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Jon VII ist das achtunddreißigste Kapitel von Die Königin der Drachen, dem zweiten Teil des dritten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Jon Schnee.

Zusammenfassung Bearbeiten

Jon Schnee ist aller Aufgaben enthoben worden und vertreibt seine Zeit damit, Rekruten auszubilden. Melisandre bringt ihn zu Stannis Baratheon auf die Mauer, wo er Jon ein Angebot macht: er soll ihm helfen, den Norden zu festigen, indem er ihn als Eddard Starks Sohn legitimiert und Jon das Erbe von Winterfell antritt; dann will Stannis das Freie Volk in der Schenkung ansiedeln.

Synopsis Bearbeiten

Melisandre bringt Jon zu StannisBearbeiten

Jon Schnee trainiert mit Satin auf dem Übungshof, als der Junge plötzlich still wird und Jon bedeutet, sich umzudrehen. Melisandre gesellt sich mit einem Dutzend Männer der Königin zu ihnen. Sie erklärt, Stannis Baratheon erwarte Jon auf der Mauer. Jon bittet darum, in seiner Zelle Halt machen zu dürfen, wo er sich umkleidet und Langklaue holt. Sie fahren gemeinsam mit dem Windenkäfig auf die Mauer. Jon findet, dass Melisandre wunderschön ist, aber ihre roten Augen wirken bedrohlich. Sie riecht sogar rot, nach Mikkens Schmiede, nach Eisen, Rauch und Blut. Jon fragt Melisandre, ob ihr nicht kalt sei, und sie erwidert, sie friere nie, da in ihr das Feuer des Herrn lebe. Dabei legt sie sich seine Hand auf die Wange.

Stannis erwartet sie auf der Mauer, wo er auf das Schlachtfeld starrt und auf den Verfluchten Wald. Jon sieht einen ausgemergelten Mann und erinnert sich an Donal Noyes Worte, die Stannis einst als einen Mann wie Eisen beschrieben haben: er wird eher brechen als sich beugen. Jon kniet vor Stannis. Nachdem Jon ihm seine Version der Ereignisse um Qhorin, Ygritte und dem Freien Volk erzählt hat, erklärt Stannis, dass er ihm glaube und nicht der Meinung sei, ein Abtrünniger zu sein. Er erklärt dem verdutzten Jon weiterhin, dass er sowohl Lord Janos Slynt schon länger kennt als auch Eddard Stark gekannt habe. Außerdem wisse er auch, dass Jon das Drachenglas gefunden habe, mit dem Samwell Tarly den Anderen getötet habe. Jon spielt seine Rolle bei der Verteidigung der Mauer herunter, woraufhin Stannis erklärt, dass Donal Noye ihm sein erstes Schwert geschmiedet habe und auch den berühmten Kriegshammer Robert Baratheons, und dass er ein besserer Lord Kommandant der Nachtwache geworden wäre als die jetzigen Kandidaten. Außerdem klärt er Stannis auf, dass die gefangene freie Frau nicht Dalla ist, sondern Val, ihre Schwester. Jon erwähnt, dass Varamyr der Leibwechsler während der Schlacht verrückt geworden sei, als sein Adler verbrannt ist, und Melisandre bestätigt, dass dies ihr Werk gewesen ist. Wie versprochen bittet Jon in Vals Namen darum, dass Manke seinen Sohn sehen darf, aber Stannis lehnt das ab. Sie unterhalten sich über Val, und Jon sagt, er kenne sie kaum, aber er finde sie sehr hübsch. Stannis erzählt, dass Schönheit heimtückisch sein könne, wie man an Cersei Lennister sehen könne, die seiner Meinung nach für die Tode Robert Baratheons, Jon Arryns und Eddard Stark verantwortlich sei.[A 1]

Stannis fragt Jon nach der Ehre der Angehörigen des Freien Volks im Allgemeinen und nach Manke Rayder im Speziellen wie auch nach Rasselhemd und Tormund Riesentod, der entkommen konnte: Jon denkt, Manke und Tormund seinen gute Männer, Rasselhemd hingegen sei hinterhältig und blutrünstig. Stannis erklärt, Eddard sei ein sehr ehrenvoller Mann gewesen, und Robb Stark habe ihm zwar das halbe Königreich stehlen wollen, aber seinen Mut müsse man respektieren. Als nächstes erzählt er Jon, wie seine Rechte Hand Lord Davos Seewert ihn davon überzeugt habe, zur Mauer zu segeln, damit er von hier aus die Sieben Königslande retten und damit den Eisernen Thron erobern könne und nicht anders herum. Er glaubt, er werde Jenseits der Mauer dem Feind begegnen, für dessen Bekämpfung er geboren wurde, dem Großen Anderen, und er will, dass auch Jon in diesem Kampf mitmacht, denn er habe gehört, dass er schon einmal einen der Wiedergänger erschlagen habe, um Jeor Mormont zu retten. Als Jon wiederholt, dass er ein Mann der Nachtwache sei, scheint das Stannis nicht zu gefallen, denn er sagt, er brauche mehr von ihm.

Stannis erklärt Jon seine Pläne für den NordenBearbeiten

Stannis erklärt Jon, dass Lord Tywin Lennister Lord Roose Bolton zum neuen Wächter des Nordens ernannt hat, um ihn für den Verrat an Robb zu belohnen, und dass sich die Eisenmänner seit König Balon Graufreuds Tod gegenseitig bekämpfen, obwohl sie immer noch Maidengraben, Tiefwald Motte, Torrhenschanze und den größten Teil der Steinigen Küste halten. Stannis sagt, er bräuchte einen treuen Lord auf Winterfell und einen Sohn von Eddard Stark, um den Norden hinter sich zu bringen. Jetzt erst versteht Jon, dass Stannis ihn zum Lord von Winterfell machen will, was er sich schon sein ganzes Leben lang gewünscht hat. Jon sagt, dass er schon der Nachtwache verschworen sei und einen Eid vor einem Herzbaum abgelegt habe, aber Melisandre entgegnet, dass Schwüre gegenüber den falschen Göttern nichts wert seien. Jon aber will nicht die Alten Götter seines Vaters verraten. Stannis erklärt Jon, wie er ihre Lage einschätzt: etwa Tausend Wildinge sind erschlagen und noch einmal Tausen gefangen genommen, der Rest hat sich in den Verfluchten Wald verkrochen, aber schon bald werden sie wieder angreifen, und Stannis findet es irrwitzig, dass sie sich gegenseitig schwächen, wo der wahre Feind ja noch gar nicht erschienen sei. Stannis eröffnet Jon, dass er gewillt ist, dem Freien Volk zu erlauben, in der Schenkung zu siedeln, wenn diese ihm die Treue schwören und den Herrn des Lichts als ihren Gott anerkennen. Manke Rayder lässt nicht mit sich reden, daher werde er ihn den Flammen übergeben müssen, aber einige andere Anführer seien kompromissbereiter. Jon erwidert, dass sein Vater tatsächlich stets davon geträumt habe, die Schenkung wieder zu besiedeln und darüber oft mit seinem Bruder Benjen Stark geredet habe. Stannis führt weiter aus, dass er Jon mit Val verheiraten möchte, um das Bündnis zu zementieren. Jon muss lachen, weil er an die Halsstarrigkeit der freien Frauen denken muss, und erbittet sich Zeit, um darüber nachzudenken, und Stannis gewährt ihm ein wenig Zeit, aber nicht zu lange.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Nur das erste stimmt, Jon Arryn wurde von Kleinfinger und Lysa Tully ermordet, und Eddard Stark wegen der Jähzornigkeit Joffrey Baratheons.

Siehe auchBearbeiten

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