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Tyrion III ist das dreiundzwanzigste Kapitel von Das Erbe von Winterfell, dem zweiten Band der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Tyrion Lennister.

ZusammenfassungBearbeiten

Tyrion Lennister und die Kämpfer der Bergstämme haben die Aufgabe erhalten, der Vorhut unter Gregor Clegane beizutreten. Als er zu seinem Zelt zurückkehrt, wird er von einer Prostituierten namens Shae begrüßt, die Bronn aufgetrieben hat. Vor dem Sonnenaufgang wird Tyrion von Rufen zur Schlacht geweckt. In der folgenden Schlacht am Grünen Arm kämpfen Tyrion und seine Männer gut und der Feind kann besiegt werden. Nach der Schlacht erfährt Lord Tywin Lennister von der List Robb Starks.

SynopsisBearbeiten

Tyrion trifft seinen Vater Lord Tywin beim Abendessen vor der SchlachtBearbeiten

Ein langer Tisch, geschmückt mit einem goldenen Tuch, ist auf einem Hügel am Königsweg für Lord Tywin Lennister und seine obersten Befehlshaber und Vasallen aufgestellt worden, damit er dort sein Abendessen einnehmen kann. Tyrion Lennister trifft verspätet ein, wundgeritten und übel gelaunt von einem langen Tagesritt und wird von seinem Vater beäugt, als er zu seinem Platz watschelt und sich für seine Verspätung entschuldigt. Lord Tywin stichelt, Tyrion werde die Aufgabe erhalten, die Toten zu begraben, denn wenn er bei der Schlacht genauso spät erscheine, sei schon alles vorüber. Tyrion erwidert säuerlich, dass bestimmt ein oder zwei Bauern für ihn übrig gelassen werden könnten. Tyrion beobachtet, wie die Diener ein Spanferkel aufschneiden und denkt, dass es das Schönste ist, was er seit langem gesehen hat.

Ser Addam Marbrands Boten berichten, dass das Heer Robb Starks von den den Zwillingen aus gen Süden marschiere. Die Soldaten von Haus Frey hätten sich ihm angeschlossen und er sei jetzt nur noch weniger als einen Tagesmarsch entfernt. Tyrion protestiert, dass er gerade essen wolle, aber Tywin fragt ihn, ob der Gedanke, Robb entgegenzutreten ihn entmutige. Sein Bruder Jaime Lennister wäre begierig darauf. Tyrion entgegnet, dass er lieber dem gerösteten Schwein entgegentreten wolle, denn es rieche besser als Robb und sei auch zarter.

Der Quartiermeister des Heeres, Lord Leo Leffert, der die 300 Kämpfer der Bergstämme unter Ulf mit neuen Waffen ausgerüstet hat, nutzt die Gelegenheit, um seine Hoffnung auszudrücken, dass er diese große Menge guten Stahls nicht vergeudet habe. Tyrion versichert ihm, dass die Waffen und die Rüstung gut eingesetzt sind. Lord Leffert erzählt verwundert davon, dass Shagga nun drei Äxte besäße, aber Tyrion wischt die Bemerkung beiseite. Ser Kevan Lennister, der stets die Gedanken seines Bruders Lord Tywin ausspricht, informiert Tyrion, dass er mit seinen Männern in der vordersten Reihe kämpfen solle, weil die Bergleute so Furcht einflößend seien. Tyrion erschrickt über diesen Befehl und fragt sich, ob sein Vater ihn nun endgültig loswerden wolle. Tyrion bestätigt, dass die Männer sogar so grausam seien, dass sie sich gegenseitig wegen einer Wurst erdolchen. Dadurch war ein Streit entstanden, der fast eskaliert war, wenn nicht Bronn eingegriffen hätte.

Lord Tywin meint dazu, dass nur ein schlechter Kommandant für mangelnde Disziplin verantwortlich gemacht werden könne. Ein Seitenhieb, denn Tyrion weiß, dass sein Bruder Jaime Lennister nie Probleme hat, dass seine Männer ihm sogar bis in den Tod folgen würden, Tyrion aber fehlt dieses Charisma. Er greift stattdessen immer auf Gold und den Familiennamen zurück, damit ihm Männer folgen. Tywin zweifelt, ob es ein gute Idee sei, einen so undisziplinierten Haufen in der vorderen Reihe kämpfen zu lassen. Als er vorschlägt, dass sie stattdessen auch das Proviant bewachen könnten, wird Tyrion zornig und verlangt den Befehl. Jetzt erst wird ihm mitgeteilt, dass nicht er selbst, sondern Ser Gregor Clegane den Befehl über die Vorhut innehaben wird. Tyrion soll lediglich unter ihm kämpfen. Beleidigt sagt Tyrion, dass er keinen Hunger mehr habe und lässt sich entschuldigen.

Tyrion kehrt zu seinem Zelt zurück und lernt Shae kennenBearbeiten

Tyrion irrt durch das Lager, hört dann aber in der Dunkelheit das laute Lachen Shaggas. Conn ruft nach ihm und will sein Fleisch mit ihm teilen. Tyrion vertröstet ihn auf später, wenn das Fleisch gebraten ist. Als er sein kleines Zelt erreicht, findet er Bronn davor, wie er mit seinen neuen persönlichen Dienern Wein trinkt: ein Stallbursche, ein Leibdiener und ein Knappe namens Podrick Payn. Bei ihnen ist ein ein schlankes, junges und dunkelhaariges Mädchen namens Shae. Tyrion hatte Bronn beauftragt, für ihn ein junges Mädchen mit einem hübschen Gesicht zu suchen, sie aber auch schon auf sein Äußeres vorzubereiten, damit er nicht von ihrem entsetzten Gesicht enttäuscht wird. Jyck hatte das oft vergessen. Shae allerdings gefällt ihm sehr gut.

Datei:Tyrion Shae Ted Nasmith.jpg

Tyrion lädt Shae in sein Zelt ein. Er fragt sie, ob sie eine Jungfrau sei, und sie sagt, dass sie das sei, wenn er es wünsche. Wenn er die Wahrheit wissen wolle, koste es das Doppelte. Tyrion sagt, das sei ihm recht, denn er sei ein Lennister und zudem großzügig. Außerdem solle sie sich aber darauf einstellen, dass sie ihn auch bedienen soll und für die Zeit mit ihm monogam sein müsse. Sie willigt ohne zu zögern ein. Als sie Sex haben, bereitet sie ihm so große Freude, dass er beschließt, nicht zu hinterfragen, ob sie ihm etwas vormacht. Er genießt die Zeit mit ihr nach fast einem ganzen Jahr gezwungener Abstinenz.

Als Shae eingeschlafen ist, stiehlt er sich aus dem Zelt, ohne sie zu wecken. Draußen fragt er Bronn, wo er sie gefunden habe. Bronn hat sie von einem anderen Ritter stehlen müssen, weil alle hübschen Mädchen schon weg waren. Tyrion sagt, dass Bronn ihm keine Feinde machen sollte, dann aber ist er froh, dass er sie ihm gebracht hat. Als er ihn nach dem Namen des Ritters fragt, damit er in der Schlacht darauf achten kann, nicht überrascht zu werden, sagt Bronn, dass er ihn während der Schlacht beschützen werde. Tyrion sagt Bronn, dass er sich eine Belohnung aussuchen könne, wenn er dafür sorgt, dass sie beide die Schlacht überleben sollten. Bronn fragt, wer ihn denn töten wolle, woraufhin ihm Tyrion berichtet, dass sein Vater sie in die vorderste Reihe befohlen habe. Bronn lacht nur und sagt, dass ein kleiner Mann mit einem großen Schild eine echte Herausforderung für die gegnerischen Bogenschützen darstellen würde.

Tyrion kehrt in sein Zelt zurück. Shae ist erwacht. Tyrion fragt sie nach dem Ritter, dem sie vorher gedient habe. Sie nennt ihm einen unbedeutenden kleinen Ritter, vor dem er sich nicht fürchten müsse. Als Tyrion sie fragt, ob sie ihn für einen Riesen halte, nennt sie ihn ihren Riesen von Lennister.

Tyrion zieht in die SchlachtBearbeiten

Tyrion erwacht noch vor dem Sonnenaufgang durch die Kriegshörner und Shaes Rufe. Draußen informiert ihn Bronn, der seine Rüstung schon angelegt hat, dass die Stark-Armee die Nacht durchmarschiert sei und sich nun nur noch eine Meile entfernt zur Schlacht aufstelle. Tyrion wird hektisch und scheucht Shae und Podrick, damit sie ihm seine Sachen bringen. Seine eigentliche Rüstung aus schwerem Stahl ist in Casterlystein, sodass er sich die Teile seiner Rüstung nun zusammenklauben musste. Nichts passt zueinander, und wenige der Teile sitzen gut. Tyrion sagt Shae, sie solle um ihn weinen, wenn er sterbe, aber sie antwortet nur, dass er das dann eh nicht mehr erfahren werde. Ihm wird auf sein schwer gerüstetes Pferd geholfen und seine Kriegsaxt wird ihm gereicht. Shae sagt ihm, er sehe Furcht einflößend aus, aber Tyrion widerspricht, dass er eher wie ein Furcht einflößender Zwerg aussehe. Er instruiert Podrick, sie wohlbehalten heimzubringen, falls die Schlacht verloren zu gehen drohe. Als die Sonne aufgeht, reitet er nach Norden, die Bergstämme direkt hinter ihm.

Tyrion beobachtet die Schlachtordnung seines Vaters: Ser Kevan kommandiert das Zentrum, umgeben von 300 schwer gepanzerten Reitern, Pikenieren und Fusssoldaten. Bei ihm sind Lord Luis Lydden, Lord Leo Leffert und Lord Serrett. Die rechte Flanke wird von Ser Addam Marbrand und 4000 Reitern, von denen 3/4 Ritter sind, und schweren Lanzenträgern besetzt. Bei ihm sind Ser Flement Brax und Mitglieder aus Haus Rallenhall und Haus Swyft. Die Reserve wird von Lord Tywin persönlich kommandiert, 5000 Mann stark, die eine Hälfte zu Pferd und die andere zu Fuß. Die Rüstung des Lords glänzt über das ganze Schlachtfeld und stellt selbst die Prachtrüstung von Jaime in den Schatten. Tyrion denkt an Robb, und wie feindselig er bei ihrer letzten Begegnung auf Winterfell gewesen war. Er fragt sich, was er sich wohl dabei gedacht habe, sie hier anzugreifen.

Tyrion erblickt den riesigen Gregor Clegane in der vordersten Front auf der linken Flanke. Bronn sagt, dass es am sichersten sei, einem großen Mann in die Schlacht zu folgen, da er die Aufmerksamkeit eines jeden Bogenschützen auf sich zieht. Tyrion amüsiert das. Sie hören, wie Ser Gregor seinen Männern zuruft, dass er jeden niedermachen werde, der versucht zu fliehen. Tyrion erhält von Ser Gregor den Befehl, mit seinen Männern die äußerste linke Seite direkt am Fluss zu halten. Als sie die Stelle erreichen, ruft Tyrion den Männern der Bergstämme eine kurze Schlachtrede zu, und sie erwidern mit ihrem Schlachtruf: "Halbmann!" Tyrion schaut sich die linke Flanke genauer an: auch sie bestand außer den Männern der Bergstämme zum größten Teil aus Kavallerie, besonders auf der rechten Seite der Flanke haben sich Ritter und schwere Lanzenreiter versammelt. Die vorderste Reihe bestand aus dem Abschaum des Westens: leicht bewaffnete berittene Bogenschützen, freie Reiter und Söldner, Knechte auf Ackergäulen, halb ausgebildete Jungen aus Lennishort. Tyrion fragt sich, was sich sein Vater mit dieser Strategie erhoffen könnte.

Die gegnerische Reihe erscheint unter Trommeln über einem Hügel, und ihre Anzahl wirkt zunächst riesengroß, doch Tyrion weiß, dass sein Vater mehr Männer hat. Er sieht einige bekannte Banner aus dem Norden: Haus Hornwald, Haus Karstark, Haus Cerwyn, Haus Glauer und auch Haus Frey. Die Nordmänner gehen sofort zum Angriff über und werden von mehrerern Pfeilsalven empfangen. Ser Gregor befiehlt mit mächtiger Stimme den Gegenangriff und Tyrion bleibt hinter den Bergmännern in einer Staubwolke zurück, als er seinen Bergstämmen zuruft, dass sie auf jeden Fall den Fluss halten sollen. Ihr Angriff zerbricht fast an den Speermännern der Karstarks, aber Ser Gregor bricht mit seinem Schlachtross und einigen Reitern durch die Reihen der Speere, wobei sein Pferd verendet. Sofort erhebt sich der monströse Ritter und schwingt sein Großschwert. Bevor sich die gegnerische Linie wieder schließen kann, bricht Shagga mit seinen Felsenkrähen hindurch. Andere Männer der Bergstämme folgen.

Tyrion Schlacht am Grünen Arm Ted Nasmith

Tyrion in der Schlacht ©Ted Nasmith

Während die Reihen der Nordmänner zu bröckeln beginnen, erreicht die Schlacht Tyrion und Bronn. Tyrion besiegt einige Gegner inklusive einem großen Nordmann, den er allerdings nur besiegt, weil sein Pferd den Gegner ins Gesicht beißt und er ihn anschließend mit seiner Axt töten kann. Dann trifft er auf einen Ritter mit einem Morgenstern, der ihn schwer verwundet und von seinem Pferd stößt. Der Ritter bietet ihm an, sich zu ergeben, aber Tyrion benutzt die Spitze seines Helmes, um sie dem Pferd des Ritters in den Bauch zu rammen. Es stürzt und begräbt den Ritter unter sich. Nun ergibt sich der Ritter Tyrion. Die Schlacht ist an ihm vorbeigezogen. Ser Kevan ist in der Mitte vorgerückt und drängt die Nordmänner nun gegen die Hügel in ihrem Rücken. Zusätzlich werden die Nordmänner von den Bogenschützen unter Druck gesetzt. Am Ende reitet Bronn herbei und Tyrion sieht, wie sein Vater mit der Reserve und 500 Rittern am Fluss entlang reitet und den restlichen Widerstand der Nordmänner bricht. Tyrion folgt seinem Vater nicht, sondern sucht sein Pferd und seine Männer. Er findet die Reste seiner Männer, von denen mindestens die Hälfte gefallen ist, darunter Conn und Ulf.

Tyrion trifft seinen Vater nach der SchlachtBearbeiten

Tyrion sucht seinen Vater und findet ihn beim Weintrinken am Fluss mit seinen Kampfgefährten. Er legt gerade seine Rüstung ab. Ser Kevan sagt Tyrion, dass seine Clanmänner gut gekämpft hätten. Tyrion fragt seinen Vater, ob ihn das wundert und ob das seinen Plan durchkreuzt hätte, sie schlachten zu lassen. Lord Tywin bestätigt, dass er eigentlich davon ausgegangen war, dass die linke Flanke wegen der Undiszipliniertheit der Kämpfer dort zusammenbrechen würde, Robb Stark durchbricht und er dann in einer Zangenbewegung gefangen genommen werden könne.

Tyrion ist entrüstet und fragt, warum er über diesen Plan nicht informiert worden sei und ob es seinem Vater egal gewesen ist, dass er mitten in diese Blutbahn geraten wäre, aber sein Vater erwidert nur, dass ein geheimer Plan nicht mehr gut funktioniert, wenn zu viele eingeweiht seien. Außerdem verrate er keinem Mann seine Pläne, der sich mit Söldnern und Wilden umgebe. Er sagt, dass Robb doch vorsichtiger zu sein scheint als er vermutet hätte, trotzdem sei ein Sieg ein Sieg. Dann bemerkt er, dass Tyrion verwundet ist. Sein Arm ist blutüberströmt. Tyrion fragt seinen Vater, ob er nach den Maestern schicken könne.

In diesem Augenblick kommt Ser Addam Marbrand angeritten und berichtet, dass Lord Medger Cerwyn, Ser Wylis Manderly, Harrion Karstark und vier Freys gefangen genommen werden konnten [1] und dass Lord Halys Hornwald getötet wurde. Die schlechte Nachricht ist aber, dass Lord Roose Bolton fliehen konnte und Robb bei den Zwillingen den Trident überschritten hat, um mit seinen Reitern nach Schnellwasser zu reiten. Tyrion erinnert sich an die Worte seines Vaters, dass der Stark-Junge eher mutig als schlau sei. Jetzt denkt er, dass er darüber lachen würde, wenn es nicht so weh täte.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Siehe auchBearbeiten

Einzelnachweise & AnmerkungenBearbeiten

  1. Spoiler zeigen
    Die vier getöteten Freys sind Ser Hosteen Frey, Ser Jared Frey, Ser Danwell Frey und Ronel Strom. Ser Donnel Locke wurde ebenfalls gefangen genommen, siehe: III-Tyrion VI.
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