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Daenerys III ist das sechzehnte Kapitel von Der Sohn des Greifen, dem ersten Teil des fünften Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Daenerys Targaryen.

Zusammenfassung Bearbeiten

Daenerys Targaryen schlägt das Angebot von Xaro Xhoan Daxos aus, der ihr 13 Schiffe anbietet, wenn sie sofort nach Westeros aufbricht.

SynopsisBearbeiten

Daenerys empfängt Xaro Xhoan DaxosBearbeiten

Daenerys Targaryen hat Xaro Xhoan Daxos aus Qarth zu sich nach Meereen eingeladen. Meereens Handel ist fast zum Erliegen gekommen, seit die Sklaverei abgeschafft wurde, aber Xaro besitzt die Macht, die Wirtschaft Meereens wieder in Schwung zu bringen. Xaro ist mit seiner Galeasse Seidenwolke und 13 Galeeren aus Qarth angereist, und Daenerys hofft, ein Handelsabkommen mit ihm abschließen zu können.

Nun beobachtet sie von ihrem schlichten Thron in der Großen Pyramide aus eine Gruppe von Tänzern, die Xaro mitgebracht hat und die eine leidenschaftliche und erotisierende Darbietung geben. Die Unbefleckten stehen ausdruckslos an den Säulen Wache, während den Männern um Daenerys herum die Münder offen stehen: Reznak mo Reznak, Hizdahr zo Loraq und Skahaz mo Kandaq scheint der Tanz zu gefallen. Als Ehrengast sitzt Xaro Xhoan Daxos an ihrem Tisch. Daenerys hat ihm zu Ehren ein Kleid aus Qarth angezogen, dass ihre linke Brust entblößt, aber das scheint Xaro wie auch schon in Qarth wenig zu reizen. Während die Trommeln des Tanzes zum Höhepunkt schlagen, korpulieren die Tänzer vor ihren Augen sogar miteinander. Daenerys hat zwar schon bei den Dothraki Menschen gesehen, die öffentlich miteinander schlafen, aber dieser Tanz ist so lustvoll, dass er sie erregt. Sie muss an Daario Naharis denken, der mit seinen Sturmkrähen bald wieder nach Meereen zurückkehren wird, wie am Morgen ein Bote berichtet hat. Seine Mission war erfolgreich, und er hat ein Bündnis mit den Lhazareen schließen können. Allerdings wird er noch einige Tage vom Khyzai-Pass nach Meereen brauchen. Nach dem Tanz verneigen sich die Tänzer vor Daenerys, die die Darbietung ausdrücklich lobt. Irri schenkt Daenerys etwas Wein nach, während Jhiqui ihnen Obst darreicht. Xaro schmeichelt Daenerys, und diese geht darauf ein und nennt Xaro einen alten Freund, obwohl sie ihm nicht vertraut.

Seit Jahrhunderten sind Meereen, Astapor und Yunkai der Hauptumschlagsplatz für Sklavenhandel gewesen. Die Khals der Dothraki hatten genauso wie die Piraten von den Basiliskeninseln hier ihre Gefangenen an den Rest der Welt verkauft, aber ohne Sklaven hat Meereen wenig zu bieten. Es gibt zwar Kupfer in den Bergen von Ghiscar, aber das Metall ist nicht mehr so wertvoll wie zur Zeit der Bronzewaffen. An der Küste wuchsen früher wertvolle Zedern, die aber vom Reich der Ghiscari und wegen des Kriegs mit dem Valyrischen Freistaat vollständig abgerodet worden sind. Vor allem Galazza Galare hatte sich Daenerys gegenüber darüber beschwert, dass diese kurzsichtige Rodung Meereen einst zum Sklavenhandel verdammt habe.

Xaro Xhoan Daxos heuchelt weiterhin größte Sorge und erklärt Daenerys, dass er ihr helfen wolle, denn selbst in Qarth gebe es Gerüchte, dass ihre Feinde riesige Belohnungen auf ihren Tod ausgegeben hätten. Daenerys erzählt ihm von den Söhnen der Harpyie und wie sie nachts ihre Befreite meucheln und sich tagsüber vor ihren Messingtieren versteckt halten. Die Messingtiere sind die neue Wache, die Skahaz in Daenerys' Auftrag aufgestellt hat und die halb aus Befreiten und halb aus Schurschädeln besteht. Sie tragen dunkle Hauben und Masken in Tierform aus Messing, um nicht erkannt zu werden und so ihre Familien zu schützen. Xaro erkundigt sich nach Daenerys' Blutreitern. Daenerys spielt die Unerfahrene und erzählt, ihre Berater hätten ihr erklärt, Aggo, Jhogo und Rakharo müssten das Hinterland der Stadt bewachen. An ihrer Seite sei aber stattdessen Ser Barristan Selmy, um auf sie aufzupassen. Xaro mustert den alten Ritter und sagt, Jorah Mormont habe ihm besser gefallen, woraufhin Daenerys sagt, sie wolle nicht über Jorah sprechen.

Xaro fragt, warum sie Qarth und ihn verlassen habe, und Daenerys behauptet, die Stadt habe sie vertrieben. Xaro zählt die Herrschenden von Qarth auf und redet sie klein: die Reingeborenen hätten Wasser statt Blut in ihren Adern, die Alte Gilde der Gewürzhändler hätte keinen Verstand und die Unsterblichen seien längst tot. Sie reden über die Sklaverei, wobei Xaro der Meinung ist, dass eine gewisse Ausbildung nötig sei, um solche Vollkommenheit wie bspw. die seiner Tänzer oder die der Unbefleckten zu erlangen. Als er anbietet, Daenerys die Tänzer zu schenken und sie darauf hin erwidert, sie würde sie aus der Sklaverei entlassen, empört sich Xaro und meint, sie wüssten mit ihrer Freiheit nichts anzustellen. Es sei ihre Bestimmung, das zu tun, was sie Herrscher für sie vorgesehen haben. Die Welt brauche die Sklaven außerdem so wie die Erde den Regen brauche, denn ohne die Sklaven gäbe es keine großen Menschen, die sich um die wichtigen Dinge kümmern könnten. Daenerys beharrt darauf, dass kein Mensch gern Eigentum sein möchte. Daraufhin erzählt Xaro ihr, dass er vor der Stadt einen alten Freund getroffen habe, der früher Gewürzhändler war und nun mühselig ein Feld bestellen muss. Er habe ihn angefleht, ihn als Sklaven mit nach Qarth zu nehmen.

Xaro bietet Daenerys 13 Schiffe anBearbeiten

Dann bittet er, mit ihr unter vier Augen sprechen zu können, und Daenerys führt ihn in ihre Gemächer auf die Spitze der Pyramide, nur begleitet von Ser Barristan. Auf der Terrasse schiebt Daenerys ihren Arm unter seinen und bittet ihn, Handel mit Meereen zu treiben, bspw. mit Salz oder Wein. Daran hat Xaro allerdings kein Interesse, und mit den Oliven, um die er sie bittet, kann sie nicht dienen, da die Skavenhändler die uralten Olivenhaine abgebrannt haben, als sie mit ihrem Heer herangerückt war. Auch Kupfer interessiert Xaro nicht, aber er bietet Gold für Sklaven an. Als Daenerys abermals erklärt, dass es in Meereen nun keine Sklaven mehr gebe, antwortet Xaro, dass Meereen arm, hungrig und blutig sei. Die Worte treffen Daenerys, denn es steckt viel Wahrheit darin. Daenerys schlägt vor, dass Xaro seine Sklaven von den Dothraki beziehen könne, aber Xaro erklärt ihr, dass sie sie dafür durch die Rote Wüste treiben müssten, und dabei würden zu viele von ihnen sterben. Außerdem wollen die Qartheener keine Khalasare in der Nähe ihrer Stadt.

Xaro erklärt Daenerys, dass sie Meereen nie werde reich machen können, sondern dass sie es eher zerstört, so wie sie Astapor zerstört habe. Er berichtet ihr, dass es an den Hörnern von Hazzat zu einer Schlacht gekommen sei, und dass Cleon, der Metzgerkönig, sich mit seinen neuen Unbefleckten in seinen Palast nach Astapor zurückziehen musste.[A 1] Das hat Daenerys bereits von Ben Pflum erfahren. Die Yunkai'i hatten sich neue Söldner gekauft und außerdem zwei Legionen aus Neu Ghis an ihrer Seite. Xaro warnt Daenerys, dass aus zwei Legionen bald zehn werden könnten, und dass die Yunkai'i bereits Gesandte nach Myr und Volantis geschickt haben. Die Kompanie der Katze, die Langen Lanzen, die Verwehten und Gerüchten zufolge sogar die Goldene Kompanie seien auf dem Weg in die Sklavenbucht, um Daenerys zu besiegen. Daenerys erinnert sich daran, wie Viserys Targaryen die Kommandeure der Goldenen Kompanie einst beherbergt hatte, dass sie ihn aber ausgelacht hatten, als er ihnen sein Anliegen vorgetragen hatte. Xaro führt weiterhin aus, dass sich auch Tolos und Mantarys mit Yunkai verbündet haben. Das wiederum bestürzt Daenerys, denn auch sie hatte Gesandte dorthin geschickt. Als Daenerys droht, Yunkai kein zweites Mal zu verschonen, falls sie sie angreifen, erklärt Xaro, dass sich dann Meereen in ihrem Rücken gegen sie erheben werde. Xaro versucht Daenerys zu erklären, dass sie zu wenige Unbefleckte habe, um die gesamte Sklavenbucht zu beherrschen. Daenerys ist das bewusst, aber sie hofft auf die Befreiten, die Grauer Wurm gerade für ausbildet. Dann erinnert sie Xaro an ihre Drachen, woraufhin er erwidert, dass er sie noch nicht gesehen habe. Daenerys erklärt, dass sie inzwischen weit hinausfliegen würden, um zu jagen.

Sie fragt Xaro, weshalb er nach Meereen gekommen sei, wenn nicht, um sie durch Handel zu unterstützen. Xaro bietet ihr die 13 Galeeren an, mit denen sie nach Westeros segeln könne. Daenerys wittert eine Falle, aber Xaro will ihr die Schiffe samt Ruderer schenken. Daenerys erkennt, dass jedes Mitglied der Dreizehn ein Schiff gespendet haben muss, um sie loszuwerden. Seine einzige Bedingung ist, das sie sofort aufbricht. Dann warnt er sie vor Pyat Pree und drei Hexenmeistern, die keine 14 Tage nach ihr aus Qarth aufgebrochen seien, um sie in Pentos zu suchen. Daenerys willigt ein, die 13 Schiffe inspizieren zu lassen. Zum Abschied bietet Xaro ihr an, die Nacht mit ihr zu verbringen, um ihr die Entscheidung leichter zu machen. Kurz ist Daenerys versucht, immernoch erregt von dem Tanz, doch dann lehnt sie ab, und Xaro scheint ein wenig erleichtert zu sein.

Daenerys lässt die 13 Schiffe inspizierenBearbeiten

Nachdem Xaro gegangen ist, fragt sich Daenerys, wie viele Männer 13 Schiffe aufnehmen könnten. Auch fragt sie sich, wo Drogon ist, den sie seit Wochen nicht mehr gesehen hat. Sie fragt Ser Barristan nach seiner Meinung, und er sagt, dass er am folgenden Tag mit Kapitän Groleo die Schiffe inspizieren werde. Dann erkundigt sich Ser Barristan danach, wer Pyat Pree ist, doch in ihm sieht Daenerys keine Gefahr mehr, seit Drogon das Haus der Unsterblichen niedergebrannt hat. Dann lässt sie sich von Barristan wieder zum Fest bringen.

Am nächsten Morgen erwacht sie hoffnungsvoll. Mezzara, eine der Geiseln der hohen Familien aus dem Haus von Merreq, bringt ihr Frühstück, und Daenerys bedankt sich freundlichst und mit einem Kuss bei ihr. Als sie Irri und Jhiqui von den 13 Schiffen erzählt, erklärt Jhiqui, dass diese Zahl Unglück bringe, und dass das Meer verflucht sei, da Pferde das Wasser nicht trinken könnten. An diesem Morgen erscheinen nur vier Bittsteller. Als Erster erscheint wie immer Ghael, und er bittet erneut um Beistand für Cleon im Kampf gegen Yunkai. Daenerys erinnert Ghael daran, dass sie Cleon gewarnt habe, nicht in den Krieg zu ziehen, und dass er nun sehen müsse, wie er Astapor verteidigt. Ghael ist enttäuscht und sagt, dass sie dann alle des Todes seien, springt auf die Füße und spuckt Daenerys ins Gesicht. Der Starke Belwas ist sofort bei ihm und schmettert ihn zu Boden, aber Daenerys ist gnädig und lässt ihn nur fortbringen, wobei sie bemerkt, dass er einige Zähne verloren hat.

Am Nachmittag kehren Groleo und Ser Barristan von der Inspektion der Schiffe zurück. Daenerys ruft ihren Rat zusammen: Grauer Wurm für die Unbefleckten, Skahaz mo Kandaq für die Messingtiere, der Jaqqa Rhan Rommo für die Dothraki, Mollono Yos Dob für die Tapferen Schilde, Symon Striemenrücken für die Freien Brüder, Marselen für die Männer der Mutter, dazu Reznak mo Reznak und der Starke Belwas.

Groleo ist regelrecht aufgeblüht, denn zum ersten Mal hat er in Meereen überhaupt erst auf einem Schiff gestanden. Er berichtet, dass die Schiffe zwar alt, aber gut in Schuss seien: der Rumpf der Reingeborenen Prinzessin habe Würmer; die Narraqqa könnte ein neues Ruder und neue Leinen gebrauchen; und die Gestreifte Eidechse habe einige gebrochene Riemen. Männer für die Ruder gebe es genügend, und er schätzt, dass die Schiffe die lange Reise nach Westeros sicher überstehen würden. Reznak stöhnt, dass die Großen Herren wieder die Macht übernehmen werden, wenn Daenerys tatsächlich die Stadt verlässt. Daenerys bietet ihm an, sie nach Westeros zu begleiten. Marselen erklärt, die Männer der Mutter würden ihr überall hin folgen, aber Symon Striemenrücken erklärt, 13 Schiffe seien nicht genug, und Rommo hält nichts von "Holzpferden", wie er die Schiffe nennt. Grauer Wurm schlägt vor, mit der Flotte und dem Heer parallel die Küste entlang zu segeln bzw. marschieren, woraufhin Skahaz einwirft, dass das nur bis zur Ruinenstadt Bhorash gut gehen würde. Anschließend müsste das Heer über die Dämonenstraße an Mantarys vorbei und die Flotte Tolos, die Zederninsel und Valyria umsegeln. Mollono indes warnt vor der Dämonenstraße. Als der Streit unter den Männern eskaliert, haut Daenerys auf den Tisch. Sie verkündet, dass Westeros warten müsse und sie Astapor und Meereen nicht im Stich lassen werde. Groleo und Ser Barristan versuchen, sie umzustimmen, doch vergeblich.

Daenerys weist Xaros' Angebot abBearbeiten

Daenerys lässt Xaro zu sich kommen. Er erscheint mit einigen Seeleuten und bringt Daenerys ein weiteres Geschenk: einen kostbarer Wandteppich, der seiner Familie angeblich schon seit der Zeit vor dem Untergang von Valyria gehöre. Es ist eine riesige Karte vom antiken Valyria, bevor das Verhängnis die Stadt zerstört hat, und auf dem auch die drei Sklavenstädte eingezeichnet sind. Daenerys nimmt Xaros Hand und bittet ihn, ihr die Galeeren zu geben, obwohl sie vorerst nicht nach Westen segeln werde. Xaro weint wieder seine geheuchelten Tränen, und er erzählt, dass Egon Emeros von den Reingeborenen ihn gewarnt habe, dass Daenerys töricht und gefährlich sei. Dann sagt er, dass er wünschte, sie in Qarth erschlagen zu haben. Daenerys vergibt ihm einmal seine Worte, droht ihm aber, sie nicht zu wiederholen, was Xaro aber nicht ernst nimmt. Daenerys befiehlt, er solle Meereen noch vor Sonnenuntergang verlassen. Ohne seinen Teppich kehrt Xaro ihr den Rücken. Daenerys blickt auf das alte Valyria, dann auf Westeros und schwört bei sich, eines Tages dorthin zu gelangen.

Am nächsten Tag ist Xaro Xhoan Daxos verschwunden, aber die 13 Galeeren liegen immer noch im Hafen. Als Daenerys Hof hält, erscheint ein Bote von den Schiffen und legt ihr ein schwarzes Samtkissen zu Füßen, auf dem ein blutbefleckter Handschuh liegt, was bedeutet, dass Qarth ihr den Krieg erklärt hat.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

Handelnde Personen:

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. König Cleon hatte vorgehabt, gegen die Weisen Herren von Yunkai in die Schlacht zu ziehen‚ siehe: IX-Daenerys I.

Siehe auchBearbeiten

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