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Bran I ist das vierte Kapitel von Der Sohn des Greifen, dem ersten Teil des fünften Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Brandon Stark.

Zusammenfassung Bearbeiten

Brandon Stark und seine Gefährten führen ihre Reise zur Dreiäugigen Krähe fort, während Kalthand sie führt. Bran erlebt in Sommers Körper, wie dieser auf die Jagd geht, und Kalthand tötet eine Gruppe von Männern der Nachtwache, die sie verfolgt haben.

SynopsisBearbeiten

Bran und seine Gefährten ziehen nördlich durch den Verfluchten WaldBearbeiten

Brandon Stark, Hodor, Meera und Jojen Reet und Sommer sind weiterhin Jenseits der Mauer auf der Suche nach der Dreiäugigen Krähe. Sie werden angeführt von Kalthand, der auf seinem riesigen Elch reitet, und Bran fragt sich ständig, ob sie bald angekommen sind. Hodor trägt Bran in seinem Weidenkorb auf dem Rücken. Der Stallbursche marschiert trotz zugefrorenem Auge und Eiszapfen am Bart tapfer und unermüdlich Hang auf und Hang ab durch das Land, während er zittert und ab und zu das Wort "Hodor" vor sich hin murmelt. Auf dem Weg von Winterfell zur Mauer hatten sie sich viel unterhalten und sich Geschichten erzählt, um die Zeit zu vertreiben, doch nun redet kaum noch jemand, und selbst Hodor sagt seltener sein Wort. Bran spürt im Verfluchten Wald eine Stille, wie er sie noch nie erlebt hat. Nur manchmal fliegt ein Rabe über sie hinweg, aber ansonsten hat der Schnee das Laub bedeckt und verstummen lassen. Jojen wirkt schwach, und er wird stetig von Meera gestützt und in den Arm genommen, um ihn vor der Kälte zu schützen. Sommer bildet die Nachhut der kleinen Gruppe. Der Schattenwolf hat immer noch Schmerzen wegen des Pfeils, der ihn in Königinkron getroffen hat, und auch Bran kann den Schmerz fühlen. Bran schlüpft immer häufiger in den Körper des Schattenwolfs, denn dann kann er weiter sehen und riechen und kommt sich nicht so sehr vor wie ein Neugeborenes in seinem Weidenkorb. Manchmal schlüpft Bran auch in Hodors Körper, und der große Stalljunge scheint sich sogar ein wenig an Bran gewöhnt zu haben. Trotzdem fühlt sich Bran in Sommers Körper wohler. Manchmal kann er spüren, wie Sommer Kalthands Elche erschnüffelt und sich fragt, ob er ihn erlegen könnte. Tagsüber werden sie von einer Handvoll Raben begleitet, die auf Bäumen in ihrer Umgebung oder auf dem Geweih des Elchs landen, aber nachts kommen sie alle herangeflogen und setzen sich auf die Bäume um sie herum, und manche scheinen Kalthand tatsächlich Bericht abzuliefern über das, was sie ausgekundschaftet haben.

Plötzlich bleibt der Elch stehen und Kalthand schwingt sich von ihm herab. Sommer knurrt ihn kurz an, weil ihm der Geruch des Grenzers nicht gefällt: er riecht nach totem Fleisch und ein wenig nach Verwesung. Kalthand erklärt, dass sie verfolgt würden, und Bran fragt, ob er das Wolfsrudel meine, das sie seit Tagen verfolgt und das er gespürt hat. Kalthand erklärt aber, dass die Wölfe scheu seien und sie in Ruhe ließen, und dass es Menschen seien, die sie verfolgten. Er werde sich um sie kümmern. Meera will ihn begleiten, aber Kalthand schickt sie weiter. Bald würden sie auf einen zugefrorenen See treffen, dessen Ufer sie nach Norden folgen sollen, bis sie auf ein Fischerdorf träfen, in dem sie Schutz suchen sollen, bis er sie wieder eingeholt habe.

Jojen sagt Meera, sie solle auf Kalthand hören, denn er kenne das Land besser als sie. Seit sie die Mauer passiert haben, wirkt Jojen, der immer so weise und kühn gewirkt hat, genauso verängstigt wie die anderen. Meera misstraut Kalthand, und sie ist überzeugt davon, dass er sie absichtlich im Kreis herumführe. Meera spricht aus, was auch schon Bran aufgefallen ist: Kalthand isst oder trinkt nie, und nachts scheint ihm die Kälte nichts auszumachen, außerdem bilden sich vor seinem Schal nie weiße Wölkchen, was bedeutet, dass er anscheinend nicht atmet. Bran muss an die Geschichten der Alten Nan denken, die ihm immer erzählt hat, dass Jenseits der Mauer Ungeheuer,Riesen, Ghule, Schatten und umherwandelnde Tote leben würden. Sie hatte ihn immer beruhigt, indem sie gesagt hatte, dass die Ungeheuer nicht über die Mauer kommen könnten, solange die Nachtwache sie bewacht. Jetzt erinnert er seine Gefährten daran, dass Kalthand Sam und Goldy vor den Wiedergängern gerettet habe und dass er gesagt habe, dass er ihn zur Dreiäugigen Krähe bringe. Meera bleibt skeptisch, und sie fragt, warum die Dreiäugige Krähe nicht zu ihnen an die Mauer kommen konnte. Meera und Jojen reiten auf dem Elch weiter, während Hodor neben ihnen hergeht. Wenig später erreichen sie den zugefrorenen See. Sie folgen dem Ufer Richtung Norden, haben aber an vielen Stelle Mühe, wegen der Schneeverwehungen das Ufer zu erkennen, da es auf dem See viele bewaldete Inseln gibt. Nach einigen Stunden wird Meera ungeduldig, weil sie das angekündigte Fischerdorf noch nicht gefunden haben und es langsam dunkel wird. Außerdem hat Jojen bereits blaue Lippen, weil der Wind am See deutlich kälter ist als ohnehin schon.

Sommer sucht das FischerdorfBearbeiten

Bran schlägt vor, dass er in Sommers Körper nach dem Dorf suchen könne, und ohne auf Meeras Antwort zu warten, schlüpft er in den Körper des Schattenwolfs. Sofort nimmt er seine Umgebung mit den Sinnen des Schattenwolfs wahr. Sommer betrachtet den Elch erneut als Beute, doch Bran befiehlt ihm, ihn in Ruhe zu lassen und stattdessen loszulaufen und Sommer gehorcht. Nach einer Weile erreicht er einen Hügel, und von dort wittert er ein abgebranntes Feuer. Zurück in Brans Körper sagt er den anderen, dass sie Sommer folgen sollen. Als der Mond aufgegangen ist, erreichen sie das verlassene Fischerdorf, das sie um ein Haar unter dem Schnee übersehen hätten. Sie entdecken ein Dutzend Hütten und eine Langhalle, allerdings nichts zu essen. Immerhin bietet die Halle ihnen Schutz vor dem Wind. Meera holt Eiszapfen aus einem nahen Bach für Bran und Jojen, und dann schickt Bran Sommer auf die Jagd. Zu Abend essen sie einen Brei bestehend aus Eicheln, und Bran muss fast würgen, so bitter schmeckt der Brei. Jojen, der immer schwächer wird, versucht erst gar nicht, es zu essen. Ihre Vorräte aus dem Süden sind ihnen vor zehn Tagen ausgegangen, und selbst Sommer findet in dieser Region nichts zum jagen. Stattdessen ernähren sie sich von Eicheln und rohem Fisch, den Meera mit ihrem Dreizack fängt.

Nach dem kargen Essen wetzt Meera ihren Dolch, Hodor hockt sich hin und Bran schließt die Augen. Sie wagen es nicht, ein Feuer zu machen, denn Kalthand hatte sie gewarnt, dass die Wälder weniger verlassen seien als sie den Anschein machen. Bran kann nicht einschlafen, und so wechselt er wieder zu Sommer, der Blut und frisches Fleisch gewittert hat. Er folgt der Fährte und entdeckt schließlich ein Wolfsrudel. Als Sommer auf die Lichtung tritt, beobachten ihn viele Wolfsaugen. Der Anführer des Rudels ist ein alter Wolf mit nur einem Auge, und neben ihm bewegen sich ein Wölfin, die an einem menschlichen Bein herumkaut und ein weiterer Rüde. Auf der Lichtung verteilt liegen Leichenteile von fünf Menschen. Sommer erkennt, dass ihre Kleidung schwarz war, also waren es Männer der Nachtwache. Während der kleinere Rüde den Schwanz einkneift, stellt sich Einauge Sommer entgegen. Bran erkennt, dass es sich um einen Warg handelt.[A 1] Es kommt zum Kampf, den Sommer relativ schnell gewinnt, als Einauge ihm die Kehle anbietet. Sommer trabt von Mensch zu Mensch und nimmt sich dann den größten, aus dessen Hals noch Blut fließt.[A 2] Anschließend nimmt er sich auch noch die besten Stücke eines zweiten Mannes, und für die Wölfe bleiben nur die Reste übrig. Sommer spürt, dass das Rudel nun ihm gehören könnte, aber Bran erinnert ihn daran, dass er ein eigenes Rudel hat, zu dem Struppel, Nymeria und Geist gehören.

Kalthand ist zurückgekehrtBearbeiten

Schließlich riecht Brans Geist ein Feuer und gebratenes Fleisch, und als er wieder zu seinem Körper in die Langhalle zurückkehrt, brät Meera gerade ein Stück Wild auf einem kleinen Feuer. Sie erzählt, dass Kalthand zurückgekehrt sei und eine Wildsau erlegt habe. Hodor und Jojen essen schon gierig an ihrem Fleisch, während Kalthand an der Tür steht, einen Raben auf der Schulter, und ins Feuer starrt. Der Grenzer erklärt, dass die Wände der Halle das Licht des Feuers genügend abschirmen würde und dass sie mit der Dämmerung wieder aufbrechen würden. Bran fragt, wer ihre Verfolger waren, aber Kalthand entgegnet zunächst nur, dass sie Feinde waren, woraufhin Bran erzählt, dass er sie durch Sommers Augen gesehen habe und sie Männer der Nachtwache gewesen sind. Er will wissen, warum Kalthands Hände schwarz sind und wer er ist. Kalthand erklärt seelenruhig, dass das Blut in Hände und Füße laufe und dort gerinne, wenn das Herz aufhört zu schlagen, und der Rest werde eben bleich. Bran spricht aus, was sie alle schon gedacht haben: Kalthand ist tot und weil er nicht auf die andere Seite der Mauer kommen konnte, musste er Sam und Goldy schicken, um sie zu holen. Meera packt ihren Dreizack und fragt, wer diese Dreiäugige Krähe sei, und Kalthand antwortet, dass er Freund, Träumer, Zauberer und letzter Grünseher zugleich sei. Als Bran Kalthand ein Ungeheuer nennt, blickt er ihn an und sagt ihm, dass er sein Ungeheuer sei. Der Rabe auf seiner Schulter wiederholt das Wort "deins" viermal, dann entscheidet Jojen, dass sie weiter mit ihm gehen werden, denn ansonsten würden sie sterben.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

Handelnde Personen:

Erwähnte Personen:

Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

Orte:

Begriffe:

AnmerkungenBearbeiten

  1. Es ist Varamyr in seinem Zweiten Leben in Einauge.
  2. Es ist Ollo Handab, denn eine seiner Hände war vorher schon abgetrennt und der Stumpf steckt in einer Lederhülle. Das bedeutet, dass es sich um fünf Deserteure aus der Meuterei in Crasters Bergfried handelt und somit tatsächlich um gefährliche Feinde.

Siehe auchBearbeiten

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