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Cersei IV ist das vierzehnte Kapitel von Die dunkle Königin, dem zweiten Teil des vierten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Cersei Lennister.

Zusammenfassung Bearbeiten

Cersei Lennister erfährt von Auran Wasser, dass Drachenstein gefallen ist und Ser Loras Tyrell im Sterben liegt, weswegen Tommen Baratheon aufmüpfig wird und sie ihn bestrafen lässt. Außerdem wird sie weiterhin von Alpträumen über Maggy den Frosch gequält und entwirft einen Plan, um Margaery Tyrell loszuwerden und die Prophezeiung zu verhindern.

SynopsisBearbeiten

Auran berichtet Cersei von der Belagerung von DrachensteinBearbeiten

Der Tag ist so verregnet und trüb, dass selbst Margaery Tyrell in ihren Gemächern im Jungfrauengewölbe bleibt, anstatt wie sonst üblich mit ihrem Gefolge einen Ausritt zu machen. Gegen Abend wird Auran Wasser bei Cersei Lennister angekündigt, der um eine Audienz bittet, nachdem er in der Abendflut mit der Süße Cersei eingelaufen ist. Er berichtet freudig, dass Drachenstein gefallen sei und die Belagerung somit beendet ist. Cersei ist hochzufrieden mit dieser Nachricht, denn nun kann sie Lord Paxter Rothweyn erlauben, mit seiner Flotte zum Arbor zurückzukehren und die Eisenmänner von den Schildinseln zu vertreiben. Diese haben inzwischen die Ländereien am Mander geplündert und das Dutzend Schiffe, das Lord Paxter zuhause gelassen hatte, vernichtet. Mittlerweile wagen sich die Eisenmänner sogar in Richtung Wispernder Sund vor und nähern sich Altsass. Die Schlacht bei der Belagerung von Drachenstein war indes ein wahres Blutbad, bei dem annähernd 1000 Soldaten starben oder schwer verwundet wurden, und die meisten von ihnen waren Soldaten, junge Ritter und Lords der Lennisters. Ser Loras Tyrell wurde schwer verwundet, und die Maester gehen davon aus, dass er bald stirbt. Zynisch merkt Cersei an, dass Tommen Baratheon dann sicher traurig sein werde, und Auran ergänzt, dass viele aus dem Gemeinen Volk ähnlich empfinden werden, wobei Cersei an Loras' Abschied aus Königsmund denken muss, als 3000 Stadtbewohner zum Schlammtor gedrängt waren, um ihn noch einmal zu sehen. Genüsslich lässt sich Cersei von Auran Wasser die ganze Geschichte erzählen, nachdem Dorcas einige Erfrischungen gebracht hat. Cersei ist so erfreut über die Neuigkeiten, dass sie sie Margaery Tyrell unbedingt persönlich überbringen will, um sich an ihrer Trauer zu erfreuen.

Margaery spielt in ihren Gemächern zusammen mit ihren Basen Alla Tyrell, Megga Tyrell und Elinor Tyrell ein neues Spiel aus Volantis, als Cersei eintrifft und ihr eröffnet, dass ihr Bruder ein Held sei, was Margaery zunächst wenig überrascht. Cersei erzählt weiterhin, dass Lord Paxter einen Tunnel unter der Burgmauer von Drachenstein graben wollte, Loras diese Vorgehensweise aber zu langwierig erschien und er schon einen halben Tag nach seiner Ankunft darauf bestanden habe, die Festung frontal anzugreifen, nachdem der Kastellan der Burg, Ser Rolland Sturm, sich geweigert hatte, die Belagerung durch einen Zweikampf zu entscheiden. Loras sei der Erste gewesen, der durch die Bresche im Burgtor gestürmt sei, wobei er von Armbrustbolzen in Bein und Schulter getroffen wurde und ein Streitkolbenhieb ihm mehrere Rippen brach. Als er dann den Angriff auf die innere Mauer der Festung anführte, traf ihn schließlich auch noch ein Schwall brennenden Öls. Alla stürmt kreidebleich aus dem Zimmer, als sie das hört, und Cersei nimmt Margaery mit geheucheltem Mitgefühl in den Arm und küsst sie auf die Wange. Margaery sagt, dass noch Hoffnung bestehe, solange Loras nicht tot sei, und stößt Cersei so heftig von sich weg, dass diese fast stürzt. Vorwurfsvoll sagt sie Cersei, dass sie sie genau durchschaut habe und wirft sie hinaus.

Cersei genießt ihren ErfolgBearbeiten

Zurück in ihren Gemächern ist Cersei zu aufgeregt, um schlafen zu können. Lady Taena von Myr ist an diesem Abend nicht bei ihr erschienen, stattdessen schläft Joslyn Swyft neben ihr, und sie muss an ihren Vater Lord Tywin Lennister denken und fragt sich, ob er stolz auf sie wäre, wenn er sehen könnte, was sie erreicht hat. Sie malt sich bereits aus, dass sie Loras eine prunkvolle Beerdigung bereiten wird, und sie ist sich sicher, dass Lord Maes Tyrell trotz allem nicht mit ihr brechen kann, weil der halbe Hof Zeuge gewesen ist, wie Loras um das Kommando gebettelt hat. insgeheim hofft sie sogar, dass die Nachricht Olenna Rothweyn umbringen wird.

Am nächsten Morgen erwacht Cersei mit einem Hochgefühl, das noch bestärkt wird, als Taena erscheint und ihr berichtet, sie habe die ganze Nacht Margaery und ihre Basen getröstet, die Wein getrunken und sich Geschichten von Loras erzählt hätten. Cersei entscheidet, am nächsten Tag in die Große Septe von Baelor zu gehen, um ein paar Kerzen für Loras zu entzünden, dann befiehlt sie Dorcas, ihr ihre neue Krone zu bringen, die sie kürzlich hat anfertigen lassen.

Ser Osmund Schwarzkessel erscheint und berichtet, dass an diesem Morgen insgesamt vier Männer erschienen seien, die Hinweise auf den Verbleib Tyrion Lennisters haben wollen, und einer von ihnen hat einen Kopf mitgebracht. Diesen will Cersei als Ersten empfangen. Es ist der siebte Zwergenkopf, der ihr gebracht wird, und Cersei hofft, dass die Zahl ihr dieses Mal Glück bringt. Der Mann ist ein kleiner, stämmiger und verschwitzter Tyroshi, der Cersei gleich unsympathisch ist. Er hat eine große Truhe bei sich, in der sich der Kopf befindet. Der Tyroshi verbeugt sich tief und macht Cersei zunächst ein paar Komplimente wegen ihrer Schönheit, die sogar jenseits der Meerenge bekannt sei. Er sagt, er hoffe, ihren Kummer etwas lindern zu können, indem er ihr den Valonqar bringen würde, den sie in Tyrosh "Rothand" nennen würden wegen des Vater- und des Königsmordes. Der Tyroshi öffnet die Truhe und tritt einen Schritt zurück, doch als Cersei den Zwergenkopf betrachtet, fallen ihr sofort die braunen Augen auf. Der Tyroshi versucht zu erklären, dass er die Augen mit Glasaugen ausgetauscht hätte, weil die originalen verwest gewesen seien. Cersei herrscht den Tyroshi an, dass es nicht nur die Augen seien, sondern dass der Kopf mindestens zweimal zu alt sei und außerdem kahl. Der Tyroshi versucht, sich herauszureden, indem er bspw. darauf hinweist, dass dieser Zwerg keine Nase habe, aber Cersei entlarvt ihn, denn er hat ihm die Nase selbst abgeschnitten. Cersei befiehlt Ser Meryn Trant, den Tyroshi zu Qyburn zu bringen, damit er ihm die Nase abschneiden kann, denn ein Lennister begleiche stets seine Schulden.

Auch die drei anderen vermeintlichen Informanten haben keine nützlichen Informationen. Der Erste behauptet, Tyrion habe sich in einem Bordell in Altsass auf Männer spezialisiert, der Zweite will Tyrion bei einem Mimenspiel in Braavos gesehen haben[A 1] und der Dritte sagt, Tyrion lebe in den Flusslanden auf einem verfluchten Hügel als einsamer Eremit[A 2]. Cersei bietet ihnen allen an, dass die Drei einen ihrer Ritter zu der jeweiligen Person führen sollen, aber wenn es sich dann nicht um Tyrion handelt, sie ihre Zunge einbüßen werden, und plötzlich sind sich alle Drei nicht mehr so sicher, dass es sich um Tyrion handelt.

Nachdem der letzte Informant ihr Solar verlassen hat, macht sich Cersei fertig für den Hof. Taena bittet, mitkommen zu dürfen, wobei sie auch vorschlägt, die Geschäfte der Hand des Königs zu überlassen und sich als Mägde verkleidet einen Tag in der Stadt zu vergnügen. Dann könnten sie dem Blauen Barden in einem Gasthaus lauschen, und Taena kennt auch einen Keller, in dem ein Zauberer Blei in Gold verwandelt und Mädchen in Jungen. Cersei sagt Taena, was sie hören möchte, sagt dann aber, dass sie das Reich nicht in die zitternden Hände von Harys Swyft legen könne.

Cersei hält HofBearbeiten

Bei Hof ist Jalabhar Xho der erste Bittsteller, doch wie immer ist er nur gekommen, um um Männern und Waffen zu bitten, doch Cersei vertröstet ihn genau so, wie Robert Baratheon es immer getan hatte, auf das nächste Jahr. Als nächstes erscheint Hallyn von der Gilde der Alchemisten, um sich zu erkundigen, ob es Dracheneier auf Drachenstein gebe, und er bietet an, dass die Pyromantiker versuchen könnten, diese auszubrüten. Cersei erklärt ihm, dass sie keine Eier gefunden hätten, denn falls es noch welche gegeben habe, hätte Stannis Baratheon sie vermutlich verkauft. Dann erscheint eine Gruppe Kaufleute, die sich darüber beschweren, dass die Eiserne Bank von Braavos ihre Darlehen zurückhaben wolle, ohne neue auszugeben. Cersei denkt, dass es höchste Zeit sei, eine eigene "Goldene Bank von Lennishort" zu gründen. Sie rät ihnen, ihre Schulden zu begleichen.

Dann erscheint eine Abordnung des Glaubens an die Sieben, angeführt von Septon Raynard und eskortiert von sechs Söhnen des Kriegers. Qyburn hatte berichtet, dass bereits fast Hundert Ritter aus dem niederen Adel, Heckenritter und auch ältere Männer mit ihrem Schwert in den Dienst des Glaubens getreten sind, aber am erstaunlichsten war gewesen, dass auch Lancel Lennister unter ihnen ist. Erst war es ihr schwer gefallen, das zu glauben, doch nun ist er tatsächlich unter den sechs Rittern der Eskorte. Cersei beschwert sich bei Raynard darüber, dass sie nach dem Hohen Spatz gerufen habe und nicht nach einem Abgesandten, aber Raynard entschuldigt den Hohen Spatzen, der in der Seidenstraße Stadt gegen den Frevel kämpfe, was Cersei besonders wütend macht, da sie weiß, dass Raynard früher selbst Stammkunde in den Bordellen der Stadt gewesen ist. Cersei erklärt, dass sich die Bordellbesitzer zurecht bei ihr beschwert hätten, dass der Hohe Spatz die Bordelle schließen lässt, und dass die Krone ihre Steuern brauche, um etwa die Goldröcke zu bezahlen. Außerdem würden weniger Schiffe Königsmund ansteuern, wenn bekannt werde, dass es hier keine Bordelle mehr gebe. Sie gibt den Befehl, dass der Hohe Spatz seine Predigten auf die Große Septe beschränken soll.

Als nächstes erscheint Großmaester Pycelle, der Cersei mitteilt, dass Lord Gil Rosby zu schwach sei, um das Bett zu verlassen, und dass er gewiss bald sterben werde. Cersei erwidert, dass Lord Gil schon immer gehustet habe, und dass sie glaubt, dass jemand seinen Tod wolle, sollte er ausgerechnet jetzt sterben. Erschrocken fragt Pycelle, wer so etwas wollen könnte, und Cersei denkt an die Tyrells, sagt aber, dass es irgendein alter Feind sein könnte, ein neuer oder sogar Pycelle selbst, woraufhin Pycelle erbleicht. Er beschreibt, was er alles unternommen habe: er hat Lord Gil purgiert, zur Ader gelassen, in mit Breipackungen und Aufgüssen behandelt und ihm Schlafsüß gegeben, aber er huste mittlerweile kleine Stücke seiner Lunge mit aus. Cersei lässt sich davon nicht beeindrucken und teilt Pycelle mit, dass sie nicht erlaube, dass Lord Gil sterbe, woraufhin dieser sich tief verneigt und sich verabschiedet.

Cersei bestraft Tommen und träumt von MaggyBearbeiten

Am Abend isst sie mit Tommen ein kleines Abendmahl, wobei sie sich darüber beschwert, dass König zu sein anstrengend ist, weil es so viele Bittsteller gebe. Tommen ist traurig, und Cersei schließt daraus, dass Margaery ihm von Loras erzählt hat. Als Tommen erklärt, dass Margaery ihm empfohlen habe, seine Mutter bei Hof zu begleiten, faucht Cersei, dass Margaery viel zu viel rede und sie ihr gern die Zunge herausreißen lassen würde, was Tommen erschreckt. Er schreit wiederum Cersei an, sie solle Margaery in Ruhe lassen und seinen Befehlen gehorchen, denn er sei der König. Cersei packt Tommen am Ohr, zerrt ihn zur Tür und befiehlt Ser Boros Blount, Pat zu holen. Tommen soll seinen Prügelknaben dieses Mal selbst auspeitschen, bis dessen Wangen bluten, und sollte er sich weigert, soll Qyburn Pat die Zunge herausschneiden. Ser Boros führt Tommen mit sichtlichem Unbehagen fort.

Als sich die Nacht über der Stadt senkt, lässt Cersei Dorcas und Joslyn Feuer machen und Kerzen entzünden. Wolken verbergen die Sterne, und es ist eine düstere Nacht. Cersei muss an den verwundeten Loras in Drachenstein denken und an Falyse Schurwerth in der Schwarzen Zelle. Aus Schurwerth ist die Nachricht eingetroffen, dass Lady Tanda Schurwerth ihren Verletzungen erlegen ist und Lollys Schurwerth nun Lady und Bronn der neue Lord der Burg ist. Vor dem Einschlafen denkt sie noch einmal voller Schadenfreude an Margaerys Tränen.

Dann träumt sie wieder einmal von Maggy dem Frosch, Melara Heidewies und Jeyne Weitmann: Maggys Zelt ist genauso bedrohlich wie damals, als die drei Mädchen zehn Jahre alt waren. Auch damals wollte Cersei nicht in das Zelt gehen, doch sie sah sich dazu gezwungen, weil sie vor ihren Freundinnen nicht wie ein Feigling dastehen wollte. Im Traum waren sie lange gegangen bis zu dem Zelt, und auch der Weg dorthin war schon unheilvoll gewesen und voller Schatten, in Wirklichkeit waren sie damals überschwänglich und albern gewesen, um ihre Angst zu verbergen. Im Zelt riecht es nach verschiedensten Gewürzen. Das einzige Licht kommt von einem glühenden Kohlebecken in Form eines Basiliskenkopfes. Maggy der Frosch schläft in ihrem Bett, und im Traum will Cersei den Mädchen zurufen, dass sie sie in Ruhe lassen sollen, aber jetzt wie damals treten sie gegen das Bett und wecken die Zauberin auf. als Maggy die Augen aufschlägt, schreit Jeyne laut los und läuft fort, was ihr im Nachhinein das Leben gerettet hat. Heute noch lebt sie auf der Schönen Insel und hat ein Dutzend Kinder mit Gareth Klifften, einem Vasall ihres Bruders Lord Sebaston Weitmann. Cersei erinnert sich noch an die gelben und durch Schmutz verkrusteten Augen der alten Frau. In Lennishort ging das Gerücht um, sie sei als junge und wunderschöne Frau von ihrem Gemahl zusammen mit einer Ladung Gewürzen aus Essos in die Westlande gebracht worden. Trotz ihres widerwärtigen Aussehens und Geruchs bestehen die Mädchen darauf, ihre Zukunft vorhergesagt zu bekommen, obwohl die alte Frau ihnen dreimal sagt, sie sollen verschwinden. Dann droht die junge Cersei der alten Frau mit ihrem Vater Lord Tywin, falls sie nicht gehorcht. Dann hatte Maggy sie näher zu sich gerufen und gesagt, sie müsse ihr Blut schmecken. Melara bekommt es mit der Angst zu tun, aber Cersei schneidet sich selbst und ihr mit einem krummen alten Messer in den Daumen. Gierig nimmt Maggy Cerseis Daumen und drückt ihn an ihr weiches Zahnfleisch. Ihr Mund fühlt sich seltsam kalt an. Dann gebietet sie Cersei drei Fragen, allerdings warnt sie sie, dass ihre Antworten ihr nicht gefallen werden. Als erstes fragt Cersei die alte Frau, wann sie den Prinzen heiraten werde, und erhält die Antwort, dass sie ihn nie heiraten wird, dafür aber einen König[A 3]. Die junge Cersei hatte jahrelang geglaubt, sie werde Rhaegar erst heiraten, nachdem dessen Vater Aerys II. Targaryen gestorben sei. Dann fragt die junge Cersei, ob sie denn Königin werden würde, und die alte Frau erklärt ihr, dass sie zwar Königin wird, dass aber eines Tages eine jüngere und schönere Königin käme und ihr Alles wegnehmen werde, was ihr lieb und teuer ist, und sie niederwerfe.[A 4] Als Letztes fragt sie, ob sie und der König Kinder haben werden, und Maggy erklärt, dass der König sechzehn[A 5] und sie drei Kinder haben werde. Alle drei Kinder werden goldene Kronen tragen, dann aber auch goldene Totenhemden, und am Ende wird der Valonqar erscheinen und Cersei erwürgen.

Die junge Cersei wird sauer, weil sie die Worte nicht versteht und sie ihr nicht gefallen, daher beschimpft sie die alte Frau und fordert Melara auf, mit ihr das Zelt zu verlassen, doch ihre Freundin will auch ihre drei Fragen stellen. Als erstes fragt Melara, ob sie Jaime Lennister heiraten werde, woraufhin Maggy ihr erklärt, dass sie nicht Jaime und auch keinen anderen Mann heiraten werde, und dass sie diese Nacht schon sterben werde. Daraufhin schnappt sich die junge Cersei ein Gefäß, das auf dem Tisch steht, und schleudert es der alten Frau ins Gesicht. Im wirklichen Leben hatte Maggy sie damals mit fremdartigen Schimpfwörtern belegt und sie verflucht, während sie aus dem Zelt liefen, doch in diesem Traum zerfließt ihr Gesicht, bis nur noch die Augen übrig sind. Dann träumt sie von Händen, die sie erwürgen, und schreiend wacht Cersei auf und bemerkt, dass sich ihr Bettlaken um ihren Hals gewickelt hat. In dieser Nacht schläft Dorcas neben Cersei, da Taena bei Margaery gelieben ist.

Cersei weckt Dorcas und schickt sie los, damit sie Pycelle holen geht, der vermutlich bei Lord Gil ist. Einige Zeit später erscheint er müde vor Cersei, und ihr fällt einmal mehr auf, dass er alt und verbraucht wirkt. Unvermittelt fragt sie ihn nach seinem Alter, und Pycelle erklärt, er sei 84 Jahre alt. Cersei sagt, sie bevorzuge einen jüngeren Mann, worauf Pycelle erzählt, wie er mit 42 Jahren vom Konklave berufen wurde. Es habe andere, ältere Männer gegeben, die das Amt erdrückt hätte und die innerhalb eines Jahres gestorben seien wie etwa Kaeth oder Ellendor, und auch Merion sei gestorben, allerdings an einer Erkältung auf dem Weg nach Königsmund. Dann habe Aegon V. Targaryen die Citadel gebeten, ihm einen jüngeren Maester zu schicken, und so kam Pycelle schließlich nach Königsmund. Cersei verlangt etwas stärkeres als Wein, was sie schlafen lässt und vom Träumen abhält. Als Pycelle sich verabschiedet, fragt Cersei ihn, ob es in der Citadel Erkenntnisse über Prophezeiungen gebe. Pycelle gibt eine kryptische Antwort, und Cersei ärgert sich sofort darüber, dass sie ihn überhaupt gefragt hat, dann schickt sie ihn barsch hinaus.

Am nächsten Morgen frühstückt Cersei mit Tommen, der sich beruhigt zu haben scheint und seine drei kleinen Kätzchen bei sich hat. Anschließend lässt sie Joslyn Qyburn holen, den sie nach Falyse fragt. Sie erklärt, dass es ihr nicht gefalle, Lollys als Lady von Schurwerth zu akzeptieren, denn das heiße, auch Bronn bliebe an der Macht, doch als sie vorschlägt, deswegen Falyse zu ihrer angestammten Position auf Burg Schurwerth zu verhelfen, erklärt Qyburn, sie sei nach seiner Behandlung leider nicht mehr in der Lage, irgendetwas zu regieren. Dann fragt sie auch Qyburn nach dem Wert von Prophezeiungen und erzählt ihm von Maggy dem Frosch. Qyburn erklärt, dass Blutmagie eine sehr mächtige Art der Zauberei sei und dass diese Waldhexe vermutlich eine Maegi war. Cersei erzählt, dass sie Melaras Tod präzise voraussagen konnte, obwohl das Mädchen damals erst elf Jahre und kerngesund gewesen war. Qyburn fragt, ob Cersei noch um ihre Freundin trauere, aber Cersei erwidert, dass sie sich kaum an ihr Gesicht erinnern könne. Dann erklärt sie, dass die Maegi außerdem vorausgesagt habe, wie viele Kinder sie haben und dass Robert unzählige Bastarde zeugen werde. Dann erzählt sie ihm auch noch den Rest der Prophezeiung. Qyburn errät, dass Cersei die Prophezeiung gerne verhindert will, und sagt ihr, dass die "kleine Königin" dazu aufgehalten werden müsse. In Cersei reift weiter der Plan, Margaery zu beseitigen, und ihr kommt in den Sinn, ihre eigenen Beschützer gegen sie zu verwenden.

Am nächsten Morgen sucht Cersei Ser Osmund im Hof auf, wo dieser mit Hobber Rothweyn oder Horas Rothweyn übt. Sie bittet ihn, sie ein Stück Weges zu begleiten und fragt ihn nach den Schwertkünsten seines Bruders Osney Schwarzkessel. Osmund sagt, er kämpfe gut, wenn auch nicht so gut wie er selbst oder Osfryd Schwarzkessel. Dann fragt sie ihn, ob Osney Ser Boros Blount besiegen könnte, und Osmund denkt, dass Ser Boros keine Herausforderung für seinen Bruder darstellen würde. Osmund denkt, Cersei will Ser Boros beseitigen lassen, dabei denkt sie insgeheim, dass Osney sie verraten habe.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

Handelnde Personen:

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

Orte:

Begriffe:

AnmerkungenBearbeiten

  1. vermutlich Bobono
  2. vermutlich der Geist von Hochherz
  3. Diese Prophezeiung hat sich durch Cerseis Hochzeit mit Robert Baratheon bestätigt.
  4. Diese Prophezeiung hat sich durch Margaery Tyrell teilweise bestätigt.
  5. Nur einige von Roberts Bastarden sind bekannt.

Siehe auchBearbeiten

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