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Jon I ist das siebte Kapitel von Sturm der Schwerter, dem ersten Teil des dritten Bandes der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Der POV-Charakter des Kapitels ist Jon Schnee.

Zusammenfassung Bearbeiten

Jon Schnee wird in Manke Rayders Zelt gebracht, wo er neben dem König-jenseits-der-Mauer auch noch Dalla, Styr und Val sowie Tormund Riesentod kennenlernt. Manke will mit Jon alleine reden, und er erzählt Jon, warum er die Nachtwache verlassen hat. Anschließend behauptet Jon, er sei desertiert, weil er ein Bastard und oft unehrenhaft behandelt worden sei. Manke glaubt ihm und nimmt ihn im Freien Volk auf.

Synopsis Bearbeiten

Jon erreicht das Lager der WildlingeBearbeiten

Jon Schnee reitet mit der Gruppe der Wildlinge um Rasselhemd auf das Hauptlager von Manke Rayder zu. Es besteht aus Tausenden von leuchtenden Lagerfeuern, die wie ein zweiter Fluss neben dem Milchwasser liegen. Geist trotten den Reitern etwas hinterher. Sechs Tage zuvor hatte der größte von Rasselhemds Hunden Geist von hinten angegriffen, doch dieser hatte ihn mit einem blutenden Bein in die Flucht geschlagen, und seitdem halten sie sich in sicherem Abstand zu ihm. Jon versucht, seine Angst zu unterdrücken, weil er sich mitten unter Wildlingen befindet. Qhorin Halbhands Rüstung ist unter den Wildlingen aufgeteilt worden, und seine Knochen und der blutige Kopf von Ebben befinden sich in Rasselhemds Beutel. Der Herr der Knochen war immer noch misstrauisch, was Jon angeht, und er droht ihm, dass Manke schnell erkennen werde, wenn er versuchen sollte, ihn zu täuschen. Ygritte hingegen hatte Jon Mut gemacht. Wenn Manke erfahren würde, was er mit Qhorin gemacht hat, würde er ihn ganz sicher aufnehmen. Sie gelangen an einen Zulauf zum Milchwasser, und dort begegnen ihnen acht Kundschafter unter dem Kommando eines Mannes mit Namen Der Weiner. Sie begrüßen sich und stellen Jon vor. Ragwyl nennt Jon einen Warg. Dann reiten sie durch das Lager. Viele Hunde versammeln sich um sie und knurren Geist an. Im Lager haben sich viele Wildlinge provisorische Zelte aufgebaut oder nächtigen direkt unter ihren Wagen, es gibt Trainingskämpfe und hier und da kümmert sich jemand um die Waffen. Aber es wird auch gegessen und gefeiert, und das Vieh läuft frei herum. An einer geschützten Stelle bestimmt Rasselhemd seinen Männern, ihr Lager aufzuschlagen, während Ygritte und Langspeer Jon mit ihm zu Manke bringen sollen. Die vier gehen zu Fuß weiter, Geist folgt ihnen, und Jon sieht, dass das Lager immer weniger geschützt ist, je weiter sie durch die endlosen kleinen Einzellager gehen. Es gibt weder Palisaden, noch Gräben oder Pfähle.

Jon wird Manke vorgeführtBearbeiten

Sie erreichen das Zelt des Königs-jenseits-der-Mauer: es ist dreimal so groß wie die anderen und aus dem Inneren hört er Musik. Endlich sieht Jon auch zwei Wachen, die vor dem Zelt stehen. Sie befehlen, dass Geist draußen bleiben muss, und der Schattenwolf folgt Jons Anweisung, und Langspeer passt draußen auf ihn auf. Drinnen ist es heiß und verraucht. Kübel mit Torf erwärmen das Zelt, und Felle bedecken den Boden. Im Zelt sind sechs Menschen, die die Neuankömmlinge kaum beachten: ein dunkler junger Mann mit einer blonden Frau, eine schwangere Frau, die am Kohlebecken Hühner brät, ein grauhaariger Mann mit einer Laute, der das Lied Dornisches Weib spielt, dann ein kleiner aber sehr breiter Mann mit einem weißen Bart, der ein Huhn isst, und ein größerer, schlanker Mann, der etwas abseits steht und eine Karte studiert. Dieser bemerkt sie schließlich und spricht sie an, und Jon hält ihn zunächst für den König und spricht ihn mit "Euer Gnaden" an, worüber sich die anderen lustig machen. Sie deuten auf den Mann mit der Harfe, und dieser stellt sich als Manke vor. Er fragt Jon, ob er Qhorin tatsächlich getötet habe, dann sagt er, der Schattenturm habe seinen größten Schrecken verloren, wobei auch ein wenig Trauer in seiner Stimme mitschwingt. Manke stellt die Anwesenden vor und will dann wissen, woher Jon kommt. Jon behauptet, mit Qhorin auf Patrouille gewesen zu sein, aber als sie die verlassenen Dörfer entdeckt hatten, wären sie weiter in den Norden gezogen.

Nachdem Tormund sich verplappert, will Manke Jon alleine verhören und schickt alle Anwesenden bis auf Dalla hinaus. Er bietet Jon Essen und Trinken an und behauptet, er habe Jon schon zweimal zuvor gesehen: einmal, als er selbst noch unter Lord Kommandant Lord Kommandant Qorgyl ein Bruder der Nachtwache gewesen ist und Jon noch ein Junge. Damals waren sie zu Gast auf Winterfell gewesen und Manke hatte Jon und Robb Stark zusammen im Hof beobachtet, wie sie dem dicken Tomard einen Streich gespielt haben. Jon kann sich daran erinnern, wie Manke ihnen damals geschworen hatte, sie nicht zu verraten. Ein zweites Mal hat Manke Jon beim Fest für König Robert Baratheon auf Winterfell gesehen.[A 1] Manke hatte der Versuchung nicht widerstehen können, den König mit eigenen Augen zu sehen und verkleidete sich als Sänger. Benjen Stark wußte nicht, wie Manke aussah, und er hoffte, dass sich Eddard nicht erinnern könnte, also ritt er mit seinem schnellsten Pferd zur Mauer, überquerte sie bei Langhügel und kaufte in der Neue Schenkung ein neues Pferd, mit dem er nach Winterfell eilte. Etwas südlich der Burg traf er dann auf Roberts Hofstaat, dem er sich als Sänger anschloss. Nebenbei konnte er in Winterfell Benjen kennenlernen, der damals als Erster Grenzer die größte Plage der Wildlinge war.

Jon erinnert sich an die Geschichte von Bael dem Barden, die Ygritte ihm erzählt hat. Manke gibt zu, dass diese Geschichten ihn inspiriert haben, aber ihm ist bewusst, dass Eddard ihm den Kopf abgeschlagen hätte, wenn er ihn entdeckt hätte, auch wenn er formal unter dem Gesetz der Gastfreundschaft gestanden hat. Nun gewährt Manke Jon den Schutz des Gesetzes, und er fragt ihn offen heraus, warum er desertiert ist. Jon erkennt, dass Manke ein Mann ist, der sich gern reden hört, und um seine eigenen Worte besser abstimmen zu können, will Jon zunächst von Manke hören, warum er das Schwarz abgelegt hat.

Manke erzählt, dass er einst auf einer Elchjagd von einer hungrigen Schattenkatze so schwer verwundet worden war, dass seine Brüder nicht daran glaubten, ihn rechtzeitig zu Maester Mullin an den Schattenturm zurückbringen zu können. Er sollte stattdessen zu einer alten Wildlingsfrau in einem Dorf in der Nähe gebracht werden, die allerdings kürzlich gestorben war. Ihre Tochter pflegte Manke an ihrer statt und flickte seinen aufgerissenen Mantel mit rotem Seidenstoff aus Asshai, obwohl der Stoff ihr sehr viel wert war. Zurück am Schattenturm nahmen sie ihm den Mantel mit den Flicken ab und Ser Denys Mallister ließ ihm einen neuen schwarzen Mantel geben, weil das eben Tradition sei. Am nächsten Tag sei Manke aufgebrochen zu einem Ort, an dem ein Mann selbst aussuchen könne, welchen Mantel er trage. Nun ist Jon an der Reihe, seine Geschichte zu erzählen. Jon erklärt, dass wenn Manke auf dem Fest in Winterfell gewesen sei, er auch gesehen haben muss, wo er damals als Bastard gesessen hat, während die Königskinder und seine Halbsgeschwister alle oben auf dem Podest Platz nehmen durften. Manke schaut Jon lange an und nimmt ihn dann auf.


Handelnde & erwähnte Personen Bearbeiten

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Erwähnte Orte & Begriffe Bearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. siehe: I-Jon I.

Siehe auchBearbeiten