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Der verschmähte Freier (Quentyn I) ist das dreiundzwanzigste Kapitel von Ein Tanz mit Drachen, dem zweiten Teil des fünften Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Quentyn Martell.

Zusammenfassung Bearbeiten

Prinz Quentyn Martell trifft sich heimlich mit dem Flickenprinz, um ihm ein Angebot zu machen, damit er und die Verwehten ihm helfen, einen der Drachen zu stehlen. Der Söldner verlangt Pentos als Gegenleistung.

SynopsisBearbeiten

Quentyn Martell vereinbart ein Treffen mit dem FlickenprinzBearbeiten

Nahe der Stunde der Geister kehrt Gerris Trinkwasser von seinem Auftrag, nach Baqq, Bücher und Bill Knochen zu suchen, in die Große Pyramide zurück zu Quentyn Martell, dem er Bericht erstattet. Er hat die drei Männer in einer Kellerschenke in Meereen ausfindig gemacht, in der auch Sklavenkämpfe stattfinden. Gerris erzählt, dass Baqq ihm zunächst den Bauch aufschlitzen wollte, sich dann aber von einem Golddrachen habe besänftigen lassen. Als Gerris ihnen dann erklärt hat, dass Quentyn die Verwehten anwerben wolle, habe er Gerris für verrückt erklärt. Dann aber hat er sich doch dazu bereit erklärt, dem Flickenprinz dieses Angebot zu überbringen und um ein Treffen zu bitten. Gerris fürchtet nun allerdings, dass sie bei diesem Treffen sterben werden und rät dazu, auf Ser Barristan Selmys Rat zu hören und so schnell wie möglich ein Schiff nach Volantis zu nehmen. Allein bei der Erwähnung eines Schiffes protestiert Archibald Isenwald allerdings sofort, da er sich an die Seekrankheit erinnert, die ihn auf dem Weg in die Sklavenbucht heimgesucht hatte.

Quentyn denkt einen Moment lang darüber nach, dass es tatsächlich viel einfacher wäre, über Volantis und Lys wieder nach Dorne zurückzukehren, doch wären dann seine drei gefallenen Gefährten völlig umsonst gestorben. Quentyn vermisst den Grünblut, Sonnspeer, die Wassergärten und auch die Bergluft von Isenwald sehr. Sein Vater Fürst Doran Martell würde ihn nicht tadeln, aber er wäre dennoch enttäuscht, während seine Schwester Arianne Martell und die Sandschlangen ihn vermutlich öffentlich verspotten würden. Wie sein Ziehvater Lord Anders Isenwald reagieren würde, der Quentyn seinen Sohn Cletus Isenwald mitgegeben hatte, vermag er nicht vorauszusehen. Quentyn bietet Gerris und Archibald an, in die Heimat zurückzukehren, er selbst werde aber in Meereen bleiben.

In der nächsten Nacht erscheint dann Denzo D'Han an Quentyns Tür und erklärt ihm, der Flickenprinz sei bereit, sich am kommenden Tag mit ihm auf dem Gewürzmarkt in der "Violetten Lotusblüte" zu treffen und gibt ihm genaue Anweisungen für das Treffen. Etwas früher als vereinbart gehen die drei Dornischen vor Sonnenuntergang los, weil sie fürchten, sich zu verlaufen. Gerris versucht ein letztes Mal, Quentyn von seinem Plan abzuhalten, denn er fürchtet, dass die Verwehten ihnen nicht verzeihen werden, dass sie sie betrogen haben und dann zu den Zweitgeborenen übergelaufen sind. Ihretwegen sitzen die anderen Westerosi, die der Flickenprinz mit ihnen nach Meereen geschickt hatte, im Kerker: Ursus Stein, Dick Stroh, Hugo Hungerfurt, Will vom Walde und die anderen.[A 1] Auch haben sie kein Gold, mit dem sie den Flickenprinz besänftigen könnten, und zudem ist die Stimmung in der Stadt angespannter denn je, denn die eine Hälfte verehrt Harghaz den Helden, der versucht hatte, Drogon zu töten, während die andere Hälfte ihn verabscheut. Gerris erinnert daran, dass Daenerys selbst bei einer möglichen Rückkehr immer noch verheiratet sei, woraufhin Archibald Isenwald anbietet, Hizdahr mit seinem Streithammer niederzustrecken. Wieder einmal hat Quentyn das Gefühl, dass seine Gefährten seine Mission nicht richtig verstanden haben, denn seiner Meinung nach gibt es noch einen anderen Weg. Quentyn erklärt, dass in ihm Targaryen-Blut fließe und er an seinem Plan festhalte, außerdem will er nicht, dass Willerich Brunnen, Maester Kedry und Cletus Isenwald umsonst gestorben sind.

Quentyn trifft den FlickenprinzBearbeiten

Nach Sonnenuntergang finden sie den vereinbarten Treffpunkt in der "Violetten Lotusblüte" am Gewürzmarkt, die im Schatten der Pyramide des Hauses von Rhazdar liegt: es handelt sich um ein kleines Ziegelhäuschen, an dessen Tür eine Lotusblüte gemalt wurde. Nachdem Quentyn zweimal angeklopft und das Losungswort gesagt hat, werden sie hereingelassen. In der Hütte riecht es nach Urin, saurem Wein und verrottetem Fleisch, auch wenn der Gestank von dem süßen Geruch bläulichen Rauchs vermischt wird. Der Raum ist riesig, denn wie sich herausstellt, sind hier ein Dutzend Gebäude zu einer einzigen langen Halle zusammengefasst worden. Die Halle ist in dieser frühen Abendstunde erst zur Hälfte gefüllt. In einer Grube kämpfen zwei Männer mit Messern auf Leben und Tod und werden dabei von den Zuschauern angefeuert. Plötzlich tritt eine alte Frau in einer dunkelroten Tokar aus einer versteckten Tür und stellt sich als Zahrina vor. Sie schickt die Drei durch die Tür, hinter der eine lange Treppe nach unten führt. Am Ende der Treppe gelangen sie in einen Gewölbekeller aus Ziegeln, der dreimal so groß ist wie die Halle oben. An den Wänden lagern riesige Holzfässer, und auf einem der Fässer erhellt eine einzelne Kerze das Gewölbe. Caggo schreitet mit seinem Arakh bei den Fässern auf und ab, die Hübsche Meris beobachtet, ihre Armbrust im Anschlag, und Denzo D'Han verriegelt die Tür hinter ihnen, nachdem sie eingetreten sind. Der Flickenprinz sitzt ohne seinem Mantel an einem Tisch und nippt an einem Becher Wein. Quentyn tritt auf ihn zu und merkt an, dass er ohne den Mantel ganz anders aussehe, er aber nennt den Mantel ein armseliges Ding, und er erklärt, dass er den Zweck habe, seinen Männern Mut zu machen und seinen Gegnern das Fürchten zu lehren. Er bietet Quentyn den Platz ihm gegenüber an und erklärt, Zahrina können ihm etwas zu Essen bringen.

Quentyn geht nicht darauf ein, sondern beschwert sich darüber, dass der Flickenprinz einen Mann mehr als vereinbart mitgebracht hat, woraufhin dieser einwendet, die Hübsche Meris zähle nicht als Mann. Quentyn wirft ihm vor, die Tatsachen zu verdrehen, woraufhin der Flickenprinz erwidert, dass er lange gebraucht habe, um zu lernen, dass man die Geschenke der Götter mit beiden Händen ergreifen müsse, und dass er diese Lektion nun als Zeichen des guten Willens an Quentyn weitergebe. Er verspricht, Quentyn und seine Männer nicht umzubringen, bevor er sich nicht angehört habe, was er von ihm wolle, denn er habe ihn neugierig gemacht. Normalerweise wäre er nicht so langmütig mit Fahnenflüchtigen und Lügnern. Quentyn rechtfertigt sich für die begangene Täuschung den Verwehten gegenüber und erklärt, es habe für sie keinen anderen Weg in die Sklavenbucht gegeben, doch der Flickenprinz erwidert, dass jeder Fahnenflüchtige eine gute Ausrede habe, sei es ein krankes Kind oder eine wütende Ehefrau. Einer der letzten Fahnenflüchtigen habe behauptet, das Essen in der Kompanie sei so schlecht gewesen, dass er Angst hatte, krank zu werden und deshalb fliehen musste. Der Flickenprinz ließ ihm daraufhin den Fuß abschneiden und ihn ihn aufessen, und anschließend machte er ihn zu seinem neuen Lagerkoch, was zur Folge hatte, dass das Essen bedeutend besser geworden ist. Quentyn erklärt, dass er der Prinz von Dorne sei und es ein geheimes Heiratsabkommen gegeben habe, doch der Flickenprinz macht ihn darauf aufmerksam, dass Daenerys auf ihrem Drachen davongeflogen sei, nachdem sie einen Ghiscari geheiratet habe.

Quentyn will die Verwehten anheuernBearbeiten

Quentyn erwidert, dass sie einfach nur zu spät gekommen seien. Er fragt, wer jetzt, da Yurkhaz zo Yunzak tot sei, der neue Befehlshaber der yunkischen Truppen sei. Der Flickenprinz erklärt, dass sich die Yunkai'i noch nicht einigen konnten, denn auch der aussichtsreichste Nachfolger Yezzan zo Qaggaz sei gestorben, sodass sich die Weisen Herren momentan jeden Tag mit dem Kommando abwechseln: gestern sei es Ghazdor zo Ahlaq gewesen, heute ist es Morghaz zo Zherzyn und morgen Faezhar zo Faez. Quentyn erinnert ihn daran, dass Yurkhaz die Verwehten angeheuert habe, dass die Belagerung aber bald vorbei sei und die Söldner dann nicht mehr gebraucht werden würden. Der Flickenprinz gibt zu, dass das eine lästige Frage sei für einen Söldner, ergänzt aber gelassen, dass Söldner immer irgendwo gebraucht würden. Blutbart sei momentan damit beschäftigt, die Yunkai'i gegen König Hizdahr zo Loraq aufzuhetzen, Sklavenhändler und Freigelassene beäugen sich misstrauisch, die Söhne der Harpyie bereiten schon ihre nächsten Morde vor, die Fahle Mähre raffe immer mehr Menschen dahin, und Daenerys liege vermutlich irgendwo tot im Dothrakischen Meer. Irgendwer werde also bald wieder Schwerter brauchen und sie anheuern.

Quentyn eröffnet dem Flickenprinz, dass er selbst die Verwehten im Namen Dornes anwerben will, und zwar für das Doppelte, das die Yunkischen ihnen geboten haben, woraufhin sich der Flickenprinz und seine Männer verwirrt ansehen. Quentyn erklärt, dass sie Gold in Volantis deponieren mussten, um sich den Verwehten anschließen zu können, und dass sie den Rest in Dorne bezahlen würden. Verblüfft über dieses Angebot fragt der Flickenprinz, was Quentyn mit den Verwehten anstellen wolle, denn er könne nicht ernsthaft vorhaben, gegen die Yunkischen ins Feld zu ziehen. Quentyn antwortet, dass sie ihm helfen sollen, einen Drachen zu stehlen, woraufhin Caggo und sogar die Hübsche Meris lachen müssen. Der Flickenprinz ist nicht abgeneigt, verlangt aber weder das Doppelte noch das Dreifache, sondern die Freie Stadt Pentos.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Zu ihnen gehören noch Ingwer Hans, Luzifer Lang und Weber.

Siehe auchBearbeiten

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