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Jaime IV ist das einunddreißigste Kapitel von Sturm der Schwerter, dem ersten Teil des dritten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Jaime Lennister.

Zusammenfassung Bearbeiten

Jaime Lennister und Brienne von Tarth werden von den Tapferen Kameraden nach Harrenhal gebracht. Auf dem Weg dorthin verliert Jaime fast seinen Mut, da er sich ohne seine Schwerthand nicht mehr wie ein Mann fühlt. Trotzdem rettet er Brienne vor einer Vergewaltigung. In Harrenhal lässt Lord Roose Bolton sie frei und berichtet von den neuesten Entwicklungen im Reich. Jaime wird dann zu Qyburn gebracht und von ihm versorgt.

Synopsis Bearbeiten

Jaime und Brienne werden nach Harrenhal gebrachtBearbeiten

Jaime Lennister Leben ist ein einziger Todeskampf, seit die Tapferen Kameraden seine Hand abgetrennt haben. Er spürt immer noch das Feuer, mit dem sie seinen blutenden Stumpf ausgebrannt haben. Er hat noch nie solche Schmerzen verspürt, und manchmal spricht er alte Gebete, die er zuletzt als Kind mit Cersei Lennister in Casterlysteins Septe gebetet hat. Manchmal muss er sogar vor Schmerzen weinen, aber dann lachen die Männer des Mummenschanz ihn nur aus, was ihn wiederum beschämt. Jaime denkt darüber nach, dass er nun weiß, wie Tyrion sich oft fühlen muss. Die Tapferen Kameraden haben ihn an Brienne von Tarth geknebelt, während sie reiten, weil er sich alleine nicht mehr auf einem Pferd halten kann. An einem der Tage haben sie sich den Spaß gemacht, sie nicht Rücken an Rücken, sondern Gesicht zu Gesicht aneinanderzubinden und vor allem Shagwell hatte sie als Liebende verspottet. Urswyck hat Jaimes abgetrennte Hand an eine Kordel gebunden und um seinen Hals gehängt. Jaimes Auge ist sehr geschwollen und seine Wunde an der Schulter hat sich entzündet, aber am schlimmsten ist der Stumpf, aus dem Blut und stinkender Eiter quillt. Er hat keinen Appetit, und so trinkt er nur Wasser und Wein, und einmal einen Becher Pferdepisse, den die Kameraden ihn aus Boshaftigkeit haben trinken lassen.

An einem Morgen versucht er zu fliehen, indem er Timeon sein Schwert stiehlt. Er hält das Schwert mit der linken Hand allerdings so unbeholfen, dass Shagwell lediglich um ihn herumgetanzen muss, bis Jaime vor Müdigkeit das Schwert sinken lässt. Schließlich muss er aufgeben und Rorge nimmt ihm das Schwert einfach wieder ab. Vargo Hoat warnt ihn, dass er ihm beim nächsten Fluchtversuch auch noch die andere Hand oder einen Fuss abzutrennen wird. Jaime will einfach nur noch sterben, aber Brienne sagt ihm des nachts, dass das feige sei und dass er leben müsse, um sich zu rächen. Er realisiert, dass sie Recht hat und dass er überleben muss, wegen Cersei und Tyrion, aber auch wegen Robb Stark, Edmure Tully und den Tapferen Kameraden. Ab nun versucht er, sich das Essen herunterzuwürgen, um wieder zu Kräften zu kommen. Die Tage verschwimmen zunehmend, während sie weiter durch die Flusslande reiten, und nachts binden die Tapferen Kameraden Jaime immer noch an einen Baum, was ihm Mut macht, denn offensichtlich halten sie ihn immer noch für gefährlich. Brienne wird neben ihn angebunden, aber sie spricht kaum und scheint eine innere Mauer aufgebaut zu haben. Jaime hingegen kann immer noch nicht begreifen, was es heißt, seine Schwerthand verloren zu haben. Er hat sie trainiert, seit er denken kann,und sie hat ihn erst zum Mann gemacht.

Zufällig bekommt er mit, dass sie nach Harrenhal unterwegs sind. Er muss lachen, denn das ist der Ort, an dem er während des Turniers von Harrenhal den weißen Umhang der Königsgarde verliehen bekommen hat und von wo aus Aerys II. Targaryen ihn dann fortgeschickt hatte, damit er nicht an dem Tjost des Turniers teilnehmen konnte, dabei war er so siegessicher gewesen, obwohl er noch so jung war. Timeon schlägt ihm für das Lachen mit seiner Peitsche ins Gesicht, aber Jaime spürt die Wunde kaum, denn die Schmerzen seiner Phantomhand überdecken alles.

In der nächsten Nacht erhält Jaime weitere Prügel, die er kaum spürt, bis Rorge mit seinem Stiefel seinen Stumpf trifft und er dadurch ohnmächtig wird. Eine weitere Nacht später erscheinen die drei schlimmsten der Kameraden bei ihnen: Shagwell, Rorge und der fette Dothraki Zollo. Während sie sich nähern, streiten sie sich darum, wer Brienne als Erster vergewaltigen darf. Jaime weiß, dass sie ernsthaft verletzt oder getötet werden wird, da sie zu stolz sein wird, um sich nicht zu wehren. Geistesgegenwärtig ruft er laut aus, wodurch er Brienne rettet, dafür aber von Rorge einen weiteren schmerzhaften Tritt gegen den Stumpf erhält, wodurch er abermals ohnmächtig wird. Als er wieder zu sich kommt, sind Urswyck und Vargo Hoat persönlich bei ihnen. Seit dieser Nacht stellt Vargo Hoat Wachen auf, um die beiden vor seinen eigenen Leuten zu beschützen. Jaime und Brienne werden für den restlichen Weg bewacht, um sie zu beschützen. Zwei weitere Nächte reden sie nicht miteinander, dann fragt Brienne, warum Jaime ihr geholfen hat und bedankt sich bei ihm.

Sie erreichen HarrenhalBearbeiten

Eine Meile vor Harrenhal müssen Brienne und Jaime absteigen und werden beim Einmarsch in die Burg vorgeführt. Inzwischen hat Jaime seinen Mut wiedergefunden und will überleben, um sich eines Tages zu rächen. Harrenstatt vor den Mauern der Burg ist inzwischen zu Asche verkommen, und der Platz, wo einst das große Turnier von Harrenhal stattgefunden hat, ist zu einem Soldatenlager umfunktioniert worden. Sie erkennen die Wappen von Haus Bolton und Haus Frey. Als sie in die Burg marschieren, werden sie von Huren, Dienern und Soldaten höhnisch begrüßt. Neben ihnen läuft bellend eine gescheckte Hündin, bis einer der Lyseni sie mit einer Lanze aufspießt und Jaime über dem Kopf hält.

Lord Roose Bolton und fünf Frey-Ritter empfangen Jaime an einer Steintreppe an einem der fünf Türme. Drei der Ritter erkennt Jaime sofort: Ser Danwell, Ser Aenys und Ser Hosteen[A 1]. Jaime bekundet sein Beileid wegen Ser Cleos Frey und verrät gleichzeitig, dass die Tapferen Kameraden um Urswyck die Leiche geplündert haben in der Hoffnung die Freys gegen die Tapferen Kameraden auszuspielen. Dann aber prescht Brienne vor und erklärt ihnen ihre Mission und ihren Schwur gegenüber Haus Stark, aber die Freys spucken aus und behaupten, Robb Stark habe sie betrogen und daher würde ihr Eid ihm gegenüber nicht mehr gelten. Brienne fährt unbeeindruckt und stur fort und erklärt, Catelyn Tully habe sie beauftragt, Jaime persönlich an Tyrion Lennister zu übergeben, woraufhin Urswyck erzählt, dass sie gerade dabei gewesen sei, ihn zu ertränken, als sie sie fanden. Brienne errötet und versucht sich zu erklären, aber die Freys streiten schon darüber, wem sie Jaime ausliefern könnten oder ob sie ihn einfach töten sollten. Vargo Hoat widerspricht, indem er behauptet, Jaime sein sein Gefangener.

Lord Roose Bolton meldet sich zu Wort und sagt, dass er allein bestimmen werde, was mit Jaime passieren wird, denn solange er noch in Harrenhal ist, sei er der Herr über die Burg und nicht Vargo Hoat. Als Jaime ihn provozierend daran erinnert, dass sein Vater ihn einst in der Schlacht am Grünen Arm besiegt hat, reagiert Lord Roose mit einem bedrohlich langen Schweigen. Dann weist er Jaime auf das Offensichtliche hin, dass er seine Hand verloren habe, und als Jaime ihm frech entgegnet, dass er sie nicht verloren, sondern um seinen Hals gebunden habe, reißt Lord Roose sie ihm ab und wirft sie zu Hoat, der sie wegschaffen soll. Hoat eröffnet, dass er Hunderttausend Golddrachen von Lord Tywin fordern will und Jaime dann Lord Rickard Karstark ausliefern werde, der als Belohnung die Hand seiner Tochter versprochen hat, woraufhin seine Kameraden lachen. Lord Roose informiert ihn darüber, dass Robb Stark Lord Rickard hat hinrichten lassen und dass Lord Tywin bis nach der Hochzeit von König Joffrey Baratheon und Margaery Tyrell, für die er die Verlobung mit Sansa Stark aufgelöst hat, in Königsmund bleibe. Seit der Schlacht am Schwarzwasser habe sich alles verändert und es bestünde nun ein neues Bündnis zwischen Haus Lennister und Haus Tyrell gegen Stannis Baratheon. Lord Tywin informiert Jaime außerdem, dass sowohl Cersei als auch Joffrey und Tyrion die Schlacht gut überstanden haben, wenngleich Tyrion verwundet worden ist. Dann befiehlt er, Jaime zu Qyburn zu bringen und Brienne loszubinden. Er ist wütend wegen des Vergewaltigungsversuchs und Jaimes abgetrennter Hand. Roose stellt Brienne unter seinen persönlichen Schutz und lässt Amabel sie in ihre neuen Unterkünfte bringen. Dann dreht sich Lord Roose um und verschwindet in seinen Gemächern.

Jaime wird zu Qyburn gebrachtBearbeiten

Walton Frey bringt Jaime zu Qyburn. Der erklärt Jaime, dass es das Sicherste sei, ihm den gesamten Arm abzunehmen, aber Jaime droht ihm, ihn umzubringen, wenn er mehr wegschneidet als nur den Wundbrand. Qyburn kümmert sich dann um Jaimes Wunden, wobei dieser den Mohnblumensaft verweigert, weil er nicht ohnmächtig werden will. Stattdessen lässt er sich Wein bringen. Zunächst säubert Qyburn mit einer Schüssel und einer scharfen Klinge den Stumpf, dann schneidet er das verfaulte Fleisch ab, wobei Jaime kurzzeitig doch das Bewusstsein verliert, als er ihm kochenden Wein über die Wunde schüttet, dann vernäht Qyburn die Wunde mit Katzendarm.

Nach der Prozedur errät Jaime, dass Qyburn das nicht zum ersten Mal getan hat und er fragt ihn, warum er sich den Tapferen Kameraden angeschlossen habe. Er erzählt, dass die Zitadelle ihm seine Kette abgenommen habe. Jaime fordert Qyburn auf, ihm von der Schlacht am Schwarzwasser zu berichten, während er seine Wunde am Auge versorgt. Am Ende trägt er ihm auf, auch nach Brienne zu sehen, die aus ihrem Kampf am Fluss eine Wunde am Bein davongetragen hat.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Die anderen beiden sind Jared Frey und Ronel Strom.

Siehe auchBearbeiten

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