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Davos III ist das neunzehnte Kapitel von Der Sohn des Greifen, dem ersten Teil des fünften Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Davos Seewert.

Zusammenfassung Bearbeiten

Davos Seewert wird Lord Wyman Manderly im Hof des Wassermanns vorgeführt, wo sich auch Männer von Haus Frey befinden. Nach einer hoffnungslosen Diskussion verurteilt Lord Wyman Davos zum sofortigen Tode.

SynopsisBearbeiten

Davos wird vor Lord Wyman Manderly gebrachtBearbeiten

Davos Seewert wird von Ser Marlon Manderly in seinem Verlies abgeholt, um zu Lord Wyman Manderly gebracht zu werden. Er war als Gesandter nach Weißwasserhafen gekommen und dort eingesperrt worden, wenn auch in einem geräumigen Gefängnis. Von dort aus hatte er beobachtet, wie die Fröhliche Hebamme den Hafen nach vier Tagen verlassen hatte, also hatte Casso Mogat sogar noch einen Tag länger gewartet als abgemacht. Danach waren zwei weitere Wochen vergangen. Lord Manderlys Leibwache trägt blaugrüne Wolle, und anstelle von Speeren tragen sie Dreizacke als Waffe. Davos wird durch die Neue Burg zum Hof des Wassermanns geführt, vorbei an Bannern, Schilden und alten Galionsfiguren aus der Geschichte von Haus Manderly. Die Wände, der Boden und die Decke des Hofs sind aus Holzplanken gefertigt, die geschickt mit Nut und Feder verbunden und mit einer Unterwasserwelt bis unter die Decke bemalt und verziert sind.

Lord Wyman hat den gesamten Hof versammelt. Die Frauen sind fünf zu eins in der Überzahl, und die anwesenden Männer sind entweder sehr alt oder sehr jung. Auch Septone und Schwestern des Glaubens an die Sieben sind anwesend. Im vorderen Teil der Halle stehen ein Dutzend Männer von Haus Frey, die sich alle sehr ähnlich sehen und das Wappen der Zwillinge tragen. Davos erkennt sofort, dass die Freys ihn am liebsten tot sehen wollen. Aber auch Lord Wymans Augen verraten kein herzliches Willkommen. Der Lord sitzt auf einem Thron, der für drei normale Männer gereicht hätte, und der dennoch eng für ihn ist. Lord Wyman ist fahl und lässt die Schultern hängen, sodass Davos sich sofort Sorgen macht, wie schlecht er aussieht. Links neben dem Lord steht Maester Theomor, der genauso dick ist wie Lord Wyman. Ser Marlon nimmt den Ehrenplatz zu Lord Wymans Rechten ein. Vor ihm sitzt eine pummelige Frau auf einem gepolsterten Hocker, und hinter ihm stehen zwei jüngere Frauen, vermutlich Schwestern.[A 1]

Niemand stellt sich Davos vor, und stattdessen nennt der Maester Lord Wymans Titel: Lord von Weißwasserhafen und Wächter der Weißklinge, Schild des Glaubens, Verteidiger der Vertriebenen, Lord Marschall des Manders, Ritter des Ordens der Grünen Hand. Der Maester fordert Davos auf, das Knie vor Lord Manderly zu beugen, dann aber würde er eingestehen, dass der Lord mehr wert sei als sein König. Er sagt also, dass er nicht als Bittsteller komme, und dann zählt er seine eigenen Titel auf: Lord vom Regenwald, Admiral der Meerenge und Hand des Königs. Leona Wollfeld, die Frau auf dem Hocker und Lord Wymans Schwiegertochter, macht sich über Davos' Titel lustig, und Lord Wyman erklärt, dass Stannis Baratheon einen unheilvollen Boten geschickt habe, weil ihm seine Antwort auf dessen Anfrage nicht gefallen habe. Er erinnert daran, dass Davos früher als Schmuggler in Weißwasserhafen gewesen ist und ihn somit bestohlen habe. Davos deutet auf seine Hand und beteuert, dass er in Sturmkap für die Schmugglerei bezahlt habe. Davos bittet vergeblich darum, mit Lord Wyman alleine reden zu dürfen, aber der Lord entgegnet, dass er keine Geheimnisse vor seiner Familie und seinen Freunden habe, und er bleibt dabei, auch nachdem Davos darauf hinweist, dass die Freys die Gastgeber der Roten Hochzeit waren, auf der sein Sohn Wendel Manderly umgebracht worden ist.

Die Freys melden sich zu WortBearbeiten

Jared Frey tritt vor und behauptet, die Rote Hochzeit sei das Werk Robb Starks gewesen, der sich während der Feier in einen Wolf verwandelt habe und dem Hofnarren Aegon Frey die Kehle herausgerissen habe. Wendel habe seinen Vater Lord Walder Frey gerettet, indem er sich ihm in den Weg gestellt habe. Lord Wyman erklärt, dass ihn das nicht überrascht, denn Wendel sei schon immer tapfer gewesen. Davos kann nicht glauben, was er hört, aber Jared behauptet, Robb habe viele Männer getötet, darunter auch seinen Sohn Tytos Frey und sein Schwiegersohn Gars Gotbrook. Auch die anderen Nordmänner hätten sich in Wölfe verwandelt, denn Robb habe sie vorher mit einem Biss ebenfalls zu Wargen gemacht. Davos fällt auf, dass Jared lächelt, während er diese Geschichte erzählt, und er bezeichnet ihn offen als Lügner, woraufhin Jared in aller Ruhe sein Schwert zieht und Davos zum Zweikampf auffordert. Wyman schaltet sich ein und sagt, er dulde kein Blutvergießen in seiner Halle, und dann meldet sich Leona auf dem Hocker wieder zu Wort und sagt, Davos wolle nur Zwietracht säen und Lord Wyman solle ihn schnellstmöglich fortschicken. Sie fürchtet außerdem, dass Cersei Lennister an ihrer Loyalität zweifeln könnte, aber Lord Wyman sagt ihr, dass der Eiserne Thron keinen Grund habe, an ihnen zu zweifeln. Davos erklärt erneut, dass Stannis der wahre König sei und Tommen Baratheon nur ein Usurpator. Maester Theomor wendet ein, dass Stannis lediglich der Bruder Robert Baratheons sei, Tommen aber der Sohn und der Thronfolge nach der rechtmäßige König. Davos gibt dem Maester recht, doch sei Tommen genau wie Joffrey Baratheon nur ein Bastard, dessen Vater Jaime Lennister sei.

Theomor fragt, ob Stannis das beweisen könne, aber da Edric Sturm fort ist, kann Davos nur mit Stannis Ehrenwort argumentieren. Theomor hält dagegen, dass das nicht genüge, denn schon oft hätten Männer gelogen, um auf einen Thron zu gelangen. Wieder meldet sich Leona Wollfeld zu Wort und droht Davos damit, dass er in den Wolfsbau geworfen werde. Davos fragt sich schon die ganze Zeit, warum diese Frau so verärgert ist, und er fragt nach ihrem Namen. Theomor stellt sie vor und sagt, sie sei die Gemahlin von Ser Wylis Manderly, der sich in Gefangenschaft der Lennisters befinde. Davos beschließt, die Frau nicht weiter zu beachten und wendet sich an Lord Wyman. Er bete dafür, dass Wylis nichts geschehe, doch bei Ausbruch des Kriegs habe sich Wyman Robb angeschlossen, und obwohl der nun tot sei, würde der Krieg weitergehen. Lord Wyman entgegnet, dass Robb sein Lehnsherr gewesen sei, Stannis aber bislang nie etwas mit dem Norden zu tun gehabt habe und jetzt wie ein Bettler auftrete. Davos wendet ein, dass er für das Reich kämpfe und es gegen Eisenmänner und Wildlinge schützen wolle, doch Ser Marlon erwidert verächtlich, dass beide keine Gefahr für Weißwasserhafen seien. Leona ergänzt, dass sie von Melisandre gehört habe, die wolle, dass sie sich von den Sieben abwenden und stattdessen R'hllor anbeten sollen. Davos erklärt, dass Königin Selyse Florent diesen Glauben angenommen habe, dass die meisten Männer Stannis' aber noch immer die Sieben anbete, unter anderem auch er selbst.

Lord Wyman verurteilt Davos zum TodeBearbeiten

Lord Wyman erzählt, dass Lord Tywin Lennister ihm vor seinem Tod eine volle Begnadigung und die Rückkehr seines Sohnes für 3000 Golddrachen angeboten habe, Roose Bolton, der neue Wächter des Nordens, habe von ihm gefordert, dass er seine Ansprüche auf Haus Hornwalds Land und Burgen aufgibt, dass dafür aber seine Ländereien unangetastet bleiben würden, und Lord Walder Frey bietet ihm eine seiner Töchter als Gemahlin und außerdem Söhne für die Töchter seines Sohnes Wylis an. Nun fragt er, was Stannis ihm anbietet, damit er dieses Angebot ausschlagen sollte. Das Einzige, was Stannis anbieten kann, ist, dass Lord Wyman seine Pflicht erfüllen darf, und dass sie nur gemeinsam stark genug seien, um zu bestehen. Lord Wyman scheint das wenig zu beeindrucken, und Ser Marlon bittet darum, Davos einige Fragen stellen zu dürfen. Davos erklärt ihm, dass sich bislang nur Arnolf Karstark für Stannis erklärt hätte, woraufhin Marlon ihm erklärt Arnolf sei nur ein Kastellan, kein Lord. Davos erklärt weiterhin, Stannis habe sich die Nachtfeste als festen Sitz auserkoren, außerdem würden sich noch Drachenstein und Sturmkap unter seiner Kontrolle befinden, woraufhin Theomor erklärt, dass die beiden Festungen bald fallen würden, während die Nachtfeste eine Ruine sei. Als Marlon fragt, wie viele Männer Stannis zur Verfügung habe, antwortet Davos gar nicht mehr, denn es sind nur 1500, mit denen Stannis in den Norden gezogen ist. Marlon fasst zusammen, dass Stannis nichts weiter zu bieten habe als Niederlage und Tod, und Lord Wyman pflichtet ihm bei.

Davos erklärt, dass auch er vier Söhne in der Schlacht am Schwarzwasser verloren habe, dass der Grund aber sei, dass die Lennisters den Thron an sich gerissen hätten, und dass Stannis immerhin Rache bieten könne, auch für Wylis. Plötzlich schreit eines der beiden Mädchen hinter dem Lord, dass auch sie Rache wolle für Lord Eddard Stark, Catelyn Tully und König Robb Stark, die ermordet worden seien. Lord Wyman zieht Wylla zu sich herab und droht ihr, sie zu den Schweigenden Schwestern zu schicken. Als auch ihre Schwester sie ermahnt, höflich gegenüber den Freys zu sein, da sie bald einen von ihnen heiraten werde, empört sich das Mädchen, dass sie das niemals tun werde. Als ihr auch ihre Mutter Leona droht, verzweifelt Wylla und bittet Theomor, den Anwesenden von dem Gelübde zu erzählen, dass Haus Manderly den Starks 1000 Jahre vor den Eroberungskriegen gegeben habe, als sie sie aufgenommen hatten. Verlegen erklärt der Maester, dass das stimme, die Starks aber ausgelöscht worden seien.

Nun meldet sich Rhaegar Frey zu Wort. Er erklärt Wylla, dass Treue eine Tugend sei, und dass er hoffe, dass sie ihrem zukünftigen Gemahl, dem Kleinen Walder, diese Tugend entgegenbringe. Dann erklärt er, dass nur die männliche Linie der Starks ausgestorben sei, dass aber Arya Stark noch lebe und bald Ramsay Bolton heirate. Wylla beeindruckt das wenig, und sie korrigiert Rhaegar, dass Ramsay ein Schnee sei. Rhaegar führt aus, dass Ramsay nach der Heirat Lord von Winterfell sei und dass die Manderlys ihren Eid dann ihm gegenüber erfüllen könnten, was Wylla aber nur noch wütender macht. Sie erinnert die anwesenden daran, dass Ramsay Lady Donella Hornwald gezwungen habe, ihn zu heiraten, um sie anschließend verhungern zu lassen. Sie habe ihre eigenen Finger gegessen. Wylla erhält Zustimmung von den umstehenden Männern. Einer von ihnen erklärt, mit Roose Bolton könne man sich noch einigen, Ramsay aber sei wahnsinnig und grausam. Nun mischt sich Rhaegar wieder ein, der daran erinnert, dass Robb das wahre Ungeheuer sei. Er sagt, auch Lord Walder Frey habe an Robbs Seite gekämpft, doch es sei ein Fehler gewesen, denn Robb habe sie alle betrogen, denn er habe den Norden im Stich gelassen, als die Eisenmänner angriffen. Dann habe er auch die Flusslords betrogen, nur um die Erstbeste zu heiraten, die ihm unter die Augen gekommen sei. Lord Wyman scheint dem Blick nach von Rhaegar abgestoßen zu sein, trotzdem fordert er ihn auf fortzufahren. Rhaegar erklärt, Tommen sei der einzig wahre König, und Davos bringe nur Elend. Der Krieg der Fünf Könige sei vorbei. Als Wylla erneut protestiert, zerrt Leona sie am Zopf aus der Halle hinaus.

Nun wendet sich Lord Wyman an Davos. Er nennt Davos' Worte Hochverrat, und er habe sein Gerede satt. Er werde nicht seinen Sohn opfern, damit Stannis unrechtmäßig den Thron besteigen könne. Er erhebt sich, nennt Davos einen Schmuggler und sagt, er werde ihn hinrichten lassen. Sofort ist er von Dreizacken umzingelt. Er erinnert Lord Wyman daran, dass er ein Gesandter sei, aber Wyman nennt ihn einen Dieb, Spion und Verräter. Er weist Ser Marlon an, Davos in den Wolfsbau zu bringen und ihm dort Hände und Kopf abzuschlagen. Noch vor dem Abendessen will er Davos' Kopf sehen.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

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