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Theon III ist das vierzehnte Kapitel von Ein Tanz mit Drachen, dem zweiten Teil des fünften Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Theon Graufreud.

Zusammenfassung Bearbeiten

Manke Rayder alias Abel konnte Theon Graufreud davon überzeugen, ihm und seinen Speerfrauen dabei zu helfen, Jeyne Pool alias Arya Stark aus Winterfell zu befreien. Auf der Flucht werden sie allerdings entdeckt, und Theon und Jeyne können nur in äußerster Not entkommen, indem sie über die äußere Mauer springen.

SynopsisBearbeiten

Manke kann Theon überreden, ihm zu helfenBearbeiten

Während sich die Trommelschläge der Armee Stannis Baratheons vor der Mauer Winterfell langsam nähern,[A 1] rüstet sich die Garnison der Burg für einen Angriff, der zunächst aber noch nicht erfolgt. Einer der Stallburschen mutmaßt, dass der Sturm nun vorbei sei, aber Theon Graufreud lacht innerlich darüber und denkt an die Geschichten der Alten Nan, die von Winterstürmen erzählt hatte, die bis zu zehn Jahre gedauert und angeblich ganze Königreiche unter 30 Meter hohem Schnee begraben haben sollen.

Theon sitzt in der Großen Halle Winterfells und beobachtet den Barden Abel alias Manke Rayder, der zusammen mit Esche und Eichhörnchen an seinem Tisch frühstückt. Abel hatte Theon von seinen Frauen aus dem Götterhain zu sich holen lassen und ihm sein Ehrenwort gegeben, dass er nie wieder in Ramsays Hände fallen würde, wenn er ihm hilft, Arya Stark von Winterfell fortzubringen, wobei auch Manke nicht zu wissen scheint, dass das Mädchen in Wirklichkeit Jeyne Pool ist. Theon hatte sich einverstanden erklärt, und seitdem hat Theon immer eine der Frauen begleitet, da Manke ihm offenbar nicht traut.

Lord Roose Bolton erscheint verschlafen in der Halle, und er wird begleitet von seiner schwangeren Gemahlin Walda und seinen Gefolgsleuten Hother Umber, Aenys Frey und Roger Ryswell. Lord Wyman Manderly und Lord Ondru Locke sitzen bereits beim Frühstück. Wenig später erscheint auch Ramsay Bolton, und an der Art und Weise, wie er seinen Schwertgurt festschnallt, erkennt Theon, dass er sehr schlechte Laune hat. Theon flüstert so leise er nur kann zu Abel, dass sein Plan nicht funktionieren werde, weil Ramsay, Ben Knochen und die Mädchen des Bastards sie verfolgen würden, sobald sie die Burg verlassen werden. Er erzählt Abel davon, dass Ramsay auch seine sechs Frauen vergewaltigen, häuten, töten und dann einen seiner neuen Hunde nach ihnen benennen wird. Der Barde erwidert, dass sie es nur bis zu Stannis schaffen müssten, und Eichhörnchen erinnert Theon daran, dass Abel ihm sein Wort gegeben hat.

Der Kleine Walder ist totBearbeiten

Dann stürmt plötzlich Hosteen Frey in die Große Halle, und er trägt die Leiche des Kleinen Walder in den Armen. Ein Dutzend Freys sind bei ihm, darunter auch der Große Walder, dessen Wams voller Blut ist. Hosteen legt die Leiche vor dem Podest ab und erklärt, dass das der Sohn seines Bruders Merrett Frey sei, der bestialisch getötet und dann unter einer Schneewehe versteckt worden sei. Theon erinnert sich an den Kleinen Walder, der eigentlich der größere der beiden Vetter war. Ramsay steigt von dem Podest zu dem Jungen herab, während sein Vater ausnahmsweise laut wird und die Tat abscheulich nennt. Der Große Walder berichtet, man habe die Leiche in der Ruine des Ersten Frieds gefunden. Obwohl er seinen Vetter vorher gewarnt hatte, alleine nach draußen zu gehen, hatte der Kleine Walder Wettschulden eintreiben wollen, die er beim Würfeln gewonnen hatte, einem Spiel, das er von den Manderlys gelernt hat. Dann beschuldigt er Lord Wyman, indirekt hinter dem Mord zu stecken.

Lord Wyman erklärt in aller Ruhe, er habe den Junge kaum gekannt, aber als er hört, dass er erst neun Jahre alt war, behauptet er, dass sein Tod ein Segen sei, denn damit sei ihm erspart geblieben, dass er zu einem Frey heranwachse. Ser Hosteen tritt sofort gegen den Tisch des Lords und zieht sein Langschwert, woraufhin ein Dutzend Manderlys aufspringen. Lord Wyman will zurückweichen, ist aber von seinem Tisch eingeklemmt, sodass Hosteen ihm mit seinem Schwert einen tiefen Schnitt am Hals verpassen kann. Bolton-Männer wollen die Kämpfer sofort auseinander treiben, aber der Kampf hat schon begonnen und Ser Hosteen hat dem ersten Manderly bereits einen Arm abgetrennt, während Lord Wyman in seiner Blutlache zusammenbricht. Erst nachdem fast 40 Speermänner aus Grauenstein eingreifen, kann der Kampf beendet werden. Sechs Manderlys und zwei Freys liegen tot am Boden, ein Dutzend Männer ist verwundet, und Luton, einer der Burschen des Bastards, schreit schwer verwundet nach seiner Mutter, sodass Ramsay an ihn herantritt und ihn von seinem Leiden erlöst.

Da die Männer sich immer noch anbrüllen, stampft Walton ein Dutzend mal mit dem Schaft seines Speers auf den Boden, erst dann hören die Männer auf Lord Roose' Worte. Maester Rhodry steht neben ihm, der ihm gerade eine Nachricht gebracht hat. Er erklärt, dass Stannis beim Marsch auf Winterfell mit seinem Heer drei Tagesmärsche vor Winterfell im Schnee feststecke. Er weist Hosteen an, die Freys am Haupttor zu versammeln, und Lord Wyman, die Manderlys am Osttor aufzustellen, damit beide Heeresteile Stannis entgegen marschieren sollen. Ser Hosteen will dem Befehl gehorchen, kündigt aber vollmundig an, anschließend Lord Wyman töten zu wollen, der gerade von Maester Medrick versorgt wird. Als daraufhin erneut Streit ausbricht, drohen Roose und Ramsay, sie sofort zu töten. Dann weist Lord Roose Abel an, etwas Tröstliches zu spielen. Abel hüpft auf das Podest und spielt ein trauriges Lied.

Theon und die Speerfrauen gelangen in Jeynes GemachBearbeiten

Das Lied scheint eine Art Signal zu sein, denn Esche zerrt Theon am Ärmel und sagt, sie müssten sofort beginnen. Draußen liegt der Schnee im Hof mittlerweile meterhoch, und ein Labyrinth aus freigeschaufelten Gängen führt zu den verschiedenen Gebäuden. Als sie den Götterhain und den heißen Tümpel erreichen, bemerkt Theon, das sogar hier auf dem warmen Boden der Frost und der Schnee mittlerweile liegenbleibt, aber als er daraufhin die Stark-Worte "Der Winter naht" ausspricht, fängt Esche einen Streit mit ihm an. Sie nennt ihn einen Sippenmörder, woraufhin er ihr vorwirft, Jungen umzubringen wie den Kleinen Walder. Esche bestreitet, dass sie oder die anderen Frauen etwas mit Walders Tod zu tun haben, aber Theon überlegt trotzdem kurz darüber nach, ihr seinen Dolch in den Rücken zu rammen und zu Ramsay zurückzukehren.

Dann kehrt Eichhörnchen mit den anderen Frauen zurück in den Hain. Gemeinsam gehen sie zur Küche, die wegen der Brandgefahr etwas abseits liegt und vor der Wachen postiert sind, da Essen knapp und begehrt ist. Die Wachen kennen Theon bereits und machen sich gern über ihn lustig, wenn er Wasser für Aryas Bäder holen kommt, mehr aber auch nicht. Drinnen weist er einen der Küchenjungen an, ihm sofort sechs heiße Eimer Wasser zu besorgen, und der Junge läuft los. Es dauert allerdings eine halbe Ewigkeit, während der die sechs Frauen sich Theon Meinung nach sehr auffällig verhalten, weil sie ihre Gesichter unter den Kapuzen verbergen, statt wie die gewöhnlichen Dienerinnen während der Wartezeit mit den Soldaten zu turteln oder den Köchen einen Bissen Essen abzuschwatzen. Bald schon fragten die Wachen nach Maisie und Jez, und Theon muss eine Notlüge erfinden.

Im Gängelabyrinth auf dem Hof erzeugen die heißen Eimer dichte Nebelschwaden, während sie sich an Soldaten der Freys und Manderlys vorbei drängeln, die sich im Hof sammeln. Am Großen Fried müssen sie an sechs erfahrenen Bolton-Wachen vorbei. Der Feldwebel wundert sich darüber, dass Arya schon wieder ein Bad nehmen will, doch er lässt sie passieren. Drinnen nimmt Stechpalme erst einmal die Kapuze ab, doch Theon warnt sie, dass vor Aryas Tür noch Burschen des Bastards warten. Während sie die Treppen hinaufgehen, die Theon als Junge Tausendmal betreten hat, erinnert er sich an legendäre Holzschwertkämpfe mit Robb Stark und den Anweisungen von Rodrik Cassel. Nun allerdings sind sie alle tot, auch Jory Cassel, Harwin und Hullen, Cayn, Desmond Grell, Tomard, Alyn, Mikken und vermutlich auch die Alte Nan. Vor den Gemächern stehen der Saure Alyn und Grunzer, was Theon als gutes Zeichen deutet, denn beide sind zwar fies und brutal, haben aber ihr Leben lang gelernt, Befehle zu befolgen. Auch sie machen sich über Theon lustig, schließen dann aber die Türe auf und lassen sie hinein.

Theon flieht mit JeyneBearbeiten

Drinnen finden sie die völlig verängstigte Jeyne unter Fellen begraben in einer dunklen Ecke des Gemachs versteckt. Bran und die Frauen erklären ihr, dass sie sie zu Jon Schnee an die Mauer bringen wollen, aber Jeyne vermutet eine Falle und erklärt, dass sie Ramsay über alles liebe. Die Speerfrauen drängen Theon, Jeyne Mut zu machen, damit sie losgehen können. Theon kniet neben dem Mädchen hin und redet beruhigend auf sie ein, dann zieht er sie auf die Beine. Als die Felle den Blick auf ihren nackten Körper freigeben, sehen sie Bissspuren auf ihren kleinen Brüsten, was sogar den Speerfrauen den Atem stocken lässt. Sie ziehen ihr in aller Eile Eichhörnchens Kleidung an, während diese etwas Warmes unter Ramsays Kleidern findet. Dann weist Theon Jeyne an, den Kopf gesenkt unter der Kapuze zu halten und mit niemandem zu sprechen und er verspricht ihr, nicht von ihrer Seite zu weichen.

Vor der Tür fragt der Saure Alyn Theon, ob er das Mädchen gründlich gewaschen habe, und Grunzer fasst Weide an die Brust, doch dann lassen sie sie einfach weitergehen. Einen kurzen Moment wird Theon euphorisch, doch dann kehrt die Angst zurück, dass sie auf dem weiteren Weg Damon Tanz-für-mich, Häuter oder Walton Stahlbein begegnen könnten. Auch die Wachen an der Tür zum Fried beachten sie kaum, und Theon verspürt sogar Mitleid mit ihnen, als er sich vorstellt, was Ramsay mit ihnen allen anstellen wird. An einer Gabelung im Schneelabyrinth im Hof weist Esche Frenya und Stechpalme an, mit Theon und Jeyne weiterzugehen. Die anderen wollen Manke suchen, und sie sollen nicht auf sie warten. Theon führt sie weiter Richtung Zinnentor, wo er den zwei Wachen dort erklärt, er habe ihnen Frauen mitgebracht, und dann töten Stechpalme und Esche sie mit ihren Messern bzw. mit einem der Speere.

Jeyne erschrickt und stößt einen lauten, schrillen Schrei aus, woraufhin Stechpalme in Panik gerät. Sie haben Glück, denn die Zugbrücke über den gefrorenen Wassergraben wurde heruntergelassen, damit die Verteidiger schneller auf die äußere Mauer gelangen können, aber hinter ihnen hören sie, wie eine Trompete Alarm schlägt und sich ihnen schnell Wachen nähern. Mitten auf der Zugbrücke bleibt Frenya mit einen der Speere der beiden Wachen zurück, um ihre Verfolger aufzuhalten. Am Fuß der Treppe wirft Theon Jeyne über seine Schulter und springt die vereisten Stufen hinauf, wobei er einmal hinfällt und sich das Knie heftig anschlägt. Danach kann er nur noch mit Stechpalmes Hilfe weitergehen. Oben angekommen hören sie Frenya unten auf der Brücke gegen mehrere Wachen kämpfen, dann fällt Stechpalme entsetzt auf, dass das Seil, mit dem sie sich abseilen wollte, noch bei Frenya ist. Einen Augenblick später wird sie von zwei Armbrustbolzen in Bauch und Brust getroffen und sackt zusammen. Von links und rechts nähern sich Wachen auf dem Wehrgang, und die Schützen auf der höher gelegenen inneren Mauer laden ihre Armbrüste nach. Als ein dritter Bolzen neben Theon in die Zinne einschlägt, packt er Jeyne an der Hüfte und springt mit ihr über die Mauer.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Spoiler zeigen
    In Wirllichkeit ist es Mors Umber, der Winterfell vor Stannis erreicht hat und Trommeln und Hörner erklingen lässt, um die Boltons aus der Burg zu locken, siehe: X-Das Opfer (Asha Graufreud II).

Siehe auchBearbeiten

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