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Jon II ist das fünfzehnte Kapitel von Sturm der Schwerter, dem ersten Teil des dritten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Jon Schnee.

Zusammenfassung Bearbeiten

Tormund Riesentod zeigt Jon Schnee die Riesen und sie unterhalten sich über Frauen und die Gerüchte um Tormund. Als Manke Rayders Heer die Faust der Ersten Menschen erreicht und die Überreste der Schlacht an der Faust der Ersten Menschen findet, ist er zornig, weil Jon ihn angelogen hat. Ygritte hilft Jon, indem sie behauptet, sie würden schon seit einiger Zeit miteinander schlafen, was sie später dann auch tun.

Synopsis Bearbeiten

Tormund zeigt Jon die RiesenBearbeiten

Jon Schnee, Geist und Tormund Riesentod beobachten, wie Riesen in Zweierreihen auf ihren Mammuts an ihnen vorbeireiten. Sogar Geist weicht einen Schritt zurück. Jon versucht, sie zu zählen, doch als Tormund etwas sagt, verzählt er sich. Er schätzt, dass es über Hunderte sein müssen. Jon denkt an die Geschichten der Alten Nan und merkt jetzt, dass die wahren Riesen ganz anders aussehen: sie sind wollig wie ihre Mammuts und erinnern Jon eher an Bären als an Menschen. Er denkt, dass sie etwa drei bis vier Meter groß sind. Ihre Brustkörbe sind eher menschlich, aber die Arme hängen viel zu tief herunter, und ihre Unterkörper scheinen anderthalb mal so die breit zu sein als ihre Oberkörper. Ihre Beine sind kürzer als die Arme und sehr dick, und die Riesen tragen keine Stiefel. Ihre Füße sind breit gespreizte Gebilde, hart, verhornt und schwarz. Die riesigen schweren Köpfe ragen halslos zwischen den Schulterblättern auf und ihre Gesichter sind grobschlächtig und brutal. Die Riesen haben kleine Rattenaugen, kaum größer als Perlen, und sie schnüffeln ständig, da ihr Geruchssinn ausgesprochen gut ist. Sie tragen keine Felle, sondern sind sehr behaart. Die meisten Riesen haben Keulen, an die manch ein Riese Steine gebunden hat, sodass sich riesige Morgensterne bilden. Ein fürchterlicher Gestank geht von der Szenerie aus, aber das kann auch von den Mammuts herrühren. Tormund grüßt einen älter aussehenden Riesen, der bereits ergraut ist. Es ist Mag Mar Tun Doh Weg, auch Mag der Mächtige genannt, der Anführer der Riesen. Tormund grüßt ihn in der Alten Sprache und scherzt, und der Riese antwortet. Dann drängt Tormund, an die Spitze der Kolonne zurückzukehren, damit Manke nicht wütend wird.

Auf dem Weg zurück fragt Jon Tormund nach seinen Spitznamen. Zunächst erzählt Tormund, warum er "Riesentod" genannt wird: in einem sehr kalten Winter habe er angeblich einmal eine Riesin aufgeschlitzt und sich in ihrem Bauch gewärmt. Im Frühling sei sie dann aber erwacht und habe ihn eine Zeitlang gesäugt, weil sie ihn für ihr Junges hielt, bevor er erst nach drei Monaten fliehen konnte. In einer zweiten Geschichte geht es um einen weiteren kalten Winter, in dem Tormund in seiner Rötlichen Halle eingeschneit gewesen sei, und nur ein Fässchen Met habe ihm Gesellschaft geleistet. Er betrank sich und konnte bald nur noch an eine hübsche Frau denken, die in der Nähe wohnte, aber sehr temperamentvoll war. Schließlich hielt er es nicht mehr aus, hüllte sich in die dicksten Pelze und ging hinaus, um sie zu suchen. Bald schon fand er sie, genauso dick eingehüllt wie er selbst, kämpfte mit ihr und schaffte es, sie in die Rötliche Halle zu schleppen. Dort zog er ihr die ganzen Pelze aus und liebte sie die ganze Nacht. Am nächsten Morgen war sie weg, und der Sturm war zuende, doch war Tormunds Körper zerschunden und mit Schnitten übersät. Auf dem Fußboden lag ein Bärenpelz. Bald schon erzählten die Leute von einer nackten Bärin, die mit zwei eigenartigen Jungen im Wald lebten.

Sie unterhalten sich über YgritteBearbeiten

Dann fragt Tormund, ob sie ihnen bei der Nachtwache den kleinen Freund abschneiden würden, oder warum er sonst Ygritte abweisen würde. Jon hatte das Interesse des Mädchens auch schon bemerkt. Als Manke ihm einen Schaffellmantel geschenkt hatte und er in Tormunds Gruppe eingeteilt worden war, hatten sich ihm auch Ygritte und Ryk Langspeer angeschlossen. Jeden Abend legt sie ihre Felle neben die seinen, und in einer Nacht hatte sie ihre Arme über seine Beine gelegt und er hatte mit seiner Erregung kämpfen müssen. Dann hatte Jon sich damit beholfen, Geist zwischen sie zu platzieren wie manche Ritter des Nachts ein Schwert zwischen sich und eine Dame legen - so jedenfalls hatte es die Alte Nan erzählt. An einem anderen Tag hatte sie vorgeschlagen, zusammen im Eiswasser baden zu gehen und sich anschließend gegenseitig zu wärmen. Jon hatte Ygritte näher beobachtet. Beim Freien Volk gilt sie als Schönheit wegen ihrer feuerroten Haare, was hier selten vorkommt und ein Zeichen von Glück sein soll, aber für Jon ist sie zunächst nur von gewöhnlicher Schönheit. Erst beim zweiten Hinsehen fällt ihm auf, dass sie ihm gefällt: ihr Lächeln, ihre Augen und ihr leiser Gesang fallen ihm besonders auf. Jetzt aber erinnert er sich an den Eid, den er für die Nachtwache vor dem Wehrholzbaum abgelegt hatte. Er versucht, sich herauszureden, aber Tormund bleibt hartnäckig und sagt ihm, dass sie beide frei seien und tun und lassen könnten, was sie wollen. Jon sagt, er wolle keinen Bastard in die Welt setzen, was Tormund nicht verstehen kann.

Stämme von den Eisflüssen Paolo Puggioni

Mitglieder der Walrossmenschen auf ihrem Schlitten aus Walrossknochen
(von Paolo Puggioni ©Green Ronin)

Jon denkt darüber nach, wie verschieden Wildlinge und Menschen südlich der Mauer sind. Sie haben keine Gesetze, keine Ehre und auch keinen Anstand, sie stehlen voneinander, vermehren sich wie Tiere, halten nichts von der Ehe und setzen unzählige Bastarde in die Welt. Jon mag Tormund aber trotzdem immer mehr, genauso wie Ryk Langspeer, und an Ygritte will er lieber gar nicht erst denken. Aber viele andere Wildlinge machen ihm Angst: Rasselhemd und der Weiner würden einem ohne nachzudenken die Kehle aufschlitzen, Harma Hundekopf hasst Hunde und tötet alle 14 Tage einen, um seinen Kopf als Banner zu tragen, der ohrlose Styr wird von seinem Volk praktisch wie ein Gott angebetet, Varamyr Sechsleib ist ein Warg, der einen Schneebären, drei Wölfe und eine Schattenkatze kontrollieren kann, und es gibt noch eine Menge mehr furchteinflößender Wildlinge aus den äußersten Ausläufern des Verfluchten Waldes, aus den versteckten Tälern der Frostfänge oder die Männer von der Eisigen Küste, die auf Streitwagen aus Walrossknochen fuhren, die von Rudeln wilder Hunde gezogen wurden. Dann gibt es noch die entsetzlichen Stämme von den Eisflüssen, die angeblich Kannibalen sind, oder die Höhlenmenschen mit ihren blau, purpur und grün gefärbten Gesichtern oder die Hornfußmänner, die auf nackten Sohlen laufen, die so hart sind wie Leder. Viele von ihnen haben die Mauer nie gesehen und sprechen die Alte Sprache und verstehen die Gemeine Zunge gar nicht, aber Manke hat sie zu einem gemeinsamen Volk vereint, indem er jedes Dorf, jede Stammesmutter und jeden Magnar einzeln überzeugte, auch wenn er Jahre dafür gebraucht hatte. Für Jon ist klar, dass Manke ein wahrer König ist, auch wenn er keine Robe trug und auch keine Krone. Allerdings hatte Jon noch nciht viel in Erfahrung gebracht. Falls die Wildlinge irgendeine magische Waffe gesucht hatten, mit deren Hilfe sie die Mauer einreißen können, prahlen sie nicht damit. Jon muss sich immer wieder klar machen, was der Auftrag ist, den Qhorin ihm gegeben hat. Wenn es sein muss, wird er Manke töten müssen, auch wenn das seinen eigenen Tod bedeutet. Aber er muss es auch für das Haus Stark tun, die den Norden seit 8000 Jahren vor den Wildlingen beschützt. Bei diesem Gedanken kommen ihm Bran und Rickon, Maester Luwin, Ser Rodrik Cassel, die Alte Nan, Farlen, Mikken und Gage in den Sinn. Er hofft, diesen unehrenhaften Mord nicht begehen zu müssen und denkt an das, was vor ihnen liegt: die 300 Brüder der Nachtwache, die sich auf der Faust der Ersten Menschen verschanzt haben, und vermutlich hatte entweder Jarmen Bockwell oder Thoren Kleinwald es bis zurück zu Lord Kommandant Jeor Mormont geschafft und ihm berichtet, was in den Bergen vor sich geht. Jon ist bewusst, dass nur Manke die ganze Armee der Wildlinge zusammenhält, und wenn er sterben sollte, dann zerfällt die ganze Horde in Einzelteile. Die Wildlinge sind völlig undiszipliniert, nur hier und da gibt es einen Kämpfer, der es mit der Nachtwache aufnehmen könnte, allerdings sind diese entweder am Ende der Kolonne oder in der Vorhut oder bei Manke in der Mitte beim Proviant, und hinzu kommt, dass nur etwa einer von Hundert auf einem Pferd sitzt.

Jon wird von Orell angegriffen und zu Manke auf die Faust gebrachtBearbeiten

Nach einigen Stunden erreichen sie Tormunds Gruppe. Inzwischen schneit es heftig, und Geist war verschwunden, um zu jagen. Ygritte kommt zu ihnen geritten, um zu fragen, ob Jon nun endlich an die Existenz von Riesen glaube. Sie fängt an, das Lied Der Letzte der Riesen anzustimmen, und Tormund und Ryk stimmen mit ein. Auch Tormunds Söhne Toregg und Dormund und seine Tochter Munda singen mit. Bald schon singt die ganze Gruppe. Als das Lied endet und Jon bemerkt, dass Ygritte weint, sagt sie ihm, dass er gar nichts wisse.

Aus dem Nichts greift Orell in seiner Adlerform Jon an. Er gräbt seine Krallen Jons Gesicht, verfehlt aber seine Augen, doch Jon wird trotzdem schwer verletzt. Rasselhemd erscheint ebenfalls und fordert Tormund auf, Jon herauszugeben, denn er soll ihn zu Manke bringen. Jon steht auf und erklärt, dass er mitgehen wird. Er wünscht sich Geist herbei, aber der Schattenwolf ist immer noch auf der Jagd. Ygritte verlangt, dass sie mitreiten darf.

Sie galoppieren zwei Meilen entlang der Kolonne durch das Schneegestöber, überqueren dabei den Milchwasser und sehen die Faust der Ersten Menschen vor sich. Schweigend umgehen sie den Südhang, und dort finden ein verendetes und halb verwehtes Pferd. Auf dem Hang finden sie viele weitere tote Pferde, deren Beine verdreht sind, und die Wildlinge plündern ihr Zaumzeug. Sie reiten hinauf. An der Ringmauer steigen sie ab und gehen durch eine kleine Lücke zwischen den Steinen. Innerhalb der Mauer sieht es noch viel schlimmer aus: überall fliegen Raben herum und fressen von den toten Pferden und Hunden. Jon bemerkt, dass die Männer versucht haben, aus der Ringmauer herauszugelangen und nicht, sich vor etwas von außerhalb zu schützen. Am Ende des Lagers steht Manke Rayder in einem Kettenhemd und mit Bronzehelm. Bei ihm sind Jarl, Harma, Styr und Varamyr mit seinen Wölfen und der Schattenkatze. Als Manke Jon fragt, was mit seinem Gesicht passiert ist und Ygritte für ihn antwortet, ermahnt Manke sie, dass er Jon gefragt habe. Er fragt Jon, wieviele Brüder der Nachtwache auf der Faust waren und droht ihm, ihn nicht noch einmnal anzulügen. Jon gesteht, dass es 300 Brüder waren, 200 aus der Schwarzen Festung und 100 vom Schattenturm. Manke fragt weiter, wer den Befehl in dem Lager hatte, und Jon antwortet nach Zögern, dass es Jeor Mormont selbst war, während Bowen Marsh die Schwarze Festung befehligt. Dann erinnert sich Jon an Qhorins Auftrag und erklärt freimütig, wie sich die Nachtwache auf der Faust verschanzt hat. Manke erwidert, dass er ohnehin nicht so dumm gewesen wäre, den Hügel zu stürmen, dass sie aber jetzt immerhin wüssten, warum sie noch nicht angegriffen worden seien. Er befiehlt Varamyr, seine Wölfe loszuschicken, damit sie nach Wiedergängern suchen und Rasselhemd, die Patrouillen zu verdoppeln.

Rasselhemd verlangt, Jon töten zu dürfen, aber Ygritte versucht ihn zu verteidigen: er habe nur versucht, seine Brüder zu schützen, aber er habe entgegen der Befehle auch sie am Leben gelassen, Qhorin getötet und darüber hinaus schon in mehreren Nächten mit ihr geschlafen. Das besänftigt Manke und er befiehlt den beiden, am nächsten Tag mit Jarl und Styr zur Mauer zu gehen, um sie zu erklettern. Styr beschwert sich zwar, aber Manke erklärt ihm, dass Jon die Mauer und die Schwarze Festung gut kenne und er daher sehr nützlich sein werde. Nachdem Manke gegangen ist, weist Jarl Jon an, sein Gesicht zu versorgen, und Rasselhemd warnt Ygritte, nicht zu lügen. Jon zieht Langklaue und droht Rasselhemd, der Jon daran erinnert, dass er keinen Schattenwolf an seiner Seite habe, der ihm hilft, doch in diesem Moment bemerken sie Geist, der auf den Steinen der Ringmauer sitzt und sie beobachtet. Fluchend trottet Rasselhemd davon. Erst als sie wieder den Milchwasser überquert haben, wagt Jon, Ygritte auf ihre Lüge anzusprechen. Diese sagt, dass sie nicht gelogen habe, denn sie habe vor, in der kommenden Nacht mit ihm zu schlafen.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Siehe auchBearbeiten

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