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Brienne I ist das dritte Kapitel von Die dunkle Königin, dem zweiten Teil des vierten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Brienne von Tarth.

Zusammenfassung Bearbeiten

Brienne von Tarth kehrt nach Jungfernteich zurück, wo Lord Randyll Tarly ihr deutlich macht, dass er immer noch nichts von ihr hält, und bricht dann von dort aus zusammen mit Podrick Payn, Hylo Hatz und Septon Meribald Richtung Salzpfann auf, um Sandor Clegane zu suchen.

SynopsisBearbeiten

Brienne, Podrick und Hylo kehren nach Jungfernteich zurückBearbeiten

Brienne von Tarth und Podrick Payn kehren zusammen mit Hylo Hatz nach Jungfernteich zurück, indem sie denselben nasskalten Weg über das Klauenhorn zurückreiten, den sie mit Dick Krabb genommen hatten, um zum Gewisper zu gelangen. Ser Hylo besteht darauf, die Köpfe von Shagwell, Timeon und Pyg abzutrennen und als Beweis zu Lord Randyll Tarly mitzunehmen, obwohl sie keinen Teer haben, um sie ein wenig zu konservieren. Als sie in Jungfernteich ankommen, hat eine Krähe Shagwells Augen gefressen, und alle drei Köpfe wimmeln vor Maden. In Jungfernteich werden sie zu Lord Randyll gebracht, der die Köpfe säubern und teeren lässt, um sie auf den Zinnen auszustellen und die drei Kämpfer im Hof von Lord Willerich Muton empfängt. Ser Hylo erzählt wahrheitsgemäß, wie Brienne die drei erledigt hat, nachdem Podrick ihr mit einem Stein geholfen hatte. Brienne berichtet, dass sie Sansa Stark nicht gefunden hätten, dann erklärt Lord Randyll, dass im Hafen ein Schiff liegt, das sie nach Tarth bringen werde, aber Brienne lehnt dankend ab. Sie bittet darum, nach Sandor Clegane suchen zu dürfen, doch Lord Randyll erwidert, dass der zu einem gefährlichen Gesetzlosen geworden sei, der sich vermutlich Lord Beric Dondarrion angeschlossen habe. Sie hätten bereits Dutzende Geächtete gehängt, aber die Anführer entkommen ihnen immer wieder: Sandor Clegane, Lord Beric, Thoros von Myr und nun auch noch diese Frau namens Lady Steinherz. Dennoch erteilt Lord Randyll ihr die Erlaubnis, nach Sandor zu suchen, auch wenn er es für sinnlos hält, und zum Abschied schickt er sie augenblicklich fort, denn er will ihr keine Unterkunft für die Nacht geben, auch nicht nachdem Hylo ihn daran erinnert, dass das eigentlich Lord Muton zu entscheiden habe. Dann beleidigt Randyll sie noch ein letztes Mal und verbietet ihr, je nach Jungfernteich zurückzukehren, solange er hier regiert.

Wie eine Schlafwandlerin verlässt Brienne die Burg und versucht, seine Worte nicht an sich heranzulassen. Draußen bietet Ser Hylo ihr überraschenderweise an, seinen Vetter Alyn Hatz zu befragen, der auf die Suche nach Sandor geschickt worden war, und Brienne dann am folgenden Tag im Gasthaus "Zur Stinkenden Gans" zu treffen. Brienne sucht nach einem Bett in einem der wiedererrichteten Gasthäusern der Stadt, doch alle Zimmer scheinen von den Männern Lord Randylls belegt zu sein. Podrick schlägt vor, auf den Schiffen im Hafen nach einer Koje zu fragen. Dort macht gerade die Tochter des Titanen die Leinen los, um mit der Abendflut auszulaufen. Der Meister auf der Mädchen von Möwenstadt hält Brienne für ein Freudenmädchen und schickt sie fort, und ein Walfänger aus Ibben will lediglich Podrick kaufen. Schließlich finden sie die Kogge Seeschreiter, die von Altsass über Tyrosh, Pentos und Dämmertal nach Jungfernteich gekommen ist und weiterfährt nach Möwenstadt, den Fingern, Schwestering und Weißwasserhafen. Der Kapitän bietet Brienne eine Überfahrt an, aber sie will noch in der Region um Jungfernteich weitersuchen, bevor sie ins Grüne Tal übersetzt. Podrick gibt zu bedenken, dass Sansas Heimat der Norden sei, wo auch ihre Alten Götter seien. Brienne erwidert, dass sie vermutet, dass Timeon Recht mit dem hatte, was er über Sandor Clegane gesagt hat, und diesem Hinweis will sie zuerst nachgehen. Am Ende des Hafens finden sie schließlich eine Unterkunft auf der Dame von Myr, einer vom Sturm mitgenommenen Handelsgaleere. Die Nacht ist unruhig, Regen setzt ein und zwei weitere Male schreckt Brienne auf, dann träumt sie von den Männern, die sie getötet hat, wie sie um sie herumtanzen und sie verspotten, und schließlich sind auch noch Lord Randyll, Vargo Hoat und Ronnet Connington dabei.

Ser Hylo besorgt Infomationen über Sandor CleganeBearbeiten

Am nächsten Morgen sucht die die "Stinkende Gans" auf, um Ser Hylo zu treffen. Sie zahlt für ein Frühstück und erzählt der Wirtin, dass Geächtete Dick Krabb umgebracht hätten. Gerade als Brienne sich entschließt zu gehen, weil sie denkt, dass Ser Hylo wieder einmal einen üblen Scherz mit ihr getrieben hat, erscheint er doch und erzählt, dass Sandor Clegane zuletzt bei der Plünderung von Salzpfann gesehen worden sei, und von dort aus sei er nach Westen gezogen den Trident entlang. Außerdem soll er in Salzpfann nach einem Schiff Ausschau gehalten haben, das ihn von Westeros fortbringt. Ser Hylo breitet eine Karte aus. Er zeigt auf das Gasthaus am Kreuzweg, wo Sandor drei Gefolgsmänner seines Bruders Ser Gregor Clegane umgebracht hat. Ser Hylo vermutet, dass Sandor zwischen den Zwillingen, Darry und Harrenhal in der Falle sitzt, da im Westen Haus Bracken und Haus Schwarzhain erneut Krieg führen. In Jungfernteich regiert Lord Randyll, und die Bergstraße ins Grüne Tal ist verschneit. Alyn Hatz sei sich sicher, dass Sandor sich nicht Lord Beric und der Bruderschaft ohne Banner angeschlossen habe, denn sie suchen selbst nach ihm, um ihn für die Gräueltaten in Salzpfann zu hängen. Neu sind lediglich die Gerüchte um eine Frau namens "Lady Steinherz", die die Freys angeblich gehängt haben, von Lord Beric aber wieder zum Leben erweckt worden sei.

Brienne schlägt vor, nach Salzpfann zu gehen, um dort nach weiteren Hinweisen zu suchen, auch wenn Ser Hylo meint, dort gäbe es nur den alten Ritter Ser Quinkie Cox, der sich in seiner Burg verschanzt hält. Hylo erklärt, dass er einen Septon namens Meribald kenne, der seinen Dienst am Trident leistet und bald nach Salzpfann aufbreche. Dann eröffnet er Brienne, dass er sie begleiten wolle, und falls sie ihn nicht bei sich haben will, dann werde er allein mit Meribald nach Salzpfann gehen. Er sei von Lord Randyll aus seinem Dienst entlassen worden wegen seiner Frechheit, Brienne vor ihm zu verteidigen, und nun bliebe ihm nichts als das Leben eines Heckenritters, doch wenn er Sansa fände, könne er ein gutes Lösegeld einfordern.

Die Gruppe bricht nach Salzpfann aufBearbeiten

Am nächsten Tag brechen Brienne, Podrick, Ser Hylo und Septon Meribald bei Sonnenaufgang auf. Meribald führt einen großen Hund und einen kleinen Esel mit sich, der viel Essen trägt, das für die Armen der Flusslande bestimmt ist. Ein Septon ohne Septe steht in der Hierarchie des Glaubens nur eine Stufe über einem Bettelbruder. Es gibt Hunderte von ihnen und sie sind eine raue Schar. Ihre demütige Aufgabe besteht darin, von einem Dorf zum nächsten zu wandern, dort die Heiligen Dienste zu zelebrieren, Ehen zu schließen und Sünden zu vergeben. Als Gegenleistung erhalten sie Obdach und Essen, aber weil die meisten Dörfer auch arm sind, können sie nie lange an einem Ort bleiben. Manchmal erlauben ihnen freundliche Gastwirte, in der Küche oder im Stall zu schlafen, die meisten kennen die Septeien, Kastelle und die wenigen großen Burgen, in denen sie Gastfreundschaft erwarten können. Ansonsten schlafen die Septone ohne Septe unter Bäumen oder Hecken.

Meribald schwört auf die hundertjährigen Hecken der Flusslande, die er besonders mag. Er erzählt außerdem, dass er weder Lesen noch Schreiben kann, dafür kennt er aber hundert Gebete aus dem Siebenzackigen Stern auswendig, was für die Arbeit auf den Dörfern genügt. Meribald ist fast zwei Meter groß, doch geht er so gebeugt, dass er viel kleiner wirkt. Als sie über den Glauben reden, fragt er Podrick, wer sein liebster Aspekt ist, und er antwortet, dass das der Krieger sei. Brienne ergänzt, dass der Septon auf Dämmerhall stets gesagt hat, dass es ohnehin nur einen Gott gebe, was Meribald bestätigt. Meribald erklärt Podrick, warum er den Schmied am meisten verehre, denn sie stellen die Grundlage für das Leben her: Pflüge, Nägel, Hufeisen usw. In seinen frühen Jahren war sein Fleisch schwach gewesen und er hatte seine Stellung als Septon ausgenutzt, um die Mädchen der Dörfer zu verführen, indem er ihnen aus dem Buch der Jungfrau zitierte. Dann aber kam der Tag, an dem er sein Leben ändern wollte, und als Zeichen seiner Buße beschloss er, von nun an nur noch barfuß zu gehen. Im ersten Jahr hatte er nur blutige Füße und Blasen, doch dann wurden sie zusehends schwarz vor Hornhaut.

Podrick erklärt dem Septon, dass sie neben Geächteten auch nach einer Jungfrau von 13 Jahren suchen, und dass sie hoffen, über Sandor Clegane zu ihr zu finden. Sie kommen nur langsam voran, weil der Esel so viel tragen muss. Sie haben nicht die Hauptstraße nach Westen eingeschlagen, die Brienne einst mit Jaime Lennister entlang gekommen waren, sondern einem Pfad Richtung Nordwesten, der Küste der Krabbenbucht entlang. Das Land westlich von Jungfernteich ist anders als das Klauenhorn: es gibt feuchte Niederungen und eine Wildnis aus Sanddünen und Salzmarschen, und der Pfad windet sich durch Schilf und Gezeitentümpel hindurch und ist zwischenzeitlich immer mal wieder eine Zeit lang verschwunden. Brienne ist klar, dass sie sich ohne Meribald schnell verirrt hätten. Vereinzelt leben Menschen hier in allein stehenden Hütten. Gegen Mittag treffen sie auf drei Frauen, die Meribald einen Korb mit Muscheln schenken und dafür drei Orangen erhalten, obwohl die viel mehr wert sind als die Muscheln. Meribald dreht seit fast 40 Jahren seine halbjährlichen Runden durch die Flusslande von Jungfernteich aus. Er behauptet, sein Hund gehöre nur sich selbst, und er habe ihm seinen Namen noch nicht verraten, daher nenne er ihn "Hund". Podrick weiß nicht, was er darauf antworten soll, daher erzählt er, dass er in seiner Kindheit einen Hund gehabt habe, den er Held genannt hat. Meribald erzählt, dass solange Hund an seiner Seite ist, weder Wolf noch Geächteter ihm zu nahe kommen. Beim Thema Wölfe fällt ihm ein, dass jüngst die Wölfe am Trident zu einer echten Plage geworden sind. Früher habe es kaum Rudel mit mehr als einem Dutzend Tieren gegeben, aber seit geraumer Zeit macht ein riesiges Rudel von mehreren Hundert Wölfen den Trident unsicher[A 1]. Das Rudel werde angeführt von einer riesigen grauen Wölfin, um die sich viele Mythen ranken. Am Abend schlagen sie ein Lager ohne Feuer auf, und Podrick stellt fest, dass Ebbe herrscht und es daher kein Triebholz gebe. Meribald warnt ihn, nicht zu weit ins Watt zu gehen, denn es sei gefährlich.

Der nächste Tag verläuft fast identisch zum ersten. Gegen Mittag erreichen sie ein winziges Dorf mit acht Pfahlhäusern. Die Männer sind beim Fischen, aber die Frauen und Kinder klettern ihre Strickleitern herab, um mit dem Septon zu beten. Sie warnen Meribald, dass drei Gebrochene durch die Dünen schleichen, weshalb der Septon lieber Wachen aufstellen will. Hylo erzählt, dass drei Gegner für Brienne eine Kleinigkeit seien, aber Meribald bleibt ernst und bittet die anderen, die drei Fremden ihm zu überlassen, falls sie auftauchen, damit er ihnen Essen geben kann. Septon Meribald erklärt den Dreien, dass jeder einfache Mann, der von seinem Lord in den Krieg gezogen wird, es zunächst als Abenteuer wahrnehmen wird, bald schon aber die Grausamkeit und die Sinnlosigkeit darin erkennt und schließlich bricht, manchmal schon nah der ersten Schlacht, manchmal erst nach der hundertsten. Dann stiehlt sich der Gebrochene in der Nacht davon und beginnt ein Leben im Versteck, in dem es nur darum geht, den nächsten Tag zu überleben. Nachdem er seine Geschichte beendet hat, herrscht Schweigen in der Gruppe. Schließlich fragt Brienne, wie alt Meribald war, als er in den Krieg der Neunheller-Könige gezogen ist, und er antwortet, dass er so alt war wie Podrick. Seine Brüder waren damals gegangen, und er wollte nicht zurückbleiben. Seine Brüder Willam und Robin starben am Fieber auf den Trittsteinen, noch bevor sie auch nur einen Hieb getan hatten, und Owen starb durch eine Keule, während sein Freund Jon Pock als Vergewaltiger gehängt wurde.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Vermutlich das Rudel von Nymeria (Schattenwolf).

Siehe auchBearbeiten

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