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Theon II ist das zweiundzwanzigste Kapitel von Die Saat des goldenen Löwen, dem zweiten Teil des zweiten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Theon Graufreud.

ZusammenfassungBearbeiten

Kurz nach der Eroberung von Winterfell können Brandon Stark, Rickon Stark und die beiden Schattenwölfe Sommer und Struppel in der Nacht fliehen. Mit den Starkjungen sind außerdem die Reet-Geschwister, Osha und Hodor verschwunden. Bei der Flucht töten sie zwei Wachen der Eisenmänner am Jägertor. Theon Graufreud lässt die Bewohner der Burg zusammenkommen und bestimmt eine Gruppe aus Nordmännern und Eisenmännern, die sich im Morgengrauen auf die Suche machen. Theons Gruppe folgt der Spur in den Wolfswald, verliert sie aber schließlich an einem Bachlauf. In seiner Verzweiflung nimmt Theon den Rat von Stinker an und täuscht den Tod der Stark-Jungen vor.

SynopsisBearbeiten

Bran und Rickon sind verschwundenBearbeiten

Theon Graufreud wird in letzter Zeit ständig von Albträumen geplagt. Er erwacht wieder einmal mitten in der Nacht. Kyra, die er aus Winterdorf in die Burg Winterfell hat holen lassen, ist bei ihm. Es hatte ihn gereizt, es mit ihr in Lord Eddard Starks Bett zu treiben. Nun aber beunruhigt ihn etwas. Er geht zum Fenster und versucht sich einzureden, dass die Stille ein gutes Zeichen ist. Dann bemerkt er, dass die beiden Schattenwölfe nicht mehr heulen wie sonst immer. Er schickt Urzen, der vor seiner Tür Wache steht, um nachzusehen, denn der Gedanke an frei umherlaufende Schattenwölfe lässt ihn schaudern, erst recht, als ihm die Erinnerung an den Vorfall im Wolfswald einholt.[A 1] Dann weckt er Wex Peik, der nachsehen soll, ob Bran und Rickon in ihren Betten sind. Er gönnt sich einen Becher Wein und denkt darüber nach, dass Asha Graufreud ihm bald zu Hilfe kommen sollte. Er hatte Stygg losgeschickt, um die Nachricht der Eroberung nach Tiefwald Motte zu bringen. Wex kehrt zurück und berichtet, dass die Stark-Brüder fort sind und Urzen, dass die Schattenwölfe ebenfalls fort sind. Theon befiehlt, die Burg zu wecken und alle im Hof zu versammeln. Außerdem soll Lorren die Tore überprüfen.

Draußen versammeln sich die Burgbewohner, und Theon merkt, wie in ihm die Wut hochsteigt. Noch vor kurzem hatte er sogar zwei seiner eigenen Männer für die Vergewaltigung von Palla auspeitschen lassen, um den Bewohnern von Winterfell zu zeigen, dass er es ernst meint mit der Gerechtigkeit. Mikken war selbst Schuld gewesen an seinem Tod, Benfred Tallhart ebenso, und Chayle hatte er dem Ertrunkenen Gott opfern müssen seiner Männer wegen. Urzen kehrt mit Lorren zurück und sagt, Theon solle sich ansehen, was am Jägertor passiert ist. Dort hatten Drennan, der an der Vergewaltigung beteiligt war, und Schieler Wache gehalten. Nun treibt Schieler aufgeschlitzt mit dem Gesicht im Burggraben umher, und Drennan liegt mit heruntergelassener Hose im Torhaus mit aufgeschlitzter Kehle. Dort stehen zwei Becher Wein auf dem Tisch, und Theon vermutet, dass eine Frau bei ihm war und ihn getötet hat. Schielers Leiche sieht wesentlich schlimmer aus: ein Arm ist abgerissen und die Hälfte des Halses fehlt. Er untersucht den Wehrgang und rekonstruiert die Ereignisse. Als Lorren verlangt, dass man sie verfolgen solle, weist Theon an, das erst am Morgen zu tun und nicht im Dunkeln, wobei er besonders an die Schattenwölfe denkt. Er ärgert sich außerdem, dass er sie nicht hat töten lassen, nachdem er die Burg eingenommen hat.

Er geht in den Hof zurück, wo die Eisenmänner die Burgbewohner versammelt haben. Es fehlen sechs Personen: neben Bran und Rickon außerdem Jojen und Meera Reet, Hodor und Osha, die Frau aus dem Freien Volk. Aggar berichtet, dass keine der Pferde fehlen würde, nicht einmal Tänzerin, Brans dressiertes Pferd. Theon schließt daraus, dass sie zu Fuß geflohen sind, was ihn erheblich beruhigt, da er weiß, dass Bran getragen werden muss und Rickon genauso. Er stellt die Burgbewohner zur Rede. Er fragt, wer bei der Jagd am Morgen helfen und sich ein Fell für den Winter verdienen möchte? Dann spricht er Gage an, die Alte Nan, Joseth, Farlen und Barth, aber er erkennt in ihren Augen nur Hass ihm gegenüber. Stinker tritt an Theon heran und schlägt ihm vor, die Burgbewohner zu häuten, denn Lord Roose Bolton habe immer gesagt, ein nackter Mann habe wenige Geheimnisse, ein gehäuteter gar keine mehr. Theon sagt, dass unter ihm niemand gehäutet werde, und er hofft, dass die Burgbewohner ihm das danken.

Theon nimmt die Verfolgung aufBearbeiten

Auf der Suche nach Bran und Rickon Marc Simonetti

Auf der Suche nach Bran und Rickon
(von Marc Simonetti ©FFG)

Da der der Morgen bereits graut, befiehlt er, Lächler und ein weiteres Pferd zu satteln. Er stellt eine Gruppe zusammen, die die Kinder aufspüren sollen. Aus der Burg sollen Joseth, die beiden Jäger Murch und Gariss sowie Pickeltym, der ein guter Bogenschüzte ist, mit auf die Jagd gehen, von seinen eigenen Männern wählt er Aggar, Rotnase, Gelmarr, Stinker und Wex aus. Außerdem will er die Hunde mitnehmen und sagt Farlen, das er mitkommt. Als Farlen fragt, warum er ihn auf eine Hatz auf Kinder begleiten soll, droht Theon, Palla etwas anzutun, und Farlen beugt sich. Als letzten wählt Theon Maester Luwin aus, weil er ihn nicht allein in der Burg lassen möchte. Einer der beiden Walder meldet sich freiwillig, und Theon ist es egal, ob er mitkommt, wenn er mithalten kann, allerdings kann er sich nicht erinnern, welcher Walder welcher ist. Dann übergibt er Lorren den Befehl über die Burg. Nahe an der Burg finden sie schnell deutliche Spuren, und dann nimmt die rote Hündin Farlens die Witterung auf. Theon hatte vermutet, dass Osha die Kinder nach Südwesten zu Ser Rodrik Cassel führt, aber die Spur führt nach Nordwesten mitten hinein in den Wolfswald. Es geht langsam vorwärts, aber Theon versucht, sich zu beruhigen. Luwin schließt zu ihm auf und fragt, ob es nicht doch auch eine unblutige Lösung geben könne. Er erinnert Theon daran, dass Howland Reet die Besatzung Maidengrabens durch Theons Onkel Victarion Graufreud zur Hölle machen könne, sich aber zurückhalten werde, solange Theon seine Kinder in seiner Gewalt habe. Auf diesen Gedanken war Theon noch gar nicht gekommen. Luwin bittet auch für Hodor um Gnade, und auch das verspricht Theon ihm, falls es sich einrichten lässt. Er denkt darüber nach, wie schwer der Spagat zwischen Gnade und Schwäche ist, und er trauert der Chance nach, seine Eroberung nicht mit einer Heirat mit Sansa Stark stärken zu können.

Sie reiten weiter in den undurchdringlicher werdenden Wald. Als sie den Kadaver eines frisch gerissenen Elchs finden, denkt Theon zunächst, dass sie auf einer guten Spur sind, aber dann bemerkt er, dass keine Vorratsstücke herausgeschnitten wurden. Etwas später erreichen sie einen Fluss, der durch die Regenfälle der letzten Zeit viel Wasser führt. Hier verlieren Farlens Hunde die Spur. Dann bemerkt er, dass zu diesem Zeitpunkt schon nur noch die Spuren der Schattenwölfe zu sehen sind, nicht aber etwa die von Hodor. Osha muss also schon vorher abgebogen sein, vielleicht schon vor dem Elch. Theon teilt die Gruppe auf und reitet selbst den Bach entlang, bis er gegen Mittag aufgibt und Lächler wendet. Auch Farlen und die zweite Gruppe hat keine Spur gefunden. Die dritte Gruppen um Gariss, Aggar und Murch hat ebenfalls nichts gefunden, obwohl sie den halben Weg nach Winterfell zurückgegangen waren. Theon beschließt, noch einmal zum Bach zurückzukehren, aber Walder meint, die "Froschfresser" aus den Sümpfen hätten die Gabe, besonders zu schleichen und sich zu verstecken. Sogar ihre Burg Grauwasserwacht würde sich bewegen. Luwin ergänzt, dass in den Geschichtsbüchern stünde, dass die Pfahlbaumänner den Kindern des Waldes sehr nah gekommen seien, als die Grünseher versuchten, die Eng mit Wasser zu überfluten. Theon tut das als dummes Gerede ab und befiehlt erneut, zum Bach zurückzukehren. Sie suchen erneut den Bachlauf ab, bis es dunkel wird. Theon dreht sich der Magen bei dem Gedanken um, mit leeren Händen nach Winterfell zurückzukehren, aber sowohl Joseth als auch Luwin sagen, dass es keine Sinn hat weiterzusuchen.

Stinker spricht Theon an und sagt, dass er glaube, dass die Verfolgten vielleicht einen ganz anderen Weg eingeschlagen wären, bspw. nach Nordosten zu Haus Umber. Er sagt, dass sie vielleicht in der Alten Mühle am Ahornwasser Schutz gesucht hätten. Dort hätte Ser Rodrick Halt gemacht, als sie ihn nach Winterfell verschleppt haben. Er habe ein Gefühl, dass sich die Stark-Jungen dort befänden. Dann zeigt er Theon, was er in dem seltsamen Sack hat, den er die ganze Zeit mit sich führt. Theon greift in den Sack und fühlt etwas Fell und Wolle und eine Wolfskopfbrosche aus Silber. Er ruft Aggar, Rotnase und Gelmarr zu sich und schickt die anderen zurück nach Winterfell. Luwin erinnert Theon daran, dass er Gnade versprochen habe, aber Theon antwortet, dass es diese Gnade nur heute gegeben hätte.


Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. siehe: I-Bran V

Siehe auchBearbeiten

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