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Cersei V ist das siebzehnte Kapitel von Die dunkle Königin, dem zweiten Teil des vierten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Cersei Lennister.

Zusammenfassung Bearbeiten

Cersei Lennister lässt den Sänger Wat foltern, damit er gegen Margaery Tyrell aussagt, und befiehlt außerdem Osney Schwarzkessel, dem Hohen Septon gegenüber zu behaupten, er hätte ebenfalls mit Margaery geschlafen.

SynopsisBearbeiten

Cersei schmiedet weiter an ihrem PlanBearbeiten

Cersei Lennister empfängt Großmaester Pycelle, der immer älter und müder wirkt. Mittlerweile kann er sich nur noch nach seinem Knicks erheben, wenn Ser Osmund Schwarzkessel ihm aufhilft. Qyburn hat Cersei berichtet, dass Lord Gil Rosby verschieden ist, was Pycelle bestätigt. Cersei erinnert Pycelle daran, dass sie befohlen hatte, dass Lord Gil am leben bleie, was Lady Taena von Myr bestätigt, die ebenfalls anwesend ist. Pycelle versichert, dass er alles Mögliche getan habe, um Lord Gil am leben zu lassen. Cersei wirft Pycelle vor, dass er sogar Robert Baratheon nicht habe retten können, genauso wenig wie Joffrey Baratheon und Jon Arryn. Schon während der Plünderung von Königsmund habe er Aerys II. Targaryen geraten, ihrem Vater Tywin Lennister die Tore der Stadt zu öffnen und ihm so den Untergang gebracht. Sie wirft ihm vor, nutzloser als Mondbub zu sein. Cersei fragt Pycelle, ob Margaery Tyrell ihn beauftragt habe, Lord Gil umzubringen, was der Großmaester erschrocken zurückweist. Er schwört, dass seine Treue stets dem Reich und Haus Lennister gegolten habe. Cersei setzt Pycelle weiter unter Druck und fragt, ob er für Margaery spioniere und droht ihm mit den Schwarzen Zellen. Schließlich gesteht Pycelle, dass Margaery ständig Mondtee von ihm verlange. Zufrieden lenkt Cersei das Gespräch auf Lord Gils Hinterlassenschaft, und sie verfügt, dass Burg und Reichtum von Haus Rosby zur Krone zurückfällt, da Lord Gil keinen Erben hatte, sondern lediglich einen Mündel. Sie denkt darüber nach, Rosby an Auran Wasser zu übertragen. Pycelle soll sich darum kümmern, dass es ein Testament Lord Gils gebe, das ihren Vorstellungen entspricht.

Cersei ist zufrieden, denn nun kann sie Margaery des Ehebruchs bezichtigen und sie mit dem Tode bestrafen wegen Hochverrats. Cersei hofft, dass Olenna Rothweyn noch so lange leben werde, dass sie Margaerys Tod miterleben kann. Das Ser Ilyn Payn mit Jaime Lennister im Westen ist, bietet sich Ser Osmund an, als Scharfrichter zu fungieren, aber Taena warnt Cersei, dass die Tyrells Armeen vor Sturmkap und in Jungfernteich haben. Cersei weiß, dass sie Lord Maes Tyrell noch braucht, bis Stannis Baratheon endgültig besiegt worden ist. Sie sagt, dass der Mondtee als Beweis nicht reichen werde, sondern dass man Margaery auf frischer Tat ertappen müsse. Um das Problem zu umgehen, dass Margaery ständig von ihren Basen oder jemand anderem umgeben ist, will Cersei auch Margaerys Basen beschuldigen. Taena merkt ungläubig an, dass die Basen noch jünger und unschuldiger seien als Margaery selbst, aber Cersei lässt sich nicht abbringen von ihrem Plan und fordert Taena auf, mit ihrem Gemahl Orton Sonnwetter, dem Justiziar, und ihr zu Abend zu essen. Cersei will verhindern, dass Margaery misstrauisch wird und nach Rosengarten zurückkehrt, bevor sie ihrer habhaft werden kann. Taena soll den Sänger Wat und Qyburn mitbringen.

Cersei ernennt Orton Sonnwetter zur Hand des KönigsBearbeiten

Das Abendessen ist weniger opulent als Cersei es eigentlich gewollt hat, und Orton Sonnwetter wirkt nervös und trinkt viel. Cersei erklärt, dass wohl niemand Lord Gils Husten vermissen werde, dann macht sie sich Gedanken über den neuen Lord Kämmerer. Sie würde Petyr Baelish zurück nach Königsmund holen, weiß aber nicht, wie lange die Spannungen im Grünen Tal noch anhalten werden, und schlägt daher Harys Swyft vor, der zwar noch Hand des Königs ist, den sie aber gerne ersetzen würde mit einem energischeren Mann, und sie will Orton selbst zur Hand des Königs machen. Schon sein Großvater Owen Sonnwetter sei Hand des Königs von Aerys II. gewesen, wobei sie unerwähnt lässt, dass er dieses Amt eher schlecht ausgeübt hatte. Sie würde Taena als Hand einsetzen, wenn sie könnte, aber sie stammt aus Myr und ist außerdem eine Frau. Orton nimmt das Amt dankend an.

Cersei nimmt den Blauen Barden gefangenBearbeiten

Dann wendet sich Cersei an den Sänger Wat, der auch der "Blaue Barde" genannt wird. Sie lobt ihn für seine Stimme und er bedankt sich höflich. Cersei lässt sich die LAute des Sängers zeigen. Dann fragt Cersei ihn offen heraus, ob er vor oder nach Tommen Baratheons Hochzeit mit Margaery zum ersten Mal mit ihr ins Bett gestiegen sei. Zunächst begreift der Sänger nicht, was geschieht, dann leugnet er, aber Cersei schlägt ihm die Laute ins Gesicht und lässt ihn abführen. Orton Sonnwetter spielt das Spiel mit großem Unbehagen mit und führt den Sänger ab.

In den Schwarzen Zellen wird der Sänger geschlagen und misshandelt, doch er bleibt standhaft und leugnet die Affäre mit Margaery, auch nachdem ihm drei Zähne ausgeschlagen wurden. Qyburn schneidet ihm mit einem Rasiermesser die Kleider vom Leib, doch der Sänger beteuert noch immer seine Unschuld. Qyburn nimmt eine Brustwarze des Sängers in die Finger, verdreht sie und schneidet sie dann mit dem Messer ab. Cersei wird übel, doch sie zwingt sich, weiter zuzusehen. Am Ende gesteht der Blaue Barde ihnen alles, was sie hören wollen: dass ihre Basen ihn befriedigt haben, während Margaery zusah oder wie er für sie gespielt hat, während sie mit ihren zahlreichen Liebhaber schlief, und er nennt Ser Tallad den Stattlichen, Lambert Drehbeer, Jalabhar Xho, die Rothweyn-Zwillinge Horas Rothweyn und Hobber Rothweyn, Osney Schwarzkessel, Hugo Klifften und den Ritter der Blumen Ser Loras Tyrell. Cersei missfallen einige der Namen, denn sie weiß, dass es unglaubwürdig ist, dass Loras mit seiner Schwester geschlafen haben soll und ungünstig für sie ist, die Rothweyn-Flotte zu verlieren, die sie noch für den Kampf gegen Euron Graufreud braucht. Sie drängt den schwer misshandelten Sänger, die drei Namen wieder zurückzunehmen, und er tut so, als habe er sich vertan. Cersei droht ihr, falls ihm in den Sinn komme, vor Gericht eine andere Aussage zu machen, dann sagt er ihm, dass er nach der Verhandlung zur Nachtwache gehen könne und weist Qyburn an, seine Wunden zu reinigen und ihm Mohnblumensaft zu geben.

Cersei hat einen weiteren AlptraumBearbeiten

Cersei steigt die Treppen der Schwarzen Zellen hoch und fürchtet sich vor dem, was jetzt kommt, da sie sich insgeheim immer noch vor der Prophezeiung von Maggy dem Frosch fürchtet. Taena wartet in Cerseis Bett auf sie. Sie schenkt Cersei Wein ein und weist Dorcas und Joslyn Swyft an, ein Bad für sie beide einzulassen. Cersei weiß, dass Taena sie begehrt, und sie spielt das Spiel mit, um sich ihre Loyalität zu sichern. In der Wanne erzählt Taena, dass Margaery Tommen jeden Tag mit in die Septe nehme, um für Loras zu beten. Auch werde er schwer für Tommen sein, Margaerys Basen zu verlieren, denn er mag sie gern. Taena schlägt deshalb vor, eine der Basen auszunehmen und für ihre Sache zu gewinnen, vielleicht Alla Tyrell. Cersei weiß, dass Osney gegen Margaery aussagen wird, und die anderen drei müssen überzeugt werden, dass sie sich nicht mehr als die Mauer erhoffen dürfen.

Nach einem langen Bad legt sich Cersei schlafen. Sie hat wieder einmal einen Alptraum: diesmal ist sie selbst in einer Schwarzen Zelle angekettet. Blut tropft von ihren Brüsten, denn der Gnom hat ihre Brustwarzen abgebissen. Tyrion ist ebenfalls nackt, aber behaart wie ein Affe. Cersei fleht um das Leben ihrer Kinder, doch Tyrion sagt ihr, dass sie gekrönt werden würden und dass er sie dann töten werde. Dann nimmt er ihre Brüste in den Mund und saugt. Schmerzerfüllt wacht Cersei auf. Cersei erzählt Taena von der Maegi und der Prophezeiung, von Melara Heidewies und dem Valonqar. Damals hatte sie Septa Saranella nach dem Wort gefragt, und sie hatte ihr erklärt, es sei hochvalyrisch und bedeute "kleiner Bruder". Taena versucht sie zu beruhigen und erklärt, die Maegi habe sicher mitbekommen, dass Joanna Lennister bei Tyrions Geburt gestorben sei und sie damals nur erschrecken wollen.

Cersei beschließt, mit Tommen zu frühstücken. Tommen erzählt von seinen Kätzchen Ser Sprung und Lady Schnurrhaar, und Cersei liebt ihn mehr denn je. Die Mutter in ihr will Tommen beschützen, aber die Königin in ihr weiß, dass sie ihn abhärten muss, wenn der Eiserne Thron Tommen nicht eines Tages verschlingen soll. Sie erklärt ihm, dass die Schwachen lernen müssen, sich zu verteidigen, woraufhin Tommen erzählt, dass sobald Loras wieder genesen sein wird, er ihm den Schwertkampf lehren werde. Cersei erklärt ihm, dass Loras nicht zurückkehren werde. Tommen erzählt, dass Margaery an diesem Tag fastet und später in die Große Septe von Baelor gehen will, da Tag der Jungfrau ist, was Cersei auf eine Idee bringt. An diesem Feiertag dürfen keine Männer, Mütter oder Witwen in die Septen gehen.

Cersei lässt Ser Osney zu sich ins Solar rufen. Wie immer zieht er sie mit seinen Augen aus und macht Andeutungen. Als Osney dann berichtet, dass seine Annäherungsversuche gegenüber Margaery erfolglos waren, unterbricht Cersei ihn und sagt ihm, er solle am Abend zum Hohen Spatz gehen und ihm gestehen, dass er mit Margaery und ihren Basen Elinor und Megga geschlafen habe. Osney hört sich Cerseis Plan in Ruhe an, dann verlangt Osney als Gegenleistung eine weitere Nacht mit Cersei. Cersei ist so verblüfft von seiner Dreistigkeit, dass sie ihm fast ins Gesicht geschlagen hätte, doch dann denkt sie an Tommen und sagt ihm, er solle in einer Stunde in ihrem Schlafgemach erscheinen. Osney erwidert, dass sie lange genug gewartet hätten und reißt ihr das Mieder auf.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Siehe auchBearbeiten

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