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Catelyn IV ist das fünfunddreißigste Kapitel von Sturm der Schwerter, dem ersten Teil des dritten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Catelyn Tully.

Zusammenfassung Bearbeiten

Lord Hoster Tully stirbt und wird auf dem Trident bestattet. Catelyn Tully und Robb Stark diskutieren über die Hochzeit von Sansa Stark und Tyrion Lennister. Eine Gesandtschaft von Haus Frey trifft auf Schnellwasser ein: zunächst berichten sie von der Schlacht von Winterfell und dann unterbreiten sie ein Angebot von Lord Walder Frey. Er nimmt Robb Starks Entschuldigung an, wenn Ser Edmure Tully Roslin Frey heiratet.

Synopsis Bearbeiten

Lord Hosters FlussbestattungBearbeiten

Hoster Tully Svetoslav Petrov

Der verstorbene Lord Hoster Tully ©Svetoslav Petrov

Catelyn Tully schaut zu, wie ihr Vater Lord Hoster Tully bei Sonnenaufgang bereit gemacht wird für seine letzte Reise. Haus Tully bestattet seine Toten stets auf dem Fluss Trident. Er wird in ein schmales Holzboot Boot gelegt, das in den Farben von Haus Tully geschmückt ist, und sein Schild, sein Jagdhorn, ein Forellen-Helm und ein bemaltes Holzschwert werden zu ihm gelegt, zusammen mit Treibholz, Kienspähnen und Pergament, dazu Steine, um den Bug zu beschweren. Sieben ausgewählte Männer schieben das Boot in den Trident, zu Ehren der sieben Aspekte: es sind Robb Stark, Lord Jonos Bracken, Lord Tytos Schwarzhain, Lord Karyl Vanke, Lord Jason Mallister, Ser Marq Peiper und Lord Walder Freys Hofmeister der letzten zwölf Jahre, Lothar Frey. Letzterer ist gerade erst eingetroffen zusammen mit einer Gesandtschaft von Lord Walder, der Walder Strom, der älteste Bastard Lord Walders, vorsteht. Die Symbolik, einen Krüppel und einen Bastard zu entsenden, ist niemandem entgangen, aber Robb hat sie ehrenvoll begrüßt und Ser Desmond Grell darum gebeten, Lothar Frey seinen Ehrenplatz bei der Beisetzung zu überlassen. Catelyn ist stolz darauf, dass ihr Sohn wesentlich reifer ist als Ser Edmure Tully, der Lord Walder verflucht und sich am liebsten rächen will.

Catelyn beobachtet das Boot von den Zinnen aus, und sie denkt an Bran und Rickon. Ser Brynden Tully, der neben Catelyn steht, erklärt Ser Edmure Tully, dass es an der Zeit sei. Edmure schießt einen brennenden Pfeil auf das davon schwimmende Boot, verfehlt aber weit und schimpft auf den Wind. Er versucht es zwei weitere Male vergeblich, bevor er seinen Bogen resignierend an seinen Onkel übergibt, der das Boot direkt beim ersten Versuch in Brand steckt. Catelyn denkt, dass sie lange brauchen wird, um in Edmure den neuen Lord von Schnellwasser zu sehen. Lord Hosters Tod hat Edmure hart getroffen, auch wenn er nach außen hin so tut, als sei das nicht so. In der Nacht, in der ihr Vater gestorben war, hatte er sich betrunken und bereut, gewisse Dinge nie gesagt zu haben. So bereute er zum ersten Mal auch die Schlacht an den Furten und sagt, er hätte bei dem Krankenbett seines Vaters bleiben sollen. Als er fragt, lügt Catelyn ihn an und sagt ihm, er habe am Ende seinen Namen geflüstert, aber in Wahrheit waren seine letzten Worte "Alraune" gewesen.

Brynden bringt Catelyn vom Wehrgang hinunter in die Burg, wo sie Robb und Jeyne Westerling und seine Vasallen treffen. Robb und Jeyne drücken ihre Trauer aus und teilen Catelyn ihr Beileid aus. Von Lysa ist keine Nachricht von Hohenehr gekommen, genau so wenig wie aus Königsmund. Catelyn hofft, dass Ser Cleos Frey und Brienne von Tarth mittlerweile schon in der Hauptstadt angekommen sind und sich vielleicht schon mit Sansa Stark und Arya Stark auf dem Rückweg befinden. Allerdings hatte Ser Cleos versprochen, einen Raben zu schicken, falls der Handel stattfindet, und der ist bislang noch nicht eingetroffen. Vasallen treten an Robb heran und sprechen ihr Beileid aus: Lord Jason Mallister, der Großjon, Ser Rolph Spezer. Dann nähert sich Lothar Frey. Er bittet um eine Audienz am folgenden Abend und gibt zu verstehen, dass Lord Walder keine Feindschaft haben wolle und in gewisser Weise Verständnis für die Liebe habe, denn auch er sei einmal jung gewesen. Catelyn bezweifelt, dass das Lord Walders Worte waren oder dass er je sein Herz verloren hat, denn er lebt aktuell in seiner achten Ehe und betrachtet seine Gemahlinnen vor allem als Bettwärmer und Zuchtstuten.

Robb erzählt Catelyn von Sansas HochzeitBearbeiten

Robb unterhält sich mit einigen weiteren Vasallen und bittet dann Catelyn, ihn ein Stück zu begleiten. Catelyn freut sich darüber, dass er ihre Nähe sucht, denn seit seiner Rückkehr hat er sich vor allem mit seiner neuen Familie beschäftigt und deren Gesellschaft genossen, wobei Catelyn das Gefühl hat, dass sein Knappe Rollam Westerling und sein Bannerträger Raynald Westerling für Robb wie ein Ersatz ist für Bran und Theon Graufreud und Jon Schnee. Sie gehen in den Götterhain. Als Robb meint, Lothars Worte wären ein gutes Zeichen, versucht Catelyn ihn zu bremsen. Ihr fällt wieder einmal auf, dass Robb unter der Last der Krone zu zerbrechen droht, denn er möchte um alles in der Welt ein guter und gerechter König sein. Trotzdem ist er noch ein Knabe. Und die Nachrichten waren schlecht in letzter Zeit: in der Schlacht von Dämmertal hatte Lord Randyll Tarly Robett Glauer und Ser Helman Tallhart zerschmettert, wobei er sich gefragt hat, was sie in Dämmertal zu suchen hatten. Auch Galbart Glauer ist entsetzt, weil sein Bruder Robett nun Gefangener der Lennisters ist. Robb versuchte ihn zu trösten, indem er sagte, er würde Martyn Lennister zum Tausch vorschlagen. Er ist der Zwillingsbruder von Willem Lennister, den Lord Rickard Karstark erschlagen hatte. Robb bereut, Jaime Lennister nicht wie von Catelyn vorgeschlagen sofort gegen Sansa eingetauscht zu haben, dann hätte sie mittlerweile vielleicht schon Loras Tyrell geheiratet und die Tyrells wären auf ihrer Seite. Aber der Krieg läuft nicht zu ihren Gunsten: die Eisenmänner halten Maidengraben und Winterfell, Eddard Stark, Bran und Rickon sind tot, Arya vielleicht auch und nun auch noch Lord Hoster. Catelyn versucht, ihn zu beruhigen und sagt, dass sein Vater sehr stolz auf ihn wäre.

Robb druckst plötzlich herum und Catelyn bekommt ein ungutes Gefühl. Als er Sansas Namen nennt, denkt sie im ersten Moment, sie sei tot, aber Robb erklärt ihr lediglich, dass die Lennisters sie mit Tyrion Lennister vermählt haben. Catelyn denkt, dass es Tyrions Wille war, sie zu heiraten, und sie fühlt sich verraten, da er ihr versprochen hatte, Sansa und Arya für Jaime freizulassen, und für Robb ist klar, dass alle Lennisters zu Eidbruch neigen und es daher nicht verwunderlich sei. Nun bereut Catelyn, dass sie Lysa seiner Zeit nicht erlaubt hat, Tyrion durch die Mondpforte zu befördern. Robb führt seine Gedanken aus: da Bran und Rickon vermeintlich tot sind, ist Sansa Robbs Erbe auf den Thron von Winterfell. Allein der Gedanke, dass Robb etwas zustoßen könnte, macht Catelyn verrückt, denn er ist alles, was ihr noch geblieben ist. Sie fordert ihn auf, das Knie zu beugen. Er sei nicht der erste König, nicht einmal der erste König des Nordens, der das täte, seit Torrhen Stark sich Aegon I. Targaryen ergeben habe. Auch Balon Graufreud habe vor Robert Baratheon das Knie gebeugt, als seine Graufreud-Rebellion scheiterte. Sie denkt, dass es den Lennisters nicht um den Norden geht, sondern nur um Huldigung und eine Geisel, die sie jetzt in Sansa haben und die sie so oder so nicht mehr aufgeben werden. In ihren Augen sollte Robb sich auf die Graufreuds konzentrieren. Robb fragt, ob diese Gedanken sie dazu veranlasst hätten, Jaime freizulassen, und er fragt sie, ob sie vergessen habe, dass die Lennisters Eddard getötet hätten. Nie war Catelyn so nah daran, eines ihrer Kinder zu schlagen. Sie erinnert ihn daran, dass sein Leben ihr viel wert sei, und dass er es sich überlegen solle, dann bittet sie um Erlaubnis, gehen zu dürfen.

Lothar berichtet von der Schlacht von WinterfellBearbeiten

Einige Stunden später kommt Robbs Knappe Rollam Westerling sie zum Abendessen abholen. Robb ist kühl, Edmure verdrossen, nur der Lahme Lothar ist ein Vorbild an Höflichkeit. Walder Strom hingegen ist ein barscher, säuerlicher Mann, der wenig spricht und sich auf Met und Fleisch konzentriert. Nach dem Essen entschuldigen sich die Königin und ihre Familie und Lothar Frey beginnt die eigentlich Konversation. Zunächst erwähnt er, dass sein Vater einen Brief vom Großen und vom Kleinen Walder aus Grauenstein erhalten habe. Er überbringt Robb und Catelyn die Nachricht, dass Winterfell abgebrannt sei. Die Lords des Nordens hätten versucht, die Burg zurückzugewinnen, und als Theon gesehen habe, dass seine Sache verloren sei, habe er die Burg in Brand gesetzt. Dabei sei auch Ser Rodrik Cassel gefallen. Voll Zorn schlägt Robb mit der Faust auf den Tisch und wendet sich ab, damit niemand seine Tränen sieht. Catelyn bemerkt sie trotzdem. Sie denkt an Beth Cassel, Maester Luwin und Septon Chayle, an Mikken, Farlen und dessen Tochter Palla, die Alte Nan und Hodor. Lothar Frey erklärt, dass die Frauen und Kinder sich versteckt hätte, so auch die beiden Walder. Die Überlebenden seien dann von Lord Roose Boltons Bastardsohn nach Grauenstein gebracht worden. Robb fragt ungläubig, ob Ramsay Schnee damit gemeint sei, den er als Mörder und Feigling in Erinnerung hat, der aber angeblich tot sein sollte. Von Theon weiß Lothar nichts zu berichten.

Lord Walders AngebotBearbeiten

Dann unterbreitet Lothar Lord Walders Antwort auf Robbs Anfrage, das Treuebündnis zu erneuern: Lord Walder erwartet eine persönliche Entschuldigung von Robb und eine Heirat zwischen Ser Edmure und Roslin Frey, einer 16-jährigen Tochter Lord Walders, die aus dessen Ehe mit Bethany Rosby stammt. Als Edmure unruhig fragt, ob er sie nicht vorher kennenlernen könne, wirft Walder Strom ein, dass er sie bei der Hochzeit sehen werde, das müsse genügen. Lord Walder besteht außerdem darauf, dass die Ehe sofort geschlossen werde. Er merkt sarkastisch an, dass sein Vater nichts mehr von langen Versprechen halten würde. Robb blickt ihn kühl an und bittet die Freys dann, sie allein zu lassen.

Als sie draußen sind, lässt Edmure seinem Zorn freien Lauf, da er sich wünscht, sich seine Braut selbst aussuchen zu dürfen. Er sei schließlich Lord Walders Lehnsherr. Robb und Brynden machen Edmure darauf aufmerksam, dass Lord Walder tief gekränkt ist und dass außerdem die Zeit gegen sie spielt, denn sie können es sich nicht leisten, nachzuverhandeln und zu warten, bis Lothar Frey mehrere Male hin und hergeritten ist zwischen den Zwillingen und Schnellwasser. Robb sagt, er müsse so schnell wie möglich in den Norden zurück, um sich um Theon und den Bolton-Bastard zu kümmern. Edmure versucht, mit einem Scherz die Stimmung aufzulockern, aber als er merkt, dass niemandem zu lachen zu Mute ist, fügt er sich und gibt seine Einverständniserklärung für die Hochzeit - als Wiedergutmachung für seinen Fehler in der Schlacht an den Furten.

Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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Siehe auchBearbeiten

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