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Der Erste Streit (engl.: First Quarrel), ursprünglich das Große Zerwürfnis genannt, war die erste von zwei größeren Entfremdungen zwischen König Jaehaerys I. und seiner Königin Alysanne Targaryen.[1]

HintergrundBearbeiten

Nachdem Königin Alysanne mit Daella im Jahre 82 n. A. E., Alyssa im Jahre 84 n. A. E. und schließlich Viserra im Jahre 87 n. A. E. innerhalb von fünf Jahren drei ihrer Töchter verloren hatte, begann sie, sich nach Kontakt zu ihrer Tochter Saera zu sehnen. Diese war nach ihren sexuellen Eskapaden am königlichen Hof im Jahre 84 n. A. E. als Novizin nach Altsass geschickt worden, von wo sie im Jahre 85 n. A. E. nach Lys geflüchtet war. Dort verdingte sie sich als Prostituierte in einem Lustgarten, was ein Jahr später auch in Königsmund bekannt wurde. Trotz eines Verbots von Jaehaerys beauftragte die Königin heimlich Agenten, um ihre Tochter in Lys zu beobachten und sich berichten zu lassen.[1]

StreitverlaufBearbeiten

In der Trauer um Viserra wandte sich Alysanne mithilfe von Septon Barth an Jaehaerys, um über eine Rückkehr ihrer Tochter zu sprechen. Der Septon sprach zuerst über die Tugend der Vergebung sowie die heilenden Eigenschaften der Zeit, anschließend erwähnte Alysanne Saeras Namen und erbat ihre Heimkehr. Der König zeigte sich jedoch unnachgiebig, bezeichnete seine Tochter als Hure und riet seiner Gemahlin, sie für tot zu erachten. Alysanne fügte sich seiner Entscheidung, vergab ihm die Worte aber nie ganz.[1]

Obwohl für das Jahr 88 n. A. E. eine gemeinsame Reise in die Westlande geplant war, teilte die Königin Jaehaerys kurz nach dem Streit mit, dass er alleine aufbrechen müsse, da sie sich nach Drachenstein zurückziehen wolle, um ihre toten Töchter zu betrauern. In der Folge begab sich Jaehaerys alleine auf den Weg, widmete sich ausgiebig der Inspektion von den Straßenarbeiten und schob viele ungeplante Aufenthalte in kleineren Städtchen und Burgen ein. Weder sein ältester Sohn Aemon noch sein Sohn Baelon, welche ihn zu unterschiedlichen Orten begleiteten, konnten ihn zu einer Rückkehr nach Königsmund bewegen. Nachdem die Reise durch die Westlande beendet war, begann Jaehaerys direkt eine zweite in die Weite. Da die Abwesenheit der Königin mittlerweile bemerkt worden war,[A 1] fand sich Jaehaerys oft in der Nähe heiratsfähiger Frauen wieder, denen er aber kaum Beachtung schenkte. In Bandallon unternahm Lord Schwarzgitters jüngste Tochter Annäherungsversuche, die er mit dem Verweis darauf zurückwies, dass er bereits eine Königin habe und nicht an einer Mätresse interessiert sei.[1]

Auch das Jahr 89 n. A. E. verbrachte Jaehaerys auf Reisen. Schließlich traf er in Altsass seine Tochter Septa Maegelle, welche meinte, dass sein ältestes Enkelkind Rhaenys bei ihrer Hochzeit im kommenden Jahr alle Familienangehörigen versammelt haben wolle und er den Streit daher beenden solle. Vierzehn Tage später flog Jaehaerys nach Königsmund zurück.[1]

VersöhnungBearbeiten

Auch Königin Alysanne verließ ihr selbst gewähltes Exil auf Drachenstein und sprach sich mit ihrem Gemahl aus. Obwohl der Inhalt des Gesprächs nicht überliefert worden ist, stellten die beiden ihr gutes Verhältnis für einige Zeit wieder her. Später folgte ein weiterer Streit.[1]

ZitateBearbeiten

"Du willst sie, ja, ich habe dich verstanden, und du brauchst sie ... aber sie braucht weder dich noch mich noch Westeros. Sie ist tot. Begrabe sie."[1]

— Jaehaerys zu Alysanne über Saera
"Die Erzmaester nennen Euch den Schlichter, wie ich gehört habe. Es ist an der Zeit, dass Ihr Euren eigenen Streit schlichtet."[1]

— Maegelle zu Jaehaerys

AnmerkungenBearbeiten

  1. Diese Information wird nur in der englischsprachigen Ausgabe von Feuer und Blut - Erstes Buch erwähnt (siehe auch: Feuer und Blut - Erstes Buch, Inhalts- und Übersetzungsfehler).

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Feuer und Blut - Erstes Buch, Jaehaerys I. und Alysanne - Politik, Nachwuchs und Pein
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