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Samwell I ist das achtzehnte Kapitel von Sturm der Schwerter, dem ersten Teil des dritten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Samwell Tarly.

Zusammenfassung Bearbeiten

Samwell Tarly schleppt sich mit den anderen Überlebenden der Schlacht an der Brennenden Mühle durch ein Schneegestöber und verliert seine Kraft. Grenn und der Kleine Paul finden ihn im Schnee und helfen ihm ein Stück weiter, dann werden sie von einem Anderen überrascht. Sam schafft es mit dem Mute seiner Verzweiflung, den Anderen mit seinem Drachenglasdolch zu vernichten.

Synopsis Bearbeiten

Die Überlebenden der Schlacht an der Faust der Ersten Menschen fliehenBearbeiten

Samwell Tarly schleppt sich mit letzter Kraft durch ein Schneegestöber auf dem Rückzug von der Faust der Ersten Menschen. Die Schneewehen reichen bis zu seinen Knien. Sein Schwert hat er auf der Faust verloren, und er hat nur noch zwei Dolche: einen aus Stahl, und den aus Drachenglas, den Jon Schnee ihm geschenkt hat. Er wünscht sich ein Pferd herbei, aber es sind nur noch wenige übrig geblieben und diese werden von den Verwundeten genutzt wie dem Schwarzen Bernarr, der vor drei oder vier Tagen in ein Loch getreten war und sich den Knöchel gebrochen hat. Sam ist trotz mehrere Schichten Kleidung völlig ausgekühlt und würde gerne anhalten, um sich auszuruhen, aber er weiß, dass er sterben wird, wenn er dem nachgibt.

Lord Kommandant Jeor Mormont führt die Überlebenden der Schlacht an der Faust der Ersten Menschen, als sie von den Anderen angegriffen worden sind, zurück zur Mauer. Zu Beginn waren sie etwa 50 gewesen, aber einige waren ihren Wunden erlegen, andere waren im Schnee verloren gegangen und von Zeit zu Zeit verschwanden Männer von den hinteren Reihen unter einem fürchterlichen Kreischen. Er hatte sich freiwillig gemeldet, um eine der Fackeln, die wie ein Ring auf Mormonts Kommando rund um die Überlebenden getragen werden, tragen zu dürfen, damit ihm wärmer wäre, obwohl Eddison Tollett ihn daran erinnert hatte, dass er bereits eine Fackel verloren hatte, woran er sich allerdings nicht mehr erinnern kann.

Er bittet die Mutter um Erbarmen und denkt dann an seine leibliche Mutter Melessa Florent, die mit seinem Bruder Dickon Tarly in Hornberg lebt. Er betet auch zu den Alten Göttern und zu allen anderen, die er kennt. Dann muss er plötzlich an Maslyn denken, wie er um Gnade gebettelt hat und und dann von einem Wiedergänger getötet worden war.

Sam denkt an die Schlacht auf der Faust zurückBearbeiten

Sam stolpert schließlich vor Erschöpfung über eine Wurzel und merkt, dass er nicht mehr die Kraft hat aufzustehen. Ein Bruder, der an ihm vorbeigeht, fordert ihn auf weiterzugehen, aber Sam ignoriert ihn. Er setzt sich an einen Baum und findet die Vorstellung, so zu sterben, plötzlich sehr verlockend. Er denkt daran, dass er nur wegen der Raben mitgenommen wurde, und weil Maester Aemon zu alt und schwach ist. Jeor Mormont hatte ihm aufgetragen, einen Vogel zur Schwarzen Festung und einen zum Schattenturm zu schicken, falls sie angegriffen werden sollten, und das war seine einzige Aufgabe gewesen, die er immerhin vollbracht hat, weil er die Nachrichten schon im Vorhinein verfasst hatte.

Nachtwache Flucht

Die Nachtwache auf der Flucht (von Paolo Puggioni ©Green Ronin)

Er hatte geschlafen, als das Horn dreimal erklang, und nur Chett war in seiner Nähe gewesen[A 1]. Voller Angst war Sam zu den Käfigen gegangen und hatte es irgendwie geschafft, zwei Raben mit der Nachricht des Angriffs loszuschicken, auch wenn ihm dafür einige andere davonflogen. Dann hatte er sich sein Schwert umgeschnallt, einiges Proviant eingepackt und dann nicht gewusst, was er als nächstes tun sollte. Dann sah er einige Männer vom Schattenturm und folgte ihnen zur Ringmauer, auf der die Fackeln immer noch brannten. Dort standen die anderen Schwarzen Brüder und warteten mit ihren Speeren und Schwertern in der Hand. Ser Mallador Locke kam vorbeigeritten. Blan vom Schattenturm hatte den Befehl über die Männer um Sam herum. Es sind Hunderte Angreifer, und nachdem die Männer ihre erste Pfeilsalve abgeschossen hatten, merkten sie, dass sie die Angreifen so nicht aufhalten konnten. Dann war Mormont erschienen und hatte gebrüllt, sie sollten Brandpfeile benutzen. Er hatte Sam bemerkt und ihn zurück zu den Käfigen geschickt. Er wärmte Tinte auf einem Feuer und formulierte einige Briefchen vor, während er Thoren Kleinwalds Befehle hört und Dywens Flüche. Sam schrieb auf, was er aus den Schlachtrufen über den Verlauf der Schlacht heraushören konnte: mal waren die Rufe siegesgewiss, dann war die Rede von einem riesigen Bären, dann sank direkt vor seinen Füßen einer der Männer vom Schattenturm zu Boden und starb. Dann war das Hornsignal zum Rückzug erklungen und Sam hatte die restlichen Raben freigelassen und dabei vergessen, einem eine Nachricht mitzugeben. Dann waren die Untoten über die Steinmauer gekommen, sie hatten Pfeile in ihren Gesichtern und Kehlen, und man kann erkennen, dass sie einmal Krieger des Freien Volkes waren oder Brüder der Nachtwache. Er war zum Feuer gestolpert, wo er auf Ser Ottyn Wyters und einige Bogenschützen traf. Dann kann er sich nur noch daran erinnern, wie er auf einem Pferd gesessen hat und davonreitet und auf Eddison Tollet, Thoren Kleinwald und Jeor Mormont trifft. Mormont befiehlt den Reitern, eine Speerspitze zu bilden und einen Durchbruch zu wagen, den Südhang hinunter und dann nach Osten. Dann war der verweste Bär mit den leuchtend blauen Augen aufgetaucht, Thoren Kleinwald hatte in angegriffen und war dabei gefallen. In Keilformation schafften sie es durch die Massen der Wiedergänger hindurch bis zum Fuss des Hügels, dann sprang plötzlich einer der Schwarzen Brüdern aus dem Gebüsch und zerrte Sam aus dem Sattel und nahm sich Sams Pferd, um damit fortzureiten.

Was dann folgte, kann Sam nicht mehr sagen, schließlich stand er Stunden später zitternd zwischen den anderen Überlebenden. Dywen hatte es geschafft, drei Packtiere mit Proviant vom Hügel zu führen. Mormont ließ das Proviant verteilen, die Gesunden ihre Pferde den Verwundeten geben und postierte Fackelträger an die Flanken und an das Ende der Kolonne.

Grenn und der Kleine Paul finden Sam im SchneeBearbeiten

Sam versucht, nicht mehr an die Schlacht zu denken, und er versucht, sich seine Mutter vorzustellen und seine kleine Schwester Talla Tarly, oder diese Mädchen Goldy, das er bei Crasters Bergfried kennengelernt hatte. Grenn findet Sam und fordert ihn auf, nicht einzuschlafen, sondern aufzustehen und weiterzugehen. Ein weiterer Bruder hält an und sagt Grenn, dass er seine Zeit und Kraft verschwendet, aber Grenn lässt sich nicht abhalten. Er versucht, Sam auf die Beine zu zerren, aber er ist zu schwer. Als Sam sich immer wieder fallen lässt, fängt Grenn an, ihn zu treten, aber auch das hilft nicht. Dann erscheint der Kleine Paul und hebt Sam einfach hoch und trägt ihn. Sam beschwert sich trotzdem, dass sie ihn liegenlassen sollen, aber Grenn fordert ihn auf, an etwas Schönes zu denken oder ein Lied zu singen wie etwa Der Bär und die Jungfrau hehr. Grenn und der Kleine Paul fallen zurück, und andere Brüder rufen ihnen zu, dass sie Sam liegen lassen sollen, wenn sie überleben wollen.

Sam tötet einen AnderenBearbeiten

Dann kommt niemand mehr von hinten und sie können die Fackeln vor ihnen nicht mehr sehen. Zitternd legt der Kleine Paul Sam in den Schnee und entschuldigt sich dafür, dass er ihn liegen lassen muss. Dann erscheint ein untotes Pferd, dem die Gedärme aus dem Bauch hängen. Der Reiter ist so fahl wie Eis, schlank wie ein Schwert und milchweiß. Der Kleine Paul zückt seine Axt und schimpft, dass der Andere Mauligs Pferd getötet habe. Grenn tritt auf ihn zu und droht ihm mit der Fackel, aber der Andere schlägt blitzschnell mit seinem Schert zu und die Fackelspitze fällt in den Schnee und erlischt. Der Kleine Paul greift an, aber der Andere weicht blitzschnell aus und treibt sein Kristallschwert durch die Kettenringe von Pauls Kettenhemd wie durch Butter. Sein Gewicht reißt dem Anderen das helle Schwert aus der Hand. Sam hat einen Anflug von Heldenmut und zwingt sich, die Situation zu nutzen: mit geschlossenen Augen stürzt er mit dem Drachenglasdolch vorwärts und rammt sie dem Anderen in die Kehle. Ein Kreischen ertönt, dann sieht er, wie die Rüstung des Anderen in Rinnsalen an dessen Beinen herunterläuft und hellblaues Blut aus der Wunde am Hals hervortritt. Der Andere schrumpft und löst sich in sich auf. Als Grenn die Klinge aufhebt, bemerkt er, dass sie sehr kalt ist. Grenn hilft Sam auf die Beine und stellt fest, dass der Kleine Paul tot ist. Im Osten erkennen sie die Dämmerung und folgen ihr, um Mormont wieder einzuholen.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Chett wollte Sam eigentlich gerade umbringen‚ siehe: V-Prolog (Chett).

Siehe auchBearbeiten

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