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Tyrion IX ist das neununddreißigste Kapitel von Die Saat des goldenen Löwen, dem zweiten Teil des zweiten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Tyrion Lennister.

ZusammenfassungBearbeiten

Tyrion Lennister erholt sich in einem Krankenbett in Maegors Feste von seinen schweren Wunden aus der Schlacht am Schwarzwasser. Er fällt mehrfach in Fieberträume, in denen sich Vergangenes mit Gegenwärtigem vermischt. Podrick Payn und Maester Ballabar pflegen ihn, wobei der Maester Tyrion mit Mohnblumensaft außer Gefecht setzt. Schließlich schafft Tyrion es, zu Kräften zu kommen und lässt Ballabar den Vergand entfernen, den er um sein Gesicht gebunden hat. Er trägt eine riesige Wunde davon, die den Großteil seiner Nase zerstört hat. Außerdem erfährt er von Ballabar, dass die Schlacht dank seines Vaters Lord Tywin Lennister gewonnen wurde und dass er die Regierung als Hand des Königs übernommen hat.

SynopsisBearbeiten

Tyrion hat FieberträumeBearbeiten

Tyrion Lennister erlebt den Ausgang der Schlacht in halbwachem Zustand unter Leichen und Verwundeten liegend. Er hat große Schmerzen und fällt schließlich wieder in einen Schlaf, wo er von Schweigenden Schwestern und Aaskrähen träumt, die sich in einer farblosen Welt draußen vor der Stadt um die Toten kümmern. Er sieht den grauen Schwarzwasser und die Gerippe der zerstörten Schiffe wie auch die Rauchsäulen über den Scheiterhaufen, wo die Toten verbrannt werden. Er wünschte, Shae wäre bei ihm, aber sie ist nicht da. Auch denkt er an seine Mutter Joanna Lennister, die er nie kennengelernt hat. Er will eine der Schweigenden Schwestern ansprechen, aber als er es versucht, merkt er, dass er keinen Mund hat. Angsterfüllt rennt er den Burgmauern entgegen.

Er wacht einige Zeit später in Dunkelheit aber in einem weichen Bett auf, fühlt sich aber schwach und fiebrig. Er versucht sich zu erinnern, wie er in dieses Bett gekommen ist, ihm kommen aber nur noch schemenhafte Bilder in den Kopf. Ihm fallen die toten Augen von Ser Mandon Moor wieder ein, das Seefeuer, dann wünscht er sich, dass ihm jemand hilft, aber niemand hört ihn. Dann schläft er wieder ein und träumt davon, dass seine Schwester Cersei Lennister und sein Vater Lord Tywin Lennister an seinem Bett stünden, aber er hält es für einen Traum, weil sein Vater im Westen gegen Robb Stark kämpft. Andere kommen und besuchen ihn: Varys seufzt besorgt, Petyr Baelish macht einen Witz, er hört Gespräche an seinem Bett, kann die Worte aber nicht verstehen, merkt aber, dass sein Verstand langsam wieder zurückkehrt.

Als er das nächste Mal erwacht, hat er einen Verband um den Mund gewickelt. Podrick Payn ist bei ihm, läuft aber sofort weg und holt Maester Ballabar, der Tyrion mit Mohnblumensaft wieder in einen Schlaf versetzt. Tyrion träumt erneut, diesmal von einem Siegesfest, auf dem er auf einem hohen Stuhl auf einem Podest sitzt und ihm die Menschen zujubeln. Marillion ist dort und spielt auf seiner Holzharfe, dann schlägt sein Bruder Jaime ihn zum Ritter und schließlich nimmt Shae ihn in Empfang.

Als er erneut erwacht, versucht er, aus dem Bett zu steigen, scheitert aber an den Schmerzen in seiner gesamten rechten Körperhälfte und sinkt wieder ins Bett, wo er sich wenigstens umsieht und erkennt, dass man ihn aus dem Turm der Hand in ein anderes Zimmer verlegt hat. Er fällt erneut in einen Schlaf. Dieses Mal träumt er von Tysha und dem kleinen Häuschen am Meer der Abenddämmerung, in dem sie ihre Flitterwochen verbracht haben.

Tyrion kommt wieder zu KräftenBearbeiten

Beim nächsten Erwachen kann er Ballabar daran hindern, ihn erneut in den Schlaf zu versetzen, indem er ihn mit seiner eigenen Kette würgt. Er weist ihn an, die Bandagen abzunehmen. Der Maester gehorcht und löst die Leinen mit einem Messer, dann wäscht er die Wunde mit warmen Wasser aus und dann mit Wein, was höllisch brennt. Die Wunde scheint aber sauber zu sein und ohne Entzündung. Ballabar erzählt ihm, dass seine Wunden schlimm waren, als sie ihn in einem Keller unter den Toten und Sterbenden fanden. Er hatte eine gebrochene Rippe und eine Pfeilwunde in der Schulter, die bereits vom Wundbrand befallen war. Er hätte den Arm beinahe abnehmen müssen, aber er konnte die Wunde mit gekochtem Wein und Maden beruhigen. Tyrion lässt sich von Ballabar einen Spiegel und Wein bringen und sieht, dass ein langer Schnitt von seinem linken Auge über die Nase und Lippen bis hin zur rechten Seite seines Kinns führt. Der Großteil seiner Nase fehlt und ein Teil seiner Lippen. Dann fällt ihm der Vorfall mit Ser Mandon Moor wieder ein und dass er ihn erschlagen hätte, wenn Tyrion nicht instinktiv seinen Kopf zurückgezogen hätte. Er erinnert sich daran, dass Jaime einmal über Ser Mandon gesagt hatte, dass er der Gefährlichste in der Königsgarde sei, weil man seine Gedanken hinter seinen toten Augen nicht lesen könne, aber Tyrion hätte nicht gedacht, dass er genauso ehrlos wie Ser Meryn Trant, Ser Balon Swann oder Ser Osmund Schwarzkessel sei, die offensichtlich Cerseis Geschöpfe sind. Er fragt, wo er sei, und erhält als Antwort, dass er in einer kleinen Kammer über dem Ballraum der Königin in Maegors Feste sei, denn sie hätte angeordnet, dass sie persönlich über ihn wachen wolle. Als er in seine Kammern gebracht werden will, erfährt er, dass Lord Tywin Lennister in der Stadt ist und das Amt der Hand des Königs sowie den Wohnsitz im Turm der Hand übernommen hat. Er berichtet von dem Ausgang der Schlacht, und wie Lord Tywin und Haus Tyrell die Schlacht entschieden habe.

Tyrion lässt Podrick rufen und trägt diesem auf, Ballabar fortzuschicken und Maester Frenken zu holen, der ihm Traumwein bringen soll. Er soll außerdem Bronn holen. Podrick berichtet, dass Bronn in der Zwischenzeit zum Ritter geschlagen wurde.


Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Siehe auchBearbeiten

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