Das Lied von Eis und Feuer Wiki
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Das Feld des Feuers (engl.: Field of Fire) war eine der drei großen Schlachten während Aegons Eroberung. Sie fand südlich des Schwarzwassers nahe der heutigen Goldstraße in der Weite[1] zwischen den Targaryens auf der einen und den Königreichen der Weite und der Westlande auf der anderen Seite statt.[2] In der Schlacht kamen zum ersten und einzigen Mal im Verlauf des Krieges alle drei Drachen der Targaryens gleichzeitig zum Einsatz.[1]

Hintergrund[]

Im Jahre 2 v. A. E. meldete Lord Aegon Targaryen von Drachenstein Anspruch auf die Herrschaft über ganz Westeros an und landete mit seinen Truppen auf dem Festland. Daraufhin begab sich König Mern IX. Gärtner nach Casterlystein, um dort mit König Loren I. Lennister ein Bündnis gegen den Eindringling auszuhandeln. Nach dem Brand von Harrenhal und der Schlacht des Letzten Sturms versammelten die Zwei Könige bei Goldhain mit fünfundfünfzigtausend Mann das größte Heer in der Geschichte von Westeros. Unter den Soldaten befanden sich sechshundert große und kleine Lords sowie über fünftausend Ritter zu Pferde, König Mern befehligte etwa drei Fünftel der Streitmacht.[2] Im Heer der Weite waren auch die Häuser Eichenherz, Florent, Esch, Gipfel und Rothweyn vertreten.[3] Die Zwei Könige zogen von Goldhain aus Richtung Nordnordosten.[2]

Als Aegon davon erfuhr, sammelte er ein Heer von etwa elftausend Mann, welche vor allem aus den kürzlich unterworfenen Flusslanden stammten und ihre Treue noch nicht bewiesen hatten, und eilte vom Götterauge aus nach Süden. Durch die geringere Mannstärke war Aegon wesentlich beweglicher als seine Gegner, er selber flog auf seinem Drachen Balerion. Bei Steinsepte stießen seine beiden Schwestergemahlinnen Visenya und Rhaenys Targaryen mit ihren Drachen Vhagar und Meraxes zu ihm. Ihr Heer überquerte den Oberlauf des Schwarzwassers und marschierte weiter in südlicher Richtung, bis die beiden Streitmächte aufeinander trafen.[2]

Verlauf[]

Die Drachen entscheiden die Schlacht
(von Paul Youll ©Random House)

Das Schlachtfeld war eine weite, offene Ebene, auf der Gras und Weizen wuchsen. Da es mehr als vierzehn Tage nicht geregnet hatte, waren die Gräser äußerst trocken. Der Tag der Schlacht war heiter und windig. Die Zwei Könige zeigten sich angesichts ihrer Übermacht siegessicher. König Mern beanspruchte den Befehl über die Mitte mit seinem jüngeren Sohn Gawen als Bannerträger an seiner Seite, sein ältester Sohn und Erbe Edmund kommandierte die Vorhut. König Loren und seine Ritter bildeten die rechte Flanke, Lord Eichenherz die linke. Ihr Plan sah vor, die feindlichen Flanken zu umgehen und von hinten anzugreifen, während ein großer Keil aus gepanzerten Rittern und hohen Lords, die sogenannte "Eiserne Faust", die feindliche Mitte zerschmettern sollte. Aegons Truppen bildeten eine Halbmondformation, die vor allem aus Speer- und Spießträgern bestand. Direkt dahinter standen die Bogen- und Armbrustschützen, die Seiten wurden von leichter Reiterei flankiert. Den Befehl über sein Heer übertrug Aegon Lord Jon Muton, er selber wollte mit seinen beiden Schwestergemahlinnen vom Himmel kämpfen.[2]

Die Zwei Könige Mern und Loren begannen den Angriff und preschten durch einen Pfeilhagel auf die gegnerischen Linien zu, welche sie schnell durchbrachen.[2] Aegon Heer setzte zur Flucht an und für einen kurzen Augenblick fand die Schlacht ihr Ende.[1] Dann flog Aegon auf Balerion über die feindlichen Reihen hinweg und immer wieder durch einen Hagel aus Speeren, Steinen und Pfeilen herab, um seine Gegner in Flammen einzuhüllen. Rhaenys und Visenya setzten auf der Windseite und im Rücken des Feindes die trockenen Gräser in Brand. Der Wind fachte die Flammen an und trieb den vorrückenden Männern der Zwei Könige den Rauch entgegen. Außerdem versetzte der Brandgeruch die Pferde in Panik und der dichte Qualm nahm Tieren und Reitern die Sicht. Die Reihen der Zwei Könige lösten sich zunehmend auf und viele derjenigen, die den Feuersbrünsten verbrannt oder brennend entkamen, wurden von Jon Mutons Männern getötet, welche in sicherem Abstand jenseits des Brandes warteten.[2]

Viertausend Männer der Zwei Könige starben in den Flammen, weitere tausend verloren ihr Leben durch Waffengewalt. Zehntausende erlitten zum Teil bleibende Verletzungen durch Verbrennungen. Unter den Gefallenen befanden sich König Mern sowie seine vier Söhne, zwei Enkel, Brüder, Vettern und andere Verwandte. Mit dem Tod eines Neffen drei Tage später starb das Haus Gärtner aus.[2] Auch Lord Armen Gipfel und seine Söhne kamen ums Leben.[4] Weiterhin wurden die letzten Mitglieder des Ordens der Grünen Hand getötet.[5] König Loren konnte den Feuern entkommen und überlebte. Aegon verlor weniger als einhundert Mann, seine Schwester Visenya wurde von einem Pfeil in die Schulter getroffen, erholte sich jedoch schnell.[2]

Folgen[]

Während die Drachen ihren Hunger an den Gefallenen stillten, ließ Aegon deren Schwerter einsammeln und zur Aegonfeste schicken, wo sie zum Bau des Eisernen Throns verwendet wurden. König Loren I. Lennister wurde einen Tag nach der Schlacht gefangen genommen. Er unterwarf sich Aegon wurde im Gegenzug zum Lord von Casterlystein und Wächter des Westens ernannt. Auch Lorens Vasallen beugten das Knie und mit ihnen viele Lords der Weite, die das Drachenfeuer überlebt hatten.[2]

Anschließend trennte sich Aegon von seinen Schwestergemahlinnen und eilte nach Rosengarten, um den bisherigen Sitz des Hauses Gärtner zur Aufgabe zu zwingen. Der dortige Haushofmeister Harlan Tyrell übergab die Burg kampflos und sicherte dem Eroberer seine Unterstützung zu. Als Belohnung erhielt Harlan Rosengarten und wurde zum Wächter des Südens sowie Obersten Lehnsherrn am Mander ernannt.[2]

Jüngste Ereignisse[]

Band 1 - Die Herren von Winterfell[]

Tyrion Lennister denkt auf dem Weg zur Mauer an das Feld des Feuers und nimmt dabei Bezug auf den Umstand, dass er nur geboren worden ist, weil sein Ahnherr König Loren die Schlacht überlebte und somit später einen Sohn zeugen konnte.[1]

Band 2 - Das Erbe von Winterfell[]

Theon Graufreud behauptet nach der Schlacht im Wisperwald, es habe seit des Feld des Feuers keinen großartigeren Sieg mehr gegeben.[6]

Band 4 - Die Saat des goldenen Löwen[]

Während der Schlacht am Schwarzwasser fragt sich Tyrion beim Blick von der Stadtmauer auf den brennenden Fluss, ob sich Aegon der Eroberer über dem Feld des Feuers ebenso gefühlt habe.[7]

Band 5 - Sturm der Schwerter[]

Als Daenerys Targaryen den Guten Herren in Astapor ihren Drachen Drogon für deren gesamte Unbefleckte anbietet, versucht Barristan Selmy sie davon abzuhalten und führt an, Aegon der Eroberer habe auf dem Feld des Feuers bewiesen, dass ein Drache mehr wert sei als eine Armee.[8]

Siehe auch[]

Einzelnachweise[]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Die Herren von Winterfell, Kapitel 13, Tyrion II
    A Game of Thrones, Kapitel 13, Tyrion II
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 Feuer und Blut - Erstes Buch, Aegons Eroberung
  3. Die Welt von Eis und Feuer, Das Haus Tyrell
  4. Feuer und Blut - Erstes Buch, Unter den Regenten - Krieg und Frieden und Viehmärkte
  5. Die Welt von Eis und Feuer, Rosengarten
  6. Das Erbe von Winterfell, Kapitel 24, Catelyn IV
    A Game of Thrones, Kapitel 63, Catelyn X
  7. Die Saat des goldenen Löwen, Kapitel 31, Tyrion VII
    A Clash of Kings, Kapitel 59, Tyrion XIII
  8. Sturm der Schwerter, Kapitel 27, Daenerys III
    A Storm of Swords, Kapitel 27, Daenerys III
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