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Daenerys VI ist das sechsunddreißigste Kapitel von Der Sohn des Greifen, dem ersten Teil des fünften Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Daenerys Targaryen.

Zusammenfassung Bearbeiten

Daenerys Targaryen besucht das Lager der Flüchtlinge aus Astapor vor den Mauern von Meereen, in dem die Rote Ruhr grassiert. Anschließend trifft sie Hochzeitsvorbereitungen mit Galazza Galare und Reznak mo Reznak, bevor sie am Abend erst mit ihrem Verlobten Hizdahr zo Loraq zu Abend isst und sich später mit Daario Naharis liebt.

SynopsisBearbeiten

Daenerys besucht das Flüchtlingslager vor MeereenBearbeiten

Daenerys Targaryen inspiziert auf ihrer Silbernen das Lager der Flüchtlinge aus Astapor, das eine halbe Meile vor den Toren Meereens errichtet wurde. Ser Barristan Selmy ist bei ihr, genauso wie ihre drei Blutreiter Jhogo, Rakharo und Aggo, die die Menschen mit ihren Dothraki-Peitschen fort halten. Auch Symon Striemenrücken von den Freien Brüdern und Marselen von den Männern der Mutter reiten mit ihr, dazu noch 60 Soldaten von den Messingtieren und den Befreiten, die Karren mit Lebensmitteln bewachen. Der Gestank im Lager ist so stark, dass Daenerys fast würgen muss. Ser Barristan ist der Meinung, sie solle sich nicht der Gefahr aussetzen, sich mit der Roten Ruhr anzustecken, aber Daenerys glaubt, die Targaryen seien immun gegen jegliche Krankheiten, den Viserys Targaryen hatte das stets behauptet. Daenerys kann sich tatsächlich nicht daran erinnern, jemals krank geworden zu sein.

Die Astapori laufen den Karren mit Lebensmittel hinterher, rufen in fremden Sprachen und gehen auf die Knie, wenn Daenerys an ihnen vorbeireitet. Viele nennen sie dabei "Mutter" in den Dialekten aus Volantis, Lys oder Astapor, aber auch in der Gemeinen Zunge von Westeros oder in der Sprache aus Qarth. Sie flehen sie um Hilfe an, aber Daenerys hat für sie getan, was sie tun konnte, denn die Stadttore kann sie ihnen nicht öffnen, sonst würde sich die Krankheit unter der Stadtbevölkerung ausbreiten. Sie hat Heiler geschickt, Bannsänger und Blaue Grazien, aber keiner hatte die Ausbreitung der Roten Ruhr aufhalten können. Auch der Versuch, mit Hilfe der Tapferen Schilde die Kranken von den Gesunden zu trennen, war fehlgeschlagen, weil die Gesunden sich meist schon infiziert hatten. Auch die Ernährung des Lagers wird zunehmend schwieriger, weil sich die Vorratskammern Meereens leeren. Ein weiteres Problem ist, dass sich immer weniger Männer finden lassen, die die Fuhrwerke hinausfahren, denn einige von ihnen haben sich auch schon angesteckt und andere sind bei der Rückfahrt nach Meereen überfallen worden. Erst einen Tag zuvor war einer der Wagen umgekippt und zwei ihrer Soldaten ermordet worden, daher hatte Daenerys denn Entschluss gefasst, an diesem Tag mit ins Lager zu reiten.

In ihrer Not haben die Flüchtlinge die meisten ihrer Reittiere bereits geschlachtet und zudem sogar Ratten und streunende Hunde gegessen, doch mittlerweile fangen sie sogar an, ihre Toten zu essen. Überall sieht Daenerys Not und Elend, siechende Menschen in ihrem blutigen Kot, und die meisten sind sogar zu schwach, um sie anzubetteln. Daenerys beschließt, dass die Toten beseitigt werden müssen, und sie denkt an Grauer Wurm und die Unbefleckten, da diese keine Angst vor den Toten haben. Daenerys diskutiert mit ihren Hauptmännern darüber, ob es Verschwendung wäre, das Essen, das sie bei sich führen, bei den Sterbenden statt bei den Gesunden zu verteilen, und ob es nicht noch weitere Vorräte gäbe, die sie entbehren könnten. Ser Barristan erinnert Daenerys daran, dass Meereen bald vielleicht schon von den Yunkai'i belagert werden wird, trotz der Stärke der Zweitgeborenen und der Sturmkrähen.

Daenerys lässt ihre Männer eine Wagenburg aufstellen, und sofort drängen die Flüchtlinge darum herum. Daenerys ruft Aggo zu sich und schickt ihn los, damit er Grauer Wurm und 50 Unbefleckte holt. Dann steigt sie von ihrem Pferd, geht zum Entsetzen ihrer Hauptleute zu einem auf dem Boden liegenden kranken alten Mann und streicht ihm das Haar aus dem Gesicht. Dann ordert sie Meerwasser, um ihn zu waschen, und Öl, um einen Scheiterhaufen zu entfachen. Als Aggo mit Grauer Wurm und den Unbefleckten eintrifft, hat Daenerys ihre Hauptmänner dazu gebracht, ihr zu helfen, die Toten aufzustapeln und die Kranken zum Meer zu bringen, damit sie sich waschen können. Bereits zu Mittag haben sie ein Dutzend brennende Scheiterhaufen aufgestapelt.

Daenerys ist überrascht, als Grauer Wurm sie darum bittet, nach getaner Arbeit mit seinen Männern im Meerwasser baden zu dürfen, damit sie nach den Gesetzen ihrer Göttin wieder in Einklang kommen und sich reinigen wollen. Daenerys hat nicht gewusst, dass die Unbefleckten überhaupt einem Glauben angehören. Grauer Wurm erklärt, dass ihre Göttin viele Namen habe wie bspw. die Herrin der Speere, die Braut der Schlacht oder die Mutter der Heere, dass aber ihr wahrer Name nur den Eunuchensoldaten selbst gehöre. Er sagt, dass er daher nicht über sie reden dürfe, was Daenerys akzeptiert.

Daenerys bereitet die Hochzeit vorBearbeiten

Nachdem Daenerys in die Große Pyramide zurückgekehrt ist, trifft sie auf Missandei, die eine alte Schriftrolle liest, während Jhiqui und Irri um Rakharo streiten. Der Dothraki ist in der Zeit seiner Abwesenheit ein gutes Stück gewachsen, hat Muskeln bekommen und sich vier Glöckchen ins Haar flechten können, was bedeutet, dass er vier Männer getötet hat. Mittlerweile ist er somit der größte der drei Blutreiter. Daenerys ärgert sich über den Streit, weist ihre Dienerinnen zurecht und trägt ihnen auf, ihr ein Bad einzulassen, während Qessa ihr neue Kleidung bringen soll, da sie die alte verbrennen lassen will. Missandei steigt zu Daenerys in die Wanne auf der Terrasse und schrubbt ihr den Rücken. Sie unterhalten sich über die Astapori, und Missandei behauptet, sie hätten in der letzten Nacht mit bloßen Händen an den Mauern von Meereen gekratzt, obwohl es Jahre dauern würde, sich durch sie hindurchzugraben, auch wenn sie bereits sehr bröckelig sind.

Schließlich erinnert Missandei Daenerys an die Verabredung mit Reznak mo Reznak und Galazza Galare wegen der Hochzeitsplanungen, die Daenerys beinahe vergessen hätte. Am Abend ist sie außerdem mit Hizdahr zo Loraq zum Essen verabredet. Daenerys lässt sich eine traditionelle Tokar bringen, um dem Seneschall und der Grünen Grazie zu zeigen, dass sie die Traditionen Meereens achtet, erfährt dann aber von den beiden, dass es weitere Hochzeitsbräuche gibt, die ihr nicht gefallen: die Braut zeigt sich demnach den Frauen aus der Familie des Bräutigams nackt, damit die Frauen ihre Genitalien untersuchen können, um festzustellen, ob die Braut fruchtbar ist. Drei Grazien begleiten die Untersuchung mit Gebeten, und im Anschluss gibt es einen Frauenkuchen, der nur zu solchen Anlässen gebacken wird und den Männer nicht kosten dürfen. Daenerys ist entsetzt und erklärt, dass nur Hizdahr sie nackt sehen dürfe. Sie will auch nicht der Tradition folgen, ihrem Gemahl die Füße zu waschen als Zeichen dafür, dass sie nach der Hochzeit seine Dienerin sein wird. Zudem soll sie eine weiße Tokar tragen, die mit vielen Perlen gesäumt ist, die für Fruchtbarkeit stehen. Daenerys schlägt vor, nach der Tradition von Westeros zu heiraten, aber die Grüne Grazie entgegnet, dass sie dann für die Adeligen der Stadt nur die Konkubine Hizdahrs sei und ihre Kinder dann lediglich Bastarde wären. Sie rät Daenerys außerdem, dass sie Hizdahr im Tempel der Grazien heiratet und dass alle Edlen der Stadt anwesend sein müssen. Daenerys muss an Daario Naharis' Vorschlag denken, die Edlen der Stadt unter einem Vorwand in den Tempel zu locken, um sie dort allesamt umbringen zu lassen, doch sie schiebt diesen Gedanken schnell beiseite und gibt sich immerhin einverstanden mit dem Tempel als Ort der Vermählung und der Tokar als Kleidung.

Als Letztes empfiehlt Reznak ihr, die Kampfarenen wieder zu eröffnen als Hochzeitsgeschenk für ihren Gemahl und die Menschen der Stadt. Daenerys merkt, dass sie der Diskussion um die Kampfarenen müde geworden ist, denn selbst Ser Barristans Einschätzung dazu ist, dass die Menschen in der Sklavenbucht eben nach dem Blut der Arenen dürsten und Niemand die Menschen verbessern würde, indem er die Arenen einfach verbietet. Selbst Baelor I. Targaryen sei es trotz exzessivem Beten nicht gelungen, die Menschen zu bessern. Daenerys beschließt, dass Hizdahr darüber entscheiden solle, wenn er nach der Hochzeit König geworden ist. Auch will sie ihm am Abend eröffnen, dass sie ihm nur die Füße wasche, wenn er zuvor die ihren gewaschen habe.

Daenerys trifft sich erst mit Hizdahr, dann mit DaarioBearbeiten

Als Hizdahr eine Stunde nach Sonnenuntergang in der Großen Pyramide eintrifft, nennt er die Hochzeitsbräuche "leere Rituale" und meint sogar, man müsse diese alten Traditionen beseitigen, denn sie hätten die Stadt lange genug gelähmt. Er bietet Daenerys an, sie von Kopf bis Fuß zu waschen, wenn sie es wünsche, woraufhin sie erwidert, dass sie sich durch die Hochzeit lediglich Frieden erhoffe. Skahaz berichtet, dass die Yunkai'i damit einverstanden seien, Frieden zu schließen, allerdings Gold und Edelsteine als Entschädigung für die Verluste fordern, die Daenerys dem Sklavenhandel eingebracht hat. Zudem wollen sie in Yunkai den Sklavenhandel wieder aufnehmen und Astapor als Sklavenstadt neu errichten, ohne dass Daenerys sich erneut einmischt. Daenerys erklärt, dass sie schon mehrfach versprochen habe, sich nicht in die Angelegenheiten Yunkais einzumischen, denn sie habe der Stadt ja auch den Rücken zugekehrt und habe König Cleons Ruf ignoriert. Hizdahr erklärt allerdings, dass die Yunkai'i und die Menschen aus Neu Ghis ihrem Wort nicht trauen würden. Sie verlangen daher, bei der Heirat anwesend zu sein und Zeuge zu werden, wie Hizdahr zum König von Meereen gekrönt wird.

Daenerys will gerade antworten, da erscheint Ser Barristan und erklärt, dass die Yunkai'i auf Meereen zumarschieren, so berichten es die Sturmkrähen. Daenerys nimmt dies zum Anlass, um sich von Hizdahr zu entschuldigen und ihren Vorsatz zu brechen, Daario nicht mehr persönlich sehen zu wollen. Sie lässt ihre Hauptleute zusammenrufen. Als Daario schließlich erscheint, sieht Daenerys, dass er gekämpft hat und an der Schläfe verwundet wurde, was er allerdings herunterspielt. Dann schüttelt er sich Blut vom Ärmel und erklärt, einer seiner Feldwebel habe vorgeschlagen, zu den Yunkischen überzulaufen, also habe er ihn getötet. Das restliche Blut stammt offenbar von Kämpfen mit der Kompanie der Katze. Daario berichtet vom Marsch der Yunkischen auf Meereen und davon, dass es in den Bergen bereits vor feindlichen Söldnern wimmelt. Insgesamt seien vier Söldner-Kompanien in den Bergen, und außerdem haben sich vier Legionen aus Neu-Ghis den Yunkischen angeschlossen, die die Küste entlang marschieren. Sie haben Elefanten mit Türmen auf dem Rücken, und an ihrer Seite marschieren Schleuderer aus Tolos und Kamelreiter aus Qarth, dazu haben sich zwei weitere Ghiscari-Legionen in Astapor eingeschifft, die jenseits des Skahazadhan an Land gehen und ihnen den Fluchtweg in das Dothrakische Meer abschneiden wollen.

Am Ende berichtet Daario, dass sie bei den Kämpfen letztlich aber mehr Männer gewonnen als verloren hätten. Einer von ihnen sei ein Axtmann von den Basiliskeninseln, größer noch als der Starke Belwas, und es seien auch etwa 20 Westerosi von den Verwehten zu ihnen übergelaufen, fähige Männer, die sich nun den Sturmkrähen anschließen würden.[A 1] Ser Barristan fragt skeptisch, wer neben der Kompanie der Katze, den Verwehten und den Langen Lanzen die vierte Söldnerkompanie sei, die Daario meint, und dieser erklärt, dass die Zweitgeborenen zu den Yunkai'i übergelaufen seien. Daario spuckt dabei auf den Boden und verflucht Ben Pflum. Auch die anderen Hauptleute Daenerys' sind entsetzt. Daenerys stellt sich Bens Gesicht vor und muss an seine ganzen Geschichten denken sowie daran, dass selbst ihre Drachen Ben Pflum gemocht haben. Sie muss unwillkürlich an Ser Jorah Mormont denken und fragt sich, wie oft sie wohl noch verraten werden wird.

Schließlich erteilt Daenerys Anweisungen, weiter Vorräte zu sammeln, die Tore zu schließen und die Kämpfer auf den Mauern zu postieren, auch wenn das für die Astapori den Tod bedeutet. Sie weist Daario an, bei ihr zu bleiben, denn seine Wunde soll ausgewaschen werden, und sie will ihm noch einige Fragen stellen. Nachdem Irri und Jhiqui seine Wunde versorgt haben, schickt Daenerys ihre Dienerinnen hinaus, dann befiehlt sie Daario, seine blutigen Kleider auszuziehen, woraufhin er sie küsst. Sie ringt Daario das Versprechen ab, sie niemals zu verraten, dann lieben sie sich.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Darunter befinden sich auch Quentyn Martell und seine beiden Gefährten.

Siehe auchBearbeiten

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