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Catelyn II ist das vierzehnte Kapitel von Sturm der Schwerter, dem ersten Teil des dritten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Catelyn Tully.

Zusammenfassung Bearbeiten

Robb Stark kehrt nach Schnellwasser zurück und eröffnet Catelyn Tully, dass er eine Jeyne Westerling geheiratet hat, was einen Bruch der Vereinbahrung mit Lord Walder Frey bedeutet. Im kleinen Kreis beraten Robb, Catelyn, Ser Brynden Tully und Ser Edmure Tully über ihre Lage im Krieg der Fünf Könige und besprechen das weitere Vorgehen.

Synopsis Bearbeiten

Robb kehrt nach Schnellwasser zurückBearbeiten

Catelyn Tully hört, wie die Hunde in den Zwingern von Schnellwasser verrückt spielen und vermutet, dass Robb Stark mit Grauwind zurückkehrt. Ser Edmure Tully ist ihr seit ihrem einmaligen Treffen aus dem Weg gegangen, und die meiste Zeit war sie mit ihrm todkranken Vater Lord Hoster Tully allein gewesen. Dieser wird mit jedem Tag schwächer und verwirrter, und wenn er wach ist, murmelt er nur noch von "Alraune" und von Vergebung. Ser Desmond Grell erlaubt ihr immer noch nicht, sich frei in der Burg zu bewegen, auch wenn er offenbar selbst unter der Strafe leidet. Erleichtert hatte sie die Rückkehr von Ser Robin Ryger und seinen Männern verfolgt, die anscheinend zu Fuß heimkehren mussten. Maester Vyman vertraute ihr an, dass es Jaime Lennister irgendwie gelungen sei, die Flussgaleere zu versenken und zu entkommen. Dann hatte sie noch an dem Tag der Rückkehr Edmures einige Stunden später wütende Stimmen aus dem Hof gehört, dann hatte sie vom Dach aus gesehen, wie eine Gruppe von 40 Männern in aller Eile ihre Pferde sattelten und einer der Reiter sogar über ein Banner der Starks ritt, bevor sie die Burg verließen. Ser Perwyn Frey war unter den Männern, der mit ihr in Sturmkap und Bitterbrück gewesen war, und sein Halbbruder Martyn Strom. Sie waren nicht zurückgekehrt und Catelyn fragte sich, was sie so erzürnt haben könnte. Diesmal wollte Vyman ihr nicht verraten, was vorgefallen war. Nun aber ist Robb zurückgekehrt und Catelyn hofft, dass er ihr verzeihen kann.

Ser Desmond Grell erscheint und erklärt, dass Robb sie in der Großen Halle erwarte. Die Halle ist voller Menschen, die auf das Podest blicken: Lady Maegen Mormont, der Großjon und der Kleinjon, Lord Jason Mallister, Lord Tytos Schwarzhain. Ihr ist klar, dass die Hälfte der Vasallen ihres Sohnes sie am liebsten direkt hängen würde für das, was sie getan hat. Sie erblickt Robb auf dem Podest und erkennt, dass er kein Junge mehr ist, obwohl er erst 16 Jahre alt ist. Robb ist gerade dabei, Edmure für seinen Sieg in der Schlacht an den Furten bei der Steinmühle zu ehren, während die Vasallen ihn als König des Nordens hochleben lassen. Als Catelyn nach vorne schreitet, bemerkt sie, wie die Menge verstummt, einzig der milde Blick ihres Onkels Ser Brynden Tully verschafft ihr Trost. Catelyn ist überrascht, auch eine Gruppe unbekannter Gesichter an der Seite Robbs auf dem Podest zu sehen. Utherydes Wayn stößt seinen Stab auf den Boden, als sie sich nähert. Ser Brynden schert sich nicht um die Stimmung im Saal und umarmt Catelyn zur Begrüßung. Dann erkundigt sie sich nach Robbs Gesundheit. Robb berichtet, dass ein Pfeil ihn am Arm getroffen habe, als sie Hochklipp erstürmt haben, dass die Wunde aber gut verheilt sei. Sie erklärt Robb freimütig, dass sie Jaime Lennister wegen Sansa und Arya freigelassen habe; sie habe einmal fünf Kinder gehabt, und nun habe sie nur noch drei. Lord Rickard Karstark tritt vor und schimpft, dass er einmal drei Söhne gehabt habe und jetzt nur noch einen, und dass Catelyn ihn um seine Rache gebracht habe. Catelyn macht ihn höflich auf den Unterschied aufmerksam, dass Rache seine Söhne nicht wieder lebendig mache, für ihre Töchter aber noch Hoffnung bestünde. Lord Karstark wirft ihr daraufhin vor, dass sie sich von Jaimes Versprechungen und Lügen habe zum Narren halten lassen. Der Großjon mahnt Karstark, dass er sich beruhigen soll, denn es sei lediglich die Tat einer besorgten Frau und Mutter gewesen, woraufhin Lord Karstark behauptet, es sei Hochverrat. Robb beendet den Streit, indem er Lord Karstark verbietet, seine Mutter in seiner Gegenwart des Hochverrats zu bezichtigen. Er vergibt Catelyn mit der Begründung, dass er wüsste, was es bedeutet, eine Dummheit aus Liebe zu tun. Lord Rickard stürmt im Zorn aus dem Saal.

Robb stellt Catelyn Jeyne Westerling vorBearbeiten

Robb sagt, er müsse mit ihr und Ser Edmure allein sprechen und beendet das Hofzeremoniel. Catelyn fällt auf, dass Grauwind nicht wie gewöhnlich an Robbs Seite ist. Lady Mormonterklärt Catelyn ihr Mitgefühl und der Großjon sagt ihr, Robb werde den Königsmörder wieder besiegen, falls es nötig sei. Galbart Glauer und Jason Mallister hingegen sind etwas zurückhaltender, während Jonos Bracken fast eisig wirkt. Als letzter tritt Edmure zu ihr und beteuert, dass er ebenfalls für die Mädchen bete. Nachdem sich die Halle geleert hat, bleiben nur noch Robb, Catelyn, Edmure, Brynden und die sechs Fremden übrig. Robb stellt die Fremden vor: Lady Sybelle Spezer, eine ältere aber stattliche Dame, die Gemahlin von Lord Gawen Westerling von Hochklipp, die in der Schlacht im Wisperwald gefangen genommen wurden; Ser Rolph Spezer, ihr Bruder und Kastellan von Hochklipp, als Robb es eingenommen hat; Ser Raynald Westerling, einen Sohn von Lady Sybell und Lord Gawen; Eleyna Westerling, ein kleines Mädchen und Rollam Westerling, den Robb als seinen neuen Knappen vorstellt. Zuletzt stellt er Catelyn das junge Mädchen vor, das noch übrig bleibt: es ist Lady Jeyne Westerling, Lord Gawens älteste Tochter und seine neue Hohe Gemahlin. Catelyn ist völlig überrumpelt, muss sich aber eingestehen, dass Robb dies gut inszeniert hat, damit ihr keine andere Wahl bleibt, um ihm zu verzeihen. Sie begrüßt Jeyne und heißt sie auf Schnellwasser Willkommen. Lady Sybell bemerkt die unangenehme Situation und bittet darum, sich zurückziehen zu können, damit Robb und Catelyn sich unter vier Augen unterhalten können.

Robb plant weitere Schritte im KriegBearbeiten

Als sie außer Hörweite sind, bestätigt Catelyn Robb, dass seine Gemahlin reizend sei und die Westerlings ehrenwert erscheinen, obwohl sie Vasallen von Lord Tywin Lennister sind. Robb erklärt, dass Lord Jason Mallister Lord Gawen Westerling in der Schlacht im Wisperwald gefangen genommen hat und ihn auf Seegart gefangen hält, dass er ihn nun aber freilassen muss, was aber dennoch nicht heißt, dass er sich Robb anschließt, weil sie ohne seine Zustimmung geheiratet haben. Jeyne hat sich durch die Heirat also selbst in Gefahr gebracht und - wie Robb betont - vielleicht alles verloren. Catelyn entgegnet trocken, dass er dahingegen Haus Frey verloren habe, und sie merkt, wie er zusammenzuckt. Als sie fragt, wie viele Schwerter die neuen Verbündeten brächten, antwortet Robb: fünfzig und ein Dutzend Ritter. Catelyn ruft sich in Erinnerung, dass Lord Walder Frey seiner Zeit 1000 Ritter und 3000 Fußsoldaten beigesteuert hatte. Ihr wird der Wahnsinn dieser Heirat bewusst, allerdings merkt sie auch, dass Zurechtweisungen nicht weiterhelfen, also lässt sie sich die Geschichte ihrer Liebe erzählen: Die Eroberung von Burg Bruch verlief ohne großen Widerstand, indem der Kleinjon und der Schwarze Walder die Mauern mit einer paar Männer in der Nacht erstürmen, während Robb das Haupttor mit einer Ramme angreifen ließ. Trotz des geringen Widerstands wurde er von einem Pfeil am Arm getroffen. Zuächst schien die Wunde nicht schlimm, doch dann entzündete sie sich und Jeyne pflegte ihn persönlich in ihrem eigenen Bett, bis das Fieber sank. In der Nacht, in der die Nachricht von Bran und Rickons Tod aus Winterfell eintraf, tröstete sie ihn. Catelyn rät, welcher Art der Trost war, und Robb bedauert, dass er nicht mehr auf sie gehört hatte, als sie ihm geraten hat, Theon Graufreud als Geisel zu behalten. Robb erzählt, dass die Freys nach der Hochzeit gespalten waren: während er sich mit leider schon verstorbenen Ser Stevron Frey vermutlich hätte einigen können, ist Ser Ryman Frey stur geblieben, und der Schwarze Walder hatte sogar vorgeschlagen, Jeyne umzubringen und als Witwer eine der Frey-Töchter zu ehelichen. Dann war Ser Ryman mit allen Frey-Männern abmarschiert, wenngleich Robbs Knappe Olyvar Frey am liebsten bei Robb geblieben wäre. Der Großjon wollte Robb davon überzeugen, die Freys zu überfallen, doch Robb war vernünftig genug gewesen, sie nicht mitten im Feindesland anzugreifen. Allerdings ist er nun so naiv zu glauben, er könne Lord Walder einen Ersatz bieten, bspw. Ser Wendel Manderly oder einen der beiden Onkel des Großjon. Als Catelyn ihm klarmacht, dass Lord Walder das niemals akzeptieren werde, schimpft Robb auf das Haus Frey und erklärt, dass die Westerlings eine viel ruhmreichere Geschichte hätten: ihre Linie stamme von den Ersten Menschen ab, die Könige vom Stein habe oft Westerlings geheiratet und eine andere Jeyne Westerling sei sogar einmal die Gemahlin von König Maegor I. Targaryen gewesen. Catelyn erwidert, dass das Lord Walder nur noch mehr erzürnen werde, weil er immer schon das Gefühl gehabt habe, dass die altehrwürdigen Häuser die Freys als Emporkömmlinge betrachten. Jon Arryn wollte keinen seiner Enkel als Mündel aufnehmen und Lord Hoster hatte es abgelehnt, Edmure mit einer seiner Töchter zu vermählen.

Ser Brynden schlägt vor, das Gespräch an einem anderen Ort fortzuführen, und sie gehen in den Audienzsaal. Auf dem Weg dorthin erklärt Robb, dass Grauwind im Hof sei und dass der Schattenwolf sich sehr verändert habe, weil er zu viele Menschen während der Kämpfe getötet habe. Außerdem hätten Jeyne und ihre Mutter Angst vor dem Wolf. Catelyn erkennt, dass das der eigentlich Grund ist. Sie erinnert Robb daran, dass der Wolf zu ihm gehöre und dass sie froh gewesen sei, als Sommer seiner Zeit Bran gerettet hat[A 1]. Robb erwidert, dass der Mann, den Grauwind auf Hochklipp getötet habe, ein Ritter gewesen sei, den Jeyne schon ihr ganzes Leben gekannt habe. Außerdem könne der Wolf Rolph Spezer nicht riechen und fletsche jedesmal die Zähne, wenn er ihn sehe. Als Catelyn verlangt, dass Robb ihn dann fortschicken soll, macht Robb sich über sie lustig. Er sagt, früher habe er auch an das Schicksal geglaubt, dass der Fund der Wölfe etwas zu bedeuten habe, aber seit Brans und Rickons Tod falle ihm das schwer. Trotzdem werde er Ser Rolph mit einer ehrenvollen Aufgabe fortschicken, um sie zu beruhigen.

Sie führen das Gespäch in Lord Hosters privatem Audienzsaal fort, wo Ser Edmure ausführlich von der Schlacht an der Steinmühle berichtet, bis Ser Brynden ihn unterbricht. Robb erklärt Edmure, dass er absichtlich so lange in den Westlanden geblieben sei, obwohl er nicht genügend Männer gehabt habe, um Casterlystein oder Lennishort anzugreifen. Er wollte Lord Tywin mit seiner Armee, die größtenteils aus Fußsoldaten bestand, in den Westen locken und ihn dort ein wenig jagen, dann aber eine Verteidigungslinie quer über den Goldweg aufbauen, damit er nicht nach Königsmund kommen kann. Wenn Stannis Baratheon die Lennisters in der Hauptstadt besiegt hätte, wäre ein Friedensschluss realistisch gewesen. Sowohl Robb als auch Brynden schimpfen auf Edmure, dass er Lord Tywin gerade so lange aufgehalten habe, dass er von Kundschaftern aus Bitterbrück erreicht werden konnte und dass er nur den eindeutigen Befehl hatte, Schnellwasser zu halten. Lord Tywin habe nach der Schlacht kehrt gemacht, habe sich am Oberlauf des Schwarzwassers mit den Lords Mathis Esch und Randyll Tarly vereint zog mit ihnen weiter nach Becherfall, wo Lord Maes Tyrell mit zweien seiner Söhne zu ihnen stieß. Edmure ist zutiefst getroffen und bittet um Vergebung und eine Chance zur Wiedergutmachung. Robb schätzt, dass die nächste Schlacht nicht lange auf sich warten lassen wird, sobald Joffrey Baratheon und Margaery Tyrell verheiratet sind, aber Catelyn erinnert ihn daran, dass er zunächst einmal Winterfell zurückerobern und Theon vom Stuhl seines Vaters vertreiben müsse. Robb hofft, dass Ser Rodrik Cassel die Burg vielleicht schon zurückerobert hat, aber Catelyn drängt ihn zur Rückkehr, auch wenn man die Flusslande dann aufgeben müsse. Edmure fragt, wie sie in den Norden kommen sollen, da die Eisenmänner das Meer der Abenddämmerung sowie Maidengraben beherrschen. Zudem würden ihnen die Freys bei dem Versuch, Eng zu nehmen, in den Rücken fallen. Robb meint, dass sie die Freys zurückgewinnen müssen, wenn sie noch eine Hoffnung haben wollen. Er ist geneigt, ihm alles zu geben, was er verlangt, aber Catelyn weiß, dass nur eine Heirat ihn besänftigen kann.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. siehe: I-Catelyn III.

Siehe auchBearbeiten

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