FANDOM


Cersei I ist das zweite Kapitel von Die dunkle Königin, dem zweiten Teil des vierten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Cersei Lennister.

Zusammenfassung Bearbeiten

Cersei Lennister leitet weiterhin die Reichsgeschäfte und plagt sich mit Margaery Tyrell, die auf subtile Weise versucht, Tommen Baratheon gegen Cersei aufzuhetzen. Bei einem Abendessen mit Lady Falyse Schurwerth bringt sie Ser Balman Byrke dazu, Bronn töten zu wollen, denn sie behauptet, er verstecke und unterstütze Tyrion Lennister immer noch. Er soll es wie einen Unfall aussehen lassen.

SynopsisBearbeiten

Margaery leitet die ReichsgeschäfteBearbeiten

In Königsmund streitet sich Cersei Lennister mit ihrem Sohn Tommen Baratheon, weil der junge König nicht einsehen will, dass er nicht auf dem Eisernen Thron sitzen kann, während Dorcas ihren Mieder zuschnürt. Cersei errät, dass Margaery Tyrell Tommen eingeredet hat, dass er auf dem Thron sitzen solle, und sie droht, Pat verprügeln zu lassen, wenn er seine Mutter anlügt. Tommen gibt schließlich zu, dass Margaery ihm geraten habe, auch an den Sitzungen des Kleinen Rates teilzunehmen, weil er lernen solle, König zu sein. Cersei besänftigt Tommen und sagt, er werde noch viele Ratssitzungen ertragen müssen. Dann trägt sie ihm auf, die Könige von Westeros und ihre Hände auswendig zu lernen und sie ihr am nächsten Tag aufzusagen. Cersei denkt darüber nach, dass sie ihr halbes Leben darauf gewartet hatte, regieren zu dürfen und dabei die verschiedensten Rollen zu spielen hatte: die pflichtbewusste Tochter, die errötende Braut oder die fügsame Ehefrau. Nun will sie sich nicht kampflos von Margaery Tyrell verdrängen lassen.

Trotzdem verläuft ihr Tag wenig erbaulich. Sie arbeitet am Morgen mit dem stetig hustenden Lord Gil Rosby die Finanzen des Reichs durch. Anschließend erscheint Auran Wasser, um die baldige Fertigstellung der ersten drei Dromonen zu melden und um mehr Geld für eine angemessene Ausstattung zu erbitten. Mondbub treibt seine Späße bei ihrem Mittagessen mit den Angehörigen der Händlergilden, die sich über die Spatzen beschweren, die durch die Straßen der Stadt ziehen und im Freien schlafen. Cersei überlegt, die Stadtwache von Königsmund einzusetzen, um die Spatzen zu vertreiben, als Pycelle eintrifft. Pycelle hat sich in letzter Zeit des Öfteren quergestellt, bspw. bei der Besetzung der neuen Dromonen: während Auran Wasser junge Kapitäne einsetzen will, plädiert Pycelle für erfahrene Männer, z.B. die Kapitäne, die die Schlacht am Schwarzwasser überlebt haben. Cersei hatte Auran Recht gegeben. Nun verkündet Pycelle, dass Lord Wyman Manderly dem königlichen Befehl nachgekommen ist und Davos Seewert enthauptet habe. Sein Kopf sei auf den Mauern von Weißwasserhafen ausgestellt worden. Verschiedene Freys haben dies bestätigt und die Leiche an den gekürzten Fingern erkannt. Cersei zeigt sich zufrieden und befiehlt Wylis Manderly freizulassen als Dank für die Treue, die Lord Wyman gezeigt hat. Es beruhigt sie zu wissen, dass sie wieder auf Weißwasserhafen zählen kann. Lord Roose Bolton und Ramsay Schnee werden bald Maidengraben zurückerobert haben, und anschließend werden auch Torrhenschanze und Tiefwald Motte von den Eisenmännern befreit werden. Cersei hofft, so die Treue von Eddard Starks alten Vasallen zu erlangen, um schlussendlich gegen Stannis Baratheon marschieren zu können. Im Süden hatte Lord Maes Tyrell inzwischen die Belagerung von Sturmkap begonnen, wenngleich zunächst noch mit wenig Wirkung.

Am Nachmittag empfängt Cersei Noho Dimittis, einen Gesandten der Eisernen Bank von Braavos, den sie bereits seit zwei Wochen vertröstet. Der Gesandte droht Cersei offen, aber Cersei versucht, die Angelegenheit auf Lord Gil abzuwälzen, zu dem sie Noho Dimittis schickt. Da der Gesandte sich allerdings nicht so leicht abwimmeln lässt, erklärt sie ihm, dass die Eiserne Bank ihr Gold bekäme, sobald der Krieg beendet sei, woraufhin dieses sie mürrisch anblickt. Dann beendet sie die Audienz. Ser Meryn Trant begleitet Noho Dimittis hinaus, während Ser Osmund Schwarzkessel sie in ihre Gemächer bringen soll.

Als sie allein ist mit Ser Osmund, hakt sie sich bei ihm ein und fragt nach Osney Schwarzkessel und seiner Aufgabe, Margaery Tyrell zu verführen. Als er nur zögerlich antwortet, reagiert Cersei gereizt und sie fragt sich ob Auran Wasser oder Ser Tallad nicht besser geeignet wäre für diese Aufgabe. Osmund erzählt, dass Margaery zwar auf die Annäherungsversuche Ser Osneys reagiere, dass die beiden aber niemals alleine seien, da entweder Tommen oder eine ihrer Hofdamen oder Sänger bei ihnen seien. Sogar Jalabhar Xho besuche Margaery oft, und Cersei vermutet, dass der Mann von den Sommerinseln wieder einmal darum bettelt, Schwerter und Gold zu erhalten, um seine Heimat zurückzuerobern. Cersei erinnert sich daran, wie Robert ihn Jahr für Jahr vertröstet hatte. Cersei verspricht, schon bald für eine Gelegenheit zu sorgen, bei der Osney und Margaery allein sein werden.

Tommen übt den TjostBearbeiten

Als sie über den Hof an der Ruine des Turms der Hand vorbeigehen, sehen sie eine Gruppe Menschen, die einen Knappen beklatschen, der die Stechpuppe getroffen hatte. Der Applaus wird angeführt von Margaery und ihren Hofdamen, und erst auf den zweiten Blick erkennt Cersei voller Entsetzen, dass Tommen der Reiter ist. Cersei hat keine andere Wahl, als dazuzugehen und ihren Sohn zu beglückwünschen. Gerade hilft ihm Loras Tyrell von seinem Pferd. Tommen erhält Komplimente von allen Seiten. Auch Loras lobt den König, doch mahnt er ihn, jeden Tag zu üben, damit er immer besser werde. Margaery sagt Tommen, dass er wunderbar geritten sei, dann kniet sie vor ihm nieder und küsst seine Wangen. Als Cersei einwirft, dass er erst auf Turnieren reiten werde, wenn er erwachsen sei, kühlt die Stimmung abrupt ab, und alle bis auf Margaery und Tommen knien vor Cersei nieder. Cersei lobt Tommen, der die frostige Stimmung nicht zu bemerken scheint, und sagt ihm, dass er eines Tages die Turnierplätze beherrschen werde wie einst "sein Vater". Margaery fragt scheinheilig nach, welche Turniere Robert denn gewonnen habe, ihr sein keins bekannt. Cersei steigt die Schamesröte den Hals hoch, da sie an Jaime Lennister als Tommens Vater gedacht hat, denn Robert hatte viel lieber im Buhurt gekämpft als mit der Lanze. Sie erwidert, dass Robert das "Turnier am Trident" gewonnen habe, womit sie die Schlacht am Trident meint, und er sie zur Königin der Liebe und Schönheit gekürt habe, dann lässt sie Margaery keine Zeit, etwas zu erwidert und gibt Ser Osmund Anweisungen.

Sie bittet Ser Loras, ein Stück mit ihr zu gehen, und als sie außer Hörweite sind, schimpft er mit ihm, wessen Einfall es war, Tommen gegen die Stechpuppe reiten zu lassen. Loras erwidert, dass Margaery der Einfall kam, als sie Ser Tallad, Ser Dermont und Ser Portifer Holzbauer beim Üben gesehen hätten. Er erklärt, dass Tommen auch blaue Flecken einstecken müsse, wenn er ein Ritter werden wolle. Cersei erklärt kühl, dass sie langsam verstehe, warum Willas Tyrell ein Krüppel sei. Sie erinnert Loras daran, dass es die Aufgabe des Waffenmeisters sei, Tommen auszubilden, und nicht seine. Loras erwidert, dass der Rote Bergfried seit Aron Santagars Tod keinen Waffenmeister habe und Tommen mit seinen neun Jahren sehr wissbegierig sei. Er sei der beste Ausbilder, den es für Tommen gebe. Cersei macht ihm klar, dass er Tommen niemals ausbilden werde und er auch nicht sein Knappe werde, dann verlässt sie ihn und kehrt alleine in Maegors Feste zurück. Sie fragt sich, wen sie zum neuen Waffenmeister ernennen könne, der Rosengarten nicht gefalle, und ihr kommt der Gedanke, einen Dornischen einzustellen.

Qyburn berichtet CerseiBearbeiten

In ihrem Solar wartet bereits Qyburn auf Cersei. Er berichtet, dass Tyrosh und Lys ihren Handelskrieg beenden wollen, nachdem Myr nicht mehr an der Seite Tyroshs in den Krieg eintreten will. Myr glaubt nicht, dass sie ohne die Goldene Kompanie einen Sieg davontragen könnten. Cersei interessiert das nicht, denn sie ist der Meinung, dass die Freien Städte ständig Krieg gegeneinander führen würden. Qyburn berichtet weiterhin, dass sich der Sklavenaufstand von Astapor auf Meereen ausgedehnt habe und dass außerdem Drachen gesichtet worden seien, doch auch dem schenkt Cersei keinen Glauben.

Des Weiteren hat Qyburn Neuigkeiten aus Dorne: Fürst Doran Martell hat Ser Daemon Sand, einst Knappe von Oberyn Martell, festnehmen lassen, weil er verlangte, die Sandschlangen wieder freizulassen. Außerdem sei Sylva Santagar, die 23-jährige Tochter von Symon Santagar, dem Ritter von Sprenkelwald, sehr plötzlich mit dem fast 70-jährigen Lord Eldon Estermont verheiratet worden. Cersei erinnert sich an Haus Estermont und deren Sitz Grünstein: Robert Vater Lord Steffon Baratheon hatte aus unerfindlichen Gründen einst Cassana Estermont geheiratet, die bei Cerseis Hochzeit mit Robert zwar schon lange tot war, deren beiden Brüder allerdings ein halbes Jahr in Königsmund geblieben waren. Robert hatte später aus Höflichkeit darauf bestanden, den Besuch zu erwidern, und die zwei Wochen auf Grünstein waren zwei der längsten in Cerseis Leben gewesen. Jaime hatte die Insel sofort in "Grünscheiß" umbenannt, und Cersei hatte dies bald schon übernommen. Robert hatte bei dem Besuch auch eine Affäre gehabt mit einer kleinen melonenbrüstigen Base, deren Gemahl und Vater bei der Belagerung von Sturmkap umgekommen waren. Jaime hatte Cersei damals angeboten, Robert für sie zu töten, doch sie wollte ihm lieber Hörner aufsetzen, indem sie mit Jaime schlief und sich später vorstellte, dass sie Joffrey auf Grünstein gezeugt hätten. Gereizt fragt Cersei Qyburn, warum sie das interessieren sollte, woraufhin er sagt, dass sowohl Daemon als auch Sylva Arianne Martell sehr nahe gestanden haben, was vielleicht eine tiefere Bedeutung haben könnte.

Als Letztes berichtet Qyburn von einem Puppenspiel, das zur Zeit sehr beliebt sei auf den Straßen der Stadt: darin geht es um ein Königreich von Tieren, dass von einem Rudel hochmütiger Löwen regiert wird, die im Laufe des Stücks immer gieriger werden und irgendwann damit beginnen, ihre Untertanen zu fressen, so auch einen Hirschen. Am Ende jedoch schlüpft ein Drache aus einem Ei und verschlingt alle Löwen. Cersei weist Qyburn an, herauszufinden, ob auch bekannte Namen unter den Zuschauern sind. Die Puppenspieler sollen getötet werden. Als Qyburn erklärt, es seien insgesamt vier, und darum bittet, ihm zwei von ihnen für seine Experimente zu überlassen, erinnert Cersei ihn daran, dass sie ihm schon Senelle überlassen habe, woraufhin Qyburn erwidert, dass diese leider schon sehr "erschöpft" sei. Schließlich gewährt sie Qyburn zwei der vier Puppenspieler.

Cersei verbietet Tommen, von Loras ausgebildet zu werdenBearbeiten

Nachdem auch Qyburn gegangen ist, badet Cersei, um sich für den Abend vorzubereiten, als Jaime mit Tommen eintritt. Jaime erklärt, dass Tommen einen weißen Renner erhalten möchte, um Tjostieren zu üben, da er sich Loras' Ratschlag zu Herzen genommen hat und jeden Tag üben will. Cersei verbietet es und erklärt, Ser Osmund sei ein dreimal so guter Reiter wie Ser Loras und ein viel besserer als Loras, woraufhin Jaime sie auslacht. Dann erklärt sie Tommen, dass sie ihm einen Waffenmeister aus Dorne besorgen werde, denn das seien die besten Lanzenreiter im ganzen Reich. Tommen überzeugt das nicht und er befiehlt, von Loras ausgebildet zu werden. Er ergänzt, dass Margaery gesagt hätte, man müsse seinen Befehlen gehorchen und niemand dürfe ihm etwas versagen. Außerdem wolle er keine rote Beete mehr essen und er wünsche sie zudem ein Kätzchen. Jaime amüsiert das ganze und er lacht die ganze Zeit über. Schließlich versucht es Cersei auf die sanfte Tour: sie erklärt Tommen, dass er sicherlich irgendwann einmal Tjostieren lernen werde, aber die Ritter der Königsgarde hätten besseres zu tun als mit einem kleinen Jungen zu spielen. Tommen ist den Tränen nahe und fragt, ob er wenigstens ein Kätzchen haben könne. Dann schickt sie ihn hinaus.

Jaime erklärt, dass er die gesamte Stadtmauer inspiziert habe, wie sie ihm befohlen habe, dass aber alles in Ordnung sei und auch die sieben Stadttoren in gutem Zustand. Cersei muss an Rugen denken und fragt sich wieder einmal, wie ein einfacher Kerkermeister an eine alte Goldmünze aus der Weite kommen konnte. Jaime fragt, warum Cersei einen neuen Waffenmeister suche. Er attestiert Loras, der beste Lanzenreiter des gesamten Reiches zu sein. Cersei erklärt ihm, dass sie Loras nicht in der Nähe von Tommen wissen will, außerdem seien Jaime, Ser Barristan Selmy, Ser Arthur Dayn und Rhaegar Targaryen bessere Lanzenreiter gewesen in früheren Zeiten. Cersei ist wütend, weil sie das Gefühl hat, dass ihr alle widersprechen, nur weil sie eine Frau ist. Lord Tywin hatte niemals jemand widersprochen. Sie erkennt für sich, dass Jaime ihr im Wege steht und beschließt, ihn loszuwerden. Da das Wasser kalt geworden ist, steht sie auf und schickt Jaime fort, dabei bemerkt sie, wie er sie anblickt. Als sie ihn provozierend fragt, ob er danach schmachte, was er verloren habe, erwidert er nur süffisant, dass sie eine wunderschöne Närrin sei, wenn sie das glaube. Dann geht er.

Cersei isst mit Falyse Schurwerth zu AbendBearbeiten

Joslyn Swyft kümmert sich um die Vorbereitungen für das Abendessen, während Dorcas Cersei in ihr neues Kleid hilft, das mit teurer myrischer Spitze besetzt ist. Cersei findet es schade, dass Taena von Myr nicht am Abendessen teilnehmen kann, denn ihr Witz muntert sie stehts auf, und sie hat seit Melara Heidewies keine so gute Freundin mehr gehabt. Als sie zu ihren Gästen stößt, befinden sich diese bereits beim Hippokras. Cersei findet, Lady Falyse Schurwerth sehe aus wie ein Fisch, trotzdem begrüßt sie sie und ihren Gemahl Ser Balman Byrke höflichst und erkundigt sich nach ihrer Mutter Lady Tanda Schurwerth, die sich bei einem Sturz die Hüfte gebrochen hat. Falyse erzählt, dass die Reise nach Königsmund sehr unbequem gewesen sei, weil es die ganze Zeit geregnet habe und ihnen in Rosby Unterkunft für die Nacht verwehrt worden sei. Sie warnt Cersei davor, dass der Mündel von Lord Gil Rosby nach dessen Ableben versuchen werde, Land und Gold an sich zu reißen, obwohl das Erbe von Rosby eigentlich an Haus Schurwerth fallen sollte, da Lady Tanda die Tante von Lod Gils zweiter Gemahlin ist und sie außerdem mit Lord Gil selbst entfernt verwandt ist. Cersei findet ihre Warnung anmaßend und gierig, und sie beruhigt Falyse, indem sie sagt, dass Lord Gil sicherlich noch lange leben werde, schließlich huste er schon seit geraumer Zeit.

Ser Balman ergänzt, dass sie auf der Straße auch von rüpelhaften Bettelbrüdern belästigt worden seien. Cersei erklärt, dass sie sich die Spatzen nennen und dass der neue hohe Septon sich um sie kümmern werde, sobald er erwählt wurde. Cersei berichtet, dass Septon Ollidors Wahl fast schon sicher war, dass er aber von Spatzen in einem Bordell erwischt worden sei, und nun sei Luceon wohl der Favorit auf das Amt. Dann druckst Ser Balman herum und entschuldigt sich im Namen der Familie für die Namenswahl von Lollys Schurwerths Neugeborenen Tyrion Gerber. Er erklärt, Lollys habe ein schlichtes Gemüt, und ihr Gemahl Bronn habe einen durchaus schwarzen Humor, weshalb er sich nicht habe abhalten lassen, das Kind so zu nennen. Cersei erklärt, dass Tyrion ein Königsname war, bevor Aegon I. Targaryen kam, und dass ihr Bruder den Namen mit Schmutz besudelt hat, womöglich Tyrion Gerber einiges wieder gutmachen könne. Dann spielt sie den beiden vor, dass sie seit Joffreys Tod in ständiger Furcht vor Verrat. Dann erklärt sie, dass sie an Bronn sehr zweifle, woraufhin die beiden sofort ergänzen, dass er ungehobelt und dreist sei. Cersei macht Ser Balman ein paar Komplimente wegen seiner Erfolge beim Turnier von Dämmertal und dem Turnier von Lennishort nach der Graufreud-Rebellion. Cersei stellt die Vermutung auf, dass sich Tyrion noch in der Nähe befindet und weitere Morde plant, vermutlich an König Tommen. Sie schätzt, dass Bronn ihm helfen könnte, denn er war schon immer sein Günstling. Dann deutet sie an, dass sie besser schlafen würde, wenn Bronn ein tragischer Unfall zustoßen würde. Ser Balman begreift erst langsam, was Cersei eigentlich von ihm will, trotzdem bedankt sich Cersei überschwänglich und lobt die Treue und Freundschaft von Haus Schurwerth. Dann speisen und trinken sie weiter, und Cersei ist zufrieden, auch wenn sie die Schurwerths erst nach Mitternacht los wird.

Cersei erinnert sich an Rhaegar und Maggy den FroschBearbeiten

Als sie vor dem Zubettgehen noch einen Blick in Tommens Zimmer wirft, fallen ihr drei kleine schwarze Kätzchen neben dem Bett auf. Ser Meryn erklärt, Margaery habe ihm eins schenken wollen, Tommen habe sich aber nicht entscheiden können, und da habe sie ihm alle drei geschenkt. Cersei ärgert sich über Margaerys plumpe Versuche, sich Tommen anzunähern, und dann muss sie daran denken, dass schwarze Kätzchen Unglück bringen in dieser Burg, wie schon Rhaenys Targaryen am eigenen Leib erfahren musste. Bei dem Gedanken an das kleine Mädchen muss sie an Rhaegar Targaryen denken, und dass sie immer noch verletzt ist wegen der Zurückweisung durch Aerys II. Targaryen, der Cersei damals nicht mit Rhaegar verheiraten wollte, sondern wenig später Elia Martell wählte. Dabei hatte Lord Tywin ihr mit sechs Jahren versprochen, dass sie einmal Königin an Rhaegars Seite werden würde, und Cersei hatte nie einen schöneren Mann kennengelernt als Rhaegar. Mit zehn Jahren sah sie Rhaegar dann zum ersten Mal leibhaftig beim Turnier zu Ehren von Viserys' Geburt in Lennishort. Als der 17-Jähriger beim Turnier erschien, jubelte das einfache Volk doppelt so laut für ihn wie für ihren Vater. Rhaegar besiegte im Tjost zwei von Cerseis Onkeln und einige der besten Ritter ihres Vaters. Am Abend spielte er auf seiner silbernen Harfe und brachte Cersei damit zum Weinen. Als sie einander vorgestellt werden, versinkt sie augenblicklich in seinen violetten Augen. Ihre Tante Genna Lennister hatte ihr gesagt, dass beim Abendmahl am letzten Tag des Turniers ihre Verlobung bekannt gegeben werde.

An diesem Tag war sie so glücklich gewesen wie nie zuvor, und im Übermut hatte sie Jeyne Weitmann und Melara Heidewies beweisen wollen, dass sich ein Löwe vor nichts fürchtet, darum hatte sie zugestimmt, das Zelt von Maggy dem Frosch zu besuchen. Jeyne war schon früh schreiend aus dem Zelt gelaufen, aber Melara und Cersei waren geblieben. Damals hatte die alte Hexe ihr Blut gekostet und ihr Prophezeiungen gemacht, über die die Mädchen gelacht hatten. Dann aber hatte es kein Fest am Ende des Turniers gegeben, da Aerys die Heirat ausgeschlagen hatte mit der Begründung, dass kein Mann seinen Erben mit der Tochter seines Dieners vermählen sollte. Cersei hatte bitterlich geweint und die Welt nicht mehr verstanden. Verbittert denkt Cersei nun darüber nach, dass Alles besser gekommen wäre, hätte sie Rhaegar tatsächlich geheiratet: dann wäre er Lyanna Stark nicht verfallen und sie wären heute ein glückliches Königspaar mit vielen Kindern. Sie muss sich eingestehen, dass Verzeihen nicht gerade eine Stärke der Lennisters, wie schon Robert erfahren musste, der Rhaegar umgebracht hatte, und wie Bronn ebenfalls bald merken wird.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

Handelnde Personen:

Erwähnte Personen:

Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

Orte:

Begriffe:

Siehe auchBearbeiten

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.