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Jaime IV ist das sechzehnte Kapitel von Die dunkle Königin, dem zweiten Teil des vierten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Jaime Lennister.

Zusammenfassung Bearbeiten

Jaime Lennister trifft sich mit Ser Brynden Tully am Burgtor von Schnellwasser, doch die Unterredung bleibt erfolglos. Daraufhin beruft Jaime einen Kriegsrat ein und kündigt an, am nächsten Morgen die Burg anzugreifen. Trotzdem sucht er nach dem Rat Edmure Tully an dessen Galgen auf, entlässt Ryman Frey von seinem Kommando und befreit Edmure. Er bringt ihn in sein Zelt und erklärt ihm, dass er ihn freilasse und er dafür sorgen solle, dass Ser Brynden aufgibt, andernfalls werde er die Burg stürmen und schleifen lassen.

SynopsisBearbeiten

Jaime verhandelt mit BryndenBearbeiten

Jaime Lennister, der auf Ehre reitet, trifft sich mit Ser Brynden Tully auf der Zugbrücke von Schnellwasser. Ser Brynden blickt grimmig und entschlossen drein. Jaime reitet auf Ser Brynden zu und erkennt sofort, dass er von ihm verabscheut wird. Brynden begrüßt ihn als "Königsmörder", doch Jaime hat sich geschworen, besonnen zu reagieren und antwortet daher mit "Schwarzfisch". Als Erstes erinnert Brynden Jaime an seinen Eid Catelyn Tully gegenüber, ihr ihre Töchter Sansa und Arya Stark heil zurückzuschicken. Als Jaime ihm gestehen muss, dass er die Mädchen nicht bei sich habe, bietet Brynden ihm seine alte Zelle von Schnellwasser wieder an und fügt höhnisch hinzu, dass sogar die Binsen erneuert wurden. Als nächstes erinnert Brynden ihn an Catelyns Tod. Jaime könnte erklären, dass er mit ihrem Tod nichts zu tun habe und dass die Mädchen schon fort waren, als er Königsmund erreichte, oder von Eidwahrer und Brienne von Tarth, aber er weiß, dass Brynden das nicht interessieren würde, denn er blickt ihn genauso verächtlich an wie Eddard Stark, als dieser ihn bei der Plünderung von Königsmund auf dem Eisernen Thron sitzend vorgefunden hatte. Jaime beginnt, über die Bedingungen zu sprechen, aber Brynden fährt ihm ins Wort und sagt, sie sollten Edmure Tully endlich hängen, denn er sei ohnehin zum Tode verurteilt.

Jaime bietet ihm an, Edmure freizulassen, wenn Brynden im Gegenzug Lady Westerling sowie deren Kinder Jeyne, Eleyna und Rollam freilasse, aber Brynden traut Jaime nicht und denkt außerdem, dass die Kinder lediglich hingerichtet werden sollen, auch wenn Jaime erklärt, Jeyne sei begnadigt worden. Dann bietet er Brynden an, die Tore zu öffnen, und jedes Leben werde verschont werden, allerdings müssten die Männer ihre Waffen abgeben. Brynden werde erlaubt werden, sich der Nachtwache anzuschließen, wo Jon Schnee Lord Kommandant ist. Falls Brynden nicht akzeptiere, sei Jaime gezwungen, die Burg zu stürmen. Brynden lehnt ab und er erinnert Jaime an den Mord an Robb Stark und wie das Gesetz der Gastfreundschaft gebrochen worden ist und das das ganze zu sehr nach Tywin Lennister rieche. Dann erklärt Jaime Brynden, dass der Krieg vorbei sei, und wenngleich auf Schnellwassers Mauern immer noch der Schattenwolf wehe, so sei er doch sehr einsam, denn selbst Harrenhal, Seegart und Jungfernteich seien gefallen, und Rabenbaum werde ebenfalls belagert. Haus Bracken habe das Knie gebeugt ebenso wie Haus Peiper, Haus Muton und Haus Vanke genauso wie alle anderen Vasallen mit Ausnahme von Tytos Schwarzhain. Als Brynden erklärt, sie hätten Vorräte bis in alle Ewigkeit, die Belagerer aber müssten zwanzigmal so viele Männer versorgen, lügt Jaime, dass sie von den Zwillingen oder aus den Westlanden versorgt werden könnten. Dann schlägt Jaime einen Zweikampf vor, aber Brynden verhöhnt ihn nur und schlägt vor, dass sie beide gegeneinander kämpfen könnten. Jaime benutzt Catelyns Eid als Entschuldigung, dass er nie wieder ein Schwert gegen einen Tully oder Stark erheben werde, woraufhin Brynden ihn als einen Feigling beschimpft. Am Ende fragt Jaime, ob es überhaupt Bedingungen gebe, die Brynden akzeptieren würde, was Brynden verneint. Er sei lediglich erschienen, weil die Belagerung so langweilig sei und er sich Jaimes Ausreden habe anhören wollen, die schwächer gewesen seien als erhofft, aber man könne sich ja darauf verlassen, von ihm enttäuscht zu werden. Dann wendet er sein Pferd, reitet zurück in die Burg und das Fallgitter kracht herunter.

Jaime hält einen Kriegsrat abBearbeiten

Jaime reitet zurück in sein Lager und sieht sich damit konfrontiert, dass er die Burg stürmen müssen wird. Er nimmt sich vor, der erste auf der Mauer zu sein, wenngleich er vermutlich wegen seiner Hand auch der erste sein wird, der dort fallen wird. Luis Peiper und Josmyn Peckelden helfen Jaime mit dem Pferd, und Ser Dawen Lennister fragt, wie es gelaufen ist. Jaime erklärt, dass er wenig erfolgreicher war als Ryman Frey, dann lässt er einen Kriegsrat einberufen mit Ser Addam Marbrand, Ser Layl Rallenhall, Forley Prester, den Flusslords und Emmon und Ryman Frey und wen immer sie mitbringen wollen.

Der Kriegsrat tritt schnell zusammen, und für die Flusslords erscheinen Lord Clement Peiper sowie Lord Karyl Vanke und Lord Norbert Vanke, für den Westen Ser Addam, Ser Layl, Ser Farnwald und Ser Dawen, Emmon erscheint mit seiner Gemahlin Genna Lennister, und von den Freys erscheinen Ser Walder Strom und Rymans Erstgeborener Edwyn Frey. Edwyn erklärt, Ryman sei an diesem Morgen unpässlich, woraufhin sich Dawen zu der Bemerkung hinreißen lässt, dass er bestimmt betrunken sei. Als Edwyn Jaime fragt, ob er sich solche Bemerkungen gefallen lassen müsse, fragt Jaime kühl, ob es denn stimmen würde, woraufhin Edwyn zähneknirschend eingestehen muss, dass sein Vater viel Rotwein trinke, da er angeblich seinem kranken Magen helfe. Jaime unterbindet das folgende Wortgefecht. Er fragt seine Hauptleute zunächst, wie sie vorgehen würden, so wie sein Vater es stets getan hatte. Emmon drängt darauf, Edmure zu hängen, um Brynden zu zeigen, dass sie es ernst meinen, aber Lord Karyl entgegnet, dass man Brynden so nicht beeindrucken könne, selbst sein eigener Bruder Lord Hoster Tully habe es nie geschafft, ihn zu einer Heirat zu bringen. Ser Dawen und Ser Layl wollen die Burg stürmen, woraufhin Emmon entsetzt einwirft, dass es seine Mauern seien, die dann zerstört würden, wobei er wieder Tommen Baratheons Dekret aus der Tasche zieht, woraufhin sogar Edwyn entnervt sagt, dass sie alle das Papier schon gesehen hätten, es Brynden aber nicht interessiere. Ser Addam schlägt vor, in der nächsten mondlosen Nacht ein Dutzend Kämpfer in die Burg schleichen zu lassen, um das Tor von innen zu öffnen. Edwyn hingegen schlägt vor, die Burg zum Schein anzugreifen, um Brynden auf die Zinnen zu locken und ihn dann von den Belagerungstürmen aus mit Pfeilen zu erschießen. Ser Layl schlägt vor, ihn zu einem Zweikampf herauszufordern. Lord Norbert meldet sich zu Wort und erzählt, dass er Brynden schon sehr lange kenne, seit sie gemeinsam Knappen bei Lord Darry gewesen seien. Er bittet darum, mit ihm sprechen zu dürfen, doch Lord Clement mischt sich ein und sagt, Brynden sei seine Lage durchaus klar, es sei also zwecklos, sie ihm noch einmal vor Augen zu führen. Dann beschimpft er die Freys, da sie seit der Roten Hochzeit immer noch seinen Sohn Marq Peiper gefangen halten, und es kommt zu einem Austausch von heftigen Beleidigungen, und am Ende droht Clement Edwyn mit seinem Schwert, der daraufhin blass wird, dafür aber von Walder Strom den Rücken gestärkt bekommt, der Clement seinerseits droht. Jaime befiehlt beiden, sich wieder hinzusetzen, doch Lord Clement murmelt nur einen Fluch und stürmt hinaus. Edwyn will, dass Clement zur Rechenschaft gezogen wird und rechtfertigt das Vorgehen gegenüber den Peipers, doch Jaime erinnert ihn daran, dass auch die Freys zunächst für Robb gekämpft hatten und sie daher nach Edwyns Logik auch Verräter seien. Dann beendet er den Kriegsrat und weist alle Anwesenden an, sich für einen Angriff bei Tagesanbruch fertig zu machen.

Jaime befreit EdmureBearbeiten

Die Hauptmänner verlassen das Zelt, von draußen weht der Gestank des südlichen Frey-Lagers zu ihnen herüber, und Ser Edmure steht einsam auf dem Galgen vor der Burg. Emmon und Genna bleiben bis zuletzt. Emmon versucht wieder einmal, Jaime von dem Angriff abzuhalten, weil er um seine Burg fürchtet. Genna ergänzt, dass Edmure das Hauptproblem darstelle. Jaime sagt, dass er ihm jetzt sofort einen Besuch abstatten werde und nimmt Ser Layl und Ser Ilyn Payn mit. Sie gehen zur Fähre, die gerade mit Edwyn und Walder Storm abgelegt hat, sodass sie auf die Rückkehr des Bootes warten müssen. Als sie später das Nordufer erreichen, werden sie von einer Marketenderin begrüßt, die Ser Layl ihre Dienste anbietet. Überall sieht Jaime Banner der Freys und ihrer Vasallen, kleinerer Häuser: den Reiher von Haus Erenfurt, die Mistgabel von Haus Heckenfeld oder drei Mistelzweigableger von Haus Karlten. Seine Ankunft bleibt nicht unbemerkt, doch Jaime schreitet unbeirrt weiter durch das Lager. Rymans Zelt ist das größte im ganzen Lager. Rymans Stimme klingt sehr lebendig aus dem Zelt und vermischt sich mit der einer Frau und den Harfenklängen eines Sängers. Vor einem weitaus bescheideneren Zelt steht Walder Strom und unterhält sich mit zwei Kriegern. Als er Jaime erblickt, spürt Jaime, dass das ein sehr gefährlicher Mann ist.

Der Galgen, auf dem Edmure steht, steht auf einem drei Meter hohen Podest, der von zwei Speerträgern bewacht wird. Einer der beiden verweigert zunächst den Durchgang, aber nachdem Jaime ihm droht, lassen sie sie passieren. Oben steht Edmure und starrt auf die Falltür unter sich. Seine Füße sind schwarz vom Schlamm, seine Beine nackt und er trägt nur ein schmutziges Seidenhemd in den Tullyfarben. Als er Jaime sieht, entfährt ihm ein ungläubiges "Königsmörder", und als er Ser Ilyn erkennt, sagt er, dessen Schwert sei ihm lieber als der Strick. Er fordert sie auf loszulegen, und Jaime gibt Ser Ilyn Befehl, Edmures Wunsch zu befolgen. Er legt seine ganze Kraft in einen Hieb, trennt aber nicht Edmures Hals ab, sondern zerschlägt das Seil.

Sie werden unterbrochen von Edwyn, der schnaufend zum Galgen gelaufen kommt. Wenig später erscheint der völlig betrunkene Ser Ryman mit einem blonden Freudenmädchen im Arm. Sie ist genauso betrunken wie Ryman und trägt eine Krone auf dem Kopf. Frech fragt sie, wer denn Jaime sei, als sie vor ihm steht. Jaime antwortet kühl, dass er der Lord Kommandant der Königsgarde sei, woraufhin die Frau erwidert, dass sie selbst von Ryman zur Königin ernannt worden sei. Endlich gebietet Ryman ihr zu schweigen. Jaime bemerkt, dass es genauso töricht sei, eine Königin zu krönen wie Edmure an den Pranger zu stellen. Ryman rechtfertigt sich damit, dass seine Vorgehensweise in Seegart funktioniert habe, als sein Sohn, der Schwarze Walder das gleiche mit Patrek Mallister gemacht habe und Lord Jason Mallister die Burg aufgab. Jaime fragt, warum er Edmure dann noch nicht gehenkt habe, und Ryman erklärt, sein Vater Lord Walder Frey habe befohlen, es nicht zu tun, weil Edmure ihre einzige Geisel von Wert sei. Jaime erklärt Ryman, dass es dumm sei, Drohungen auszusprechen, die man nicht bereit ist umzusetzen, und er fragt ihn, was er tun würde, wenn er Ryman mit Schlägen drohe und er sich widersetzen würde. Als Ryman zu stammeln beginnt, schlägt Jaime ihm mit seiner Goldhand ins Gesicht, sodass er rückwärts auf sein Freudenmädchen taumelt. Dann fragt Jaime Ser Ilyn, wie viele Hiebe er bräuchte, um Rymans fetten Hals zu durchtrennen, woraufhin Ryman zu flehen anfängt. Jaime ermahnt ihn erneut, nicht mehr zu sprechen, dann entlässt er ihn von seinem Kommando vor Schnellwasser und schickt ihn fort. Seine Königin könne er mitnehmen, Robbs Krone aber bleibe hier, und dann überträgt er das Kommando über die Frey-Truppen Edwyn. Dann weist er an, eine Nachricht zu Lord Walder zu schicken, dass alle Gefangenen der Krone übergeben werden sollen, und er befiehlt Ser Layl, Edmure loszubinden.

Ser Layl hilft Edmure auf die Beine und führt ihn vom Galgen herunter. Jaime sieht einen Sänger mit einer Holzharfe und weist ihn an mitzukommen. Erst auf der Fähre packt Edmure Jaime am Arm und fragt ihn, warum er ihn befreit habe. Jaime sagt, er solle es als Hochzeitsgeschenk betrachten. Er fügt hinzu, dass Roslin Frey sehr schön sein müsse, wenn er beim Betten das Blutbad an seinen Verwandten nicht bemerkt habe, aber Edmure erklärt, die Freys hätten Fiedler vor die Tür postiert, sodass er nichts hören konnte. In seinem Zelt angekommen entlässt Jaime Ser Ilyn und Ser Layl, weist Luis Peiper an, Ser Edmure ein Bad einzulassen und sagt dem Sänger, dass er bald ein neues Lied bräuchte. Pia soll Kleidung für Edmure holen. Während Edmure badet, erklärt Jaime ihm, dass er ihn anschließend entlassen werde und zur Burg schicke, wo er dann dafür sorgen solle, dass Brynden die Burg aufgibt und seine Bedingungen annehmen soll. Alternativ könne Edmure mit Jaime nach Casterlystein gehen und die Annehmlichkeiten einer hochgeborenen Geisel genießen. Er werde ihm Roslin hinterherschicken, und falls sie einen Jungen zur Welt bringt, soll er Knappe werden und später ein Stück Land erhalten. Edmure fragt, was mit ihm geschehe, wenn er sich nicht ergibt.

Jaime erklärt, dass er dann den Befehl zur Erstürmung der Burg geben werde, und die Flusslords werde er in die erste Reihe stellen, sodass sie sich gegenseitig umbringen müssen. Die zweite Reihe werden die Freys bilden, und erst wenn es keine Pfeile in Schnellwasser mehr gebe, werden die Westmänner eingreifen. Wenn die Burg erobert sein wird, würden alle Belagerten dem Schwert überantwortet, der Götterhain gefällt, die Burg geschleift und der Trommelstein über die Ruine der Burg umgeleitet werden. Als Letztes werde er Edmure sein Kind nach dessen Geburt mit einem Tribock zuschicken. Als Edmure seine Sprache wiederfindet, sagt er nur, dass er Jaime auf der Stelle umbringen könnte, allerdings macht er keine Anstalten dazu. Jaime lässt Edmure mit seinem Essen alleine und sagt dem Sänger, er solle ihm währenddessen "Der Regen von Castamaer" vorspielen. Jetzt erst nimmt Edmure den Sänger zum ersten Mal wahr, und er bittet darum, nicht diesem Sänger zuhören zu müssen. Ohne dass Jaime es geahnt hat, hat er ihm Tom aus Siebenbächen vor die Nase gesetzt, den Edmure von früher her kennt.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Siehe auchBearbeiten

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