Kapitel 33, Jaime V
  6. Ein Tanz mit Drachen, Kapitel 28, Cersei II
    A Dance with Dragons, Kapitel 65, Cersei II
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