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Die Schlacht über dem Götterauge (engl.: Battle Above the Gods Eye) fand während des Drachentanzes am 22. Tag des 5. Mondes im Jahre 130 n. A. E. über dem Götterauge statt.[1]

VorgeschichteBearbeiten

Nach der Fütterung der Fische, bei welcher das Heer der Grünen aus den Westlanden von Truppen der Schwarzen vernichtend geschlagen worden war, entschied Prinz Aemond Targaryen, sich von Ser Kriston Krauts Heer zu trennen und mit seinem Drachen Vhagar seinen eigenen Feldzug zu führen. Dabei griff er mit Vhagar zahlreiche Dörfer, Burgen und andere Gebäude in den Flusslanden an, da er hoffte, dass Rhaenyra ihm ein oder zwei Drachen entgegenschicken würde, die er mit Vhagar vernichten könnte. Rhaenyra tat das tatsächlich und schickte ihren Gemahl Prinz Daemon Targaryen und das Bastardmädchen Nessel mit ihren Drachen Caraxes und Schafsdieb zum Trident, um Aemond und Vhagar aufzuspüren und zu töten. Sie schlugen ihr Lager in Jungfernteich auf, suchten jedoch lange Zeit vergeblich, da Aemond einem Kampf auswich. Daemon wiederum verwarf Lord Manfryd Mutons Vorschlag, dass er und Nessel getrennt an verschiedenen Orten suchen könnten, weil es ihnen seiner Auffassung nach nur gemeinsam gelingen konnte, Vhagar zu töten, da weder Caraxes noch Schafsdieb ihr alleine gewachsen wären.[2]

Nach dem Verrat von Stolperstadt richtete sich das Misstrauen von Rhaenyra gegen alle Drachensamen, so auch Nessel. Sie befahl Lord Muton, ihr Nessels Kopf zu schicken, die angeblich auch noch die Geliebte von Daemon geworden war. Um der schwierigen Entscheidung zu entgehen, ob die Mutons ihre Königin verraten oder das Gastrecht brechen sollten, tat ihr Maester Norren so, als habe Lord Muton den Brief nie gelesen, und zeigte ihn Daemon. Am nächsten Morgen trennte sich Nessel von Daemon und flog auf Schafsdieb in Richtung Krabbenbucht davon.[2]

Anschließend wies Daemon Lord Muton an, auf seinen Ländereien zu verbreiten, dass Daemon Aemond in Harrenhal erwarte. Daemon wartete fortan dreizehn Tage in Harrenhal, ehe Aemond am vierzehnten erschien. Daemon und Aemond unterhielten sich kurz, wobei Aemond ihm auch erklärte, dass er von seiner schwangeren Geliebten Alys Strom, welche er nach Harrenhal mitgebracht hatte, erfahren hatte, dass Daemon in Harrenhal auf ihn warten würde, da sie ihn im Feuer gesehen habe. Aemond küsste seine Geliebte zum Abschied, ehe er und Daemon sich auf ihre Drachen schwangen. Aemond schnallte sich die Ketten, die am Sattel hingen, an seinem Gürtel fest, während Daemon seine offen am Sattel baumeln ließ.[2]

SchlachtBearbeiten

Nachdem sich Daemon und Aemond mit ihren Drachen in die Lüfte erhoben hatten, trieb Daemon Caraxes mit der Peitsche schnell nach oben in die Wolken, wo sie verschwanden. Aemonds Vhagar konnte aufgrund ihres Alters und ihrer Größe nicht mit Caraxes' Schnelligkeit mithalten, und so stieg sie gemächlicher auf und suchte nach Caraxes, welcher sie überraschte, mit einem schrillen Schrei auf sie herabstieß und mit gewaltiger Wucht rammte. Daraufhin schnappten und zerrten die Drachen am jeweils anderen, während ihre Flammen so hell leuchteten, dass das Fischervolk fürchtete, die Wolken hätten Feuer gefangen. Die Drachen taumelten eng umschlungen immer weiter nach unten auf den See zu, wobei Caraxes sich in Vhagars Kehle verbiss und seine Zähne tief in ihr Fleisch bohrte, während Vhagar ihm den Bauch mit ihren Klauen aufriss und ihm einen Flügel abbiss. Daemon sprang schließlich mit Dunkle Schwester in der Hand von Caraxes auf Vhagar, riss Aemond den Helm vom Kopf und trieb ihm das Schwert durch die blinde Augenhöhle. Als die beiden Drachen wenig später auf der Oberfläche des Sees aufschlugen, soll sich das Wasser in einer Fontäne erhoben haben, die so hoch wie der Königsbrandturm war. Weder Mann noch Drachen konnten einen solchen Aufprall überlebt haben, sagten die Fischer, die den Kampf bezeugten.[2]

FolgenBearbeiten

Caraxes lebte nach der Schlacht noch lange genug, um sich mit aufgeschlitztem Bauch und einer abgerissenen Schwinge an Land zu schleppen, wo er vor den Mauern von Harrenhal starb. Vhagars Kadaver sank auf den Grund des Sees und das heiße Blut aus ihrer klaffenden Wunde brachte das Wasser über ihr zum Kochen.[2]

Da es nur wenige Augenzeugen gab, verbreitete sich die Nachricht von dem Kampf nur langsam. Prinz Daemons Leiche wurde nie gefunden. Während die Sänger behaupten, Daemon habe den Absturz überlebt und sei zu Nessel zurüchgekehrt, mit welcher er den Rest seines Lebens verbrachte, hält Erzmaester Gyldayn dies für ausgeschlossen und verweist auf die seltsamen Strömungen und hungrigen Fische im Götterauge.[2]

Als einige Jahre nach dem Drachentanz Vhagars und Aemonds Überreste geborgen wurden, waren Prinz Aemonds Gebeine und Rüstung noch immer an den Sattel gekettet, wobei Dunkle Schwester noch immer bis zum Heft in der Augenhöhle Aemonds steckte.[2]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Welt von Eis und Feuer, Aegon II.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Die Prinzessin und die Königin oder die Schwarzen und die Grünen

A  D  B

Schlachten des Drachentanzes
Jahr Schlacht
129 n. A. E. Schlacht an der Brennenden MühlePlünderung von DämmertalSchlacht von Krähenruh
130 n. A. E. Schlacht in der GurgelSchlacht am HonigweinFall von KönigsmundSchlacht am Roten ArmSchlacht am SeeuferSchlachtertanzErste Schlacht bei StolperstadtFall von DrachensteinSchlacht über dem GötteraugeAufstand von Königsmund - Erstürmung der DrachengrubeZweite Schlacht bei Stolperstadt
131 n. A. E. Schlacht am Königsweg
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