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Die Regn-Tarbeck-Rebellion war eine Rebellion in den Westlande der Häuser Regn und Tarbeck gegen ihren Lehnsherren, Haus Lennister, hervorgerufen durch die Schwäche von Lord Tytos Lennister.

Vorgeschichte Bearbeiten

Viele Ereignisse und Faktoren führten zur Rebellion. Die Schwache Hand von Lord Tytos Lennister war vielleicht die Entscheidene. Aber auch die Ambitionen von Lady Ellyn Regn trugen ihren Teil dazu bei.

Lady Ellyn war seit Langem mit Lord Gerold Lennisters erstem Sohn und Erben Tywald verlobt. Dieser diente Ellyns Vater, Lord Robert Regn während des Gipfel-Aufstands als Knappe. Beide starben jedoch während den Kämpfen und da Ellyn unbedingt die Lady von Casterlystein werden wollte (Lord Gerolds Gemahlin war bereits verstorben) überredete sie Tywalds Zwillingsbruder Tion sie zu heiraten. Gerold war zwar dagegen, doch hatten ihn Alter, Trauer und Krankheit müde gemacht und er gab nach. So fand im Jahre 235 n. A. E. in Casterlystein eine Doppelhochzeit statt: Ser Tion heiratete Ellyn und Tions jüngerer Bruder Tytos nahm Jeyne Marbrand zur Gemahlin.

Da sich Lord Gerold mehr und mehr zurückzog, hielt Ellyn in Casterlystein Hof. Sie richtete prachtvolle Turniere und Bälle aus und füllte den Stein mit Küstlern, Musikern, Mimen und mit Regns. Ihre beiden Brüder, Lord Roger und Reynard Regn waren stets an ihrer Seite und wurden mit Ämtern und Ehren überhäuft.

Als im Jahre 236 n. A. E. Daemon III. Schwarzfeuer mit der Goldenen Kompanie die Meerenge überquerte rief König Aegon V. seine Vasallen zusammen und die Vierte Schwarzfeuer-Rebellion begann. Sie endete fast so schnell wie sie begonnen hatte. Nach der Schlacht an der Wendwasserbrücke stauten sich die Leichen der Schwarzen Drachen im Fluss, wohingegen die Königstreuen nur etwa einhundert Mann verloren, darunter allerdings Ser Tion Lennister.

Trotz des Verlustes des zweiten Sohnes raffte sich Lord Gerold anschließend noch einmal aus seiner Lethargie auf und nahm die Zügel der Westlande wieder fest in die Hand, um seinen dritten Sohn Tytos, einen willensschwachen Junge, auf seine Nachfolge vorzubereiten. Die "Regierung der Regns" nahm ein Ende und Roger, Reynard und viele ihrer Vettern kehrten nach Castamaer zurück. Lady Ellyn blieb in Casterlystein, doch ihr Einfluss schwand und der von Lady Jeyne nahm zu. Bald schon nahm die Rivalität der beiden hässliche Züge an. Im Jahr 239 n. A. E. wurde Ellyn beschuldigt mit Tytos das Bett geteilt und ihn bedrängt zu haben seine Ehe zu annullieren und stattdessen sie zu heiraten. Doch der junge Tytos, damals 19 Jahre alt, war von der Witwe seines Bruders so eingeschüchtert, dass er den Ehebruch nicht vollziehen konnte und später seiner Gemahlin alles beichtete. Jeyne war bereit ihrem jungen Gemahl zu verzeihen, jedoch nicht ihrer Schwägerin. Als sie Lord Gerold von dem Vorfall berichtete, entschied er wütend Casterlystein von Ellyn Regn zu befreien und ihr einen neuen Gemahl zu suchen. Innerhalb von vierzehn Tagen wurde sie mit Lord Walderan Tarbeck verheiratet, einem fünfundfünfzigjährigem Witwer aus einem uralten, ehrwürdigen aber verarmten Haus.

Ellyn, nun Lady Tarbeck, verließ Casterlystein und kehrte nie wieder zurück, doch ihre Rivalität mit Jeyne Marbrand ging weiter. Sie schien sich sogar zu verschärfen im "Gebärkrieg", wie Lord Kröte, Gerolds Hofnarr, ihn nannte. Ellyn schenkte Lord Walderan, der bereits aus seinen beiden vorigen Ehen Söhne hatte, zwei Töchter und einen Sohn. Jeyne antwortete mit eigenen Kindern, deren erstes ein Sohn namens Tywin war. Dieser war auch der einzige Enkel, dessen Geburt Lord Gerold noch erlebte. Im Jahre 244 n. A. E. erlag er einer Krankheit.

So wurde Tytos mit vierundzwanzig Jahren zum Lord von Casterlystein, Schild von Lennishort und Wächter des Westens. Für keines dieser Ämter war im mindesten geeignet. Er geriet nur schwer in Zorn, verzieh rasch alle Beleidigungen und war viel zu vertrauenselig. Wegen seines heiteren Wesens wurde er "der Lachende Löwe" genannt, und einige Zeit lachte der Westen mit ihm doch schon bald über ihn. Viele sahen in seiner Schwäche die Chance sich Macht, Reichtum und Land anzueignen. So mancher borgte sich Gold von Casterlystein und weigerte sich es zurückzuzahlen. Selbst solche Darlehen verlängerte Tytos oder erließ die Schulden sogar ganz. Seine Gesetze wurden bald nicht mehr durchgesetzt und Korruption breitete sich aus.

Während die Macht des Hauses Lennister schwand wurden andere Häuser stärker, aufsässiger und zügelloser. Das alte, reiche und mächtige Haus Regn gedieh prächtig unter Tytos' Missherrschaft und mit ihnen blühten auch ihre engen Verbündeten die Tarbecks, nach Jahrhunderten des schleichenden Niedergangs wieder auf, größtenteils dank Lady Ellyn. Mit Gold aus Casterlystein baute Ellyn (welches ihre Brüder ihr besorgten, da sie nachwievor nicht auf dem Stein willkommen war) Burg Tarbeck von einer brökelden Ruine wieder zu einer mächtigen Burg aus.

Im Jahre 255 n. A. E. gebar Lady Jeyne ihre vierten Sohn, Gerion, erholte sich jedoch nach der Geburt nicht mehr und verstarb. Ihr Verlust erschütterte Tytos zutiefst. Die folgenden Jahre gehörten zu den schlimmsten in der Geschichte der Westlande. Die Lage geriet so sehr außer Kontrolle, dass sich König Aegon V. genötigt sah einzugreifen. Dreimal schickte der König seine Ritter in die Westlande, doch sobald sie wieder abzogen flammten die Streitigkeiten wieder auf. Nachdem Aegon 259 n. A. E. starb wurde es sogar noch schlimmer, denn Jaehaerys II. hatte nicht die Willenstärke seines Vaters und war auch bald mit dem Krieg der Neunheller-Könige beschäftigt. Zehntausend Männer aus den Westlanden zogen in diesen Krieg, geführt von Tytos' Bruder Ser Jason Lennister. 260 n. A. E. starb dieser auf Blutstein. Nach seinem Tod übernahm Lord Roger Regn den Befehl über die Westmänner und führte sie zu einigen beachtlichen Siegen. Auch Tytos' drei ältesten Söhne schlugen sich tapfer. Tytos selbst verblieb jedoch in Casterlystein in der Gesellschaft einer jungen Frau von niederer Geburt, die seinem jüngsten Sohn als Amme gedient hatte.

Nach der Rückkehr seiner Söhne aus dem Krieg, kündigten sich endlich Veränderungen in den Westlanden an. Ser Tywin übernahm die Regierung und machte sich daran die Macht des Hauses Lennister wiederherzustellen. Er begann damit, die Rückzahlung der geliehenen Gelder einzufordern, wer nicht zahlen konnte musste Geiseln stellen. Mit fünfhundert Ritter säuberte Ser Kevan Lennister den Westen von Raubrittern und Geächteten. Manche beeilten sich den Forderunge Tywins nachzukommen, doch Lord Regn soll nur gelacht haben als er von dessen Edikten gehört hatte. Lord Walderan traf die Entscheidung nach Casterlystein zu reiten um sich bei Lord Tytos über Tywin zu beschweren. Er fand sich aber nur Ser Tywin gegenüber, der ihn sofort in den Kerker werfen ließ. Lady Ellyn schickte daraufhin ihre Ritter aus und nahm drei Lennisters gefangen, darunter Ser Steffert Lennister, Ser Jasons Sohn. Daraufhin löste sich Lord Tytos lange genug von seiner Amme um seinen eigensinnigen Erben in die Schranken zu weisen. Er ließ Lord Tarbeck frei und ging so weit sich bei ihm zu entschuldigen und ihm alle Schulden zu erlassen. Um den Austausch der Geiseln vorzunehmen wurde Castamaer als Ort ausgewählt. Tywin weigerte sich dem Treffen beizuwohnen und so fiel es Ser Kevan zu Lord Tarbeck dorthin zu begleiten. Lady Ellyn kam mit ihren drei Gefangenen ebenfalls dorthin. Man vernastaltete eine große Demonstration der Freundschaft zwischen Lennisters und Tarbecks und schwor sich ewige Treue.

Diese Treue hielt kaum ein Jahr. Tywin Lennister war fest entschlossen diese übermächtigen Vasallen in die Knie zu zwingen. So sandte er im Jahre 261 n. A. E. Raben aus und forderte Roger und Reynard Regn sowie Lord und Lady Tarbeck auf sich in Casterlystein einzufinden wo sie sich für ihre Vergehen verantworten sollten. Beide Häuser entschieden sich für Widerstand und kündigten ihre Gefolgschaft zu den Lennisters auf. Tywin rief zu den Fahnen und ritt in den Krieg, ohne seinem Vater seine Absichten mitzuteilen.[1]

Schlachten Bearbeiten

Belagerung von Burg Tarbeck Bearbeiten

Das Lennister-Heer erschien so schnell, dass Lord Walderans Vasallen keine Zeit hatten sich zu versammeln. Tarbeck ritt Tywins Männer nur mit seinen Hofrittern entgegen und seine Männer wurde niedergemacht. Walderan, seine Söhne, Neffen, Vettern, die Gatten seiner Töchter und alle die den siebenzackigen Stern der Tarbecks auf dem Schild trugen wurden getötet. Als die Lennisters ihren Weg nach Burg Tarbeck fortsetzten schritten die Köpfe von Walderan und seinen Söhne auf Spießen vorran.

Lady Ellyn verriegelte die Tore der Burg und schickte Raben nach Castamaer und rief ihre Brüder zu Hilfe. Sie stellte sich auf eine lange Belagerung ein, doch die Belagerungsmaschinen waren binnen eines Tages aufgebaut. Einer der Steine, die über die Mauern geschossen wurden, traf den alten Bergfried und brachte ihn zum Einsturz. Ellyn und ihr Sohn Tion der Rote wurde unter den Trümmern begraben und erschlagen. Kurz darauf erlosch jeder Widerstand und die Tore wurden geöffnet. Tywin befahl, Burg Tarbeck niederzubrennen.[1]

Schlacht bei Burg Tarbeck Bearbeiten

Lord Roger Regn kam noch rechtzeitig um die Flammen zu sehen. Obwohl er Ser Tywin an Heeresgröße unterlegen war griff er ihn an und hoffte auf einen Überraschungseffekt. Er stürmte mit seinen Männer Hals über Kopf ins Lager der Lennisters. Vom ersten Schreck erholt schlugen diese bald zurück und ihre zahlenmäßige Überlegenheit machte sich schnell bemerkbar. Lord Regn musste den Angriff abbrechen und sich zurückziehen, wobei er die Hälfte seiner Männer auf dem Schlachtfeld zurückließ. Auf der Flucht traf ein Armbrustbolzen den Rücken des Roten Löwen und er musste nach Castamaer zurückgetragen werden.[1]

Belagerung von Castamaer Bearbeiten

Drei Tage nach der Schlacht traf das Lennister-Heer in Castamaer ein. Die Regns zogen sich in ihre unterirdische Minen zurück denn Ser Reynard, der den Befehl übernommen hatte, wusste dass er nicht genug Männer hatte um die Mauern zu verteidigen. Er überließ die Oberfläche Tywin und schickte ihm auch einen Boten mit dem Angebot Bedingungen für eine Kapitulation auszuhandeln. Dieser würdigte das Angebot keines Blickes und ließ stattdessen die unterirdischen Minen versiegeln bis es keinen Weg hinaus oder herein gab. Dann leitete einen schnellfließenden Bach in die Stollen. Ser Reynard hatte mehr als dreihundert Männer, Frauen und Kinder mit in die Minen genommen. Niemand kam heraus. Tywin ließ das oberirdische Castamaer niederbrennen.[1]

Folgen Bearbeiten

Die alten und ehrwürdigen Häuser Regn und Tarbeck wurden bis auf den Letzten Mann ausgelöscht. Diese Vorgehen brachte Ser Tywin Lennister, der gerade einmal zwanzig Jahre alt war viel Respekt in den Sieben Königslanden und manche fürchteten ihn sogar. 262 n. A. E., ein Jahr nach der Rebellion ernannt ihn der neue König Aerys II. zur Hand des Königs. 267 n. A. E. starb Lord Tytos Lennister und Tywin wurde mit fünfundzwanzig Lord von Casterlystein.[1]

Das Lied Der Regen von Castamaer wurde über die Rebellion geschrieben. Als ein paar Jahre später Lord Weitmann von der Schönen Insel gegen die Lennisters aufbegehrte, schickte Lord Tywin ihm nur einen Sänger, der dieses Lied sang. Danach gab es keine Probleme mehr.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Die Welt von Eis und Feuer, Das Haus Lennister unter den Drachen
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