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Bran I ist das zweite Kapitel von Die Königin der Drachen, dem zweiten Teil des dritten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Brandon Stark.

Zusammenfassung Bearbeiten

Brandon Stark, Meera Reet, Jojen Reet und Hodor schützen sich vor einem Sturm in einem Türmchen bei Königinkron, während Sommer einem Reh hinterherjagt. In der folgenden Nacht erreicht eine Gruppe bewaffneter Männer das Dorf und schlägt ihr Lager auf.

Synopsis Bearbeiten

Bran und die anderen erreichen KöniginkronBearbeiten

Brandon Stark, Meera Reet, Jojen Reet und Hodor und Sommer erreichen ein altes, verlassenes Dorf an einem See mit einer Insel, auf der ein Turm steht. Meera hatte das Dorf vorsichtig erkundschaftet und dabei drei Rehe aufgeschreckt, denen Sommer sofort hinterherjagt. Sie haben die Berge verlassen und befinden sich nun in einem flachen Grasland, das nur von sanften Hügeln unterbrochen wird und ansonsten aus hohen Wiesen und Tieflandsümpfen besteht. Bran erklärt, dass das Gebiet der Nachtwache gehört und Neue Schenkung genannt wird. Nördlich davon liegt Brandons Schenkung, und diese endet an der Mauer. So hatte Maester Luwin es ihm erklärt. Brandon der Erbauer hatte die erste Schenkung der Nachtwache überlassen für ihre Versorgung, ein Streifen von 75 Meilen Breite. Er erinnert sich an den Ort, an dem sie sich befinden und der Königinkron heißt, wo einst Königin Alysanne Targaryen übernachtete, als sie den Norden besuchte. Sie ritt damals auf ihrem Drachen Silberschwinge zur Mauer und war von der Tapferkeit der Nachtwache so beeindruckt, dass sie ihren Gemahl Jaehaerys I. Targaryen überzeugte, das Brandons Schenkung zu verdoppeln. Die Spitze des Turms in Königinkron ist golden angemalt, um Alysanne zu ehren. Es ist das erste Dorf, auf das sie stoßen. Jojen schlägt vor, die Nacht über in dem Turm zu bleiben, da ein schwerer Sturm aufziehe und die Gebäude des Dorfes alle verfallen sind. Im Gasthaus, das nur noch aus zwei Mauern und einem Schornstein besteht, wachsen ein Dutzend Apfelbäume, aber die Äpfel am Boden sind alle schon wurmstichig und ungenießbar. Bran erklärt Jojen, dass die Menschen aus den Dörfern nahe der Mauer schon vor langer Zeit in den Süden gegangen sind, da die Nachtwache nur noch schwach ist und die Wildlinge immer öfter Raubzüge unternähmen. Zunächst wirkt der Turm allerdings unerreichbar, aber Bran erinnert sich an eine Geschichte der Alten Nan, das es einen geheimen Steinweg unter der Wasseroberfläche zu dem Turm gebe.

Tatsächlich findet Meera schließlich den geheimen Weg zur Insel und geht voraus. Der Weg ist einen Meter breit und geht Hodor bis zur Hüfte und den Kindern bis zur Brust, er ist außerdem sehr glitschig und verläuft nicht gerade auf den Turm zu, sondern im Zickzack, damit eventuelle Angreifer länger angegriffen werden können. Sie gelangen über eine kurze Treppe zum Turm hinauf. Das Tor ist stabil, aber die Eichenbretter haben sich mit der Zeit verzogen, sodass sie nicht mehr richtig schließt. Meera öffnet sie mit einem lauten Quietschen und sie kommen in einen kleinen dunklen Raum, an dessen Wände Treppen nach oben führen, die auf jeder Etage durch Eisengitter getrennt sind. In der Mitte befindet sich ein Mordloch. Hodor kann die verrostete Eisentür zu seiner Linken nicht bewegen, so sehr er sich auch anstrengt, und auch die zu seiner Rechten, die nach unten führt, gibt nicht nach. Bran sieht das Gitter des Mordlochs genau über sich, und als er daran rüttelt, schafft er es, es zu öffnen, und so gelangen sie schließlich doch in die oberen Stockwerke, indem Hodor die Kinder hochhebt und er selbst Steine ansammelt, um hinaufzuklettern. Sie gelangen in ein Labyrinth aus dunklen Räumen, finden aber schließlich den Weg ins zweite Stockwerk, das Schießscharten hat, und ins dritte, wo Licht durch Fenster hineinkommt. Der vierte und oberste Stock besteht aus einem großen Raum, an dem an drei Seiten Steinbalkone angeschlossen sind, und an der vierten Seite befindet sich ein Abtritt. Inzwischen ist der Himmel schon mit dunklen Wolken behangen und ein kräftiger Wind weht.

Nachdem sie sich eingerichtet haben, fragt Bran Jojen, was sie tun sollen, wenn sie die Mauer erreicht haben. Jojen schlägt vor, zu einer der verlassenen Burgen zu gehen und eine Öffnung zu suchen. Bran erinnert sich daran, wie Luwin ihn die Namen aller neunzehn hatte auswendig lernen lassen, und wie beeindruckt sein Onkel Benjen Stark war, als er sie ihm auf dem Fest für Robert Baratheon auf Winterfell alle aufgezählt hatte. Benjen hatte ihm erklärt, dass alle Tore der verlassenen Burgen mit Eis und Steinen versiegelt worden sind, und er schlägt vor, zur Schwarzen Festung zu gehen, aber Jojen winkt ab und meint, ein einziger Verräter genüge, um Brans Mission zu gefährden, denn die Eisenmänner und Ramsay Schnee seien immer noch hinter ihm her. Bran ist enttäuscht, denn er hatte gehofft, seinen Onkel oder immerhin Jon Schnee wiederzusehen.

Männer erreichen das DorfBearbeiten

Dann sehen sie einen einzelnen Reiter auf das Dorf zureiten, der in dem Gasthaus unterkommt und ein kleines Feuer entzündet, als die ersten Regentropfen niedergehen. Bran schlägt vor, mit den zerbrochenen Möbeln im Turm ein Feuer zu machen, aber Jojen ist strikt dagegen. Sie essen stattdessen kaltes Entenfleisch und Bran erzählt eine Geschichte von Brandon dem Schiffsbauer, der auf das Meer der Abenddämmerung hinausfuhr. Es wird dunkel und der Sturm wird heftiger. Bald schon gewittert es und Hodor bekommt Angst und beginnt zu rufen, lässt sich zunächst aber noch beruhigen. Während eines Blitzes sieht Jojen durch ein Fenster, wie sich weitere bewaffnete Männer dem Dorf nähern. Nun gerät Hodor vollends in Panik und beginnt zu schreien. Sie schaffen es nicht, Hodor ruhig zu bekommen, und Bran gelingt es im Affekt, für einen Moment in Hodors Körper zu fahren, wie er es immer bei Sommer macht. Hodor ist augenblicklich still und setzt sich hin. Jojen glaubt erkannt zu haben, dass einer der Männer jenseits des Sees auf den Turm gezeigt hat. Er hat große Angst. Bran fasst plötzlich Mut und versucht, sie alle zu beruhigen, indem er sagt, es seien bestimmt nur Männer von den Bergstämmen oder der Nachtwache. Als ihnen der Damm wieder einfällt, sind sie ein wenig beruhigter, aber Jojen denkt schon voller Sorge an den Morgen. Die Männer schüren das Feuer, das der erste Mann entfacht hatte. Dann öffnet Bran sein Drittes Auge und sieht durch Sommers Augen, der die Männer draußen im Regen beobachtet. Sommer verkriecht sich im Unterholz, weil er Angst vor dem Gewitter hat, aber er kann auch die Angst der Menschen am Lagerfeuer riechen.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Siehe auchBearbeiten

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