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Jon III ist das dreizehnte Kapitel von Das Erbe von Winterfell, dem zweiten Band der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Jon Schnee.

ZusammenfassungBearbeiten

Die Leichen zweier Brüder der Nachtwache, die mit Benjen Stark auszogen, werden gefunden. Ser Jaremy Rykker macht das Freie Volk dafür verantwortlich, aber Samwell Tarly fallen seltsame Merkmale an den Leichen auf. Zurück in der Schwarzen Festung teilt man Jon Schnee mit, dass König Robert Baratheon tot ist und sein Vater Eddard Stark wegen Hochverrats angeklagt wird. Beim Abendessen macht provoziert Ser Allisar Thorn Jon damit, sodass dieser ihn angreift. In der Nacht entdeckt Jon einen der beiden Leichen aus Wiederkehrenden im Zimmer von Lord Kommandant Jeor Mormont, tötet diesen endgültig und rettet so Lord Jeors Leben.

SynopsisBearbeiten

Geist findet zwei LeichenBearbeiten

Die Hand, die Geist gefunden hat, befindet sich mittlerweile in Maester Aemons Turm in einem Glas, konserviert mit Essig. Nun befindet sich Jon Schnee als neuer persönlicher Kämmerer von Lord Kommandant Jeor Mormont in einer Gruppe der Nachtwache, die nach weiteren Resten der Männer sucht. Erneut findet Geist eine Spur und führt sie zu zwei Leichen: es sind Männer, die mit Benjen Stark ausgezogen waren, als Jon erst kurze Zeit an der Mauer war [A 1]. Ser Jaremy Rykker erkennt Othor und Jafer Blumen wieder. Die linke Hand Othors ist schwarz wie sein Gewand, die rechte ist die, die Geist gefunden hat.

Sie alle fürchten sich vor dem Ort, am meisten die Pferde und Hunde, die zuletzt völlig nutzlos gewesen waren und von dem Hundeführer Bass kaum in Zaum gehalten werden können. Selbst Jon muss sich beruhigen, indem er sich sagt, dass es nur ein Wald sei und es nur tote Menschen seien. Er erinnert sich an den Traum der letzten Nacht, der wieder einmal in der leeren Burg von Winterfell gespielt hatte, diesmal aber weitergegangen war: in der Gruft suchte er nach seinem Vater, doch die Gräber öffneten sich und die Geister der toten Winterkönige waren auferstanden. Entsetzt wacht er auf und kann vor Schreck nicht mehr einschlafen. Stattdessen war er in der Nacht auf die Mauer gestiegen und umhergewandert.

Jon bemerkt Samwell Tarly, der unter einem Baum kauert und nicht wagt, die Toten anzusehen, weil er fürchtet, sich vor Angst übergeben zu müssen. Jon erinnert ihn jedoch daran, dass er von Maester Aemon geschickt wurde, um für ihn zu sehen, was geschehen ist, und daher muss sich Sam die Toten ansehen. Jeor Mormont fragt Ser Jaremy, wo die anderen vier Brüder aus der Gruppe Benjen Starks seien und wie es sein könne, dass in Sichtweite der Mauer zwei Brüder niedergestochen wurden. Othor hatte sogar ein Jagdhorn bei sich, das er vermutlich benutzt hat. Ser Jaremy wehrt sich wütend: er habe nicht genügend Männer für ausreichende Patrouillen und ein Horn wurde sicherlich nicht geblasen, sonst hätten es die Grenzer gehört. Außerdem habe der Lord Kommandant selbst befohlen, nahe der Mauer zu bleiben, seit Benjen verschwunden war.

Mormont fragt, wie die Männer gestorben seien. Ser Jaremy und Dywen untersuchen Jafer Blumen und bemerken, dass ihm durch einen Axthieb fast der Kopf abgetrennt wurde. Othors Leichnam ist überzogen mit aufgeplatzten Wunden. Ser Jaremy tippt, dass Krieger des Freien Volkes unter dem Kommando von Manke Rayder die Beiden umgebracht hätten, weil sie oft mit Äxten kämpfen würden, was aber Jeor Mormont in Frage stellt, weil sie sich nie so nah an der Mauer zeigen. Ser Jaremy fragt, wer sonst es gewesen sein könnte. Jon weiß die Antwort, die sich keiner auszusprechen traut: Die Anderen sind schließlich eine böse Legende und wurden seit 8000 Jahren nicht mehr gesehen, wenn sie denn überhaupt existieren.

Jeor Mormont schließt, dass wenn Benjen Stark so nah an der Mauer angegriffen worden sei, er sicher zurück zur Schwarzen Festung geritten wäre, um Verstärkung zu holen, um die Angreifer zu verfolgen. Ser Jaremy stellt fest, dass Benjen Stark nun schon seit einem halben Jahr verschollen sei. Vielleicht waren die beiden die letzten Überlebenden, die kurz vor der Mauer doch noch erwischt worden sind, schließlich seien die Leichen kaum älter als einen Tag.

Nun meldet sich Samwell Tarly mit nervöser Stimme: Er weist darauf hin, dass das Blut und die Venen der Leichen nicht mehr nass sind, sondern trocken und porös, als seien sie schon lange tot. Ser Jaremy hält dagegen, dass die Leichen allerdings noch nicht stinken würden oder verwest seien, sie also noch nicht so lange tot sein können, aber Sam hält dagegen, dass sie andererseits keine Maden oder Würmer vorweisen würden. Mormont befiehlt Chett, die Hunde näherzubringen, aber der Grenzer schafft es nicht, denn die Tiere wehren und winden sich zu heftig. Sam erklärt weiterhin, dass es auch keinerlei Blutansammlungen gebe, die auf einen Kampf hindeuten, woraus man schließen könne, dass die Leichen bewegt wurden. Dann fallen Ser Jaremy und Dywen auf, dass sowohl Jafer Blumen als auch Othor keine blauen Augen gehabt haben.

Zwei Grenzer schlagen vor, die Leichen zu verbrennen, aber Mormont befiehlt, sie mit in die Festung zu nehmen, damit Maester Aemon sie untersuchen kann. Die Pferde allerdings scheuen genauso heftig wie die Hunde, als Dywen, Hake und Ketter versuchen, die Leichen auf ihrem Rücken festzubinden, und so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sie in Tuchschlingen selbst hinter sich herzuziehen. Mormont befiehlt, dass die Grenzer alles im Umkreis von zehn Wegstunden gründlich durchsuchen sollen. Zur Not sollen auch Jäger und Förster von den Kämmerern eingesetzt werden, damit ausgeschlossen ist, dass Benjen Stark oder die anderen aus der Gruppe tot oder lebendig im Umkreis der Mauer sind.

Stumm brütend reitet der Lord Kommandant zurück zur Mauer, Jon hinter ihm, wie es seine Position erfordert. Er bemerkt die schwüle Luft und er hat beobachtet, wie die Mauer darunter leidet und schmilzt. Die Männer der Nachtwache nennen dieses milde Wetter Geistersommer, denn es ist die Zeit, in der der Sommer seine Geister aufgibt und der Winter bald Einzug hält. Außerdem sagen sie, dass nach einem langen Sommer immer ein langer Winter folgt, und der aktuelle Sommer dauert schon zehn Jahre lang an. Jon denkt über die Geschichten der Alten Nan nach: Die Anderen waren in der Finsternis, die auch die Lange Nacht genannt wird, über die Ersten Menschen hereingebrochen, auf toten Pferden reitend, Heerscharen von Erschlagenen anführend und hatten diese Untoten mit dem Fleisch der Menschenkinder gefüttert. Geist war inzwischen in den Wald jagen, Jon fühlt sich ganz nackt ohne den Schattenwolf, aber als er schließlich die Mauer erblickt, ist er erleichtert. Mormont hält an und ruft Sam zu sich, dann lobt er ihn, er sei zwar fett, aber nicht dumm. Auch Jon erhält ein Lob. Als sie sich dem Tor nähern, ertönt als Signal zurückkehrender Grenzer der Nachtwache ein einzelner langer Ton aus dem Wachhorn.

Die Nachricht vom Tod König Roberts trifft in der Schwarzen Festung einBearbeiten

Als sie am Tor ankommen, berichtet der sichtlich aufgebrachte Bowen Marsh, dass ein Rabe mit wichtigen Neuigkeiten eingetroffen sei, die sich der Lord Kommandant unbedingt in Maester Aemons Solar anhören müsse. Mormont gibt Jon Anweisung, sich um die Pferde zu kümmern und Ser Jaremy zu veranlassen, die Toten in einem Lagerraum zu verstauen. Jon merkt, dass irgendetwas nicht stimmt, da ihn alle seltsam ansehen. Ser Allisar Thorn lacht ihn schief an, Donal Noye bekundet sein Mitleid.

Nachdem er seine Arbeiten erledigt hat, sucht er seine Freunde, kann aber nur Pypar finden, da Grenn und Kröte Wachdienst haben. Pyp erzählt Jon, dass König Robert Baratheon gestorben sei, was Jon sehr wundert, weil der König zwar dick und alt gewirkt hatte, als er auf Winterfell zu Besuch gewesen war, aber nicht anfällig für Krankheiten. Jon fragt sich, ob Joffrey Baratheon seinen Vater als Hand des Königs behalten wird oder ob er nach Winterfell zurückkehrt. Er beschließt, dass wenn er ihn wiedersehen kann, er ihn nach seiner Mutter fragen will. Pyp fragt nach den Leichen, die sie gefunden haben, und Jon erklärt ihm, dass sie in einem seltsamen Zustand seien, dass Sam ihm aber mehr erzählen könne.

Mit einem eigentümlichen Gefühl geht er zum Turm des Lord Kommandanten. Vor dem Turm mustern ihn zwei Wachen, die berichten, dass der Lord Kommandant schon nach ihm gefragt habe. Als er den Solar Mormonts betritt, bittet der ihn, ihm einen Becher Wein einzuschenken und sich selbst auch einen zu nehmen. Ungläubig führt Jon aus, wie ihm geheißen wurde. Zunächst erklärt Mormont Jon, dass die Dinge, die die Menschen am meisten lieben, sie auch oft ins Grab brächten, so wie Robert auf der Jagd gestorben sei. Genauso sei sein Sohn Jorah Mormont seiner zweiten Frau verfallen und habe nur wegen ihr ein Verbrechen begangen. Jon versteht den Zusammenhang nicht, aber Mormont befiehlt ihm, sich endlich zu setzen und seinen Wein zu trinken.

Sein Vater sei ins Gefängnis geworfen worden, weil er angeblich mit den Brüdern Roberts Hochverrat begehen und Joffrey vom Thron stürzen wollte. Sofort stellt Jon das in Zweifel und sagt, sein Vater würde den König nie verraten. Mormont erinnert ihn daran, dass es weder ihm selbst noch Jon zustehe, das zu beurteilen, weil sie als Brüder der Nachtwache zur Neutralität gezwungen seien. Dann kommen Jon Zweifel, denn er denkt daran, dass er selbst ein Bastard ist und dass es auch nicht ehrenhaft gegenüber Catelyn Tully war. Besorgt fragt er Mormont, ob man Eddard nun hinrichten werde. Mormont will einen Brief schreiben, indem er darum bittet, Eddard die Wahl zu lassen, an die Mauer geschickt zu werden, nicht zuletzt, weil sie Männer seines Schlages gut gebrauchen könnten. Jon stellt sich vor, wie ungerecht es wäre, wenn Eddard nicht mehr Winterfell regieren dürfte, andererseits denkt er auch an das Leben seines Vaters. Er versucht, Joffrey einzuschätzen, doch ihm fällt nur die Geschichte des Besuchs des Königshofs auf Winterfell ein, als Joffrey voll Arroganz mit Robb und Rodrik Cassel gesprochen hatte [A 2]. Besorgt fragt er Mormont, ob der König auf ihn hören werde. Mormont erwidert, dass es schwer sei, den Kindkönig Joffrey einzuschätzen. Er vermutet, dass er sehr stark unter dem Einfluss seiner Mutter steht und bedauert, dass Tyrion Lennister von seiner Mutter Catelyn Tully entführt wurde, denn er hätte sicher eine positive Wirkung auf die Entscheidung gehabt. Jon erinnert den Lord Kommandanten daran, dass Catelyn nicht seine Mutter ist und fragt dann nach seinen Schwestern, aber in dem Brief aus Königsmund werden sie nicht erwähnt. Mormont geht aber davon aus, dass sie gut behandelt würden. Er ermahnt Jon, keine Dummheiten zu machen, aber Jon fragt sich, wie er das nicht tun könne, da es schließlich um seinen Vater und um seine Schwestern geht. Mormont schickt ihn fort. Draußen ermuntert ihn einer der Wachen.

Gedankenverloren findet er Trost in der Gesellschaft von Geist, wobei ihm auffällt, dass seine Schwestern selbst dieser Trost nicht gegönnt ist, seit Lady getötet wurde und Nymeria vermisst wird. Bei Sonneununtergang geht er in den Speisesaal zum Abendessen. Hobb, der Koch, schöpft ihm eine Extrakelle auf den Teller, und Jon bemerkt auch viele andere Blicke, sodass ihm klar wird, dass jeder der Brüder Bescheid weiß über den Inhalt des Briefs und den Vorwurf gegenüber seinem Vater. Seine Freunde versammeln sich um ihn und beteuern ihm ihr Mitgefühl, wobei Pypar betont, dass sie nicht an die Vorwürfe gegenüber Eddard glauben. Sam bietet Jon an, mit ihm zu den Wehrholzbäumen zu gehen, um zu beten. Jon wird klar, dass seine Freunde jetzt seine Brüder sind, genau wie Robb, Bran oder Rickon Stark.

Dann hört er Ser Allisar Thorns Stimme: er beschimpft Jon als Verräterbastard. Jon springt auf den Tisch, läuft zu Ser Allisar und will ihm mit seinem Dolch ins Gesicht stechen, aber Sam, Grenn, Pyp und Kröte können ihn überwältigen und die Waffe abnehmen. Jon wird in eine Schlafzelle gebracht, wo er unter Arrest steht. Jeor Mormont besucht ihn und drückt seine Enttäuschung aus und dass die hohen Offiziere nun beraten würden, was mit ihm geschehe. Seine Freunde dürfen ihn nicht besuchen, nur Geist darf ihm Gesellschaft leisten.

Geist und Jon Schnee begegnen OthorBearbeiten

In der Nacht wird er geweckt von Geists Scharren an der Tür. Jon bemerkt, dass es sehr kalt ist. Jon geht zur Tür und bemerkt, dass sie sich öffnen lässt. Vor der Tür liegt der Wachmann, sein Kopf ist nach hinten verdreht und er starrt Jon mit toten Augen an. Draußen hört Jon ein Scharren und das Knarren eines Türriegels vom Schlafgemach des Lord Kommandanten her. Langsam nähert er sich den Geräuschen, als plötzlich Mormonts Rabe anfängt zu kreischen. Jon stürzt in dessen Zimmer, wo die Tür sperrangelweit offen steht. Nachdem sich seine Augen an die tiefe Dunkelheit gewöhnt haben, sieht er eine schattenhafte Gestalt, die gerade zur inneren Tür schlich, hinter der Mormont schläft. Die Augen der Gestalt leuchten blau unter der Kapuze.

Wiedergänger Angriff Jon Schnee Geist Ted Nasmith

Jon stellt sich mit Geist dem Wiedergänger Othor in den Weg ©Ted Nasmith

Geist springt die Gestalt an und es entwickelt sich ein geräuchloser Kampf, während Jon zum Fenster schleicht und die schweren Vorhänge beiseitscheibt, um das Mondlicht hereinzulassen. In der Zwischenzeit droht die Gestalt Geist mit eisenem Griff zu erwürgen, doch Jon stürzt vor und schlägt der Gestalt einen Arm ab, sodass Geist sich befreien kann. Als Jon der Gestalt einen zweiten Hieb ins Gesicht setzt, erkennt er zu seinem Schrecken Othor wieder. Dann fühlt er zu seinem Entsetzen, dass der abgeschlagene Arm sich an seinem Bein hinaufwindet, er befreit sich davon mit seiner Schwertspitze und schaut auf den sich immer noch windenden Arm. Bevor der Arm erneut angreift, kann Geist ihn schnappen, doch der einarmige Untote stürzt sich mit aller Wucht gegen Jon, obwohl er mit dem Schwert auf dessen Hals einhackt. Jon verliert sein Schwert. Als er schreien will, rammt die Kreatur ihm seine Finger in den Mund und schiebt die Hand Richtung Hals, sodass Jon zu ersticken droht. Da die Kreatur so schwer ist, kann er sich auch nicht von ihr lösen, doch da kommt ihm Geist zu Hilfe, der sich in den Bauch der Leiche beißt. Benommen und halb bewusstlos sucht Jon sein Schwert und bemerkt Jeor Mormont, der in der Zwischenzeit mit einer Öllampe den Raum betreten hat. Jon kommt taumelnd auf die Beine, tritt den immer noch zappelnden abgetrennten Arm fort und reisst Mormont die Lampe aus den Händen. Er wirft sie in die am Boden liegenden Vorhänge, die sofort Feuer fangen. Dann schnappt er sich die Vorhänge und schlägt damit nach Othor. Er betet, dass der Untote brennen wird.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

Handelnde Personen:

Erwähnte Personen:

Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

Orte:

Begriffe:

AnmerkungenBearbeiten

  1. In dieser Gruppe waren insgesamt sieben Männer, siehe: I-Jon III.
  2. siehe: I-Arya I

Siehe auch Bearbeiten

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