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Jon III ist das sechsundzwanzigste Kapitel von Sturm der Schwerter, dem ersten Teil des dritten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Jon Schnee.

Zusammenfassung Bearbeiten

Jon Schnee reitet mit Styr, Jarl, und ihren Männern zur Mauer. Auf dem Weg dorthin kommen er und Ygritte sich näher. An der Mauer muss er Geist fortschicken, da er ihn nicht mit über die Mauer nehmen kann. Styr fragt ihn nach den Patrouillen der Nachtwache aus, und Ygritte verführt ihn ein weiteres Mal in einer Höhle.

Synopsis Bearbeiten

Ygritte verführt JonBearbeiten

Jon Ygritte Langklaue gebrochene Versprechen Marc Simonetti Bantam Kalender2013

Jon bricht den Eid der Nachtwache mit Ygritte
(von Marc Simonetti ©Random House)

Jon Schnee verlässt eine Höhle nahe der Mauer, die von einigen Thenn bewacht wird, um Geist zu suchen. Als er einen Hügel hinauftrabt, fallen ihm die vielen Sterne über ihm auf. Er denkt an Maester Luwin und an die Namen der Sterne, die er ihm beigebracht hat. Er kennt die zwölf so genannten Himmelshäuser und die jeweiligen "Herrscher". Außerdem kennt er die sieben Wanderer, sich bewegende Himmelskörper, die auch von im Glauben an die Sieben parallel zu den sieben Aspekten des einen Gottes verehrt werden. Er denkt an die Sternbilder Eisdrache, Schattenkatze, Mondmaid uns Schwert des Morgens. Diese kannte auch Ygritte, aber einige Himmelskörper nannte sie anders: Die Königskrone nannte sie die Wiege, der Hengst sei der Gehörnte Herr, und der Rote Wanderer, der von den Septonen gleich dem Schmied heilig war, nennt das Freie Volk den Dieb. Ygritte behauptete auch, dass wenn der Dieb in der Mondmaid stehe, es für einen Mann günstig sei, eine Frau zu stehlen, d.h. sie zu verführen. In der Nacht, in der sie zum ersten Mal miteinander geschlafen haben, hat der Dieb besonders hell geleuchtet, und auch danach haben sie es noch viele Male getan. Jon fühlt sich schuldig, weil er den Eid der Nachtwache gebrochen und mit einer Frau geschlafen hat.

Jon verabschiedet sich von GeistBearbeiten

Jon findet Geist wie vermutet auf dem kleinen Hügel. Er erklärt Geist, dass er am nächsten Tag über die Mauer gehen müsse, und dass der Schattenwolf nicht mit ihm kommen könne. Er denkt daran, dass die Angehörigen der Freien Völker ihn einen Warg nennen, aber er weiß nicht im Geringsten, wie er in den Leib des Schattenwolfes wechseln kann, so wie Orell es mit seinem Adler gemacht hat, bevor Jon ihn tötete. Jon erklärt dem Schattenwolf eindringlich, er soll zur Schwarzen Festung laufen und hofft dabei, dass sie dort erkennen, dass sie in Gefahr sind. Geist trabt davon, aber Jon weiß nicht, ob er ihn tatsächlich verstanden hat. Er denkt über seine Situation nach und über die verpasste Chance, Manke Rayder auf der Faust der Ersten Menschen nicht getötet zu haben, auch wenn ihn das sein eigenes Leben gekostet hätte.

Jon ist von der Faust der Ersten Menschen aus mit Styr, dem Magnar, Hundert ausgewählten Thenn und Jarl,der seinerseits 20 Männer mit sich genommen hat, in den Süden aufgebrochen. Jon hatte sich zunächst eingeredet, dass er nur den richtigen Moment abwarten musste und dann fliehen könnte, aber dieser Moment kam nie. Sie übernachten meist in verlassenen Dörfern der Freien Völker, und stets lässt Styr die Pferde von einem Dutzend Thenns bewachen. Jarl beobachtet Jon immer misstrauisch, und auch Ygritte ist meist nicht weit weg. Jon fühlt sich hin und hergerissen. Als er sich das erste Mal zu Ygritte gelegt hatte, hatte er sich eingeredet, dass er eine Rolle zu spielen habe und er sonst auffiele, wenn er zu sehr an seinem Eid festhalte, doch dann hatte er es sehr genossen. So sehr er auch versucht hatte, sich an das Gelübde unter dem Wehlholzhain zu erinnern, geschah es noch zweimal in der Nacht und ein weiteres Mal am Morgen. Jon fragt sich, ob sein Vater auch so gedacht hat, als er Catelyn Tully entehrt und einen Bastard gezeugt hatte.

Styr fragt Jon nach den Patrouillen auf der Mauer ausBearbeiten

Einer der Thenn erscheint auf dem Hügel, um Jon zu Styr zurück in die Höhle zu bringen, in der das Freie Volk lagert. Der Höhleneingang liegt der Mauer abgewandt. Das Land nördlich der Mauer zwischen Schattenturm und Schwarzer Festung ist hügelig und mit länglichen und tiefen Seen durchsetzt, in denen sich die Wildinge zwar langsam, dafür aber sicher vor möglichen Spähern bewegen können. Jarl ist bei ihm.

Styr fragt Jon nach den Nachtwachen-Patrouillen, und Jon erklärt, dass sie immer aus je zwei Grenzern und zwei Baumeistern bestehen, die die Mauer auf Schäden untersuchen und nach Feinden Ausschau halten. Die meisten Patrouillen reiten auf Maultieren, die in Ostwacht an der See extra für diese Aufgabe ausgebildet werden, da sie zwar langsam sind, sich dafür aber sicher auf dem Eis bewegen können. Jede vierte Patrouille geht die Mauer am Boden ab, um nach Rissen und Tunnel zu suchen. Styr sagt, dass er die Geschichte von Arson Eisaxt kenne, der versucht hatte, einen Tunnel unter der Mauer durchzugraben, um auf die andere Seite zu gelangen. Er wurde von Grenzern der Nachtfeste entdeckt, als er die Hälfte geschafft hatte. Aber anstatt sie zu bekämpfen, schütteten die Grenzer einfach den Eingang mit Steinen, Schnee und Eis zu. Der Legende nach kann man Arson immer noch mit seiner Axt an der Eiswand scharren hören, wenn man sein Ohr an die Mauer hält. Seit diesem Vorfall schickt die Nachtwache in regelmäßigen Abständen auch Patrouillen am Boden die Mauer entlang, um nach Tunnel zu suchen.

Lord Kommandant Qorgyl hatte jeden zweiten Tag Patrouillen in Richtung Schattenturm geschickt und jeden dritten nach Ostwacht an der See, aber Qorgyl hatte auch viel mehr Männer zur Verfügung. Lord Kommandant Jeor Mormont hatte die Patrouillen auf Benjen Starks Rat hin unregelmäßig losgeschickt, um sie unberechenbarer zu machen, und manchmal schickt er auch einen größeren Trupp für einen Monat oder ein paar Wochen in eine der verlassenen Burgen. Jarl fragt, on Steintor oder Grauwacht bewacht sind, und Jon weiß, dass sie sich zwischen diesen beiden Burgen befinden. Styr fragt, wie stark die Nachtwache zur Zeit sei, und Jon übertreibt bei der Angabe der Zahl. Styr vermutet, dass Jon lügt, erklärt aber, dass es ohnehin keinen Unterschied mache. Ygritte hatte Jon viel über die Thenn erzählt: sie leben in der gleichnamigen kleinen Region Thenn in hohen Gebirgstälern der nördlichen Frostfänge, umgeben von Höhlenmenschen, Hornfußmenschen, Riesen und den Stämmen von den Eisflüssen. Die Thenn unterscheiden sich von den anderen Freien Völkern, weil der Magnar absoluten Gehorsam von ihnen verlangt, und so sind sie außergewöhnlich diszipliniert.

Jon folgt Ygritte in die HöhleBearbeiten

Als er zu seinem Lagerplatz zurückkehrt, ist Ygritte nicht da. Grigg sagt, sie sei weiter in die Höhle hineingegangen. Jon folgt ihr, trifft auf eine Wand aus Tropfstein und entdeckt ein kleines Loch, durch das er hindurchkriecht, da er Ygritte von der anderen Seite nach ihm rufen hört. Dahinter befindet sich ein kleiner Wasserfall und ein kleiner Tümpel. Ygritte sagt, sie sei einem Gang gefolgt, dann aber umgekehrt, weil er zu tief wegführt. Als Jon fragt, ob es eine Sackgasse sei, erklärt sie ihm, dass es viele Höhlen unter den Hügeln gebe und sie auch miteinander verbunden seien, und dass Gornes Weg sogar unter der Mauer hindurchführe. Jon erinnert sich an die Geschichte von Gorne, einem König-jenseits-der-Mauer, und seinem Bruder Gendel, die angeblich vor 3000 Jahren gelebt haben. Sie führten ihr Heer durch den Tunnel auf die andere Seite der Mauer, ohne dass die Nachtwache es bemerkte, wurden dann aber von Haus Stark in einer Schlacht geschlagen. Zwar konnte Gorne den damaligen König des Nordens töten, doch hob dessen Sohn die Krone und das Schwert seines Vaers auf und erschlug Gorne seinerseits. Als die Schlacht in vollem Gange war, fiel die Nachtwache den Kriegern der Freien Völker in den Rücken. Gendel hingegen hatte den König im Süden, Haus Umber im Osten und die Wache nördlich von sich. Auch er war gefallen. Ygritte erklärt, dass die Version der Menschen jenseits der Mauer eine andere ist: nach ihr hat sich Gendel mit seinem Volk eine Schneise durch die Wache geschlagen und ist zurück in den Tunnel geflohen, hat sich dann aber verlaufen und hat nie wieder nach draußen gefunden. Die Nachfahren und Kindeskinder von Gendels Volk heulen angeblich immer noch in den Höhlen, wenn man genau hinhört. Gornes Weg hingegen wurde nie wieder entdeckt.

Als Jon sagt, sie erinnere ihn mit ihren Geschichten an die Alte Nan, lässt sie ihre Hüllen fallen und verführt Jon ein weiteres Mal. Hinterher reden sie über vergangene Liebhaber, wobei Jon noch jungfräulich war, als er Ygritte kennenlernte. Sie erzählt, dass sie vor fünf Jahren von einem Jungen mit roten Haaren das erste Mal verführt worden ist, und als er kam, um sie ein zweites Mal zu verführen, brach Ryk Langspeer ihm den Arm und jagte ihn davon. Als Jon erleichtert feststellt, dass nicht Ryk sie entjungfert hat, da er ihn mag, entgegnet Ygritte, dass Männer jenseits der Mauer sich stets Frauen von weit her suchen, um den Stamm zu stärken. Es ist bei ihnen verpönt, sich mit Verwandten oder Dorfmitgliedern zu paaren. Als Jon widerspricht, dass Craster seine Töchter heiratet, sagt Ygritte, dass Craster kein echter Mann des Freien Volkes sei, denn er sei der Bastard eines Bruders der Nachtwache und einer freien Frau aus Weißbaum, und auf ihm liege ein Fluch. Sie schlafen noch ein paarmal miteinander, bevor sie die Höhle wieder verlassen und zu den anderen zurückkehren.


Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Siehe auchBearbeiten

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