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Daenerys II ist das dreizehnte Kapitel von Ein Tanz mit Drachen, dem zweiten Teil des fünften Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Daenerys Targaryen.

Zusammenfassung Bearbeiten

Hizdahr zo Loraq veranstaltet ein Fest für sieben Gesandte der Yunkai'i, und dabei trifft Daenerys Targaryen Ben Pflum wieder, der mit seinen Zweitgeborenen erst kürzlich die Seite gewechselt hat. Während des Festes führt sie Quentyn Martell ihre beiden Drachen vor. Später in der Nacht vollziehen Daenerys und Hizdahr die Ehe.

SynopsisBearbeiten

Ein Festmahl mit den Yunkai'iBearbeiten

Der neue König Hizdahr zo Loraq hat die Yunkai'i zum Anlass seiner Hochzeit mit Daenerys Targaryen eingeladen, um zugleich einen Friedensvertrag zu unterzeichnen und feierlich die Kampfarenen wieder zu eröffnen. Im Saal der Großen Pyramide herrscht ausgelassene Stimmung, fremdartige Musik wird gespielt, und es gibt guten Wein vom Arbor und aus Qarth, und nicht der dünne Wein aus der Sklavenbucht. Daenerys hasst die Yunkai'i, und sie fragt sich, wie es dazu kommen konnte, dass sie nun zusammen mit ihnen trinken muss. Das Festessen besteht aus den unterschiedlichsten Fleischsorten nach Tradition der Sklavenbucht, und in der Luft liegt der Geruch von teuren Gewürzen. Trotzdem hat Daenerys keinen Appetit, da sich die Heirat für sie wie eine Niederlage anfühlt. Hizdahr hatte ihr zwar versprochen, dass die Yunkai'i bald abziehen werden und Meereen dann wieder Handel treiben könne, doch Daenerys weiß, dass ihre Kriegsschiffe trotzdem in Reichweite bleiben und weiterhin eine permanente Bedrohung darstellen werden. Die Weisen Herren haben sogar einen Sklavenmarkt direkt vor den Stadtmauern südlich des Skahazadhan eröffnet, was Daenerys als Provokation versteht. Gerüchten zufolge sind schon die ersten dothrakischen Khalasare jenseits des Flusses gesichtet worden, die dann vermutlich ihre Gefangenen als Sklaven tauschen möchten.

Ein Großteil der Gespräche während des Festes dreht sich um die Kämpfe in den Arenen, die am morgigen Tag stattfinden sollen: Barsena Schwarzhaar soll mit ihren Dolchen gegen einen Eber antreten, auch die weitaus bekannten Khrazz und die Gesprenkelte Katze sollen kämpfen, und zuletzt werden sich Goghor der Gigant und Belaquo Beinbrecher in einem Hauptkampf auf Leben und Tod gegenüberstehen. Daenerys versucht sich einzureden, dass sie an deren Schicksal nichts ändern konnte, muss dabei aber auch an Doreah, Quaro und Eroeh denken, die sie schon hat sterben sehen, und an Hazzea.

Daenerys schaut sich die Yunkai'i genauer an. Der yunkische Oberbefehlshaber Yurkhaz zo Yunzak sieht so gebrechlich aus, als habe er schon zu Zeiten Aegon I. Targaryens gelebt, und er lässt sich sogar von zwei kräftigen Sklaven zu Tisch tragen. Auch die anderen Befehlshaber der Yunkai'i sehen wenig eindrucksvoll aus. Paezhar zo Myraq ist kümmerlich klein, seine Sklavensoldaten aber dürr und groß, und Morghaz zo Zherzyn ist völlig betrunken, sodass sich Daenerys fragt, wie sie sie jemals besiegen konnten. Die Söldner hingegen sehen sehr beeindruckend aus. Von allen vier Freien Kompanien, die die Yunkai'i angeworben haben, sind Befehlshaber erschienen: die Verwehten haben einen Edelmann aus Pentos geschickt, der sich der Flickenprinz nennt, die Langen Lanzen werden von Gylo Rhegan vertreten, der eher ruhig ist, und die Kompanie der Katze von Blutbart, der dafür so viel Lärm macht wie ein Dutzend andere und dabei jeder Dienerin in den Hintern kneift oder auf seinen Schoß zieht. Auch die Zweitgeborenen sind durch Ben Pflum vertreten, und wenn Daario Naharis anwesend wäre, würde das Fest vermutlich in einem Blutbad enden.

Daenerys hat geschworen, dass keinem der sieben Gesandten etwas zustoßen werde, aber die Yunkai'i hatten dennoch Geiseln verlangt, und so hatte Daenerys Hizdahrs Schwester, zwei seiner Vettern, Daenerys' Blutreiter Jhogo, ihren Admiral Groleo, den Hauptmann der Unbefleckten, Held, und Daario zu den Belagerern geschickt. Auch Skahaz mo Kandaq ist nicht anwesend, da Hizdahr ihm den Befehl über die Messingtiere entzogen und seinem kränklichen Vetter Marghaz zo Loraq übertragen hat. Die Grüne Grazie Galazza Galare hatte ihre dazu erklärt, es herrsche eine Blutfehde zwischen dem Haus von Loraq und dem Haus von Kandaq. Daario war in letzter Zeit noch wilder geworden. Er hätte die drei Dornischen um Prinz Quentyn Martell getötet, die auf Befehl des Flickenprinz' zu ihnen übergelaufen waren, hätte Grauer Wurm und die Unbefleckten ihn nicht davon abgehalten. Daenerys ist froh, dass Daario nicht bei ihr ist, denn sie hätte Angst, dass er das Abkommen mit den Yunkai'i durch eine unbedachte Aktion gefährden würde.

Die Reste des üppigen Essens werden auf Daenerys' Drängen hin unter den Armen verteilt, die sich vor der Pyramide versammelt haben, dann wird ein würziger Likör aus Qarth getrunken und die Aufführungen beginnen. Als erstes singt eine Gruppe yunkischer Kastratensklaven, die Yurkhaz zo Yunzak gehören, mit unglaublicher reinen Stimmen Lieder in der alten Sprache des Ghiscarischen Imperiums. Einer der Bedingungen des Friedensvertrag ist die gegenseitige Anerkennung des Status der Sklaven der Yunkai bzw. dem der Befreiten in Meereen. Als nächstes folgen Jongleure, die eine neunstöckige menschliche Pyramide formen, deren Spitze ein nacktes kleines Mädchen bildet, und Daenerys fragt sich, ob sich die Yunkischen über sie lustig machen wollen.

Daenerys trifft Ben PflumBearbeiten

Nach den Vorführungen führt Hizdahr die Gäste auf eine der unteren Terrassen, damit sie sich Meereen bei Nacht anschauen können, und als sie umher spazieren, steht plötzlich Ben Pflum vor Daenerys. Dieser verneigt sich tief, macht ihr Komplimente und erklärt, dass er ihr eigentlich ein Geschenk machen wollte, dabei aber überboten wurde.[A 1] Daenerys erwidert, dass sie keine Geschenke von ihm annehmen werde. Dann erklärt Ben seinen Verrat: er sei lediglich auf die Seite des Siegers gewechselt und wäre dabei einer Abstimmung seiner Kompanie gefolgt. Er erzählt von seiner ersten Schlacht, nach der er auf dem Schlachtfeld die Leichen fledderte und dabei zufällig ein Lederwams fand, in das der ehemalige Besitzer ein Vermögen an Gold eingenäht hatte. Ben Pflum erklärt, dass alles Gold nichts nützt, wenn man tot ist, und dass es verwegene Söldner gebe und auch alte, aber eben keine verwegenen alten. Seine Burschen aus der Kompanie wollten einfach nicht sterben, und als Ben ihnen gesagt hatte, dass Daenerys ihre Drachen nicht einsetzen wolle, hätten sie sich entschieden. Daenerys ist neugierig und fragt, was Ben mit dem vielen Gold gemacht habe, das er damals gefunden hat. Ben Pflum erzählt, dass er damals so naiv gewesen sei, einem Kumpanen von dem Gold zu erzählen, der dann zum Feldwebel gegangen ist, und daraufhin haben ihm seine Waffenbrüder das Gold abgenommen. Zum Abschied rät er Daenerys, niemals einem Söldner zu vertrauen.

Daenerys berät sich mit Ser BarristanBearbeiten

Daenerys schaut von der Terrasse hinab auf die Stadt und den Belagerungsring vor Meereen: Vor den Mauern stehen die Zelte der Yunkai'i in ordentlichen Reihen am Meer, von Gräben geschützt. Im Norden jenseits des Flusses Skahazadhan liegen die Lager von zwei eisernen Legionen aus Neu Ghis, ähnlich ausgebildet wie die Unbefleckten, zwei weitere liegen im Osten und versperren den Weg zum Khyzai-Pass. Die vier Freien Kompanien haben ihre Lager im Süden aufgeschlagen. Daenerys erkundigt sich bei Ser Barristan Selmy, ob es möglich ist, ein Mitglied der Zweitgeborenen dazu zu bringen, Ben Pflum umzubringen, aber Ser Barristan ist unwohl bei dem Gedanken an solche Mittel. Dann fragt sie ihn nach den drei übrigen Kompanien und weist ihn an, sich im Geheimen mit den Kommandanten zu treffen. Der Ritter will der Anweisung folgen, erklärt aber, dass so etwas früher in Königsmund eher Varys' oder Petyr Baelishs Aufgabe gewesen sei. Daenerys schlägt vor, die übergelaufenen Verwehten hinzuzuziehen, die in sicheren Zellen sitzen, und dafür schlägt sie vor, die Hübsche Meris freizulassen und dem Flickenprinz zurückzuschicken in der Hoffnung, dass er das als Angebot versteht. Von der Kompanie der Katzen und Blutbart rät Ser Barristan allerdings ab, da er sich noch an den Krieg der Neunheller-Könige erinnern kann und den Kommandanten für einen ähnlich gierigen und ehrlosen Mann hält wie einst die Neunheller-Könige es waren. Daenerys lässt Ser Barristan freie Hand, will aber vorbereitet sein, falls die Yunkai'i den Frieden brechen oder Hizdahr scheitert. Ser Barristan erklärt, dass aber auch die Yunkai'i allmählich schwächer werden würden, denn im Lager der Tolosi und im dritten Lager der Ghiscari ist die Rote Ruhr ausgebrochen.

Ser Barristan will eine weitere Option vorschlagen, wobei Daenerys sofort weiß, dass er vorschlagen will, sich mit Quentyn Martell zusammenzutun, der wegen seines Standes auch zu dieser Feier eingeladen werden musste, den Reznak mo Reznak aber ans andere Ende der Ehrentafel platziert hat, auch wenn Hizdahr kein besonders eifersüchtiger Gemahl zu sein scheint. Ser Barristan erinnert daran, dass Haus Martell von uraltem Adel ist und seit über 100 Jahren ein treuer Freund von Haus Targaryen. Er erzählt von Ser Lewyn Martell, dem Großonkel Quentyns, mit dem er zusammen in der Königsgarde von Aerys II. Targaryen gedient hat und der ein sehr tapferer und ehrenwerter Mann gewesen sei. Daenerys beschwert sich, dass Quentyn lediglich mit zwei Ritter und einem Pergament an Stelle von Schwertern oder einer Flotte zu hir gekommen ist, aber Ser Barristan erwidert, dass Sonnspeer nie eine Seemacht war, denn Nymeria hatte ihrer Zeit ihre Flotte verbrannt und dem Meer den Rücken gekehrt, nachdem sie ihren dornischen Prinzen Mors Martell geheiratet hatte. Daenerys erklärt, dass Dorne zu weit weg sei und dass man Quentyn am besten sofort nach Haus schicken sollte, aber Ser Barristan erklärt ihr, dass die Dornischen für ihre Sturheit bekannt seien.

Daenerys zeigt Quentyn ihre beiden DrachenBearbeiten

Daenerys weist Ser Barristan an, die drei Ritter zu ihr zu bringen, damit sie ihnen ihre Drachen zeigen kann. Wenig später wartet Ser Barristan mit den drei Dornischen an der Treppe. Quentyn hat zu viel Wein getrunken, auch wenn er es zu verbergen versucht. Zwei Unbefleckte und zwei Messingtiere begleiten sie nach unten. Als sie die Ställe erreichen, trompetet ihnen einer der Elefanten entgegen, woraufhin einer der Drachen von weiter unten mit einem Brüllen antwortet. Prinz Quentyn blickt erschrocken auf, und Ser Barristan erklärt, dass die Drachen merken würden, wenn Daenerys in der Nähe ist. An der Grube nimmt Daenerys Quentyns Hand und zieht ihn hinein. Rhaegal und Viserion recken die Hälse. Viserion hat seine Ketten zerbrochen und klammert sich an das Dach der Grube, während Rhaegal noch angekettet ist und gerade am Kadaver eines Bullen knabbert. Quentyn wird bleich wie Milch, als er nach dem dritten Drachen fragt und Daenerys ihm lediglich erklärt, Drogon sei auf der Jagd. Daenerys spürt, dass ihre beiden Drachen nicht mehr lange in der Grube bleiben können, und sie hofft, dass sie sich nicht wie die Feuerwürme aus dem antiken Valyria durch die Erde graben können. Als die beiden Drachen plötzlich Feuer speien, springt Quentyn einen Schritt zurück. Daenerys könnte ihn dafür auslachen, doch sie drückt nur seine Hand fester und erklärt, sie würden ihr auch Angst machen.

Erschrocken fragt Quentyn, ob Daenerys tatsächlich vorhabe, irgendwann einmal auf einem der Drachen zu reiten. Daenerys erzählt, dass sie nicht viel weiß über das Drachenreiten, dass es aber selbst Aegon I. Targaryen nicht gewagt habe, einen der Drachen seiner beiden Schwestern Visenya oder Rhaenys zu besteigen, denn kein Reiter ist je auf zwei Drachen geritten. Quentyn sagt, dass es furchterregende Wesen seien, woraufhin Daenerys ihm einen Kuss auf die Wange gibt und sagt, dass es eben Drachen seien, genau wie sie eine sei. Quentyn erzählt, dass auch in ihm Drachenblut flösse, denn Daeron II. Targaryens Schwester Daenerys sei seine Vorfahrin, weil sie einst Maron Martell, den Fürsten von Dorne, geheiratet habe. Da Daenerys nicht viel über Dorne weiß, erzählt Quentyn ihr von den Wassergärten, dem Lieblingsort seines Vaters Doran Martell, den er ihr gerne zeigen würde. Daenerys wird bewusst, wie wenig Quentyn nach Meereen gehört, und sie drängt ihn, wieder nach Dorne zurückzukehren. Sie warnt ihn vor allem vor Daario, der die Kränkung ihrer Lüge nicht vergessen werde, aber auch vor ihrem Gemahl Hizdahr zo Loraq, doch Quentyn meint, er sei der Prinz von Dorne und fliehe nicht vor Söldnern oder Sklaven. Daenerys hält ihn für einen naiven Dummkopf, behält das aber für sich. Beim Hinausgehen fordert sie ihn auf, ihr mehr von ihrer Namensvetterin zu erzählen.

Erst nach Mitternacht gehen die letzten Gäste, und Daenerys zieht sich in ihre Gemächer zurück, wo Irri und Jhiqui ihr und Hizdahr helfen, sich für die Nacht umzuziehen. Hizdahr ist betrunken, und sobald die beiden Zofen den Raum verlassen haben, drängt er sie aufs Bett. Daenerys lässt ihn gewähren, und wie sie vermutet, dauert es auch nicht lange. Hinterher flüstert er ihr zu, dass er hoffe, dass die Götter ihnen einen Sohn schenken mögen, aber Daenerys muss an den Fluch von Mirri Maz Duur denken, der besagt, dass sie nie wieder Kinder bekommen werde. Hizdahr schläft sofort ein, Daenerys aber kann nicht schlafen und denkt an Daario. Sie denkt, dass sie sich nie hätte auf ihn einlassen sollen, doch nun macht es sie traurig.

Missandei schleicht sich ans Bett und fragt, ob alles in Ordnung sei, weil sie Daenerys weinen gehört habe. Daenerys behauptet, sie habe nicht geweint und Missandei habe es sich eingebildet, trotzdem bittet sie sie, bei ihr am Bett zu bleiben und sich mit ihr zu unterhalten. Daenerys schlägt ihr vor, etwas über Naath zu erzählen, Missandeis Heimat. Missandei erzählt von ihrer Familie und den Dingen, die sie glücklich machen, dann endlich schläft Daenerys ein und träumt von Rauch und Feuer.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Er hat versucht, Tyrion Lennister zu ersteigern, wurde aber von Yezzan zo Qaggaz überboten‚ siehe: X-Tyrion II.

Siehe auchBearbeiten

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