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Bran IV ist das achtundzwanzigste Kapitel von Der Thron der Sieben Königreiche, dem dritten Band der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Brandon Stark.

ZusammenfassungBearbeiten

Brandon Stark ist mit Meera Reet und Jojen Reet im Götterhain von Winterfell. Meera erklärt Bran, dass Jojen ein Grünseher ist und dass seine Träume manchmal wahr werden. Jojen erinnert sich, dass er von einem geflügelten Wolf geträumt hat, der am Boden gefesselt sei und von einer Dreiäugigen Krähe, die es nicht geschafft hat, den Wolf zu befreien. Dann erzählt Bran ihnen von seinen Träumen, und Jojen drängt ihn, noch mehr zu erzählen. Sommer wird aggressiv und attakiert, als Bran wütender wird, aber die Geschwister schaffen es, auf einen Baum zu klettern, um dem Wolf zu entkommen. Hinterher fragt Bran Maester Luwin über Jojens Grünsicht, und der alte Mann sagt, dass niemand so etwas könne.

SynopsisBearbeiten

Jojen und Meera befragen Bran nach seinen TräumenBearbeiten

Meera Reet, bewaffnet mit ihrem schlanken dreispitzigem Froschspeer und einem Netz, steht Sommer im Götterhain von Winterfell gegenüber. Sommer kann dem Speer ausweichen, greift an, verfängt sich aber in dem Netz, als er in Meera hineinläuft und sie umwirft. Brandon Stark sagt ihr, dass sie verloren habe, aber Jojen Reet, den die Alte Nan wegen seiner ernsten Art Kleiner Großvater nennt, weist Bran darauf hin, dass sich Sommer ganz im Netz verfangen hat. Nachdem sie dem winselnden Schattenwolf vorsichtig aus dem Netz herausgeholfen hat, fragt Meera Bran, ob Sommer je zornig wird, während dieser mit Bran durch das Gras tollt und rauft. Bran antwortet, dass er noch nie auf ihn wütend geworden sei, und dass er ihn noch nie gebissen habe. Er beteuert auch, dass er Meera nichts tut, weil er merken würde, dass er sie mag. Bran denkt, dass ihn Meera an seine Schwester Arya erinnert, und er sagt den beiden Geschwistern, dass er sich wünsche, dass sie die Mündel auf Winterfell wären und nicht der Große und der Kleine Walder. Die beiden Geschwister sind geblieben, nachdem die anderen Gäste des Erntefestes alle nach ein bis zwei Tagen wieder fortgegangen sind, und sie sind zu seinen ständigen Begleitern geworden. Bran erzählt Meera, dass er niemanden kenne, der mit einem Netz kämpft, und er fragt, ob ihr Waffenmeister ihr das Kämpfen beigebracht habe. Sie erzählt, dass ihr Vater ihr das beigebracht hat, und dass sie weder Ritter noch Maester oder Waffenmeister in Grauwasserwacht hätten. Die Insel bewegt sich ständig, sodass weder Raben noch Feinde sie entdecken können. Als Bran fragt, ob er in ihrem Zuhause willkommen sein würde, wenn der Krieg zuende sei, antworten sie, dass ihr Vater ihn immer willkommen heißen würde, auch sofort, und dass es für ihn sogar besser wäre, Winterfell früher als später zu verlassen. Bran findet diese Vorstellung großartig, glaubt aber nicht, dass Luwin in gehen lassen würde. Er könnte Ser Rodrik Cassel fragen, der aber ist in den Osten der Region gereist, um sich um Schwierigkeiten zu kümmern: Ramsay Schnee, der Bastard von Grauenstein, hat Lady Donella Hornwald auf deren Rückreise vom Erntefest entführt und noch in derselben Nacht geheiratet, obwohl er deutlich jünger als sie ist. Gleichzeitig hatte Lord Wyman Manderly Hornwald besetzt, um die Ländereien vor Haus Bolton zu schützen, wie er selbst sagt.

Grüner Traum Kristina Carroll

Der geflügelte Wolf (von Kistina Carroll ©FFG)

Meera verkündet, dass Jojen den Grünen Blick habe: er sehe und träume Dinge, die noch nicht geschehen sind aber manchmal wirklich werden. Jojen korrigiert sie, indem er sagt, dass sie immer eintreten würden. Bran fragt, was Jojen gesehen habe, und der verspricht, ihm davon zu erzählen, wenn Bran ihm von seinen eigenen Träumen erzählen würde. Bran denkt an seine letzten Träume und an die Dreiäugige Krähe, behauptet aber, er würde nicht träumen, weil Maester Luwin ihm Schlaftränke geben würde. Meera erwidert, dass jeder auf Winterfell wüsste, dass Bran oft schweißgebadet aufwache und im Schlaf schreien würde. Bran möchte nicht von seinen Träumen erzählen, so erzählt Jojen, dass er von einem geflügelten Wolf geträumt habe, der mit grauen Steinketten am Erdboden gefesselt sei. Eine Krähe habe versucht, die Ketten durchzupicken, aber sie seien zu hart gewesen und so seien nur Splitter abgebrochen. Außerdem habe die Krähe drei Augen gehabt. Jojen erzählt dass er als Kind fast am Grauwasserfieber gestorben sei, dann aber war ihm die Krähe zum ersten Mal erschienen. Bran platzt heraus, dass sie ihm das erste Mal nach seinem Sturz erschienen sei und ihm gesagt habe, er müsse fliegen oder sterben, dass er aber nicht fliegen könne. Meera sagt ihm, dass er es könne, wenn er es wolle. Jojen sagt, dass er sich nun sicher sei, dass Bran der geflügelte Wolf ist und dass die Dreiäugige Krähe sie geschickt hätten, damit sie ihm helfen, die Ketten zu lösen. Bran fragt, ob die Krähe in Grauwasserwacht ist, aber Jojen erwidert, dass sie Jenseits der Mauer lebe, noch weiter im Norden als Jon Schnee, der der Nachtwache auf der Mauer dient. Bran fragt, wie sie seine Ketten lösen wollen, und Jojen sagt, dass er lernen müsse, durch sein drittes Auge zu sehen, das die Krähe ihm geschenkt habe. Sein Vater habe ihn nach Winterfell geschickt, als Jojen ihm von seinem Traum erzählt habe.

Bran behauptet, dass das Gerede über Krähen ihn langweile und dass er lieber etwas über Echsenlöwen hören wolle, die es in der Eng gibt. Jojen fragt ihn aber weiter nach seinen Träumen und äußert die Vermutung, dass Bran einen Wolfstraum hatte, als die beiden Geschwister am ersten Abend in Winterfell die Schattenwölfe zum ersten Mal besucht haben. Bran wird wütend und verlangt, dass Jojen aufhört, danach zu fragen, aber Jojen behauptet, er habe Bran gespürt, als er Sommer berührt hat. Er habe auch gespürt, wie Bran gefallen sei. Er fragt, ob Bran Angst vor dem Fallen habe, und Bran denkt, dass er auch Angst vor dem goldenen Mann, dem Bruder der Königin, habe, aber am meisten vor dem Fallen. Er hat es nicht Ser Rodrik oder Luwin erzählen können, und den beiden Reets kann er auch nicht davon erzählen. Insgeheim hofft er, dass er diese Erinnerung einmal vergessen wird. Aber Jojen bohrt nach und fragt, ob er jede Nacht falle. Sommer knurrt mittlerweile böse und pirscht sich an die beiden Reet-Geschwister heran. Meera fordert Bran auf, dass er den Wolf zurückpfeife, und als Bran sagt, dass die beiden Sommer wütend machen würden, sagt Meera, dass es Brans eigene Wut sei. Plötzlich erscheint Struppel, angelockt von Sommers Wut, und die beiden Geschwister sind eingekreist. Meera sagt Jojen, dass er auf den Baum klettern soll, obwohl dieser betont, dass das nicht der Tag sei, an dem er sterbe. Bran schafft es nicht, die Wölfe zurückzurufen, aber ihm kommt die Idee, Hodor zu rufen, der in einem der warmen Tümpel badet. Als er erscheint, scheucht er die Wölfe weg, indem er mit den Armen wedelnd auf sie zugeht. Als die Wölfe sich beruhigt haben, klettert Meera vom Baum und achtet auf Jojen, dann verabschieden sich beide. Bran schämt sich und denkt darüber nach, was Jojen gesagt hat, denkt aber, dass er nicht wütend geworden ist, sondern die Wölfe. Er fragt sich, ob Luwin recht gehabt hat, die Wölfe in den Götterhain einzusperren. Er sagt Hodor, dass er den Maester aufsuchen wolle.

Bran besucht Maester LuwinBearbeiten

Bran erzählt Luwin, dass Meera behauptet, sein Bruder habe den Grünen Blick. Luwin erklärt ihm, dass einige Menschen behaupten, diese Gabe zu besitzen und dass die mit diesem Blick von den Kindern des Waldes Grünseher genannt wurden. Er erklärt, dass niemand genau wisse, was diese Gabe bedeutet, denn das Wissen und die Weisheit seien mit den Kindern des Waldes verschwunden, aber man nehme an, dass es etwas mit den Gesichtern in den Bäumen zu tun habe. Die Ersten Menschen glaubten, dass die Grünseher durch die Augen der Bäume sehen konnten, daher haben sie ihre Bäume gefällt, als sie Krieg gegen sie führten. Grünseher sollen außerdem Macht über Tiere und sogar Fische gehabt haben. Bran sagt, Jojen habe lediglich behauptet, dass seine Träume wahr werden würden. Luwin entgegnet, dass das jeder Mensch manchmal habe, so wie Bran und Rickon geträumt hatten, dass ihr Vater gestorben war, noch bevor sie darüber Nachricht erhalten hatten. Bran solle sich dann aber auch daran erinnern, dass es zehntausende Träume gegeben hat, die sich nicht erfüllt haben. Dann fragt er ihn, ob er noch wisse, was es mit seiner Kette auf sich hat, und Bran antwortet, was er noch weiß. Luwin erzählt, dass er einer der wenigen Maester sei, die ein Kettenglied aus Valyrischem Stahl besitze und früher die Magie studiert habe, dass es seiner Meinung nach so etwas aber nicht gibt. Als Bran entgegnet, dass es im Osten aber Hexenmeister und Magier gebe, antwortet Luwin, dass diese Menschen behaupten, Hexenmeister und Magier zu sein. Luwin gesteht zu, dass es vielleicht einst Magie gegeben habe, die mächtig war, und dass mit Valyria das letzte Mysterium der Welt untergegangen sei. Nun gebe es keine Drachen mehr, keine Riesen, und die Kinder des Waldes seien vergessen. Er schließt ab, dass Jojen vielleicht den ein oder anderen Traum gehabt habe, der wahr geworden sei und dass er denkt, er habe den Grünen Blick, dass es aber in Wirklichkeit niemanden mit dieser Gabe gebe.

Am Abend erzählt Bran Meera, die ihn in seinem Zimmer besucht, von Luwins Meinung. Er entschuldigt sich dafür, dass Sommer Jojen angegriffen hat, aber er findet auch, dass Jojen nicht so hartnäckig hätte fragen sollen. Er denkt, dass die Krähe gelogen habe und er nicht fliegen könne. Meera sagt, vielleicht liege der Maester ja auch falsch, aber Bran erwidert, dass das nicht sein könne und dass sogar sein Vater auf ihn gehört hat. Meera verabschiedet sich mit einem weiteren Traum von Jojen: Bran sitzt beim Abendbrot, und statt eines Dieners bringt Maester Luwin das Essen. Er serviert Bran die Königsscheibe eines Bratens, und obwohl das Fleisch roh und blutig ist, duftet es köstlich und allen läuft das Wasser im Mund zusammen. Den beiden Freys bringt Luwin altes, graues Fleisch, und trotzdem schmeckt es ihnen besser als Bran. Bran sagt, dass er das nicht verstehe, aber Meera sagt, Jojen wisse, dass Bran es verstehen werde[A 1].

An diesem Abend hat er fast schon Angst vor dem Abendessen, dann aber wird ihnen Taube serviert und allen schmeckt es gleich gut, und so denkt Bran, dass Luwin recht hat. Bran ist erleichtert, aber auch ein wenig enttäuscht, denn er denkt, dass er niemals gehen, fliegen oder ein Ritter sein wird.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

Orte:

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Spoiler zeigen
    Dieser Traum bezieht sich auf Robb Starks Brief, in dem er über seine Siege in den Westlanden berichtet, siehe: IV-Bran I.

Siehe auchBearbeiten

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