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Der Drachenbändiger (Quentyn II) ist das einunddreißigste Kapitel von Ein Tanz mit Drachen, dem zweiten Teil des fünften Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Quentyn Martell.

Zusammenfassung Bearbeiten

Quentyn Martell verbrennt bei dem Versuch, mit Hilfe seiner beiden Gefährten und einiger Verwehten einen der beiden in Meereen verbliebenen Drachen zu bändigen und zu entführen.

SynopsisBearbeiten

Quentyn hadert mit seiner VorsehungBearbeiten

Tief in der Nacht liegt Quentyn Martell in seiner Kammer, starrt dabei an die Decke und hängt Erinnerungen und Vorstellungen nach, sodass er nicht schlafen kann. Er plant, einen der beiden in Meereen verblieben Drachen zu stehlen, und dazu hat er sich die Unterstützung durch den Flickenprinz und seiner Verwehten zugesichert. Mit Hilfe des Drachens will er dann Daenerys Targaryen suchen und ihr so imponieren. Zu einer verabredeten Stunde sollen die drei Dornischen als Messingtiere getarnt einer Gruppe ebenfalls verkleideter Verwehter Zugang zur Pyramide gewähren, die dann mit einem Wagen voller Fleisch und Ketten hineingeschmuggelt werden und mit einem der Drachen auf dem Wagen gefangen wieder hinaus fahren sollen, nachdem sie die Drachen mit Hilfe des Futters träge gemacht haben.

Quentyn gibt schließlich auf, es mit Schlafen zu versuchen und geht stattdessen ins Solar, um sich Wein einzuschenken. Am Tisch sitzend streckt er seine Hand aus und hält sie knapp über eine Kerze, spürt dann aber den Schmerz und zieht die Hand zurück. Gerris Trinkwasser erscheint und fragt Quentyn, warum er sich die Hand verbrenne. Er schlägt vor, in den Tempel der Grazien zu gehen, um Quentyn eine Rote Grazie zur Ablenkung zu suchen. Quentyn erwidert, dass er solche Art von Trost nicht brauche. Insgeheim wünscht er sich zurück nach Isenwald zu Jennelyn und Jeyne Vogler, oder er würde gerne Gwynna Isenwald heiraten und warten, bis sie erblüht ist. Er denkt außerdem oft sehnsüchtig an seine Mutter Mellario in Norvos und an seine toten Gefährten Will, Cletus Isenwald und Maester Kedry. Gerris drängt Quentyn, endlich Erfahrungen mit Frauen zu sammeln, denn er fürchtet, Daenerys werde keinen Mann begehren, der noch nie mit einer Frau zusammen gewesen ist. Quentyn erklärt, es sei nicht sein primäres Ziel, Daenerys im Bett zu befriedigen, sondern sie zu ehelichen, und als Gerris erwidert, dass sie schon verheiratet ist, erklärt er, dass sie Hizdahr zo Loraq nicht liebe. Daraufhin protestiert Gerris, dass Heiraten nichts mit Liebe zu tun habe, wie selbst sein Vater Fürst Doran Martell erfahren musste. Dieser hatte Mellario von Norvos geheiratet, allerdings verlief die Ehe größtenteils unglücklich. Quentyn bleibt trotzdem bei seiner Meinung. Ihm ist bewusst, dass nur die Helden diejenigen sind, die besungen werden, wohingegen all die gescheiterten Helden nicht lange in den Köpfen der Menschen bleiben. Als Gerris immer noch zweifelt und anmerkt, dass Quentyn bei einem Sturz von einem Drachen sterben könnte oder vorher schon verbrennen wird, wird Quentyn wütend und bietet Gerris an, sofort ein Schiff zurück in die Heimat zu nehmen. Quentyn geht zurück in sein Bett und denkt wieder an die Vogler-Zwillinge und seine Mutter in Norvos.

Die Dornischen schleusen die Verwehten in die Große PyramideBearbeiten

Zur Stunde des Wolfes hört Quentyn, wie draußen ein heftiger Regen anfängt. Die drei Dornischen nehmen ein schlichtes Frühstück zu sich. Archibald Isenwald erklärt, er habe bereits am Abend zuvor in seinen Knochen gespürt, dass es regnen werde, und er denkt, dass Regen schlecht sei für die Drachen, da Wasser und Feuer sich nicht vertragen würden. Während sich seine beiden Gefährten mit kleinen Scherzen bei Laune halten, hat Quentyn immer noch das Gefühl, dass sie nicht den Ernst der Lage erkannt haben. Schließlich holt Archibald die Verkleidungen, die der Flickenprinz ihnen bei ihrem zweiten Treffen übergeben hat: drei lange Kapuzenmäntel und drei Messingmasken, wie sie die Messingtiere tragen, dazu drei Knüppel und drei Kurzschwerter. Archibald nimmt außerdem noch seinen Kriegshammer mit. Die Hübsche Meris hat für den Flickenprinz herausgefunden, dass die Parole der Messingtiere "Hund" heißt. Quentyn hat sich außerdem eine Peitsche besorgt, da er beobachtet hat, wie Daenerys Drogon damit kontrollieren konnte.

Die Große Pyramide wird seit einiger Zeit nicht mehr von Unbefleckten bewacht, sondern von Messingtieren, aber auch so ist es schwierig genug, hinein zu gelangen. Die drei Dornischen nehmen nun die schmale Dienstbotentreppe hinunter und begegnet dabei niemandem. Im Erdgeschoss gehen sie zu einem Seiten- bzw. Liefereingang der Pyramide, vor dem zwei Messingtiere Wache stehen. Die beiden wundern sich, dass die drei eine halbe Stunde zu früh dran sind, um sie abzulösen, doch nachdem Quentyn ihnen die Parole gesagt hat, nehmen sie die geschenkte Zeit gerne an. Quentyn weist Archibald an, rasch die schweren Eisenriegel der Bronzetür zu öffnen, bevor die richtige Ablösung erscheint. Draußen wartet wie verabredet ein Fuhrmann mit einem Wagen voller Fleisch von einem geviertelten Ochsen und zwei toten Schafen. Der Wagen rumpelt über die Ziegeln in die Pyramide, und mit ihm kommen ein halbes Dutzend Männer mit hinein: fünf Verwehte, die sich ebenfalls als Messingtiere verkleidet haben, darunter ihr Anführer Caggo, und die Hübsche Meris, die sich nicht die Mühe gemacht hat, sich zu verkleiden. Quentyn ist irritiert, weil der Flickenprinz nicht bei ihnen ist, aber die Hübsche Meris erklärt, dass der Flickenprinz mit 50 Männern in der Nähe der Pyramide bereit stünde, um einzugreifen. Quentyn hofft, dass die beiden Drachen in der Grube unter der Pyramide tatsächlich nicht so schnell gewachsen sind wie Drogon, aber er hat über die Drachen in den Sieben Königslanden gelesen, dass keiner von den in Gefangenschaft herangewachsenen Drachen jemals die Größe von Meraxes, Vhagar oder gar Balerion erreicht hat.

Quentyn hat Magenschmerzen vor lauter Aufregung, die er sich nicht anmerken lassen darf, dennoch führt er die Gruppe Männer und den Wagen durch das Labyrinth unter dem Erdgeschoss zu der Grube, wo sich die Drachen befinden. Der Zugang zur Grube wird von zwei hohen, schweren, eisernen Türflügeln versperrt, die mit einer Kette mit armdicken Gliedern verschlossen ist. Beulen zeichnen sich an den Toren ab, als habe etwas von Innen versucht herauszukommen, das Eisen ist sogar an drei Stellen zersplittert, und an einer Ecke sieht das Eisen geschmolzen aus. Vier Messingtiere mit Heuschreckenmasken bewachen das Tor.[A 1] Als Quentyn das Losungswort sagt, erstarrt der Kommandeur der Vier und befiehlt, die Ankömmlinge augenblicklich anzugreifen. Kaum hat der Feldwebel aber sein Schwert gezogen, wird er auch schon von Archibalds Streithammer hart an der Schläfe getroffen, taumelt und geht zuckend zu Boden. Quentyn wird erneut übel, er selbst hat noch nicht einmal sein Schwert gezogen und bemerkt auch nicht den Speer, der auf ihn geworfen wird. Gerris stößt Quentyn im letzten Augenblick zur Seite, sodass der Speer ihn haarscharf verfehlt. Mit Hilfe der Verwehten besiegen die Dornischen die restlichen drei Messingtiere, der Letze stirbt durch Caggos Arakh. Quentyn ist zornig darüber, dass das Losungswort offensichtlich falsch war, doch die Hübsche Meris überhört das und schickt ihn stattdessen in die Grube, damit er seinen Plan zu Ende bringen kann. Archibald sprengt das Schloss mit fünf Hieben seines Streithammers, und die Ketten fallen klirrend und laut auf den Boden. Dann zieht er das Tor auf.

Quentyn versucht, die Drachen zu bändigenBearbeiten

In der Grube riecht es nach Asche, Schwefel und verbranntem Fleisch, und es herrscht eine unheilvolle Dunkelheit. Gerris reicht Quentyn eine Fackel, mit der dieser vorgeht. Er redet sich ein, dass er keine Angst zeigen dürfe, denn auch Daenerys war scheinbar furchtlos Drogon gegenübergetreten. Quentyn geht bis an den Rand der Grube, wo sich plötzlich zwei bronzefarbene Augen vor ihm in die Höhe schieben. Eine heiße und gleißend helle Flamme lodert im Rachen Rhaegals. Quentyn will den Namen des Tiers rufen, doch seine Stimme versagt ihm. Immerhin kann er Archibald noch rechtzeitig anweisen, Fleisch in die Grube zu werfen, und Rhaegal schnappt das tote Schaf, das Archibald hinab wirft, noch in der Luft, röstet und frisst das Tier fasst gleichzeitig. Während Rhaegal, der sich in der Zwischenzeit offenbar auch von seinen Ketten befreit hat, das Schaf frisst, fällt Quentyn wieder ein, dass Viserion schon vor ihm frei war, und er sucht das Deckengewölbe nach dem hellen Drachen ab. Er entdeckt schließlich, dass sich Viserion eine Höhle in das steinerne Fundament der Pyramide gebaut hat, indem er mit Flammen und Klauen ein Loch in die Grubendecke gegraben hat. Nun haben sie den Drachen geweckt, und dessen weißer Hals lugt aus der Höhle heraus. Caggo ruft irgendetwas zu seinen Gefährten, die daraufhin die Ketten holen, mit denen sie die Drachen fesseln wollen. Quentyn erinnert sich an den Plan, die Drachen erst zu füttern, um sie träge und müde zu machen, und will das übrige Fleisch heranbringen lassen.

Mit ausgebreiteten Flügeln und speiendem Feuer segelt Viserion von der Decke herab und landet zwischen Quentyn und Gerris sowie dem Tor und den anderen. Viserion stößt ein fürchterliches Gebrüll hervor, dann schnüffelt er an den Eindringlingen, denn er wittert offenbar, dass sich eine Frau unter ihnen befindet. Quentyn schlussfolgert, dass er Daenerys sucht. Gerris versucht, Quentyn von seinem Plan abzubringen, da die Drachen seiner Meinung nach viel zu wild sind, doch der Prinz schnappt sich seine Peitsche und ruft laut den Namen des weißen Drachen. Viserion dreht sich tatsächlich kurz zu ihnen um, doch nach ein paar Augenblicken verliert er das Interesse und wendet sich wieder dem Tor und den Anderen zu. Viserion tritt einen Schritt auf sie zu, und die Verwehten geraten in Panik, während Caggo und die Hübsche Meris Befehle brüllen. Einer der Verwehten verliert die Nerven und schießt mit seiner Armbrust auf den Drachen, der dem Schützen daraufhin kurzerhand den Kopf abbeißt. Selbst die Hübsche Meris gerät nun in Panik.

Quentyn entrollt daraufhin seine Peitsche, knallt mit ihr in die Luft und ruft erneut den Namen des Drachen. Als dieser sich umdreht und ihn anzischt, knallt Quentyn ihm die Peitsche ins Gesicht. Dann umgibt ihn ein heißer Wind aus Kohle und Asche, und seine beiden Gefährten rufen ihm panisch zu, hinter sich zu schauen. Als Quentyn sich umblickt, steht Rhaegal hinter ihm und hüllt ihn mit seinen Flammen ein.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Begriffe:

AnmerkungenBearbeiten

  1. Die Männer gehören vermutlich schon zu der Truppe Männer um Skahaz mo Kandaq‚ der König Hizdahr zufällig in derselben Nacht zusammen mit Ser Barristan Selmy stürzen will, siehe: X-Der Königsstürzer (Barristan Selmy III)

Siehe auchBearbeiten

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