FANDOM


Tyrion IV ist das dreißigste Kapitel von Das Erbe von Winterfell, dem zweiten Band der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Tyrion Lennister.

ZusammenfassungBearbeiten

Die Nachricht von Robb Starks Sieg bei Schnellwasser in der Schlacht der Lager eröffnet einen heftigen Streit unter den Anführern der Lennisters. Lord Tywin Lennister schickt seine Offiziere fort und erklärt Tyrion Lennister die schwierige Situation, in der sie nun stecken. Er schickt ihn nach Königsmund, wo er an seiner statt als Hand des Königs regieren soll, um Joffrey Baratheon davon abzuhalten, noch mehr Schaden anzurichten. Obwohl er es ihm ausdrücklich verbietet, nimmt Tyrion Shae mit in die Hauptstadt.

SynopsisBearbeiten

Die Nachricht von der Schlacht der Lager trifft im Lennister-Lager einBearbeiten

Das Heer der Lennisters ist gerade wieder am Gasthaus am Kreuzweg eingetroffen, als durch einen Boten aus Haus Rallenhall die Nachricht eintrifft, dass Jaime Lennister gefangen genommen und sein Heer bei Schnellwasser besiegt wurde. Tywin Lennister ist bestürzt darüber, wobei er in Tyrions Gegenwart so tut, als sei Jaime sein einziger Sohn. Tyrion erinnert sich an den grausamen Marsch, der hinter ihnen liegt. Nachdem bekannt geworden war, dass Robb die Lennisters mit seinem Scheinangriff hereingelegt hatte und stattdessen nach Schnellwasser unterwegs war, hatte Lord Tywin befohlen, schnellstmöglich südwärts in die Flusslande zu marschieren, um Robb zuvorzukommen. Die Geschwächten und Verwundeten von der Schlacht am Grünen Arm blieben auf der Strecke, es gab sogar Deserteure, doch am Ende war alles umsonst gewesen. Tyrion war gerade mit Shae in seiner Kammer im Gasthaus zugange, als Podrick Payn ihn holen kam. Robb hatte sie um mehrere Tage geschlagen.

Ser Harys Swyft fragt laut, welchen Wahnsinn Jaime getrieben haben könne, sein Heer in drei Lager aufzuteilen, obwohl es dadurch so verletzlich geworden ist. Ser Kevan Lennister erklärt, dass die spezielle Lage von Burg Schnellwasser an der Mündung des Trommelstein in den Roten Arm des Trident genau das für jeden Belagerer notwendig mache: einen Teil nördlich des Trommelstein zu platzieren, einen südlich des Roten Arms und einen in den Westen zwischen die beiden Flüsse. Der Kundschafter bestätigt dies und ergänzt, dass sie keine Chance hatten, nicht ohne Vorwarnung. Man hatte Marq Peiper und eine kleine Truppe von 50 Mann für das Verschwinden der Kundschafter verantwortlich gemacht, denn dieser hatte schon eine Zeitlang die Nachschublinien der Lennisters überfallen. Das Heer der Starks vermuteten sie östlich des Trident auf dem Weg nach Süden. Ser Gregor Clegane fragt nach den Kundschaftern, aber der Bote berichtet, dass nur wenige Kundschafter in Jaimes Lager zurückgekehrt waren und diejenigen, die es geschafft hatten, hatten nichts bemerkt. Jaime war höchstpersönlich ausgeritten, um sie im Wisperwald zu stellen. Er war nicht zurückgekehrt.

Robbs Heer griff das Nordlager als erstes an bei Nacht. Ser Brynden Tully führte den ersten Angriff an und riss die Palisaden für den Hauptangriff nieder. Als Lord Andros Brax im Westlager sah, dass das Nordlager angegriffen wurde, versuchte er, seine Männer mit Floßen über den Trommelstein zu führen, doch die Strömung zog sie flußabwärts und machte sie zum Ziel für die Katapulte von Schnellwasser. Viele Floße sanken, und auch Lord Brax starb, weil seine schwere Rüstung ihn in die Fluten zog. Die Wenigen, die es bis ans andere Ufer schafften, wurden vom wartenden Feind empfangen. Ser Flement Brax hört dem Bericht über den Tod seines Vaters bestürzt zu.

Das West-Lager zwischen den Flüssen wurde ebenfalls überrannt, während Lord Brax versuchte überzusetzen. Robb Stark griff mit zwei Kolonnen schwerer Reiter und seinem Schattenwolf Grauwind von Westen her an, wobei der Schattenwolf angeblich mindestens vier Männer getötet habe. Die Speerträger schafften es, dem ersten Ansturm standzuhalten und einen Schildwall zu errichten, dann aber griff Lord Tytos Schwarzhain von Schnellwasser aus an und traf sie im Rücken. Der Großjon brannte die Belagerungstürme nieder und Lord Schwarzhain befreite die Gefangenen, unter ihnen Ser Edmure Tully.

Das Südcamp unter dem Kommando von Ser Forley Prester schaffte es, sich geordnet zurückzuziehen mit 2000 Speeren und ebenso vielen Bogenschützen, aber ein Söldner aus Tyrosh, der die freien Ritter befehligte, lief zum Gegner über. Ser Kevan schimpft über Jaime, weil er einem Söldner vertraut hatte.

Ser Harys jammert erneut über das Ausmaß dieser Katastrophe, was Ser Addam Marbrand zu einer spitzen Bemerkung provoziert. Ser Harys meint, dass Jaimes Heer zerstört sei, die Starks und Tullys auf ihren Nachschublinien säßen und nun gen Casterlystein ziehen könnte, ohne aufgehalten werden zu können. Er ist der Meinung, man müsse nun um Frieden ersuchen. Daraufhin wirft Tyrion Lennister seinen Weinbecher gegen die Wand, wo er zerschellt und erklärt, dass Ser Harys bessere Chancen hätte, aus diesem Krug noch etwas zu trinken, als dass Robb jetzt noch auf ein Friedensangebot eingehen würde, nachdem sein Neffe Joffrey Robbs Vater Eddard Stark hat köpfen lassen. Ser Addam Marbrand ist der Meinung, dass zwei Schlachten noch keinen Krieg ausmachten, während Lord Leo Leffert vorschlägt, man könne versuchen, Gefangene auszutauschen. Tyrion lacht darüber und meint, die Starks hätten weit mehr Gefangene und dass Eddard Starks Kopf Jaime nicht ausgleichen würde. Tyrion ist der Meinung, dass Robb gewinnt. Lord Leffert wirft ein, dass man Robbs Schwestern gefangen hielte, aber Lord Marbrand erklärt, dass nur ein Narr zwei Mädchen gegen Ser Jaime eintauschen würde. Tyrion erklärt auch, dass Lord Lefferts Idee, das ganze mit Gold aufzustocken, Robb nicht interessieren würde. Er witzelt, dass die Starks einfach Jaimes Rüstung einschmelzen könnten, wenn sie Gold bräuchten. Ser Harys meint dann, man müsse den Königshof dazu bringen, ihnen Truppen zu stellen und gleichzeitig ein neues Heer in Casterlystein ausheben. Lord Tywin ist die ganze Zeit über ruhiger als gewöhnlich. Dann aber brüllt er plötzlich, dass sie seinen Sohn hätten, und schickt alle hinaus bis auf Ser Kevan und Tyrion.

Lord Tywin bespricht sich mit Ser Kevan und TyrionBearbeiten

Tyrion bestellt mehr Wein, aber sein Vater gibt ihm seinen, den er noch nicht angerührt hat - was Tyrion sehr verblüfft. Lord Tywin sagt Tyrion, dass er Recht habe mit dem, was er über Eddard Stark sagt. Lebend wäre er jetzt von unschätzbarem Wert, denn man hätte mit ihm jetzt einen Frieden aushandeln können, auch um Zeit zu gewinnen, um mit Stannis Baratheon und Renly Baratheon fertig zu werden. Tywin erklärt, dass die Exekution Eddards einem Wahnsinn gleichkomme. Tyrion versucht, Joffrey in Schutz zu nehmen, indem er sagt, er selbst habe in dessen Alter auch Dummheiten begangen, woraufhin Lord Tywin zynisch antwortet, dass er immerhin noch keine Hure geheiratet habe.

Lord Tywin erklärt, dass er von Varys Nachricht erhalten habe, dass Renly Baratheon Margaery Tyrell geheiratet und sich selbst zum König erklärt habe und nun die Macht von Rosengarten und Sturmkap hinter sich vereinige. Lord Tywin berichtet weiterhin, dass Cersei ihm befohlen habe, nach Königsmund zu marschieren, um die Hauptstadt zu verteidigen. Tyrion weiß, dass sich sein Vater nicht gern kommandieren lässt. Cersei hat Joffrey bislang nichts von Renlys Anspruch auf den Thron erzählt, weil sie fürchtet, dass er dann darauf bestehen würde, sich mit den Goldröcken Renly gegenüberstellen zu wollen und die Stadt dann offen wäre für einen Angriff von Stannis Baratheon, der sich immer noch auf Drachenstein hält. Lord Tywin erinnert sich daran, dass er von Anfang an das Gefühl hatte, dass Stannis der gefährlichere der beiden Brüder sei. Dennoch habe der Lord von Drachenstein bislang noch nichts unternommen. Varys habe nur Gerüchte vernommen, dass Stannis eine Flotte bauen ließe oder dass er Söldner anheuere oder dem Rat eines Schattenbinders aus Asshai folge[A 1].

Tywin zeigt ihre Situation dann mithilfe einer Karte auf. Durch Jaimes Niederlage sind sie in eine schlechte Situation geraten: Roose Boltons Heer steht nördlich von ihnen, der Feind hält somit die Zwillinge und Maidengraben, und Robb Stark steht im Westen, sodass sie nicht ohne Kampf nach Lennishort oder Casterlystein zurückkehren können. Jaime ist gefangen und sein Heeresteil existiert nicht mehr und Beric Dondarrion sowie Thoros von Myr plagen nach wie vor die Nachschublinien mit ihren Angriffen aus dem Hinterhalt, im Osten sitzen Haus Arryn und Drachenstein und im Süden Rosengarten und Sturmkap als Feinde. Tyrion witzelt, dass wenigstens Rhaegar Targaryen noch tot sei, doch das findet Lord Tywin nicht lustig.

Wenn sie dort blieben, wo sie jetzt sind, werden sie vermutlich von drei Seiten her angegriffen. Tywin erklärt, dass er vorhabe, sich zunächst um Robb Stark zu kümmern, bevor Renly von Süden her heranmarschiert. Roose Bolton mache ihm keine Sorgen, er sei zu bedacht, und daher werde er nach Harrenhal marschieren, um Robb so in eine Schlacht zu zwingen. Ser Addam Marbrand wird ihren Marsch flankieren, während Gregor Clegane, Vargo Hoat und Ser Amory Lorch mit je 300 Reitern die Flusslande vom Götterauge bis zum Roten Arm in Brand stecken sollen.

Lord Tywin schickt Tyrion nach KönigsmundBearbeiten

Ser Kevan wird losgeschickt, um die Befehle zu erteilen. Lord Tywin bietet an, dass Tyrions Bergstämme mit Vargo Hoat zum Plündern reiten könnten, aber Tyrion hat sie lieber in seiner Nähe. Tywin meint, in diesem Fall müsse Tyrion allerdings lernen, sie besser zu kontrollieren, denn sie sollten nicht in Königsmund plündern, denn er werde ihn dorthin schicken, damit er dort als Hand des Königs regiert und das Schlamassel aufräumt, das Cersei und der Kleine Rat angerichtet haben. Lord Tywin flucht über die Beförderung von Janos Slynt zum Lord von Harrenhal, denn sein Vater war ein Schlachter gewesen, dann über die unehrenhafte Entlassung von Ser Barristan Selmy, dessen Name immer noch Bedeutung habe und schließlich über die Aufnahme von Sandor Clegane in die Königsgarde. Er trägt Tyrion insbesondere auf, Joffrey unter Kontrolle zu bringen, wenn Cersei das weiterhin nicht schafft. Als Tyrion fragt, warum ausgerechnet er diese Aufgabe übernehmen solle, sagt Tywin, dass er sein Sohn sei. Tyrion merkt, dass sein Vater Jaime schon aufgegeben hat, spürt eine Wut darüber in sich aufkommen, tut aber nichts. Im Hinausgehen verbietet ihm Tywin noch als Letztes, dass er seine Hure nicht mit an den Hof nehmen darf.

Tyrion sitzt noch eine ganze Weile im Schankraum und denkt nach, bevor er in seine Kammer geht, wo Shae schon schläft. Als sie wach wird, sagt er ihr, dass er sie gerne mit nach Königsmund nehmen würde.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

Handelnde Personen:


Erwähnte Personen:

Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

Orte:

Begriffe:

AnmerkungenBearbeiten

  1. gemeint ist Melisandre

Siehe auchBearbeiten