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Jon I ist das zweite Kapitel von Ein Tanz mit Drachen, dem zweiten Teil des fünften Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Jon Schnee.

Zusammenfassung Bearbeiten

Jon Schnee schickt Val los, damit sie mit Tormund Riesentod verhandelt, und anschließend muss er sich mit der Kritik von Bowen Marsh, Othell Yarwyck und Septon Celladar an seinen jüngsten Maßnahmen auseinander setzen.

SynopsisBearbeiten

Jon schickt Val zu TormundBearbeiten

Jon Schnee bringt zusammen mit Eddison Tollett und Mully die Wildlingsprinzessin Val an das äußere Tor der Schwarzen Festung. Sie will auf eigenen Wunsch in den Verfluchten Wald reiten, um dort nach Tormund Riesentod zu suchen und mit ihm zu verhandeln. Jon geht damit ein hohes Risiko ein, denn Val ist die persönliche Gefangene Stannis Baratheons und er hat geschworen, gut auf sie aufzupassen. Val erklärt, dass sie keine Angst vor dem Wald habe, weil sie dort aufgewachsen sei. Val verspricht, in etwa 14 Tagen wieder zurückzukehren, mit oder ohne Tormund. Als sie das äußere Tor erreichen, behauptet Val, die Luft schmecke süß, wohingegen die drei Männer sie einfach nur kalt finden. Jon machen vor allem die Anderen Sorgen, denn sechs der neun Grenzer, die er ausgeschickt hat, sind immer noch vermisst, während Hans Bulwer und seine beiden Männer bereits tot sind. Zum Abschied schenkt Val Jon einen zarten Kuss auf die Wange und bedankt sich für das Vertrauen, dass er ihr entgegenbringt. Dann fragt sie Jon, ob er Jarl getötet habe, doch Jon sagt, es sei die Mauer gewesen, und er schwört, dass ihn keine Schuld trifft. Jon erinnert Val an Goldys Sohn, dem Val regelmäßig vorsingt, und sie muss zugeben, dass er ein süßes kleines Ungeheuer ist. Val erzählt, dass sie dem Kleinen diesen Milchnamen gegeben hat, und sie bittet Jon, dass er den Kleinen von Melisandre fern halten solle, denn sie wisse, dass er nicht Mankes Sohn ist.

Nachdem sie davon geritten ist, erklärt Eddison Tollett, dass er fürchte, dass das alles ein böses Ende nehmen werde, aber Jon erwidert, dass er das bei jeder Gelegenheit sage. Mully will Jon erzählen, was die Männer der Nachtwache davon halten, dass er Val fortschickt, aber Jon weiß es schon: dass er selbst ein halber Freier Mann sei und ein Abtrünniger. Jon kehrt in seine Gemächer hinter der Waffenkammer zurück und muss feststellen, dass Geist immer noch auf der Jagd ist. Der Schattenwolf ist in letzter Zeit öfter fort als in der Festung, denn die Gegend zwischen Festung und Mulwarft ist leer gejagt, und so muss Geist immer weiter ziehen. Kurz darauf erscheint Edd mit einem Krug Bier und etwas zu Essen. Mormonts Rabe stibitzt sich den Speck, wobei er das Wort "Dieb" wiederholt, das Jon ihm hinterher ruft.

Bowen Marsch beschwert sich bei JonBearbeiten

Dann erscheinen Bowen Marsch, Othell Yarwyck sowie Septon Celladar bei Jon. Als sie hereintreten, erkennt Jon sofort, dass vor allem Bowen Marsch wütend ist. Marsch erklärt zunächst, dass sich die Männer der Festung Sorgen wegen Jons jüngsten Maßnahmen machen würden, aber Jon lenkt das Thema zunächst auf die Nachtfeste. Ser Axell Florent hat Jon einen Brief geschrieben, in dem er sich im Namen Königin Selyse Florents danach erkundigt, wann die Burg bezugsfertig sei. Othell Yarwyck erklärt, dass der Bergfried und die Küche wieder aufgebaut seien, dass es aber an Möbeln, Nahrungsmitteln und Feuerholz fehle. Es werde noch Jahre dauern, bis die Burg angenehm bewohnbar sei, aber leben könne man jetzt schon dort. Jon bietet dem Baumeister an, dass der Riese Wun Weg Wun Dar Wun bei den Baumaßnahmen helfen könne. Der Riese ähnelt wenig den Riesen aus den Geschichten der Alten Nan, die wild waren, sich angeblich Blut in den Morgenbrei mischen und ganze Bullen mit Haut und Horn verschlingen. Wun Wun hingegen isst überhaupt kein Fleisch, dafür aber mit Vorliebe körbeweise Gemüse, und er arbeitet bereitwillig, versteht aber nicht immer, was man von ihm will. Er spricht die Alte Sprache, die Gemeine Zunge versteht er allerdings nicht. Da er unermüdlich ist und für ein Dutzend Männer arbeitet, wäre er Othell vielleicht eine Hilfe, doch dieser lehnt überrascht ab und meint, er habe nicht genügend Männer, um den Riesen zu bewachen. Insgeheim ist Jon erleichtert, denn er hätte sich nicht gern von dem Riesen getrennt, mit dem er sich oft mit Hilfe von Leder und einem dem Männer aus dem Götterhain unterhält. Trotz alledem weißt Jon natürlich um die Gefahr, die von der rohen Kraft des Riesen ausgeht, der einen Mann mit bloßen Händen auseinanderreißen könnte. Er erinnert Jon an Hodor, nur dass er zweimal so groß und zweimal so stark ist.

Dann erscheint Eddison Tollett mit Wein für die Gäste, und nachdem er wieder gegangen ist, spricht Bowen Marsch Jons Plan an, ihn und den Eisernen Emmett nach Langhügel fortzuschicken. Jon verteidigt seinen Plan, auch wenn die Männer die Burg mittlerweile das "Hurenloch" nennen. Bowen Marsch missfällt außerdem, dass Jon das Amt des Waffenmeisters an Leder vergeben will, weil er in seinen Augen immer noch ein Räuber des Freien Volkes ist, aber Jon ist der Meinung, dass Leder fähig sei, den Rekruten etwas beizubringen, außerdem könne es nicht schaden, wenn sie ein paar Worte der Alten Sprache lernen würden. Septon Celladar ergänzt, dass er es zudem nicht begrüßt, dass Jon ausgerechnet Satin zu seinem neuen Knappen machen will, wenn Eddison Tollett nach Langhügel gegangen ist, weil er in Altsass ein Lustknabe gewesen ist. Jon wischt diese Bedenken fort. Er schätzt Satin, weil er eine schnelle Auffassungsgabe habe und die Menschen für sich gewinnen könne. Außerdem zeige er im Kampf keine Furcht und könne sogar ein wenig Lesen und Schreiben. Bowen Marsch erklärt, der Tradition nach würden nur Jungen von guter Geburt Knappe, da sie dazu bestimmt seien, selbst einmal Truppen anzuführen. Satin hingegen würden die Männer nie als Kommandant akzeptieren.

Jon verteidigt seine PläneBearbeiten

Nun flammt Jons Zorn auf. Er erzählt, dass Jeor Mormont seinem Nachfolger Aufzeichnungen über die schlimmsten Mitglieder der Nachtwache hinterlassen hat: der Koch im Schattenturm hat früher mit Vorliebe Septas vergewaltigt, um sich danach jedes Mal einen siebenzackigen Stern in die Haut zu brennen, und mittlerweile seien sein gesamter Arm und ein Bein voll von Sternen; in Ostwacht dient ein Mann, der das Haus seines Vaters angezündet und die Türen dann verbarrikadiert hat, sodass alle neun Familienmitglieder starben. Diese Worte lassen die Drei zunächst verstummen, dann aber spricht Bowen Marsch die beiden Leichen an, die Jon hat in den Eiszellen einsperren lassen. Jon erklärt, dass er hofft, dass sie sich in Wiedergänger verwandeln, damit sie etwas über sie erfahren können und vielleicht sogar erklären können, warum sie sich teilweise an Dinge aus ihren früheren Leben erinnern können. Das wiederum schockiert die Drei, allen voran den Septon, der erklärt, Wiedergänger seien Abscheulichkeiten in den Augen der Götter, mit denen man sich nicht abgebe. Jon erklärt, Eddard Stark habe immer gesagt, man müsse seine Feinde kennen. Jon weiß, dass Maester Aemon ihn verstanden hätte, doch die drei Anwesenden sind entsetzt. Septon Celladar sagt, er werde für Jon beten, damit er wieder vernünftig werde, aber Jon erwidert nur, dass ein wenig Vernunft ihnen allen gut tun würde.

Dann lenkt Jon das Gespräch auf Val. Er sagt, er sei sich sicher, dass sie zurückkehren werde, und falls nicht, könne Bowen Marsch immerhin einen Lord Kommandant der Nachtwache wählen, der ihm besser passe als er. Jon erklärt, dass er Val zu Tormund Riesentod geschickt habe, um ihm dasselbe Angebot zu unterbreiten wie dem Freien Volk in Mulwarft: Verpflegung und ein Dach über dem Kopf für Unterstützung in der Festung und bei der Verteidigung der Mauer gegen ihren gemeinsamen Feind. Bowen Marsch fühlt sich in seiner Befürchtung bestätigt, dass Jon tatsächlich Tausende weitere Freie Menschen durch die Mauer ziehen lassen will, was mancher Hochverrat nennen würde, aber Jon erklärt, dass Tormund weder ein Vergewaltiger noch ein Wilder sei, genau so wenig wie Manke Rayder, und dass bald schon alle Lebenden zusammenstehen müssen, wenn sie den Toten widerstehen wollen.

Jon berichtet weiterhin, dass die Angehörigen des Freien Volkes aus dem Götterhain ihm von einer Waldhexe namens Mutter Maulwurf erzählt haben. Sie hatte eine Vision, dass eine Flotte von Schiffen kommen werde, um das Freie Volk über die Meerenge in Sicherheit zu bringen. Tausende seien nach der Schlacht an der Schwarzen Festung ihrem Ruf nach Hartheim gefolgt, wo sie nun auf Rettung warten. Othell Yarwyck erinnert daran, dass Hartheim verflucht sein soll, aber Jon hat schon eine Karte vor ihnen ausgebreitet, um seine weiteren Pläne zu erläutern. Er erklärt, dass Hartheim an einer geschützten Bucht liegt und über einen natürlichen Hafen verfügt, an dem sogar große Schiffe anlegen können. Dort gebe es Holz, Stein und Fisch in Hülle und Fülle, und in der Nähe gebe es sogar Seehundkolonien. Yarwyck erinnert Jon an die Geschichte Hartheims: Hartheim war einst eine blühende Siedlung gewesen, die sogar zur einzigen Stadt nördlich der Mauer hätte anwachsen können, doch vor etwa 600 Jahren war Hartheim über Nacht einer Katastrophe anheim gefallen. Je nach Auslegung der Gerüchte wurden die Bewohner entweder versklavt oder geschlachtet, ihre Häuser wurden niedergebrannt, und es hatte ein halbes Jahr lang Asche auf den Verfluchten Wald und das Zitternde Meer geregnet. Händler, die sich Hartheim seitdem genähert haben, berichten von alptraumhaften Zerstörungen, verkohlten Bäumen, verbrannten Knochen, aufgequollenen Wasserleichen und Schreien aus den Höhlen oberhalb der Klippen. Seit 600 Jahren wird Hartheim gemieden. Die Natur hat sich die Bucht zwar inzwischen zurückgeholt, aber der Legende nach spuken dort immer noch Gespenster, Dämonen und Ghule.

Als Jon erklärt, dass das Freie Volk nichts weiter als Erlösung erhoffen, erklärt Septon Calladar, dass man nur durch Sieben Erlösung erhalten könne, und Bowen Marsch ist der Meinung, die Waldhexe habe mit ihrer Tat vielleicht sogar die Mauer gerettet, denn sie habe Tausende Feinde von ihr abgelenkt. Jon berichtet, was Cotter Peiks Galeeren beobachtet haben, als sie an Hartheim vorbeifuhren: dort gibt es nur Höhlen als Zuflucht, und die Menschen dort werden früher oder später allesamt erfrieren oder verhungern. Bowen Marsch erklärt erneut, dass das gut so sei, was Jon erneut wütend macht, denn seiner Meinung nach ist jedermann blind, der nicht erkennt, was mit den noch Lebenden in Hartheim geschehen wird, wenn sie tot sind. Dann nämlich werden aus den tausenden Toten der Freien Völker tausende Wiedergänger, die die Mauer zusätzlich angreifen werden. Jon erklärt den Dreien, sie mögen sich entfernen, und blass verlassen die drei Jons Gemach und bedanken sich förmlich für die Zeit, die sich Jon für sie genommen hat.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Siehe auchBearbeiten

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