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Jon VIII ist das einundvierzigste Kapitel von Die Königin der Drachen, dem zweiten Teil des dritten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Jon Schnee.

Zusammenfassung Bearbeiten

Jon Schnee wird von der Möglichkeit geplagt, die Stannis Baratheon ihm eröffnet hat. Rastlos geht er umher, und am Verfluchten Wald trifft er auf Geist, und schließlich kann er eine Entscheidung treffen. Als er zurück in die Schwarze Festung kommt, gerät er in den elften Wahlgang zum Amt des Lord Kommandant der Nachtwache, zu dem sein Name als neuer Kandidat genannt wurde. Dank Samwell Tarlys Tricks gewinnt er die Wahl.

Synopsis Bearbeiten

Jon denkt über Stannis' Angebot nachBearbeiten

Jon Schnee trainiert mit dem Eisernen Emmett. Der junge Grenzer ist der ganze Stolz von Ostwacht an der See, weil er so geschickt im Schwertkampf ist. Jon trainiert gern mit Emmett, auch wenn das stets bedeutet, am nächsten Tag blaue Flecken zu haben. Er hat in der vergangenen Nacht nicht geschlafen, weil er über das Angebot von Stannis Baratheon nachgedacht hat, und nachdem er sich eine Zeit lang hin und hergewälzt hat, zog er sich an und schaute sich den Sonnenaufgang auf der Mauer an. Dementsprechend schlecht kämpft er allerdings jetzt. Ein harter Schlag gegen seine Schläfe erinnert ihn an einen Kampf, den er einmal mit Robb Stark ausgetragen hat. Jeden Tag hatten sie miteinander geübt, und sie hatten sich immer Namen legendärer Helden gegeben, während sie miteinander kämpften: Prinz Aemon Targaryen, der Drachenritter, Florian der Narr, Daeron I. Targaryen, der junge Drache oder Ser Ryam Rothweyn. Als Jon eines Tages ausgerufen hatte, er sei der Lord von Winterfell, antwortet Robb, dass er ein Bastard sei und das niemals passieren werde, so jedenfalls habe es Catelyn Tully gesagt. Jetzt macht ihn diese Erinnerung so wütend, dass er wie im Rausch auf den Eisernen Emmett losgeht und von Halder und Hareth von ihm weggezerrt werden muss. Sofort entschuldigt sich Jon, dem bewusst wird, dass er Emmett übel zugesetzt hat, nachdem sich dieser schon ergeben hat. Emmett ist ein freundlicher Kerl, und so verzeiht er Jon sofort mit einem Scherz. Jon allerdings ist immer noch so wütend, dass er sich losreißt und in die Waffenkammer flüchtet. Er erforscht seine Gefühle, und ihm fällt auf, dass es Catelyn Tully ist, die ihn so wütend macht. Es sind ihre Blicke, die stets ausgedrückt hatten, dass er nicht nach Winterfell gehöre.

Er will nicht zurück zu seinen Freunden, also nimmt Jon den Hinterausgang und steigt hinab in die Wurmhöhlen und geht ins Badhaus. Dort nimmt er ein kaltes und dann ein heißes Bad. Es erinnert ihn an die heißen Tümpel im Götterhain von Winterfell. Er ist hin und hergerissen: einerseits weiß er, dass Eddard Stark und Robb Stark gewollt hätten, dass jemand Winterfell wieder aufbaut, andererseits hat er immer wieder Catelyns Worte im Kopf. Außerdem schreckt ihn ab, dass Stannis verlangt, dass er die Burg im Zeichen R'hllors wieder aufbauen soll und dazu den Götterhain verbrennen soll.

Dann hört Jon Stimmen. Er erkennt Ser Allisar Thorn, der auf Othell Yarwyck ein redet und ihn überzeugen will, dass er seine Kandidatur zu Gunsten Lord Janos Slynts aufgibt. Othell ist sich nicht sicher, weil er Stannis' Urteil über Janos noch im Kopf hat.[A 1] Ser Allisar gibt zu bedenken, dass Stannis früher oder später ein weiteres Mal von Lord Tywin Lennister besiegt werden wird und dass sie dann besser da stünden, wenn sie einen eigenen Kandidaten hätten und nicht denjenigen, den Stannis im Sinn hat. Eine dritte Stimme meldet sich zu Wort: er ist Bowen Marsch, der einwirft, dass Lord Tywin Janos Slynt bevorzugt. Jon setzt sich auf und erschrickt die anderen, steigt aus der Wanne und verlässt das Badhaus.

Jon trifft Geist wiederBearbeiten

Draußen fällt Jon auf, dass er gar nicht weiß, wohin er gehen soll. Er geht am Turm des Lord Kommandanten vorbei, dann kommt er zu der Stelle, an der Ygritte gestorben war, er geht vorbei am Königsturm und schließlich hinein in den Tunnel unter der Mauer. Auf der anderen Seite der Mauer kommt er zu der Erkenntnis, dass es besser ist, in Winterfell zu sein, wenn Lord Janos tatsächlich der nächste Lord Kommandant werden wird. Hundert Schritte von der Mauer weg liegt das Lager, in dem Stannis das Freie Volk gefangen hält. Links befinden sich drei große Feuergruben, in denen die Gefallenen verbrannt worden sind: Riesen genauso wie Hornfußmenschen. Am Rand des Verfluchten Waldes setzt sich Jon auf einen Eichenbaumstumpf. Er malt sich aus, dass er vielleicht irgendwann einen Sohn mit Val haben könnte, den er dann Robb nennen würde, und dass er Goldy und die beiden Neugeborenen als Mündel aufnehmen könnte.

Dann weiß er plötzlich, dass er sich das schon immer gewünscht hat. Plötzlich macht sich ein Heißhunger in ihm breit, ein Hunger nach etwas zu fressen: Rothirsch- oder Elchfleisch. Erst nach einer Weile begreift er, dass Geist in der Nähe sein muss. Er springt auf, und als er sich zum Wald umdreht, steht der Schattenwolf vor ihm. Geist ist schlanker geworden, aber auch größer, und ihr Wiedersehen ist voller Freude. Dann erkennt er, dass der Schattenwolf zu den Alten Göttern gehört: weißes Fell und rote Augen. Als die Männer der Königin vor dem Tor ihr Nachtfeuer entzünden, weiß Jon letztendlich, wie er sich zu entscheiden habe: er kann Winterfell nicht annehmen und die Alten Götter verraten. Sie machen einen weiten Bogen um die Nachtfeuer und gehen zurück in die Schwarze Festung, wo die Männer des Königs sie anstarren. Jon und Geist gehen über den Übungshof zur Waffenkammer, aus dem er schon von draußen fürchterlichen Streit hört.

Der elfte WahlabendBearbeiten

Im Gemeinschaftsraum wird nicht wie sonst gegessen, es herrscht vielmehr eine tumultartige Stimmung, in der sich die Brüder der Nachtwache gegenseitig anschreien, und manche haben sogar ihr Schwert gezogen. Janos Slynt ruft irgendetwas von Verrat. Pypar entdeckt Jon an Erster und lässt einen gellenden Pfiff los. Als Jon durch den Raum schreitet, breitet sich Stille aus. Ser Allisar bricht das Schweigen und begrüßt Jon als Abtrünnigen, während Lord Janos schreit, die Bestie, die Qhorin Halbhand umgebracht habe, sei zurückgekehrt, und er nennt Jon einen Warg, der sie nicht anführen, noch überhaupt leben dürfe. Jon will wissen, was los ist, und Maester Aemon antwortet aus der anderen Ecke des Raumes, dass Jon für den Posten des Lord Kommandanten vorgeschlagen worden ist. Jon will wissen, wer sich diesen Scherz erlaubt hat, aber Pyp und Grenn zucken nur mit den Schultern. Eddison Tollett meldet sich zu Wort und sagt, dass er es war, der Jon vorgeschlagen habe. Lord Janos schreit erneut dazwischen, dass man Jon aufhängen sollte, zusammen mit Manke Rayder, aber Cotter Peik wirft ein, dass Lord Janos das nicht zu bestimmen habe, und Ser Denys Mallister ergänzt, dass jeder Bruder das Recht habe, einen anderen vorzuschlagen, solange er das Gelübde abgelegt hat. Erneut bricht Streit aus, bis Ser Allisar auf einen Tisch springt und zur Wahl aufruft.

Dann kündigt er an, dass Othell Yarwyck etwas zu sagen habe, und dieser zieht seine Kandidatur zurück und bittet um Unterstützung für Lord Janos. Schnell will Ser Allisar ihm das Wort abschneiden, aber Othell beschwert sich und redet weiter: jetzt, wo er da stehe, weiß er eigentlich gar nicht mehr, warum seine Brüder für Lord Janos stimmen sollten, denn bei genauerer Betrachtung sei Jon Schnee die viel bessere Wahl: er sei der Neffe von Benjen Stark, und er habe Jeor Mormont als Knappe gedient. Nun sei es ihm egal, wen sie wählten, jedenfalls nicht ihn.

Lord Janos' Gesicht ist purpur angelaufen, Ser Allisar ist kreidebleich, aber dennoch wird der Kessel gebracht, in den die Wahlsteine geschmissen werden. Als Samwell Tarly und Klydas den Kessel abstellen und den Deckel heben, flattert ein großer Rabe heraus und sucht vergeblich nach einem Platz im Gebälk, wobei er immerzu "Schnee" ruft. Sam behauptet lauthals, das sei Mormonts alter Rabe. Der Rabe landet schließlich auf dem Tisch in der Mitte, stolziert zu Jon hinüber und setzt sich auf dessen Schulter. Ser Allisar brüllt heraus, dass das ein plumper Trick von "Ser Schweinchen" sei, Mormonts Rabe hätte mehr als ein Wort gekannt, und im Rabenschlag könnten mittlerweile alle Raben "Schnee" sagen. Just in diesem Moment krächzt der alte Rabe "Korn" und dann "Kessel", und der Kessel füllt sich mit Pfeilspitzen, die für Jon stehen, sodass die Stimm-Marken der anderen Kandidaten darin untergehen. Nach der Auszählung ist Jon umringt von Brüdern und Freunden, die ihm auf die Schulter klopfen oder sich sogar vor ihm hinknien: Satin, Owen, Halder, Kröte, Leerer Stiefel, Riese, Mully, Ulmer, der Donnel Hügel und ein halbes Hundert mehr. Dywen macht sich über Jons Jugend lustig, und auch der Eiserne Emmett scherzt, Dreifinger Hobb gratuliert und sogar Bowen Marsch kommt zu ihm und bekundet, dass er gerne weiterhin Lord Verwalter bleiben würde. Auch Cotter Peik wendet sich im Scherz an Jon und sagt ihm, er solle es nicht verpfuschen, und Ser Denys erzählt, dass er bei den letzten beiden Wahlen gedacht habe, dass seine Zeit noch kommen werde, er sich diesmal aber eingestehen müsse, dass das nun vorbei sei. Er fordert von Jon, dass er genau so ein großer Mann werde wie sein Vater, sein Onkel oder sein Bruder.

Cotter Peik ruft nach Essen und die Männer des Königs werden informiert, dass die Wahl vorbei ist. Jon geht indes zurück zur Burg, seine Freunde sind bei ihm, doch er kriegt kaum ein Wort mit von dem, was sie sagen. Sie feiern Sam dafür, was er geschafft hat, doch dieser beteuert, nichts mit dem Raben zu tun zu haben. Jon nimmt einen Schluck Wein und denkt direkt an die Aufgaben, die vor ihm liegen: als Erstes muss er Stannis gegenübertreten.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. siehe: VI-Samwell II.

Siehe auchBearbeiten

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