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Samwell II ist das siebenunddreißigste Kapitel von Die Königin der Drachen, dem zweiten Teil des dritten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Samwell Tarly.

Zusammenfassung Bearbeiten

Samwell Tarly und Goldy kehren in die Schwarze Festung zurück, wo Sam auf seine alten Freunde trifft. Jon Schnee wird zunächst begnadigt, ist aber immer noch wegen Ygritte betrübt. Sam fürchtet, dass Lord Janos Slynt der nächste Lord Kommandant der Nachtwache werden könnte, da er mit jedem Wahlgang mehr Stimmen erhält. Er fragt sich, ob er etwas dagegen tun könnte.

Synopsis Bearbeiten

Sam und Goldy erreichen die Schwarze FestungBearbeiten

Samwell Tarly und Goldy wandern von der Nachtfeste aus an der Mauer entlang, nach Grundsee, dann nach Königintor, bis sie anderthalb Tage Fußmarsch vor der Schwarzen Festung von Ser Denys Mallisters Männern eingeholt werden, die vom Schattenturm aus auf dem Weg zur Schwarzen Festung sind. Bei Ser Denys sind Überlebende der Schlacht an der Schädelbrücke, darunter der verletzte Bowen Marsch, Dywen, Riese und Edd. Von ihnen erfährt Sam, dass Stannis Baratheon mit Schiffen in Ostwacht an der See gelandet ist und Cotter Peik ihn entlang der alten Grenzerpfade geführt hat, um die Wildlinge zu überraschen. Manke Rayder wurde gefangen genommen, und Tausend seiner besten Kämpfer wurden getötet, darunter auch Harma.

Als sie in der Schwarzen Festung ankamen, ist Sam dann erschrocken über deren Zustand. Der Gemeinschaftsraum ist vollständig abgebrannt, und die große Holztreppe hinauf auf die Mauer nur noch ein Haufen zerbrochenen Eises und verkohlter Balken. Donal Noye, Rast, Dick Follard, der Rote Alyn und viele andere sind tot, aber dennoch ist die Festung voll mit Männern, nämlich mit denen von König Stannis Baratheon. Zum ersten Mal seit langer Zeit wohnt wieder ein König im Königsturm, und auch an den anderen Gebäuden wie der Lanze, Hardins Turm, dem Grauen Bergfried und der Schildhalle hängen nun Banner. Pypar und Grenn begrüßen sie und erklären, dass Stannis Selyse Florent und Sharin Baratheon in Ostwacht gelassen haben und dass er keine Frauen mitgebracht habe außer Melisandre. Trotzdem gibt es auch viele Männer der Königin, die das flammende Herz als Banner tragen. Melisandre ist eine Zauberin aus Asshai und sie hat angeblich auf Drachenstein einen Mann verbrannt, damit Stannis guten Wind hat, um nach Norden zu segeln.[A 1] Außerdem ist sie neben Stannis in die Schlacht geritten, und sie hat ihm das brenndene Schwert Lichtbringer geschenkt. Auch Jon Schnee freut sich sehr, Sam wiederzusehen, aber er ist gezeichnet von der Schlacht und von den Vorwürfen Ser Allisar Thorns, die immer noch bestehen. Auch trauert er um Ygritte und die Brüder, die sie verloren haben.

Nun schauen Sam, Jon und Val dabei zu, wie Goldy Mankes kleinen Sohn stillt.[A 2] Sam freut sich darüber, dass Jon zum ersten Mal lächelt, seit sie zurück in der Schwarzen Festung sind. Val fragt, was mit Manke passiert, wenn er wieder gesund ist, und Jon erklärt ihr, dass er als Deserteur der Nachtwache die Todesstrafe zu erwarten habe, dass er aber andererseits ein Gefangener des Königs sei, und dessen Absichten kenne Jon nicht. Val findet, dass Manke seinen Sohn sehen sollte, bevor er stirbt, und Jon verspricht ihr, zu fragen, ob Val Manke besuchen dürfe.

Jon und Sam unterhalten sich über die Wahl zum Lord KommandantenBearbeiten

Jon und Sam verlassen den Raum, der von Männern der Königin bewacht wird, und Jon errät, dass Sam sehr viel an Goldy liegt. Sam ist froh, dass sie die Festung erreicht haben, aber nachts vermisst er auch Goldys Wärme. Er sagt, dass sie ihn mutiger gemacht habe. Jon antwortet, dass Sam nicht bei Goldy bleiben kann, und Sam erzählt, dass er ihr schon erklärt habe, dass er an ein Gelübde gebunden ist. Sam erzählt, dass er vorhat, Goldy nach Hornberg zu seiner Familie zu schicken und in einem Brief zu behaupten, dass das Kind von ihm sei. Er denkt, dass seine Mutter Melessa Florent Goldy aufnehmen und ihr Arbeit geben würde, und vielleicht wäre sein Vater Lord Randyll Tarly sogar ein bisschen stolz auf Sam, dass er einen Bastard gezeugt hat. Jon muss eingestehen, dass der Plan nicht schlecht ist und die Möglichkeit besteht, dass Goldys Sohn eines Tages vielleicht sogar in die Wache von Sams Vater aufgenommen wird oder sogar ein Ritter wird. Jon geht auf den Übungshof, weil er sonst nichts mit seiner Zeit anzufangen weiß, denn Bowen Marsch hat ihn vorläufig von all seinen Pflichten entlassen. Sam versucht, ihn zu ermutigen, denn die meisten der Geschworenen Brüder wissen sehr gut, was sie Jon zu verdanken haben. Ser Allisar hingegen hatte erklärt, Jon habe Manke nur deshalb nicht getötet, weil er mit ihm unter einer Decke stecke, und er habe sein Schwert nur gezogen, weil er die Wildlingsfrauen verteidigen wollte.

Für den vakanten Posten des Lord Kommandanten der Nachtwache wäre Ser Allisar theoretisch dank seiner vielen Dienstjahre ein Kandidat, aber alle Schwarzen Brüder, die von ihm ausgebildet worden sind, können ihn nicht leiden. Ser Allisar hatte nach dem zweiten Wahltag seine Kandidatur zurückgezogen und unterstützt jetzt Lord Janos Slynt. Verbittert erklärt Jon, dass ihn alle für denjenigen halten, der Qhorin Halbhand getötet und eine Speerfrau gebettet hat, und sie nennen ihn Warg, obwohl Geist verschwunden ist. Sam muss sich zusammenreißen, Jon nichts von Bran zu erzählen, den er in der Nachtfeste getroffen hat, aber er hat es dreimal geschworen: einmal Bran selbst gegenüber, dann Jojen Reet und schließlich Kalthand. Jon erklärt Sam, dass Lord Janos bei der Wahl im Moment zwar noch hinten liege, am Ende aber vermutlich doch gewinnen werde. Dann geht er zum Übungsplatz und lässt Sam zurück. Da der Waffenmeister Ser Endru Tarth tot ist, hat Jon dessen Aufgabe übernommen und trainiert mit Satin, Hareth, Hopp-Robin, Arron und Emrick. Wenn die grünen Jungs Dienst hatten, übte er allein oder nahm jede Herausforderung zum Kampf an, die sich ihm bot.

Sam denkt über die Wahl nachBearbeiten

Sam denkt darüber nach, was Jon gesagt hat: die Abstimmung für das Amt des Lord Kommandanten geht nun seit neun Tagen, und noch immer hat niemand nicht einmal annähernd die nötige Zweidrittelmehrheit erreicht. Lord Janos war tatsächlich an Bowen Marsch und dann an Othell Yarwyck vorbeigezogen, aber er liegt noch weit hinter Ser Denys Mallister und Cotter Peik. Im Turm des Maesters drängen sich die Verwundeten. Klydas versorgt sie mit Ziegenmilch und Traumwein. Sam hilft eine Stunde lang, dann entschuldigt er sich, um nach den Raben zu sehen. Auf dem Weg nach oben sieht er sich die Aufzeichnungen des gestrigen Wahlgangs an: waren es am Anfang 30 Kandidaten gewesen, blieben jetzt noch sieben übrig. Ser Denys hat 213 Stimmen, Cotter Peik 187, Lord Janos 74, Othell Yarwyck 60, Bowen Marsch 49, Drei-Finger Hobb fünf und der Schwermütige Edd eine. Während die führenden Tag für Tag Stimmen verlieren, gewinnt Lord Janos als einziger dazu.

Sam findet drei neue Raben im Rabenschlag vor, die von ihrer Reise zurückgekehrt sind, aber noch immer sind es insgesamt sehr wenige. Nur Stannis ist dem Hilferuf gefolgt, weder Joffrey Baratheon noch Tommen Baratheon hatten dagegen geantwortet. Am Abend hält Sam beim Abendessen vergeblich nach Jon Ausschau, und am Ende setzt er sich zu Pypar und den anderen. Edd erzählt, dass Watt von Langsee in der Schlacht an der Schädelbrücke getötet worden ist. Der nächste Wahlgang steht an, und die Stimmung ist angespannt. Überall sitzen Kandidaten mit ihren engsten Freunden in den Ecken des Gemeinschaftsraums. Als Sam aber genauer hinschaut, sieht er Bowen Marsch bei Lord Janos sitzen und Ser Allisar mit Othell Yarwyck tuscheln.

Der zehnte WahlgangBearbeiten

Master Aemon eröffnet den Wahlgang, und als Erster spricht der Schwermütige Edd zu seinen Wählern und offenbart ihnen, dass er bestimmt ein schrecklicher Lord Kommandant werden würde. Dann erhebt sich Cotter Peik, zieht seine Kandidatur zurück, und bittet seine Anhänger, ab nun Lord Janos zu unterstützen, der lange Jahre die Stadtwache von Königsmund befehligt habe. Da die meisten Mitglieder der Nachtwache nicht lesen können, werden für die Wahl Stimm-Marken in große Kessel geworfen. Die Fässer mit den Stimmsteinen stehen hinter einem Vorhang, sodass die Wahl geheim bleibt. Wenn ein Mitglied Dienst hat, kann er von einem Freund vertreten werden, der dann zwei Stimm-Marken abgibt, oder im Falle von ganzen Burgen noch mehr: so geben Ser Denys und Cotter Peik Stimm-Marken für den Schattenturm bzw. Ostwacht ab.

Sam, Klydas und Maester Aemon zählen die Stimm-Marken aus, nachdem alle gegangen sind. Der Maester schiebt die Muscheln, Steine und Kupfermünzen auf kleine Haufen, und seine beiden Helfer zählen die Stimmen getrennt voneinander. Sam nennt das Ergebnis des Abends als erster: 203 Stimmen für Ser Denys, 169 für Cotter Peik, 137 für Lord Janos, 72 für Othell, fünf für Dreifinger Hobb und zwei für den Schwermütigen Edd. Klydas' Zählung weicht nur geringfügig davon ab, aber wieder wurde keine Zweidrittelmehrheit erreicht. Klydas stellt fest, dass Ser Denys wieder zehn Stimmen verloren hat und Cotter Peik sogar fast 20. Aemon erzählt, dass es einmal eine Wahl gegeben habe, die zwei Jahre lang ging und über 700 Wahlgänge brauchte.

Später sitzt Sam mit seinen Freunden in Pyps Zelle. Der Wein löst seine Zunge, und er spricht seine Gedanken frei heraus: jemand müsste entweder Cotter Peik oder Ser Denys davon überzeugen, seine Kandidatur aufzugeben und für den anderen zu stimmen, sonst sei am Ende Lord Janos der lachende Dritte. Grenn erklärt, dass die beiden sich nicht leiden können und eine Einigung daher unwahrscheinlich ist. Grenn und Pypar drängen Sam schließlich dazu, mit den beiden zu reden, denn er sei schließlich der Bursche des Maesters und der Sohn eines Lords.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Dies war Sams Großvater‚ Ser Alester Florent.
  2. Spoiler zeigen
    Dalla ist während der Geburt gestorben‚ siehe: VI-Jon VII.

Siehe auchBearbeiten

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