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Bran II ist das sechzehnte Kapitel von Der Thron der Sieben Königreiche, dem dritten Band der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Brandon Stark.

ZusammenfassungBearbeiten

Brandon Stark empfängt die verbliebenen Lords des Nordens zum Erntedankfest auf Winterfell. Jeder von ihnen hat seine eigenen Absichten, doch wollen viele von ihnen die Witwe Lady Donella Hornwald heiraten, deren Gemahl Halys Hornwald und einziger Sohn Daryn Hornwald im Krieg gefallen sind. Lady Hornwald selbst fürchtet, dass Ramsay Schnee, der Bastard von Grauenstein, ihr Land einnehmen will. In der Nacht erreicht Cley Cerwyn die Burg mit der Nachricht, dass Stannis Baratheon König Joffrey Baratheon als illegitim ernannt hat, und Bran träumt, dass ein Goldener Mann ihn von einem Turm wirft.

SynopsisBearbeiten

Bran streitet sich mit den beiden WaldersBearbeiten

Brandon Stark erwacht in seinem Zimmer noch vor Sonnenaufgang. Winterfell ist voller Gäste wegen des Erntefestes, bei dem er als Prinz von Winterfell Gastgeber ist. Am heutigen Tag werden die Ritter im Hof der Burg gegen eine Stechpuppe reiten, und früher einmal hätte er sich darauf gefreut, doch das war vor seinem Unfall gewesen. Er wollte immer ein Ritter sein, aber jetzt ist er dazu verdammt, alten Männern bei Dingen zuzuhören, die er kaum versteht. Lord Wyman Manderly war vor zwei Tagen mit einem kleinen Hofstaat aus Weißwasserhafen eingetroffen, und Bran hatte ihn vom hohen Thron seines Vaters aus empfangen. Anschließend hatte Ser Rodrik Cassel ihn gelobt, und damit wäre Bran zufrieden gewesen, aber Lord Manderly war nur der erste gewesen. Viele Lords würden mit ihren Anliegen zu ihrem Lehnsherrn kommen und das Fest als passenden Vorwand dafür nutzen. Bran übt sich in Geduld und denkt an die mahnenden Worte seines Bruders und seines Vaters: bald schon werde er ein Mann sein und Pflichten zu erfüllen haben.

Hodor erscheint, um Bran beim Anziehen zu helfen. Bran zieht sich lieber alleine an, aber manche Dinge gehen schneller mit Hodors Hilfe. Bran ist beeindruckt von Hodors Kraft und gleichzeitiger Behändigkeit, und er sagt ihm, dass er ein großer Ritter geworden wäre, wenn die Götter ihm seinen Verstand gelassen hätten. Hodor hebt Bran in seinen Korb auf seinen Schultern, und Bran sagt ihm, er solle hinunter gehen. Im Hof waren so früh erst einmal die Knappen dran, gegen Stechpuppen zu kämpfen, und Bran wünscht sich so sehr, mitkämpfen zu können, dass er Bauchweh bekommt. Er entschließt sich, einen kurzen Blick in den Hof zu werfen und kommt gerade rechtzeitig, um die beiden Walders in hübschen Rüstungen von den Zwillingen zu sehen. Er muss sich eingestehen, dass sie gut reiten, auch wenn er ihre jeweiligen individuellen Wappen übertrieben findet. Der Große Walder sitzt besser im Sattel, dafür hat der Kleine Walder mehr Wucht mit der Lanze. Als die beiden Bran entdecken, reiten sie herbei und machen sich über Brans "Pferd" Hodor lustig, bis es Bran die Zornesröte ins Gesicht treibt. Er droht damit, Sommer auf sie zu hetzen, aber der Kleine Walder prahlt, er hätte schon immer gern einen Umhang aus Schattenwolffell gehabt. Luwin erscheint und rügt die drei, dass es sich nicht geziehme, solche Beleidigungen zu äußern. Frech antwortet der Kleine Walder von seinem hohen Ross, dass er tun könne, was er will, während der Große Walder wenigsten den Anstand hat, sich zu entschuldigen. Luwin scheint noch zorniger geworden zu sein. Er erklärt, dass ein guter Lord stets den Schwachen helfe und dass Hodor eine gute Seele sei. Dann ruft er Bran, Lord Manderly würde ihn erwarten. Als Bran sich auf dem Weg in den Audienzsaal erklären will, bricht Luwin ihn ab und schimpft, dass er immer zu spät käme und Ser Rodrik und Lord Manderly das Frühstück schon fast beendet hätten. Bran entschuldigt sich und fragt, ob sie über den Krieg sprechen werden. Luwin erinnert Bran daran, dass er erst acht Jahre alt ist und nur sprechen soll, wenn er gefragt werde.

Die Starks besprechen sich mit Lord Wyman ManderlyBearbeiten

Im Saal sitzt Bran auf dem Hohen Sitz seines Vaters, flankiert von Luwin und Ser Rodrik. Lord Wyman Manderly ist ein unglaublich fetter Mann, dazu aber äußerst freundlich und gütig Bran gegenüber. Als Bran sich für seine Verspätung entschuldigt, erwidert Lord Wyman, dass er sich vielmehr entschuldigen müsse, weil er zu früh erschienen sei. Dann bittet er darum, die neuen Zolloffiziere in Weißwasserhafen, die er ausgesucht hat, zu bestätigen. Die alten hatten das Silber für Königsmund einbehalten. Außerdem empfiehlt er, eigene Münzen für den Norden zu prägen, und schlägt als Ort dafür Weißwasserhafen vor. Dann berichtet er, wie er die Verteidigungsanlagen erneuern ließ, nicht ohne auf die enormen Kosten hinzuweisen. Als nächstes schlägt er vor, in der Hafenstadt für Robb eine Kriegsflotte zu bauen, wie es sie seit Brandon dem Verbrenner nicht mehr gegeben habe. Mit genügend Gold könne er innerhalb eines Jahres eine Flotte bauen, mit der Robb Drachenstein und Königsmund einnehmen könne. Dieses Thema interessierte Bran, und er findet, dass es eine hervorragende Idee sei, nicht zuletzt, weil er darin eine Hoffnung sieht, als Kapitän doch noch Ruhm zu erlangen. Leider fragt ihn keiner nach seiner Meinung. Als es Mittag wird, schickt Luwin Pickeltym in die Küche, um Essen zu holen. Beim Essen erkundigt sich Lord Manderly höflich nach seiner Kusine Lady Donella Hornwald, die kürzlich verwitwet ist[A 1]. Er bietet an, sie zu heiraten oder zumindest mit seinem Sohn Wendel Manderly zu vermählen. Nach dem Essen informiert Lord Wyman über einen Brief von Lord Tywin Lennister, der ihm angeboten hat, seinen in der Schlacht am Grünen Arm gefangen genommenen Sohn Ser Wylis Manderly ohne Lösegeld freizulassen, wenn Lord Wyman die Kampfhandlungen einstelle und Robb nicht mehr unterstütze. Selbstredend habe er abgelehnt, aber er möchte die Gefangenschaft seines Sohnes auf Harrenhal so kurz wie möglich halten und hoffe auf einen baldigen Gefangenenaustausch. Er sei zwar nicht abergläubisch, aber der Ort sei dennoch übel, wie man am Schicksal von Janos Slynt sehen könne, der von Cersei Lennister zum Lord erhoben und von ihrem Bruder Tyrion Lennister zur Mauer geschickt wurde.

Die Starks besprechen sich mit Lady Donella HornwaldBearbeiten

Donella Manderly KatherineDinger

Lady Donella Hornwald (von Katherine Dinger ©FFG)

Lady Donella Hornwald kündigt sich zum Abendessen an, und Bran äußert sein Beileid über deren schmerzhaften Verlust. Sie antwortet höflich, doch kann sie ihre tiefe Trauer nicht verbergen. Sie wirkt bleich und ausgemergelt und bittet umgehend darum, sich zurückziehen zu dürfen. Am nächsten Tag unterhalten sie sich zunächst über das Ausrufen des Herbstes durch die Citadel und das Einlagern von Getreide. Dann berichtet sie, dass Ramsay Schnee, der Bastard von Grauenstein, seine Männer in seiner Burg zusammenruft. Sie hat Boten zu ihm geschickt, um nach dem Grund zu fragen, aber der Bastard hatte nur geantwortet, dass ein Bolton sich nicht von einer Frau ausfragen ließe. Sie erzählt, dass er erst seit zwei Jahren in Grauenstein sei, seit nämlich Domeric Bolton, der Erbe von Lord Roose, verstorben sei. Lady Donella hält Ramsay für gescheit, aber auch für sehr gefährlich. Es gebe Geschichten über ihn und einen Diener namens Stinker z.B. darüber, dass sie gerne Jagd machen auf Tiere und Menschen. Nun fürchtet sie um ihr Land, seit sie Mann und Sohn verloren hat. Ser Rodrik verspricht ihr, dass sie sich keine Sorgen zu machen braucht und regt an, dass sie vielleicht nach einer angemessenen Trauerzeit eine neuerliche Heirat in Erwägung ziehen könnte. Darauf erwidert sie, dass sie zwar nicht mehr im gebärfähigen Alter sei und ihre Schönheit mittlerweile auch verblasst sei, dass sie sich im Moment aber trotzdem kaum vor Angeboten retten könne. Falls es ihr befohlen werde, werde sie heiraten, aber die Auswahl missfällt ihr: Mors Krähenfresser Umber sei ein betrunkener Rohling und älter als ihr Vater und für Lord Wyman sei sie zu zierlich und ihr Bett zu klein. Bran weiß, dass Männer auf Frauen liegen, wenn sie das Bett teilen, und er stellt sich vor, dass es sich anfühlen muss wie unter einem Pferd zu liegen, wenn Lord Wyman auf einem läge. Ser Rodrik verspricht ihr, nach einem passenden Gemahl Ausschau zu halten, und sie zwinkert ihm zu, dass er vielleicht gar nicht so sehr in die Ferne zu schweifen bräuchte.

Als sie sich verabschiedet hat, meint Luwin, sie habe eine Schwäche für Ser Rodrik, was den Ritter in Verlegenheit bringt. Bran bemerkt, dass sie sehr traurig wirkt, woraufhin Ser Rodrik ergänzt, dass sie außerdem noch ihre Reize habe trotz ihres Alters, aber dennoch auch eine Gefahr für den Frieden in Robbs Reich darstelle. Luwin erklärt Bran, dass ohne einen Erben ihr Land nach ihrem Tod streitbar sei und dass es genügend Anwärter gebe: über die weibliche Linie sind Haus Tallhart, Haus Karstark und Haus Flint mit Haus Hornwald verwandt, und Haus Glauer zieht Lord Harys' Bastard in Tiefwald Motte auf[A 2]. Haus Bolton habe zwar keinen Anspruch, doch liege ihr Land direkt an der Grenze zu dem von Haus Hornwald, und Roose Bolton ist bekannt dafür, sich solche Gelegenheiten nicht entgehen zu lassen. Ser Rodrik bemerkt, dass in diesem Fall ihr Lehnsherr einen geeigneten Ehemann für sie finden muss, und Bran schlägt Ser Rodrik vor. So hätte Beth Cassel auch endlich wieder eine Mutter. Ser Rodrik erklärt, dass er schon zu alt sei und dass Lady Donella dann in einigen Jahren in derselben Lage wäre wie jetzt. Dann schlägt Bran vor, den Bastard von Lord Hornwald als Erben anzuerkennen, wobei er an Jon Schnee denkt. SerRodrik erklärt, dass die Glauers und Lord Hornwalds Geist das bestimmt gutheißen würden, Lady Hornwald aber bestimmt weniger. Luwin ergänzt, dass es dennoch eine gute Möglichkeit wäre.

Bran besucht Sommer im GötterhainBearbeiten

Ser Rodrick lobt Bran, was ihn sehr freut. Es ist noch nicht dunkel, und Bran entschließt sich, Sommer im Götterhain zu besuchen. Als Hodor mit Bran auf dem Rücken den Hain betreten, kommt Sommer unter einer Eiche hervorgetrottet, als hätte er sie erwartet. Struppel trottet ebenfalls umher, folgt aber nicht Brans Rufen, sondern verschwindet scheu im Dickicht. Hodor bringt Bran zu dessen Lieblingsplatz am Herzbaum, an dem sein Vater immer gebetet hatte. Plötzlich taucht Osha aus dem Tümpel am Baum auf und erschreckt damit alle, sogar Sommer. Bran kann Hodor und den Wolf beruhigen und fragt Osha, ob das Wasser nicht zu kalt sei. Sie sagt, dass sie die Kälte mag und steigt aus dem Wasser. Irritiert starrt Bran sie an, denn er hat noch nie eine so sehnige und vernarbte Frau gesehen. Bran fragt danach und Osha erklärt, sie habe sich jede Narbe redlich verdient, meist in Kämpfen gegen die schwarzen Krähen, wie die Wildlinge die Brüder der Nachtwache nennen. Dann erwähnt sie, dass sie von Brans Streit mit den Walders gehört habe und fragt sich, was das für eine Welt sei, in der ein Krüppel einen Riesen beschützen müsse. Bran erinnert sich an einen Vorfall auf dem Markt, als Hodor sich verlaufen hatte und er dann von einer Horde Jungs gepiesackt wurde. Septon Chayle meint, er habe einfach ein sanftes Gemüt. Osha meint, dem Kleinen Walder dürfe man nicht trauen, er sei äußerst hinterhältig, aber Bran beruhigt sie, ihm könne nichts passieren, weil der Kleine Walder Angst vor Sommer habe. Sie fragt Bran nach seinen Wolfsträumen, aber Bran redet nicht gern darüber. Dann verabschiedet sie sich. Hodor bringt ihn in sein Schlafgemach zurück und Bran träumt von dem Wehrholzbaum im Götterhain. Das Gesicht im Stamm des Baums schaut ihn an und ruft nach ihm, und dann fliegt aus den Zweigen die Dreiäugige Krähe auf ihn zu, pickt in seinem Gesicht und ruft seinen Namen.

Haus Umber und Haus Glauer treffen auf Winterfell einBearbeiten

Der Klang von Hörnern weckt Bran am nächsten Morgen. Draußen trifft eine neue Gruppe ein, und am Klang ihrer Stimmen, an ihren betrunkenen Rufen und am Banner erkennt er die Männer des Hauses Umber von jenseits des Letzten Flusses. Am nächsten Morgen erscheinen zwei Onkel des Großjon zur Audienz: Mors Umber, genannt Krähenfresser, und sein Bruder Hother Umber genannt Hurentod. Mors bittet unumwunden darum, Lady Hornwald ehelichen zu dürfen und weist darauf hin, welch große Stütze der Großjon Robb im Krieg sei. Als Luwin darauf hinweist, dass Lady Hornwald noch trauert, erwidert er, dass er ein gutes Gegenmittel unter seinem Pelz trage. Hother hingegen erbittet Schiffe, die er gegen die Wildlinge einsetzen will, die immer mehr dazu übergehen, die Seehundsbucht zu durchqueren und an der Küste zu landen, wogegen auch die Nachtwache bei Ostwacht an der See nichts unternehmen könne. Er beklagt sich außerdem, dass der Großjon viele kräftige Männer mit in den Süden genommen hat und sie jetzt auf ihrem Land nicht einmal genügend Männer haben, um die Ernte vollständig einzuholen. Ser Rodrick schlägt vor, dass die Umbers zusammen mit den Manderlys das Holz ihrer Wälder nutzen könnten, um eine Langschiffflotte zu bauen. Hother schnaubt, dass Lord Manderly ein so fetter Mann ist, dass selbst seine eigenen Leute sich über ihn lustig machen, aber Ser Rodrik droht mit dem Zorn des Königs, und Bran merkt irritiert, dass das allein schon genügt, damit die Umbers murrend akzeptieren.

Während dieser Audienz trifft eine Delegation aus Tiefwald Motte von Haus Glauer auf Winterfell ein. Doch es kommt nicht Lady Sybelle Locke, die Gemahlin von Master Galbart Glauer, sondern der Haushofmeister von Tiefwald Motte, der dort offenbar das Sagen hat. Er erklärt, dass Haus Glauer nur ein Zehntel der Ernte horte, weil ein Heckenzauberer erklärt habe, dass noch ein Geistersommer mit einer ertragreichen Ernte folgen werde. Ser Rodrik weist ihn an, mindestens ein Fünftel einzulagern. Dann fragt er ihn nach Laurenz Schnee aus, dem Bastard von Lord Hornwald, der bei Haus Glauer aufwächst. Als die Glauers wieder fort sind, lobt Luwin ausdrücklich Brans Idee, Hornwalds Bastard zu legitimieren, und er sagt, Bran würde einmal ein guter Lord werden. Bran aber erwidert, dass Robb der Lord sein wird, und wenn er Kinder bekommt, werden die vor ihm in der Thronfolge sein. Ser Rodrik erwidert, dass er dreimal verheiratet war und keinen Erben habe, sondern nur Töchter, von denen ihm nur Beth geblieben sei. Sein Bruder Martyn Cassel hatte vier kräftige Söhne, doch nur Jory Cassel erreichte das Mannesalter, und nun sei auch er tot, sodass Martyns Linie ausgestorben sei.

Haus Tallhart bittet um AudienzBearbeiten

Leobald Tallhart von Torrhenschanze spricht am nächsten Tag vor. Er erzählt, dass er sich über das gemeine Volk ärgere, weil es ihnen an Verstand mangele, und dass sein Neffe Benfred Tallhart auf Krieg sinne und dafür eine kleine Kompanie aus Speerträgern zusammengetrommelt habe, von denen keiner älter als 19 Jahre sei. Sie nannten sich zunächst die Jungen Wölfe, aber Leobald nannte sie nur die Wilden Kaninchen, woraufhin sie sich den Namen Wilde Hasen gaben. Bran erinnert sich an Benfred, der sich bei seinen Besuchen auf Winterfell mit Theon Graufreud und Robb angefreundet hatte. Ser Rodrik ist nicht so begeistert wie Bran und befiehlt, dass die Gruppe aufgelöst wird und Benfred in Torrhenschanze bleiben solle. Leobald lenkt das Gespräch nun auf Lady Donella. Seine Frau war die Schwester von Lord Halys Hornwald, und er schlägt nun vor, dass sein jüngerer Sohn Beren Tallhart von Lady Hornwald als Mündel aufgenommen werden soll und vielleicht sogar der neue Erbe werden könne. Bran hat das Gefühl, die richtige Antwort zu kennen und platzt heraus, dass die Angelegenheit Robb und Lady Hornwald vorgetragen werden wird. Als Leobald gegangen ist, äußert Luwin, dass ihm die Idee gefalle, weil Beren ja tatsächlich ein halber Hornwald sei. Rodrik hält dagegen, dass er trotzdem erst zehn Jahre alt sei und Männer wie Mors Umber und Ramsay Bolton gegen sich habe. Luwin stimmt ein, dass Robb vielleicht auch gezwungen sein könnte, Lady Hornwald mit einem Lord vom Trident oder aus den Flusslanden verheiratet muss, wenn er aus dem Krieg zurückkehrt - vielleicht mit einem Frey oder einem Schwarzhain.

Am nächsten Tag erreichen Raben der anderen Häuser Winterfell: Ramsay Schnee wird nicht erscheinen, die Mormonts und Karstarks sind alle bei Robb im Süden, Lord Ondru Locke ist zu alt für die lange Reise, Lady Lyessa Flint ist hochschwanger, und in Witwenwacht wütet eine Seuche. Nur Lord Holand Reet aus Grauwasserwacht hat nicht auf die Einladung aus Winterfell reagiert, aber der Lord hatte seine Sümpfe seit 16 Jahren nicht mehr verlassen.

Cley Cerwyn erscheint auf WinterfellBearbeiten

Auch aus Haus Cerwyn war bislang noch niemand erschienen, aber deren Burg lag auch nur einen halben Tagesritt von Winterfell entfernt, und Lord Medger Cerwyn war ein Gefangener der Lennisters seit der Schlacht am Grünen Arm. Allerdings erscheint dessen 14-jähriger Sohn Cley Cerwyn mit einem Dutzend Lanzenreitern auf Winterfell, als Bran gerade auf Tänzerin im Hof reitet. Er war immer auch schon ein Freund der Stark-Jungen gewesen, und so begrüßt er Bran mit freundlichen Worten und fragt, ob denn der Brief von Stannis Baratheon auch schon auf Winterfell eingetroffen sei, in dem dieser sich zum König ernennt und in dem behauptet wird, Joffrey Baratheon sei nicht der wahre König. Bei der Erwähnung von Jaime Lennisters Namen hat Bran das Gefühl, eine riesige Hand auf seiner Brust würde ihm die Luft abschnüren. Ihm wird kurz schwindelig, er kann sich aber auf seinem Pony halten, auch dank seines speziellen Sattels. Er erklärt kurz, dass Robb auch ihn besiegen werde und reitet schnell in den Stall zurück, während die Cerwyns verdutzt zurückbleiben.

In dieser Nacht betet er zu den Alten Göttern, dass sie ihm eine Nacht ohne Träume schenken mögen, doch er hat einen Alptraum, der schlimmer ist als die fürchterlichen Wolfsträume. Die Dreiäugige Krähe hackte wieder nach ihm, obwohl er flehte und weinte. Sie ruft, er solle entweder fliegen oder er würde sterben. Dann pickt sie ihm beide Augen aus und treibt ihren Schnabel in seine Stirn. Er ist blind, aber als die Krähe mit ihrem fürchterlichen Werk fertig ist und ihren Schnabel voll Gehirnmasse und Knochensplitter wieder aus seinem Kopf zieht, kann er wieder sehen: er hängt an einem Turm, eine Meile in der Höhe, krallt sich mit den Händen an den Stein, rutscht aber trotzdem ab. Als er nach Hilfe ruft, erscheint ein goldener Mann am Himmel, zieht ihn wieder hoch, nur um ihn mit den Worten "Was man nicht alles aus Liebe tut" in die leere Luft zu werfen.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Ihr Gemahl Halys Hornwald starb in der Schlacht am Grünen Armsiehe: II-Tyrion III, ihr Sohn und der Erbe Daryn Hornwald in der Schlacht im Wisperwald, siehe: II-Catelyn IV.
  2. Das ist Laurenz Schnee.

Siehe auchBearbeiten

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