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Catelyn IV ist das vierundzwanzigste Kapitel von Das Erbe von Winterfell, dem zweiten Band der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Catelyn Tully.

ZusammenfassungBearbeiten

Robb Stark hat es geschafft, seine Truppe unbemerkt nach Schnellwasser zu führen. Jetzt wartet Catelyn Tully mit ihren Wachen auf das Ergebnis des Angriffs. Nach dem Kampf kehrt Robb mit Jaime Lennister als Gefangenen zurück. Der Sieg wird überschattet vom Tod einiger Kampfgefährten.

SynopsisBearbeiten

Catelyn wartet auf den Ausgang der Schlacht im WisperwaldBearbeiten

Catelyn Tully befindet sich im Wisperwald in den Flusslanden und um sie herum flüstern die Truppen von Robb Stark. Catelyn wird von 30 Wachmännern unter dem Kommando von Hallis Mollen beschützt, dem Hauptmann der Wache von Winterfell. Robb wollte seine Mutter eigentlich von 50 Männern bewachen lassen, diese hatte auf 10 plädiert, und nun waren es 30, sodass jetzt beide nicht glücklich sind.

Als sie wartet, wird Catelyn klar, dass sie schon wieder auf einen Mann wartet, der ihr versprochen hat, dass er zu ihr aus einem Krieg zurückkehren wird - wie es schon oft vorgekommen ist in ihrem Leben. Als erstes hatte sie auf ihren Vater Lord Hoster Tully gewartet, als sie noch jung war. Dann war es Brandon Stark gewesen, der ihr versprochen hatte, sie zu heiraten, wenn er wiederkäme - allerdings war er nie zurückgekehrt. Dann hatte sie auf Eddard Stark gewartet, der sie nur 14 Tage nach ihrer Hochzeit verlassen hatte, um in Roberts Rebellion zu kämpfen. Wenigstens hatte er sie schwanger hinterlassen mit Robb, den sie dann neun Monate später geboren hatte. Nun wartet sie auf Robb - und auf Jaime Lennister, von dem ihr Onkel Brynden Tully sagt, er sei rastlos, leicht zu erzürnen und daher das Warten nicht gewohnt.

Robb hatte keine Furcht gezeigt, als der Kampf näherrückte, hatte im Gegenteil seinen Männern Mut gemacht. Catelyn fürchtet immer noch sehr um das Leben ihres trotz allem erst 15-jährigen Sohnes und sie erinnert sich an die Zeit, als er in Schnellwasser noch an ihrer Brust getrunken hat. Doch wenn sie an Schnellwasser denkt, läuft es ihr kalt den Rücken hinunter. Die ganze Strategie der Starks ruhte auf den Beobachtungen von Ser Brynden.

Robb hatte Ser Brynden Tully mit 300 Reitern vorausgeschickt, um ihren Marsch zu schützen. Als Ser Brynden zurückgekehrt war, schwor er, dass sie weiterhin unentdeckt seien, denn er habe jeden Raben abschießen und jeden Kundschafter töten lassen, der hätte Nachrich an Jaime weitergeben können. Er berichtet, dass die Lennister-Armee immer noch 12.000 Fusssoldaten und 2-3000 Reiter groß sei, allerdings auf drei Lager um die Festung Schnellwasser herum verteilt, getrennt durch die beiden Flüsse Trommelstein und den Blauen Arm des Trident. Das bedeutet, dass der Gegner zwei- bis dreimal so viele Männer hat wie Robb, wie Galbart Glauer anmerkt, obwohl sich ihnen auf dem Weg in den Süden noch zahlreiche vertriebene kleinere Ritter und vor allem die Streitkräfte von Haus Mallister angeschlossen hatten.

Als Robbs Knappe Olyvar Frey ihm mit Schild und Helm geholfen hatte, sah Catelyn plötzlich einen großen jungen Ritter, wo vorher ihr Sohn gestanden hatte. Sein Knappe war zwar zwei Jahre älter, hatte aber weit mehr Angst als Robb. Robb hatte sie dann verlassen, um seine Schlachtreihe noch einmal abzureiten, so wie sein Vater es ihn einst gelehrt hatte. Sie zwang sich zu einem Lächeln und sah, wie Grauwind wie ein Schatten hinter ihm hergelaufen war. Dahinter formierte sich Robb Starks persönliche Garde junger Erben der Adelshäuser aus dem Norden, die um diese Gunst gestritten hatten: Torrhen Karstark und sein Bruder Eddard Karstark, Patrek Mallister, Kleinjon Umber, Daryn Hornwald, Theon Graufreud und fünf junge Männer aus dem Haus Frey. Auch Ser Wendel Manderly, Robin Flint und Derya Mormont gehören zu der Leibgarde.

Während sie wartet, hört Catelyn das Trillern von Schneewürgern, das sie auch aus Winterfell kennt. Dann hört sie plötzlich die heranrückernden gegnerischen Truppen. Sie ahnen nichts von der Falle, in die sie gerade laufen, lachen und fluchen und überqueren den kleinen Bach im Wisperwald. Für einen kurzen Moment sieht Catelyn Jaime Lennister in seiner glänzenden Rüstung im Mondlicht. Er hat 3/4 der Reiter der Lennisters bei sich. Damit ist klar, dass ihr Onkel Ser Brynden ihn richtig eingeschätzt hat: dass er nämlich die Langeweile der Belagerung nicht aushält, was man daran gesehen hat, dass er bereits dreimal ausgeritten war, um Banditen zu jagen oder widerspenstige Festungen zu stürmen. Dann hatte er Robb geraten, ein paar hundert Männer in Tully-Rüstungen zu stecken und Jaime so zu einer Verfolgung zu verleiten, die ihn dann in den Wisperwald führen sollte.

Die Falle schnappt zuBearbeiten

Maegen Mormonts Kriegshorn kündigt vom Osthügel an, dass die Falle zuschnappt. Bei ihr sind die Männer von Haus Mallister. Auch das Horn des Großjons antwortet vom östlichen Hügel. Bei Catelyn und Robb sind die Männer von Haus Frey aufgestellt. Im Norden antwortet schließlich Lord Rickard Karstark mit Hornstößen[A 1]. Catelyn hört, wie die Bogenschützen ihre Pfeile fliegen lassen und sieht Speere aufblitzen. Sie kann fast nichts erkennen, doch der Lärm der Schlacht ist überall. Schließlich werden die Geräusche leiser und die Schlacht geht zuende, als der Horizont beginnt, sich morgendlich zu färben.

Catelyn Robb Grossjon Umber Jaime Lennister2

Der gefangene Ser Jaime ©Mathia Arkoniel

Robb erscheint auf einem fremden Pferd. Sein Schild ist geborsten, aber er ist unverletzt. Er hat lediglich das Blut eines seiner Leibwächter am Arm. Hinter ihm erscheinen seine gut gelaunten Mitstreiter, allen voran der Großjon und Theon. Sie haben Jaime Lennister bei sich, den sie Catelyn vor das Pferd werfen. Er grüßt sie und erklärt frech, dass er ihr sein Schwert zu Füßen legen würde, es aber anscheinend verlegt habe. Verzweifelt bittet sie ihn, ihr statt seines Schwertes ihren Mann, ihren Bruder und ihre Töchter wiederzugeben, aber er erwidert, dass er sie wohl ebenfalls verlegt haben müsse.

Theon Graufreud möchte Jaime den Kopf sofort abschlagen, aber Robb erkennt, dass Jaime lebendig mehr wert ist. Außerdem möchte er nach der Schlacht keine Gefangene ermorden, so hat es sein Vater auch gehandhabt. Robb ordnet an, Jaime streng bewachen zu lassen, weil er fürchtet, Lord Rickard Karstark könnte sich rächen wollen für seine Söhne Torrhen und Eddard, die genauso wie Daryn Hornwald in der Schlacht ihr Leben gelassen haben. Catelyn erfährt, dass als Jaime sah, dass er verloren war, er versuchte, sich zu Robb durchzukämpfen, um sich ihm persönlich zu stellen. Robb gibt zu, dass er nun tot wäre, wenn die Karstark-Söhne und die anderen nicht gewesen wären.

Trotz dieser Verluste ist die Schlacht ein bedeutender Sieg für Robb. Theon berichtet, dass sie fast einhundert gegnerische Ritter gefangen genommen haben und dazu ein Dutzend Lords, darunter: Lord Gawen Westerling, Lord Quenten Bannstein, Ser Garth Grünfeld, Lord Regenard Estren, Ser Tytos Brax, Mallor aus Dorne sowie drei Verwandte der Lennisters, Lord Tywins Neffen, nämlich zwei Söhne seiner Schwester[A 2] und ein Sohn seines toten Bruders[A 3].

Catelyn betont, dass sie dennoch nur eine Schlacht gewonnen haben und noch lange nicht den Krieg. Obwohl sie den Anführer gefangen nehmen konnten, befindet sich Schnellwasser noch unter Belagerung durch die Lennister-Armee und sie müssen immer noch mit Lord Tywin Lennister rechnen. Robb gibt seiner Mutter Recht. Sein nächstes Ziel ist es, die Belagerung von Schnellwasser zu durchbrechen.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Möglicherweise ein Fehler in der Übersetzung, denn logischer wäre es, wenn einer der drei Hornbläser vom Westen aus antworten würde, um den Lennisters die Umzingelung deutlich zu machen. Lady Mormonts Horn ertönt "von Osten her", die des Großjons vom "Hügel gegenüber", wobei nicht klar ist, auf was sich "gegenüber" bezieht: auf Lady Mormont oder Catelyns Standort auf dem Westhügel. Später reiten die Kämpfer des Großjons von der "anderen Seite" (von Catelyns Standpunkt aus) herab in die Schlacht.
  2. Cleos Frey und Tion Frey
  3. Vermutlich ein Fehler in den Büchern oder in der Übersetzung, denn Lord Tywin hat zwar zwei schon verstorbene Brüder, doch Tygett Lennisters Sohn Tyrek Lennister ist eine Knappe König Roberts, der nach dessen Tod in Königsmund blieb und Gerion Lennister hat nur eine Bastardtochter. Es handelt sich vermutlich um Willem Lennister, den Sohn von Tywins lebendem Bruder Ser Kevan Lennister.

Siehe auchBearbeiten

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