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Bran II ist das dreizehnte Kapitel von Der Sohn des Greifen, dem ersten Teil des fünften Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Brandon Stark.

Zusammenfassung Bearbeiten

Brandon Stark und seine Freunde werden kurz vor Erreichen ihres Ziels, der Höhle der Dreiäugigen Krähe, von Wiedergängern angegriffen, können sich aber mit Hilfe eines der Kinder des Waldes in einen magischen Hügel retten. Dort trifft Bran auf Blutrabe, der ihm verspricht, ihm das Fliegen beizubringen.

SynopsisBearbeiten

Bran und seine Freunde erreichen einen HügelBearbeiten

Brandon Stark, Meera Reet und Jojen Reet, Hodor und Sommer sind immer noch mit Kalthand im Verfluchten Wald unterwegs auf der Suche nach der Dreiäugigen Krähe, und sie haben einen Hügel erreicht. Nur noch ein Dutzend von Kalthands Raben sind bei ihm, der Rest ist unterwegs verschwunden. Einer seiner Raben warnt Kalthand vor Wiedergängern, die ganz in der Nähe sein müssen, aber der Grenzer weiß nicht, wo genau sich die Gefahr versteckt. Er erklärt Bran, dass sie den Hügel hinaufklettern müssen, um in die Höhle der Dreiäugigen Krähe zu gelangen, und zwar bevor die Nacht hereinbricht, denn ihre Körperwärme lockt die Wiedergänger an. Auch das Wolfsrudel, dem Sommer begegnet ist, verfolgt sie, aber darin sieht Kalthand das geringere Problem. Zwischen den Bäumen im Westen geht die Sonne langsam unter. Der einzige andere Weg, der sie zu ihrem Ziel führen könnte, liegt zehn Meilen nördlich von ihnen in einem Krater, aber weder könnte Hodor Bran dort hinabtragen, noch würde Jojen es bis dahin schaffen, denn er kann schon seit drei Tagen nicht mehr laufen vor Erschöpfung.

Kalthand zieht sein Schwert und zeigt Bran und seinen Freunden den Eingang zur Höhle, den sie erreichen müssen. Er liegt auf halbem Weg den Hügel hinauf zwischen Wehrholzbäumen und besteht aus einer Felsspalte, durch die unentwegt Raben heraus- und hineinfliegen. Kalthand erklärt, die Höhle sei von einem Bannkreis geschützt, sodass die Wiedergänger nicht hineingelangen können - Kalthand selbst allerdings auch nicht. Der Hügel ist dicht bewaldet und steil, sieht aber sicher aus. Es sind ungefähr Tausend Schritte bis zum Eingang. Bran weist darauf hin, dass der Schnee auf dem Hügel keine Fußspuren aufweist, doch Kalthand erklärt, dass Weiße Wanderer keine Spuren im Schnee hinterlassen würden.

Jojen sitzt in sich zusammengesunken auf einem Baumstumpf. Meera will bei ihm bleiben und sagt, Hodor solle Bran alleine zum Eingang tragen. Sie sind seit fünf Tagen ohne Essen unterwegs. Vor zwölf Tagen war Kalthands Elch zum dritten und letzten Mal zusammengebrochen, und Kalthand und Meera hatten das Tier zerlegt. Von dem Fleisch hatten sie immerhin sieben Tage lang essen können.

Der AufstiegBearbeiten

Hodor geht mit Bran in seinem Korb auf dem Rücken los, und Kalthand geht neben ihnen mit seinem Schwert in der Hand. Meera versucht, Anschluss zu halten, indem sie Jojen stützt und zugleich versucht, ihren Froschspeer bereit zu halten, doch schon bald sind die beiden außer Blickweite. Der Hügel wird steiler. An einem besonders steilen Stück bleibt Sommer plötzlich stehen und knurrt. Bran weist Hodor an, stehenzubleiben, doch der eilt Kalthand hinterher, der nachsehen will, wovor Sommer sie warnen will. Der Schnee ist mittlerweile hüfthoch, und es sind noch etwa 60 Schritte bis zum Höhleneingang.

Bran reckt sich aus seinem Weidenkorb, um besser sehen zu können, und entdeckt etwas Helles zwischen den Bäumen, das wie ein Feuer aussieht. Im selben Moment stürzt Hodor, und er versucht verzweifelt, sich wieder aufzurichten und wälzt sich dabei auf Bran, dem die Luft wegbleibt. Zunächst denkt Bran, Hodor habe seinen Fuß in einer Wurzel verkeilt, doch dann sieht er, dass es die Hand eines Wiedergängers ist, der sich jetzt langsam aus dem Schnee löst. Hodor und der Wiedergänger rangeln auf dem Boden und rollen dabei den Hang hinab. Bran wird aus dem Korb geschleudert und sieht, wie sich weitere Wiedergänger aus dem Boden erheben. Sie haben schwarze Hände und hellblau glühende Augen. Drei von ihnen fallen über Kalthand her, und zwei weitere gehen auf Hodor los. Dann packt ein Wiedergänger Bran von hinten, doch sofort ist Sommer bei ihm und reißt den Wiedergänger in Stücke. An dem schwarzen Mantelfetzen erkennt Bran, dass dieser einst ein Mann der Nachtwache gewesen sein muss. Währenddessen versucht Bran, den Hügel hianufzurobben, und dann bemerkt er wieder das Licht über sich in den Bäumen, auf das er nun zuhält.

Plötzlich befindet sich Bran in Hodors Körper, der weiter unten am Hang mit den Wiedergängern kämpft. Bran reißt Hodors Langschwert aus der Scheide, mit dem er einem der Gegner den Kopf abtrennt, was ihn allerdings nicht ruhig stellt. Dann erscheint Meera aus dem Nichts und spießt den Wiedergänger mit ihrem Speer von hinten auf. Von oben winkt Bran ihnen zu und leitet sie hinauf, und Hodor geht zu der Stelle, an der Meera Jojen abgelegt hat, hebt ihn hoch und folgt Meera den Hang hinauf.

Dann entdeckt Bran über ihnen im Hang brennende Wiedergänger, und Sommer, der wie wild um einen von ihnen herumtänzelt und ihn anfaucht. Er sieht seinen eigenen Körper mit dem Gesicht nach unten im Schnee und erkennt, dass Sommer den Wiedergänger von ihm forttreiben will. Die Welt verschwimmt um ihn herum in weißen Bäumen, schwarzem Himmel und roten Feuerbällen, und dann sieht Bran ein kleines Mädchen, das im Höhleneingang hin- und herläuft und eine Fackel in der Hand hält. Einen Augenblick lang glaubt Bran, es sei seine Schwester Arya Stark. Dann ist Bran wieder in seinem eigenen Körper, der brennende Wiedergänger über ihm, doch in dem Augenblick fällt eine Ladung Schnee von einem der Bäumen auf ihn herab und Bran verliert das Bewusstsein.

In der Höhle der Dreiäugigen KräheBearbeiten

Bran erwacht in einer Höhle auf einem Bett aus Kiefernnadeln. Rechts neben ihm brennt ein wärmendes Feuer. Sommer schnüffelt an ihm, Hodor sitzt bei ihm, und Meera hält Jojens Kopf in ihrem Schoß fest. Meera erklärt Bran, dass der Schnee, der auf ihn gefallen ist, Bran versteckt habe, und dass sie ihn schließlich aus dem Schnee gezogen hat, dass aber das kleine Mädchen mit der Fackel sie alle gerettet habe. Dann erklärt das Mädchen, dass Feuer die Wiedergänger verbrennen könne. Meera fragt sie, wer sie ist, aber Bran weiß die Antwort schon: sie ist eines der Kinder des Waldes, von denen die Alte Nan erzählt hat. Sie ist kleiner als ein Kind, hat aber die Stimme einer Frau, die sehr melodisch klingt, in der zudem aber auch eine gewisse Melancholie mitschwingt. Ihre Haut ist gesprenkelt wie das Fell eines Rehs, und sie hat eigentümliche, katzenartige Augen, deren golden-grüne Farben verschwimmen. Sie erzählt, dass die Riesen sie in ihrer Sprache das "Eichhörnchenvolk" genannt haben, dass sie selbst sich aber "Jene, die das Lied der Erde singen" nennen. Sie behauptet, ihre Sprache, die Wahre Sprache, habe schon zehntausend Jahre vor der Alten Sprache existiert. Meera fragt sie, warum sie die Gemeine Zunge beherrscht, und sie sagt, dass sie sie allein wegen Bran gelernt habe. Sie behauptet außerdem, dass sie im Jahr des Drachen vor 200 Jahren geboren worden sei, und dass sie seitdem durch die Welt der Menschen gewandert sei, um zu beobachten und zu lernen. Als sie dann müde wurde, sei sie nach Hause zurückgekehrt.

Dann deutet das Wesen auf einen Spalt im hinteren Teil der Höhle und sagt, sie müssten jetzt dort hinabsteigen. Als Bran nach Kalthand fragt, erklärt sie ihm, dass er nicht mit ihnen kommen könne, dass er sich aber keine Sorgen machen müsse, denn er könne nicht noch einmal sterben. Sie sagt, dass unten der Grünseher auf ihn warte. Das Wesen geht los, und ihnen bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu folgen. Der Gang ist niedrig und hat einige Biegungen und Abzweigungen, aber Hodor folgt einfach dem Fackelschein des Kindes. Als Hodor Angst vor den unheimlich wirkenden weißen Baumwurzeln bekommt, die an den Wänden des Gangs hervorstehen und wie Schlangen aussehen, beruhigt Bran ihn, indem er ihn an den Herzbaum von Winterfell erinnert.

Schließlich erreichen sie eine hallende Höhle, die so groß ist wie die Große Halle von Winterfell. Das Kind mit der Fackel winkt ungeduldig, und sie folgen ihr durch weitere Abzweigungen, Kammern und an tropfendem Wasser vorbei, wo sich noch weitere Kinder des Waldes aufhalten. An den vielen dicken Wurzeln erkennt Bran, dass auf dem Hügel ein ganzer Wald von uralten Wehrholzbäumen stehen muss. Dann kommen sie an eine Stelle, an der der Boden des Gangs mit den Knochen von unzähligen Lebewesen bedeckt ist, von Vögeln, aber auch von größeren Lebewesen. Aus Nischen an der Seite des Gangs starren Schädel von Bären, Wölfen, Menschen und Riesen sowie den Kindern des Waldes auf sie herab. Die Wurzeln sind in sie hinein- und um sie herumgewachsen, und zwar ausnahmslos. Auf manchem Schädel hockt ein Rabe, der ihnen beim Vorbeigehen zuschaut.

BlutrabeBearbeiten

Der letzte Teil des Wegs ist der steilste. Am Ende rutscht Hodor auf dem Hintern den Hang aus Knochen hinab. Unten wartet das Kind mit der Fackel an einer natürlichen Brücke über einem tiefen Abgrund. Sie hören einen unterirdischen Fluss. Bran fragt erschrocken, ob sie dort hinüber müssen, denn er hat Angst, dass Hodor auf der schmalen Brücke ausrutscht, aber das Kind deutet nur an, dass sie sich umdrehen sollen. Vor ihnen sitzt ein bleicher Lord in einem prächtigen Gewand, eingeflochten in das Wurzelwerk, und träumt. Sein Körper ist knochig und seine Kleidung zerfallen, und ein rotes Muttermal prägt seine Wange. Sein feines weißes Haar hängt bis zum Boden hinab. Eine Wurzel gräbt sich durch seinen Schenkel und tritt an der Schulter wieder heraus. Aus seinem Schädel sprießt ein Strauß dunkelroter Blätter, und graue Pilze bedecken seine Stirn. Er hat ein rotes Auge, und aus der anderen Augenhöhle wächst eine weitere Wurzel, die sich weiter unten wieder in seinen Hals gräbt.

Bran fragt unvermittelt, ob er die Dreiäugige Krähe sei. Die Stimme des Lords klingt trocken und alt, und er erklärt, dass er einst eine Krähe gewesen sei, dass er aber auch schon vieles andere war. Er sagt, dass das, was Bran nun sieht, seine jetzige Form sei, und nun wisse er, warum er nicht zu ihm habe kommen können, außer in Träumen. Er habe Bran schon seit langer Zeit beobachtet, seine Geburt, aber auch schon die Geburt seines Vaters. Er habe Bran erste Worte, seine ersten Schritte und seine ersten Träume miterlebt, und auch seinen Sturz, aber jetzt sei er endlich da, wenn auch fast zu spät. Als Bran antwortet, dass er verkrüppelt sei und hoffe, dass er seine Beine heilen könne, antwortet der Lord, dass das seine Macht übersteige, dass er ihm aber stattdessen das Fliegen beibringen werde.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Siehe auchBearbeiten

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