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Der Zweite Dornische Krieg (engl.: Second Dornish War) war ein Konflikt, der im Jahre 37 n. A. E. zwischen dornischen Rebellen unter Führung des ersten Geierkönigs und den Sieben Königreichen unter Beteiligung des Hauses Baratheon sowie der Lords der Dornischen Marschen ausgetragen wurde und mit einer vernichtenden Niederlage der dornischen Rebellen endete.[1]

HintergrundBearbeiten

Da sich Dorne unter der Herrschaft des Hauses Martell als einziges der Sieben Königreiche erfolgreich Aegons Eroberung widersetzt hatte, begannen die Targaryens im Jahre 4 n. A. E. den Ersten Dornischen Krieg, der von beiden Seiten mit großer Grausamkeit geführt wurde und schließlich im Jahre 13 n. A. E. mit einem Friedensabkommen endete, welches die Unabhängigkeit Dornes gewährleistete.[2] Zum zehnten Jahrestag des Friedensschlusses flog König Aegon I. Targaryen zusammen mit seinem Sohn Aenys im Jahre 23 n. A. E. nach Sonnspeer, um mit Fürstin Deria Martell ein "Fest der Freundschaft" zu feiern.[1]

Nach dem Tod von Aegon I. im Jahre 37 n. A. E. sah sich der neue König Aenys I. einer Reihe von Rebellionen gegen seine Herrschaft ausgesetzt. Einer der Rebellen war der Geierkönig, welcher von den Roten Bergen Dornes aus alle wahren Dornischen dazu aufrief, die Übel zu rächen, die Dorne von den Targaryens zugefügt worden seien. Obwohl Fürstin Deria den Prätendenten verurteilte und betonte, dass ihr und allen treuen Dornischen nur an Frieden gelegen sei, schlossen sich ihm Tausende an.[1]

VerlaufBearbeiten

Anfängliche ErfolgeBearbeiten

Schließlich fielen die Aufständischen über Ziegenpfade in den Bergen in die Weite ein und erstürmten Schwarzburg, dessen Lord Harmon Dondarrion sich zuvor abfällig über den Geierkönig geäußert hatte. Dieser schnitt Lord Harmon daher persönlich die Nase ab, bevor er Schwarzburg niederbrannte und abzog.[1]

Die Martells beachteten die Vorfälle weiterhin kaum.[3] Auch wenn Fürstin Deria Martell den Aufstand immer wieder anprangerte, vermuteten viele ein doppeltes Spiel von ihr, da sie nicht militärisch eingriff und die Rebellen Gerüchten zufolge mit Männern, Geld und Vorräten versorgte. Der Wahrheitsgehalt dieser Vorwürfe ist unklar, tatsächlich aber schlossen sich Hunderte dornischer Ritter und Tausende altgedienter Speerkämpfer dem Geierkönig an, sodass dessen Truppenstärke auf mehr als dreißigtausend Mann anwuchs.[1]

NiedergangBearbeiten

Da die Vorräte nicht für die Versorgung ausreichten und er davon ausging, jeden Gegner besiegen zu können, traf der Geierkönig die Entscheidung, seine Truppen aufzuteilen.[3] Während er mit der einen Hälfte westwärts in Richtung Nachtlied und Hornberg marschierte, zog die andere Hälfte unter dem Befehl von Lord Walter Wyl ostwärts, um Steinhelm zu belagern. Lord Walters Truppen wurden jedoch von Lord Orys Baratheon vernichtend geschlagen und Walter geriet in Orys' Gefangenschaft. Dieser hatte während des Ersten Dornischen Krieges in Gefangenschaft durch Walters Vater seine Schwerthand verloren und rächte sich nun an dem Sohn, dem er beide Hände und Füße abhackte.[1]

Der Geierkönig selber scheiterte an der Einnahme Nachtlieds und brach daher die Belagerung ab, um in Richtung Westen weiterzuziehen. Daraufhin marschierten hinter ihm Lady Ellyn Caron und Lord Harmon Dondarrion mit starken Truppen auf, zum gleichen Zeitpunkt erschien vor ihm plötzlich Lord Samwell Tarly mit Tausenden Rittern und Bogenschützen. Obwohl die Rebellen doppelt so viele Männer wie die Lords der Marschen zusammen hatten, waren die meisten von ihnen unausgebildet und undiszipliniert, sodass sie einem Ansturm gepanzerter Ritter von zwei Seiten nicht standhielten und die Reihen sich auflösten.[1]

Die GeierhatzBearbeiten

Die anschließende Verfolgung der fliehenden Aufständischen und die Jagd nach dem Geierkönig wurde als die „Geierhatz“ bekannt.[3] Während die Rebellen in Richtung der dornischen Berge flohen, setzten ihnen die Lords der Marschen nach und machten sie nieder.[1] Hierbei tat sich vor allem Lord Samwell Tarly hervor, dessen Schwert aus valyrischem Stahl namens Herzbann vom Heft bis zur Spitze rot gewesen sein soll vom Blut Dutzender erschlagener Feinde. [3]

Der Geierkönig selber geriet lebendig in Gefangenschaft und wurde von Samwell nackt zwischen zwei Pfähle gebunden, wo er den Sängern zufolge von Geiern in Stücke gerissen wurde, in Wahrheit aber an Durst sowie den Entbehrungen verstarb und erst danach von Geiern angetastet wurde. Sein Tod stellt in der Regel den Endpunkt für den Zweiten Dornischen Krieg dar.[1]

FolgenBearbeiten

Lord Orys Baratheon verstarb auf dem Heimweg nach Sturmkap an den Wunden, die er in der Schlacht erlitten hatte. Sein Sohn Davos gehörte zusammen mit Lord Samwell Tarly, Lady Ellyn Caron und Lord Harmon Dondarrion zu den Adeligen, welche nach Kriegsende für ihre Verdienste mit Gold, Ämtern und Ehren belohnt wurden.[1]

In späteren Jahren sollte es noch weitere Geierkönige geben, ob diese mit dem ersten verwandt waren, kann von den Geschichtsschreibern allerdings nicht beantwortet werden.[1]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 Feuer und Blut - Erstes Buch, Die Söhne des Drachen
  2. Feuer und Blut - Erstes Buch, Die Herrschaft des Drachen - Die Kriege König Aegons I.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Die Welt von Eis und Feuer, Die Könige aus dem Hause Targaryen: Aenys I.
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