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Daenerys IV ist das vierunddreißigste Kapitel von Ein Tanz mit Drachen, dem zweiten Teil des fünften Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Daenerys Targaryen.

Zusammenfassung Bearbeiten

Drogon setzt Daenerys Targaryen auf seiner neuen Heimstätte, einer Felseninsel inmitten des Dothrakischen Meeres, ab. Nach einiger Zeit spürt Daenerys, dass sie nach Meereen zurückkehren muss, und macht sich entkräftet auf Richtung Süden. Nach zwei Tagen wird sie von Khal Jhaqo entdeckt.

SynopsisBearbeiten

Daenerys lebt einige Zeit bei DrogonBearbeiten

Drogon fliegt mit Daenerys Targaryen aus Daznaks Arena in die Lüfte, wobei unzählige Speere und Bolzen auf sie geschossen werden. Manche treffen den Drachen an seinen Schuppen und an seinen Flügeln, sodass er sich unter Daenerys windet, als er emporsteigt. Die Menschen in der Arena brechen in Panik aus, und Daenerys sieht, dass einige von ihnen brennen. Schließlich erreicht Drogon eine Höhe außerhalb der Reichweite der Geschosse und fliegt Richtung Norden über den Skahazadhan hinweg.

Drogon setzt Daenerys auf einem Steinhügel inmitten des Dothrakischen Meeres ab, auf dem er allem Anschein nach die letzte Zeit gelebt hat. Sie tauft den Felsen spontan Drachenstein. Das Umland ist geschwärzt und versengt, und der Drache hat sich nahe der Felsspitze eine Art Höhle als Nest gebaut. Überall um den Felsen herum liegen die aufgebrochenen Knochen von Schafen und anderen Tieren.

Im Süden hat Daenerys in der Ferne eine kleinen Bach entdeckt, und sie weiß, dass jedes Gewässer in dieser Region früher oder später in den Skahazadhan fließt, und so könnte sie dann nach Meereen zurückkehren. Gern wäre sie auf Drogon zurückgeflogen, aber der Drache hatte andere Vorstellungen und ließ sich nur schwer lenken. Daenerys weiß, dass die alten Drachenherren aus Valyria ihre Drachen mit Bindesprüchen und Drachenhörnern kontrolliert haben, ihr aber bleibt nur ihre Peitsche und ihre Stimme. Das Reiten auf Drogon stellt Daenerys vor eine ganz neue Herausforderung, denn anders als ihre Silberne ist ein Drache kein Fluchttier und reagiert entsprechend anders auf Anweisungen seines Reiters. Manchmal aber reagiert Drogon gar nicht auf ihre Anweisungen und fliegt einfach dorthin, wohin er will, nur am Abend kehrt er immer in sein neues Zuhause am Drachenstein zurück. Eine Zeit lang lebt Daenerys so bei Drogon und genießt die Freiheit und die Flüge, auch wenn sie völlig ausgehungert und entkräftet ist. Vor Drogons Höhle befindet sich ein kleiner Quellteich in den Felsen, wo sie am ersten Tag einen Fisch fängt, und ansonsten isst sie oft von den kargen verkohlten Resten von Drogons Beute.

Dann aber spürt Daenerys, dass sie wieder nach Meereen zurückkehren muss, denn ihre Kinder brauchen sie. Ihre Kleider sind allerdings nur noch Fetzen und sie fühlt sich dreckig. Eine Sandale hatte sie im Flug verloren, und so geht sie lieber barfuß als nur mit einer Sandale. Ihre Tokar hatte sie in der Arena gelassen, und ihr leinernes Untergewand hat sie teilweise zerrissen, um ihr Schienbein zu verbinden. Sie denkt an Irri und Jhiqui und auch an Missandei und ihre kleinen Mundschenke, die sie wiedersehen wird, sobald sie zurückgekehrt ist. An einem Morgen findet sie wilde Zwiebeln am Südhang und später am Tag roten Kohl.

Daenerys verlässt den DrachensteinBearbeiten

Sie braucht den halben Morgen, um von dem Felsen herunterzuklettern, und unten angekommen hat sie unzählige Blasen an den Händen. Dann wandert sie durch das Dothrakische Meer mit seinem mannshohen Gras, wobei es teilweise schon fast bräunlich und blass ist und Anzeichen des nahenden Herbstes trägt. Sie muss an all die Ereignisse denken, die sie vom Mädchen zur Frau gemacht haben, als sie zum ersten Mal durch Grasmeer gereist war, als Khal Drogo noch gelebt und sie schwanger von ihm war. Doch dann war er vom Pferd gefallen, und sein Khalasar hatte sich aufgelöst, indem sich Ko Pono und Ko Jhaqo selbst zum Khal ernannt hatten.

Nun brennt die Sonne auf ihren kahlen Kopf, denn wie schon bei der Geburt der Drachen hatte Drogons Feuer ihre Haare versengt und weggebrannt. Am Nachmittag erreicht sie den Bach, den sie vom Felsen aus gesehen hatte. Er ist kaum größer als ihr Arm und gleicht eher einem Rinnsal. Daenerys wäscht sich und trinkt von dem Wasser. Sie hofft, dass jemand auf der Suche nach ihr ist, vielleicht Ser Barristan Selmy, der schließlich der Erste ihrer Königinnengarde ist, oder ihre Blutreiter, und vielleicht würde sogar Hizdahr zo Loraq Sucher losschicken. Sie muss auch an Daario Naharis denken, weiß aber, dass er vermutlich immer noch eine Geisel der Yunkai'i ist, genauso wie Held, Jhogo und Groleo. Andererseits hofft sie, dass die Yunkai'i bereits auf dem Heimweg sind, da sie mit der Hochzeit auf deren Bedingungen eingegangen war.

Kurz überlegt sie, zum Drachenstein zurückzukehren und darauf zu hoffen, einen weiteren Fisch aus dem Quellteich vor der Höhle zu fangen oder etwas von Drogons Resten abzubekommen, dann aber mahnt sie sich, nicht wieder umzusehen. Stundenlang folgt sie hungrig und entkräftet dem Bächlein in südöstliche Richtung in der Hoffnung, bald auf ein größeres Gewässer zu treffen. Dreimal an diesem Tag sieht sie Drogon, und beim letzten Mal fliegt er direkt über sie hinweg nach Osten, scheinbar ohne sie zu bemerken. Der Abend tritt überraschend schnell ein. Daenerys trifft auf eine verfallene niedrige Steinmauer und die Ruine einer Siedlung. Sie kauert sich in eine Ecke der Mauer und bedeckt sich mit Gras, kann aber zunächst nicht einschlafen. Sie denkt an Meereen und die Menschen dort und fragt sich, ob sie sie für tot halten. Dann fällt ihr wieder ein, dass Hizdahr in der Arena Drogons Tod befohlen hatte, und wie der Starke Belwas sich erbrochen und gezittert hatte, dass er also vermutlich vergiftet worden war. Hizdahr hatte ihr die Heuschrecken vorher aufgedrängt, aber trotzdem fällt ihr kein Grund ein, warum ihr Gemahl sie vergiften könnte. Als der Schlaf schließlich doch einsetzt, träumt sie einen unruhigen Traum vom Fliegen, und die Sterne um sie herum flüstern ihr die Worte Quaithes ins Ohr.

Daenerys wird von Khal Jhaqo entdecktBearbeiten

Am nächsten Morgen erwacht sie steif und wund von dem harten Boden. Sie ist am ganzen Körper zerbissen von Ameisen, denn auf der anderen Seite der Mauer befindet sich ein Ameisenhügel. Daenerys muss an die Mauer in Westeros denken, von der ihr Bruder Viserys Targaryen ihr oft voller Stolz erzählt hatte. Auch von armen Heckenrittern hatte er ihr erzählt, die durch die Sieben Königslande ziehen um am Wegesrand schlafen. Viel hätte sie nun für ein Stück Hecke gegeben. Dann mahnt sie sich weiterzugehen, obwohl der Drachenstein immer noch nah zu sein scheint und sie einfach umdrehen könnte. Sie folgt wieder dem Bächlein, aus dem sie etwas trinkt. Am Mittag findet sie einen Busch am Bach, der harte grüne Beeren trägt, von denen sie eine vorsichtig probiert. Sie glaubt, den Geschmack eines Gewürzes wiederzuerkennen, das die Dothraki-Frauenimmer benutzt haben und stopft sich eine Handvoll in den Mund. Eine Stunde später hat sie heftige Bauchkrämpfe, und den restlichen Tag über erbricht sie grünen Schleim. Hinzu kommt ein Durchfall, der flüssiger wird, je mehr Wasser sie zu sich nimmt. Schließlich schläft sie entkräftet am Bach ein und träumt von Viserys, der ihr Vorwürfe macht, gegen die sie sich aber zu wehren weiß.

Als sie am nächsten Morgen erwacht, sind ihre Schenkel voller Blut. Daenerys zittert vor Angst, und das Gras scheint ihr zuzuflüstern, dass sie einen großen Fehler gemacht habe, als sie ihre Drachen angekettet hat, denn so habe sie sich gegen ihre eigenen Kinder gewandt. Als sie wieder losgeht, bemerkt sie noch mehr Blut und versucht sich notdürftig mit Wasser zu säubern. Sie kann sich nicht daran erinnern, jemals eine so heftige Blutung gehabt zu haben. Nur mit halbem Bewusstsein folgt sie dem Bach und geht teilweise sogar im Wasser, weil die Kühle ihren wunden Füßen gut tut. Sie denkt über Meereen nach und ihr wird bewusst, dass es nie ihre Heimat war oder werden wird. Das Gras scheint nun mit der Stimme Ser Jorah Mormonts zu flüstern, der sie gewarnt hatte, lange in der Stadt zu bleiben.

Dann stolpert sie über einen Stein, stürzt in den Bach und hört plötzlich ein Glöckchen im Gras. Sie flüstert die Namen ihrer drei Blutreiter in der Hoffnung, dass sie gefunden wurde. Dann teilt sich das Gras vor ihr und ein reitender Dothraki taucht vor ihr auf. Sofort erkennt Daenerys, dass es ein Kundschafter ist, der seinem Khalasar vorausreitet, und dass sie in großer Gefahr ist, falls er sie entdeckt. Die Aufmerksamkeit des Reiters gehört allerdings Drogon, der eine Meile weit entfernt ist. Sein Pferd wiehert und wird unruhig, dann dreht er es um und reitet schnell davon.

Daenerys ruft laut, bis sie heiser ist, dann erscheint tatsächlich Drogon vor ihr und sie fliegt mit ihm dem Reiter Richtung Nordosten hinterher. Schnell haben sie ihn überholt und entdecken eine riesige Pferdeherde, unter der sich auch 20 weitere Reiter befinden. Beim Anblick des Drachen gehen die Pferde durch und fliehen in alle Richtungen, aber Drogon kann ein Pferd, das ein wenig zurückgeblieben ist, in Brand setzen und auf ihm landen. Das Pferd ist zu schwer, um es in die Luft zu heben, also frisst Drogon an Ort und Stelle von dem verkohlten Fleisch. Daenerys steigt von dem Drachen herab und tut es ihm gleich, indem sie mit bloßen Händen Stücke des Fleisches herausreißt. Als es Abend wird, hört sie nahende Pferdehufe, und sie postiert sich neben ihren Drachen. So finden Khal Jhaqo und ungefähr 50 seiner Dothraki sie.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Siehe auchBearbeiten

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